Beiträge von BerndO

    Wenn der Z angibt, dass er ihn reingeschickt hat, wie soll ich dann dem Spieler Vorsatz unterstellen? Den Spieler möchte ich sehen, der da zum Z sagt "Ach ne lass mal, ich sitz hier noch 2 Minuten" ;)

    Ich versteh ja dass ihr gerne einen exakten Regelbezug haben wollt, den wird's aber wohl leider nicht geben. Selbst der Fall, dass ein hinuasgestellter Spieler während seiner Strafe erneut eine 2-Minuten-Strafe oder Disqualifikation wegen einer Unsportlichkeit bekommt ist wie Todde schon feststellte so nicht explizit im Regelwerk geschildert. Vieles wird wohl auf ewig Interpretationssache bleiben.

    Aber wäre das nicht unlogisch, wenn man hier auf eine weitere Reduzierung der Mannschaft verzichten würde?
    Meines Erachtens sollte man die Spielstärke der Mannschaft nach dem Vergehen unabhängig davon sehen, wer das Vergehen begangen hat. Die Konsequenzen für die Mannschaft sollten/müssen doch die gleichen sein. Und: Warum wiegt dann ein Wechselfehler stärker als eine grobe Unsportlichkeit?

    Warum macht Ihr Euch hier so stark für einen Spieler bzw. dessen Mannschaft, der sich gob unsportlich verhalten hat bzw. tätlich geworden ist? Das verstehe ich einfach nicht. ?(

    P.S.: Vielleicht liegt die Lücke hier einfach darin, dass es wen ich mich recht erinnere vor Jahren für Tatlichkeiten ausserhalb der Spielfläche nur eine Disqualifikation gegeben hat, und man den Fall jetzt noch nicht "sauber" ins Regelwerk eingearbeitet hat.

    Holla, das sehe ich jetzt aber auch etwas anders:

    Begeht die 7m ausführende Mannschaft während der Ausführung (d.h. bis zur Anerkennung eines evtl. Tores durch die SR) einen Fehler (Spieler läuft zu früh in den 9m-Raum oder ein Wechselfehler ist doch egal) so ist auf FW dagegen zu entscheiden.

    Anders verhält es sich natürlich wenn die abwehrende Mannschaft einen Wechselfehler währenddessen begeht.

    Zitat

    Original von ulle
    Das war übrigens auch die Meinung der SR die genau so (mit Beginn der 2. Hz) weitermachten.

    Und stimmts Du dem zu?

    Ralf meinte dazu ja, dass er erst 32:00 wieder mitspielen darf. mhs und ich sind aber wohl der gleichen Meinung, bei 31:12 darf er wieder mitmischen.

    Ok, in diesem Fall scheint klar zu sein, dass der Z ihn bei 29:12 wieder reingeschickt hat und man kann genau sagen welchen Teil seiner Strafzeit er noch absitzen muss.

    Wie legt man jedoch die Reststrafzeit fest, wenn niemand sagen kann wann der Spieler eingetreten ist?
    In dem Fall dürfte dann allerdings der Spieler "auf eigene Faust" zu früh rein sein und somit würde er auch erneut bestraft werden. Aber wie lange müsste dann der "andere" Spieler draussen bleiben?

    Theo: Lesen bildet :D
    29:44 fällt ein Tor, aber erst in der Halbzeitpause fällt auf das Gelb mit 6/1 spielt, also Spiel war natürlich längst wieder angepfiffen und eine Rücknahme des Tores nicht mehr möglich.

    Bezüglich der Reststrafzeit bin ich mir jetzt aber auch nicht ganz sicher. Zwar ist hier wohl eindeutig wann der Spieler eingetreten ist, aber meines Erachtens spielt das keine Rolle, er muss lediglich bis 31:12, dem normalen Ende seiner Strafzeit draussen bleiben und nicht ganze 2 Minuten bis 32:00. Oder, Ulle?

