Beiträge von Arcosh

    Man muss halt auch immer wieder das Beispiel "Arena" nennen. Arena hatte vor 15 Jahren eine ähnliche Idee wie Dyn und wollte Handball, Basketball und Volleyball auf einer exklusiven PayTV Plattform vermarkten und sind gescheitert. Meiner Erinnerung nach haben sie bereits nach einer Saison aufgegeben. Einziger Unterschied zu heute ist, dass damals reines Internetstreaming noch keine Option war.

    Meinst Du evtl. "Sportdigital"? Ich meine mich zu erinnern, dass Sportdigital damals als Sublizenz auch über den Pay-TV-Anbieter Arena zu empfangen war. Allerdings war Internet-Fernsehen zu dieser Zeit noch in den Kinderschuhen und Social Media kaum existent. Insofern sind die Voraussetzungen für DYN ganz andere.

    Es wird wohl kaum dauerhaft bei den günstigen Konditionen für DYN bleiben. Da sollte man realistisch sein, auch wenn ich jetzt Wasser in den Wein gieße. Die attraktiven Lockangebote zum Start, waren doch zu erwarten. Wachstum ist das Zauberwort und gilt auch für DYN. Am Ende möchten die Gesellschafter, auch irgendwann kassieren. Jetzt nimmt man die Vorteile als Abonnent erst einmal mit. Später wird man sehen, was kommt.

    Die Hürde zur Profitabilität ist für DYN wesentlich niedriger als z.B. bei DAZN oder Sky. Für die Übertragungsrechte der Fußball-Bundesliga wurden zuletzt ca. 1,1 Milliarden € pro Saison bezahlt. Die UEFA CL bewegt sich in ähnlichen preislichen Sphären und dann kommen noch weitere Fußball-Europapokal-Wettbewerbe und ausländische Ligen sowie Formel 1, etc.

    Die Rechte für die HBL (inklusive 2. Bundesliga) sollen 10 Millionen € pro Saison gekostet haben. Inklusive Produktionskosten und Marketing sind knapp 20 Millionen € pro Saison im Handball geplant. Gemeinsam mit der BBL sind dies wahrscheinlich schon die teuersten Rechte im Portfolio von DYN. Zum Vergleich: DAZN zahlt wesentlich mehr für ein einziges Fußball-Wochenende als DYN für sein Sportportfolio pro Jahr! Dem entsprechend weniger Abonnenten werden benötigt bzw. umso günstiger kann das Produkt angeboten werden, um DYN profitabel betreiben zu können.

    Gibt es eigentlich irgendwelche Kritierien für Freilos oder nicht? Oder ist das Hinterzimmermauschelei des DHB?

    Hanau als Staffelsieger muss spielen, Ferndorf nicht.

    Wie im Artikel erklärt, waren in den Lostöpfen 12 Zweit- und 12 Drittligisten von denen je sechs für die Erstrundenpartien gezogen wurden. Über die Freilose entschied also rein das Losglück.

    Nord:

    TuS Vinnhorst - HSG Nordhorn-Lingen

    TV Emsdetten - 1. VfL Potsdam

    Eintracht Hildesheim - GWD Minden

    Süd:

    EHV Aue - SG BBM Bietigheim

    TV Gelnhausen - HSC 2000 Coburg

    HSG Hanau - ASV Hamm-Westfalen

    Quelle: HBL

    ... und trotzdem tippst Du den VfL Gummersbach für die kommende Saison auf Platz 7?

    Laut Lokalblatt will Barcelona 6(!) Millionen Ablöse. Völlig utopisch!

    Aber PdV soll (möchte?) mehr Gehalt verdienen - z.Z. 500000€ und Kiel bietet mehr - und das kann Barcelona finanziell nicht stemmen. Für 2025 scheint der Wechsel nach Kiel schon sicher zu sein, aber es wird wohl gerade für 2024 verhandelt.

    #fingerscrossed!