    Ach ja Spielfortsetzung mit Anwurf, für wen auch immer.
    Keine weitere Zeitstrafe, ausser vielleicht eine 30 Minuten Strafe für den Zeitnehmer ;), und entsprechende Würdigung der Vorkommnisse im Spielbericht.

    Ach nochwas, Theo: Dazu gibt's glaube ich auch eine schöne Frage im Regelkatalog, kann aber sein dass die im BHV-Katalog zu finden ist. Manches ist leider Gottes nun mal nicht im Regelwerk zu finden, aber sollte trotzdem einigermassen logisch sein. Wenn der ZN als (neutraler) Gehilfe der SR einen Fehler begeht, so kann der betroffene Spieler dafür nicht bestraft werden.

    Zitat

    Original von Schieri_neu
    Ich glaube, dass ihr euch in diesem Fall nur von dem Fall irritieren lasst, bei dem ein Spieler in unmittelbarer Folge (also vor Wiederanpfiff) eine Zeitstrafe und einen Ausschluss erhält.

    Richtig also a)

    Wer ist hier Ihr?? :D

    Der Todde zumindest läßt sich glaube ich eher durch den IHF-Fragenkatalog irritieren.

    Nein, der Schwaniwolli ist (zumindest noch) Deiner Meinung zumindest bei der Ausgangsfrage. :D

    Aber ansonsten spielt es bei der Reduzierung der Mannschaft keine Rolle ob Du a) einen bereits hinausgestellten Spieler während seiner Strafe nochmals oder b) einen anderen (aus welchem Grund oder wo auch immer) hinausstellst: Die Mannschaft wird auf jeden Fall um einen Spieler reduziert, der im Fall a) aber nicht persönlich bestraft ist.
    Ansonsten würde die Hinausstellung ja auch gar nicht ihren Zweck erfüllen.

    Zitat

    Original von Theoitetos
    pfeifen wir für die Beobachter?

    Hab ich das behauptet?

    Ich hab lediglich zum Ausdruck bringen wollen, dass wenn der FSR einen 7m pfeifen sollte, irgendwas im Gespann schief gelaufen ist und ein Beobachter das entsprechend würdigen wird, egal ob die 7m Entscheidung richtig war oder nicht. Ich denke, da kann mir Handball-SR durchaus zustimmen.

    Denn wenn jemand versucht "für" den Beobachter zu pfeifen dann geht das im Endeffekt garantiert in die Hose.

    Ausserdem: Beobachtergespräche sind garantiert nicht zum Feilschen da, in den allermeisten Fällen steht die Bewertung fest wenn der Beobachter in die Kabine kommt. Gell, Ulle?? :bier::rolleyes:

    :hi:

    Zitat

    Original von Todde1973

    Ja, das tue ich!!!

    Es muss nämlich kein weiter Spieler die Reststrafe absitzen, da kein Fall von 4:6 vorliegt. Nur dann greift das! Siehe Frage 300.

    Also Todde, wenn Du nächstes Mal hier IHF-Fragen diskutieren willst, dann poste Du sie doch bitte selber ;) damit die anderen auch was davon haben.

    Zitat

    IHF Frage 300
    A5 wird bei 7.00 hinausgestellt. Vor Wiederanpfiff reklamiert er und erhält erneut eine Hinausstellung. Genau eine Minute später läuft er auf das Spielfeld, der Zeitnehmer pfeift. Wegen der erneuten Hinausstellung ist er zu disqualifizieren. Deshalb beleidigt er nun den Schiedsrichter Entscheidung?
    a) A von 7.-8. Minute mit 5/1 Spielern, 8.-10. Minute mit 4/1 Spielern, 10.-11. Minute mit 5/1 Spielern
    b) A von 7.-8. Minute mit 5/1 Spielern, 8.-11. Minute mit 4/1 Spielern, 11.-12. Minute mit 5/1 Spielern
    c) A von 7.-8. Minute mit 4/1 Spielern, 8.-10. Minute mit 3/1 Spielern, 10.-11. Minute mit 4/1 Spielern
    d) A von 7.-8. Minute mit 4/1 Spielern, 8.-10. Minute mit 2/1 Spielern, 10.-11 Minute mit 4/1 Spielern

    Diese Fragen habe wir glaube ich hier schon einmal diskutiert (siehe hier - und der Theo wird sich gleich entrüsten, die Frage hätte er doch schon mal hier im Regelquiz gestellt)

    Wie kommst Du denn darauf, dass niemand anderes hier die Reststrafzeiten absitzen muss? Wenn dem so wäre, würde A doch durchgängig mit 5/1 bis zum Ablauf aller Strafen bei 12:00 spielen, und nicht wie in der richtigen Lösung b) von 08:00-11:00 mit 4/1.

    EDIT: Ok, jetzt kann ich dem Todde folgen: da in der Eingangsfrage kein Wechselfehler oder zu frühes Betreten vorliegt, greift 4:6 hier nicht. Was ist jetzt eigentlich Dein Problem? Es ist doch so, wenn Du eine Hinausstellung aussprichst, egal ob auf der Spielfläche oder ausserhalb, muss die Mannschaft reduziert werden. Suchst Du jetzt einen expliziten Regelbezug für den Fall einer Unsportlichkeit eines hinausgestellten Spielers?

    mhs: Da Du Deinen Beitrag mit 16:12 angefangen hattest, war ich etwas verwirrt. :/: :rolleyes:
    Schwaniwolli: Der Ulle hats gesehen, und jetzt? :D

    mhs: Aus deinem Beitrag werde ich nicht ganz schlau. Da Ralf seine Weisheit (mal wieder) nicht mit uns teilen will :wall: und wir alle auf dich hören sollen, sag doch mal was die Lösung der Eingangsfrage ist: a) oder b)

    16:12 hat mit der Frage rein gar nichts zu tun (ob jetzt Ausschluss oder auch nur Hinuasstellung), da nur ein Vergehen in dieser Situation begangen wird, nämlich die Tätlichkeit. Die Hinausstellung des (schon wieder) fehlbaren Spielers ist ja schon eine Minute her.

    Und das Thema ist scheinbar doch noch nicht "tot" diskutiert

    Ausserdem streiten wir nicht, nie... :devil:

    Wenn der Beobachter erkennt, dass der FSR die Situation besser hat einsehen können als sein Partner, wird es vermutlich auch kein Problem geben. Bei 7m Situationen am Torraum wird dies nur selten vorkommen.

    Bei einem guten Gespann wird in engen Situationen der TSR Blickkontakt mit seinem Partner aufnehmen, der ihm dann signalisiert wie er entscheiden würde. Der Pfiff kommt dann vom TSR.

    Und wenn der FSR korrekt auf 7m entscheidet und offensichtlich seinen "schlafenden" Partner rettet, so wird es auch lediglich Abzüge bei der Teamarbeit oder Stellungsspiel geben.

    @Todde: Zu diesem Zeitpunkt spielt die betroffene Mannschaft 5/1, ist also bereits reduziert. b) verlangt eine weitere Reduzierung für 2 Minuten, also erst mal 4/1.

    Oder stellst Du ernsthaft in Frage, dass die Mannschaft für die Reststrafzeit mit 4/1 und danach bis zum Ablauf der 2 Minuten mit 5/1 spielt? Entweder erklärt man sich die blöde Formulierung so, oder man akzeptiert, dass die Frage einen Fehler hat.

    In Analogie dazu würde ich bei einem Ausschluss statt der Disqualifikation genauso vorgehen: Reststrafzeit 4/1, dann bis zum Schluss 5/1

    Zitat

    Original von Theoitetos
    du vergißt aber das noch jemand die Reststrafzeit absitzen muß, also ist
    A richtig!!!

    erst Reststrafzeit absitzen und dann mit einem weniger weiterspielen, bei dir würdest du die Mannschaft ja noch "belohnen" weil se 1-Minute der 2-Minutenstrafe ned absitzen müssen (16:9, 16:11 1.Absatz)

    Danke Theo!! :bigok:

    Schwaniwolli: Lass den Ulle ruhig kommen...