    Ich gehe davon aus, dass es sich bei den 6 Mio Euro um die vertraglich vereinbarte Ausstiegsklausel für Perez de Vargas beim FC Barcelona handelt. Das spanische Arbeitsrecht schreibt vor, das es jedem Arbeitnehmer möglich sein muss, aus seinem Arbeitsverhältnis auszusteigen. Arbeitsverträge ohne Ausstiegsklausel sind in Spanien nicht zulässig und üblicherweise werden dann "Mondbeträge" wie 6 Mio. € reingeschrieben, wenn sich beide Parteien einig sind, dass eine vorzeitige Vertragsauslösung nicht angedacht ist. Aber falls überraschend ein Verein bereit sein sollte fast die Hälfte seines Saisonetats für einen Spieler auf den Tisch zu legen, dann werden plötzlich Wechsel möglich.

    Ein weiterer Gedanke:

    Als der THW Kiel 2012 die "perfekte Saison" spielte (Deutsche Meister mit 68:0-Punkten, DHB-Pokalsieger, Champions-League-Sieger und Supercup-Sieger), landeten die Handballer von der Ostsee bei der Wahl zur Mannschaft des Jahres nur auf Platz 5. Allerdings war das in einem Olympia-Jahr in dem die Sportlerwahlen meist von den olympischen Goldmedaillisten dominiert werden.

    Die Fußballerinnen spielen im Juli/August noch eine Weltmeisterschaft; bei der Leichtathletik-WM können die Sprint-Staffeln überraschende Medaillen erringen; die Baskteball-Nationalmannschaft der Herren tritt im September bei der WM an; die Turner haben im Herbst noch eine WM ... etc.

    Moin. Da ich von dem Finale im Basketball Null bekommen habe musste ich erst mal schauen. Das ist schon eine Nummer kleiner als das Handball FINAl4. Demzufolge würde ich im Ranking Handball vor Basketball setzen. Aber bei der Entscheidung werden auch persönliche Interessen eine Rolle spielen, wie so fast immer.

    Ja, die Basketball Champions-League hat innerhalb des europäischen Basketballs einen niedrigeren Stellenwert als die Handball Champions-League innerhalb des europäischen Handballs. ABER dass ein deutscher Basketball-Verein die Champions-League gewinnt, ist eine größere Überraschung als ein deutscher Sieg in der Handball Champions-League ... das gibt oft den Ausschlag.

    Der Titel Mannschaft des Jahres sollte dem SCM in der Stadt und im Bundesland sicher sein. Auf Bundesebene sollte er es eigentlich auch werden, auch wenn ich daran nicht glaube.

    Die Fußballvereine sind mangels Europäischer Titel dieses Jahr wohl außen vor. Der SC Magdeburg ist sicherlich ein Kandidat. Gleichauf sind die Telekom Baskets Bonn, die die Basketball Champions-League gewonnen haben, in der BBL nach der regulären Spielrunde souverän den 1. Tabellenplatz belegt haben und in den Playoffs Vizemeister geworden sind. Aktuell ganz vorne sehe ich aber die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft, die Vize-Weltmeister geworden ist, damit zum ersten Mal seit 70 Jahren eine WM-Medaille im Eishockey erreicht hat und zusätzlich eine Mannschaft aus deutschen Sportlern ist. Da wird es schwierig, dies in der zweiten Jahreshälfte noch zu übertreffen.

    Jo, gute Arbeit vom girl, hier nochmal den Beweis reinzustellen.

    Standbilder sind doch kein hinreichender Beweis. Selbst wenn er zu Beginn der Aktion außerhalb des Torraums ist, betritt er im weiteren Verlauf ebendiesen und falls er dabei noch den Ball berührt haben sollte, dann hätte es einen Strafwurf geben müssen. Aber ein einzelnes Foto aus einem einzelnen Blickwinkel kann dies nicht widergeben.

    Was stimmen muss: der SCM ist der Handballverein mit der längsten erfolgreichen Zeitstrecke. Der erste internationale Titel war 1978 der Cup der Landesmeisterschaft, gefolgt von 1981 und gefolgt von der Champions League 2002 und 2023. Das macht einen Zeitraum von 45 Jahren. Sehr, sehr geil. Generationsübergreifend erfolgreich.

    Beim VfL Gummersbach lagen zwischen dem Europapokal der Landesmeister 1968 und dem Europapokal der Pokalsieger 2011 "nur" 44 Jahre.

    Allerdings gewann Frisch Auf Göppingen bereits 1960 den Europapokal der Landesmeister und war zuletzt 2017 im EHF-Pokal erfolgreich. Diese 57 Jahre kann der SC Magdeburg also frühestens 2034 übertreffen. :hi:

    Herzlichen Glückwunsch an den SC Magdeburg zum Titelgewinn in der Champions-League. Es waren drei spannende Spiele gleichwertiger Mannschaften, die es alle auch verdient gehabt hätten, aber schlussendlich hat sich der SC Magdeburg durchgesetzt.

    Die erste Halbzeit war eine Gala-Vorstellung von Alex Dujshebaev und der Spielzug in den letzten 6 Sekunden vor der Halbzeit war schlicht weltklasse. Aber in der zweiten Halbzeit war die SCM-Abwehr super auf ihn eingestellt und er war fast komplett kaltgestellt. Andreas Wolff war für mich der beste Torwart an diesem Wochenende, aber es fehlte den Polen in der Schlussphase die nötige Kaderbreite, um den Titel zu gewinnen.

    Es war ein "Erlebnis" das Finale inmitten der SCM-Fans im Unterrang mitzuerleben. Wahrscheinlich hätte ich manche Entscheidung der meiner Meinung nach gut agierenden Schiedsrichter auch nicht wahrhaben wollen, wenn der VfL Gummersbach in einem so wichtigen Spiel auf dem Feld gestanden hätte und der mir an den Kopf geworfenen Vorwurf des mangelnden Patriotismus war nach einem Kölsch bzw. einer Cola während der Spielunterbrechung auch schnell wieder vergessen. :bier:

    Schlussendlich haben wir alle ein hochklassiges Final4 erlebt, dass sportlich, stimmungstechnisch und in puncto Entertainment die nationale Ausgabe in den Schatten egstellt hat.

    Warum so pessimistisch? Wer Barca schlägt, kann auch Kielce schlagen! Die Tagesform, vor allem die der TW, wir entscheidend sein.

    Ich sehe Kielce leicht im Vorteil. Sie haben keine verletzungsbedingten Ausfälle und waren gestern nach moderaten 60 Spielminuten durch, während der SCM in den 70 Spielminuten des ersten Halbfinales körperlich wesentlich mehr investieren musste. Sollte Andreas Wolff erneut so parieren wie gestern, dann könnte es sich sogar frühzeitig Richtung der Polen entwickeln.

    Andererseits hat Magdeburg gestern bewiesen was mit Willen und Teamgeist möglich ist und in Köln war das schon oft der Schlüssel zum Erfolg für den vermeintlichen Außenseiter... (Ich erinnere nur an Hamburg 2013, Flensburg 2014, Kielce 2016, Montpellier 2018 oder Skopje 2019)

    Wo ich wirklich gespannt bin, ist, ob Trainer anfangen, rote Karten für den Gegner zu ziehen. Gibt‘s das in anderen Sportarten irgendwo? Kann mich gerad nicht dran erinnern, das schon mal gesehen zu haben.

    In der 18. Minute des ersten Halbfinales musste ich an Deinen Kommentar denken, als Gisli Kristjansson für sein Foulspiel gegen den Außen eine Zwei-Minuten-Strafe erhielt. Ich habe die Szene nur in Realgeschwindigkeit in der Halle gesehen, noch keine Videobilder vom Spiel gesehen und das Vergehen wirkte nicht so hart war wie im DHB-Pokalfinale, aber dennoch machte es für mich den Eindruck, dass er einen Schritt in den Außen hinein macht, ihn am Fuß trifft und zu Fall bringt. Als Trainer würde es mir da durchaus in den Fingern kribbeln, die Challenge zu ziehen. Ist zwar ein Risiko so früh im Spiel, aber durchaus möglich, dass dann der gegnerische Schlüsselspieler disqualifiziert wird.

    Die logische Konsequenz daraus, dass den Trainern eine Challenge zusteht, muss zwangsläufig sein, dass "die Vereine "Beobachter" in der Halle und/oder mit Liveübertragung am Laptop platzieren werden, um dem Trainer zu signalisieren, wann bzw. ob eine Challenge angebracht wäre.