    @Todde: Mal für alle hier die Frage:

    Zitat

    IHF-Frage 156
    A2 ist wegen regelwidrigen Verhaltens hinausgestellt worden und befindet sich auf der Auswechselbank. Als in der Nähe ein Einwurf ansteht, ruft A2 dem Schiedsrichter beleidigende Worte zu. Richtige Entscheidung?
    a) Hinausstellung von A2
    b) Disqualifikation von A2, was eine 2-Minuten Reduzierung verursacht, die sofort beginnt
    c) Mannschaft A wird um einen Spieler für 4-Minuten reduziert.
    d) Mannschaft A wird um einen weiteren Spieler für den Rest der 2-Minuten Strafe von A2 reduziert.

    Ist eine blöde Fragestellung und ich finde eigentlich auch, dass d) richtig ist. Laut meinem Lösungsbogen soll auch nur b) richtig sein.

    Gemeint ist wohl, dass da in b) schon reduziert wird kann/muss in d) nicht nochmal reduziert werden.

    Typische IHF-Frage! :wall:

    Zitat

    Original von Theoitetos
    BerndO aber wenn dus von hinten schön siehst wie jemand am Wurfarm war (kommt auch vor das das der FSR besser als der TSR sieht) dann kannste es auch beruhigt pfeifen

    Wenn ich davon 100%ig überzeugt bin, dann kommt auch der Pfiff, nur bei den Beobachtern hast Du in dem Moment auf jeden Fall schon mal ein kleines "Problem". Nicht unbedingt wegen der Entscheidung an sich, aber die Teamarbeit wird da anschliessend sicherlich angesprochen werden.

    Vielleicht ist dies auch ein Grund mit gewesen, warum in der beschriebenen Situation der Pfiff ausgeblieben ist.

    Meikel: Die Regelung mit dem Time-Out und der Absprache gilt nur wenn beide SR pfeifen:

    Zitat

    Regel 17:8
    Wenn beide Schiedsrichter bei einer Regelwidrigkeit pfeifen oder der Ball die Spielfläche verlassen hat, und die bei den Schiedsrichter gegensätzlicher Auffassung darüber sind, welche Mannschaft in Ballbesitz kommen soll, gilt die gemeinsame Entscheidung, die von den Schiedsrichtern nach einer kurzen Absprache erzielt wird. Wenn sie nicht zu einer gemeinsamen Entscheidung gelangen, hat die Meinung des Feldschiedsrichters Vorrang.
    Ein Time-out ist Pflicht. Nach klarem Handzeichen über die Spielfortsetzung wird das Spiel wieder angepfiffen (2:8f, 15:3b).

    Aber ansonsten ist die Äusserung des FSR nach dem Spiel und auch die Würdigung des Bankverhaltens definitiv im besten Fall "ungeschickt".

    Ich überlege es mir allerdings auch zweimal, ob ich aus dem Feld einen 7m pfeife. Ansonsten kann ich Seraph Ausführungen nur beipflichten.

    Ob die Bank Recht hat oder nicht spielt normalerweise keine Rolle bei der Beurteilung von Unsportlichkeiten.
    Aber hier direkt 2 Minuten zu geben war wohl etwas überzogen. Meines Erachtens hätte hier eine Ermahnung, wenn überhaupt, ausgereicht.
    Wie so oft macht halt der Ton die Musik, und manche reagieren (leider) schon etwas empfindlich auf den ersten schrägen Ton.

    a), denn hier handelt es sich ja um ein weiteres Vergehen und auch bei einer weiteren Hinausstellung oder Disqualifikation eines hinausgestellten Spielers würde die Mannschaft um einen Spieler reduziert, dürfte halt nach 2 Minuten wieder ergänzen. Es ist doch nicht einzusehen, das dies bei einem stärkeren Vergehen nicht so gehandhabt wird.

    Was wäre denn, wenn ein anderer Spieler als der hinausgestellte die Tätlichkeit begangen hätte? Dann würde die Frage doch gar nicht erst aufkommen.