Beiträge von BerndO

    Lasse: Sicher, dass A das TTO beantragt hat? Wenn ja, war die Gewährung des TTO in der Tat falsch.

    Zu Deiner anderen Bemerkung: Ob der TW den Ball vor einem Gegenspieler evtl. erreichen könnte, ist in meinen Augen kein gültiges Argument. Vgl. meine Lieblingssituation in Sachen TTO (siehe oben): Wurf auf's Tor gegen den Pfosten (oder TW wehrt ab). Bevor der Ball zum fangbereiten Abwehrspieler kommt, ertönt der (zulässige) TTO-Pfiff.

    Grundsätzlich ist es doch so, dass in solchen Situationen in denen kein Regelverstoß vorliegt, wenn keine Mannschaft in Ballbesitz ist, nach Unterbrechung durch Z/S die Mannschaft den Ball erhält, die zuletzt in Ballbesitz war (Regel 13:4 b)

    Was heisst aber Ballbesitz? Dazu gibt es soweit mir bekannt lediglich eine Definition im Zusammenhang mit dem Spielerwechsel im Jugendbereich (Regeländerung von 2001):

    Zitat

    Um Regelsicherheit zu schaffen, wird der Begriff Ballbesitz für diese Regel wie folgt definiert:
    Definition von Ballbesitz
    Ballbesitz bedeutet nicht nur, Kontakt mit dem Ball zu haben, z. B. ihn in der Hand zu halten, sondern auch ihn werfen, fangen, stoßen, schlagen oder passen. Man kann

    ohne Spielunterbrechung in Ballbesitz kommen, z. B. durch Blocken eines Wurfs, Herausspielen des Balls, oder
    durch eine Entscheidung des Schiedsrichters...

    Demnach könnte man durchaus auch die Ansicht vertreten, dass B durch das saubere Hinausspielen des Balles in Ballbesitz gekommen ist und kein TTO zu gewähren ist.

    Ist irgendwie eine heikle Situation, und irgendwie kann ich mich hier auch nicht abschliessend festlegen. Wahrscheinlich würde ich wie Todde spontan A den Ball wieder zusprechen und TTO geben, so wie in dem Fall, dass nach einem Wurf aufs Tor, der Pfiff genau in dem Moment ertönt, als der vom Torwart abgewehrte Ball in Richtung wartenden Abwehrspieler trudelt.

    So, mal gekramt und den Thread hier hochgeholt...

    Die Antwort zur letzten Frage Nr.9 kann wohl nicht ganz korrekt sein. Wahrscheinlich sind 9 von 11 Kollegen, die sich aktiv am Regeltest beteiligen, der Meinung hier ist noch eine Verwarnung möglich...
    Der angegebene Regelbezug 16:1b) deutet ja auch darauf hin, dass a) und c) richtig sein müssen.

    Warum sollte hier eine direkte Hinausstellung nötig sein? Gibt die Situationsbeschreibung doch gar nicht her.

    Zitat

    Original von eisbeer
    Dann lege ich das schwerste Saisonspiel der 2ten auf den 3. Spieltag und lasse die 1. Mannschaft erst einmal spielen. Dann könnten die Spieler der 1. Mannschaft das Spiel der 2. Mannschaft bestreiten.

    Und auch hier sehe ich kein wirkliche Lücke, denn die Spieler der 1. Mannschaft dürften bis dahin dann auch nur 1 Spiel in der 1. machen, um am 3. Spieltag in der 2. auflaufen zu dürfen. Ansonsten wären sie doch aufgrund der "normalen" Regelung in der 1. festgespielt.

    Aber normalerweise überlasse ich diese Thematik den Leuten, die sich damit auskennen... ;)

    Zitat

    Original von eisbeer
    Ich lege den Spielplan so, dass die 2. Mannschaft ihre beiden Spiele absolviert hat, bevor die 1. Mannschaft spielt. Ich setze die Spieler der 1. Mannschaft in diesen Spielen der 2. ein und dann lass sie dann oben ihren Spielbetrieb durchführen.

    In dem Fall dürfen sie doch erst im dritten Spiel der 1. Mannschaft eingesetzt werden, also kein echtes Problem...

    Zum Ausgangsproblem:
    Ich verstehe die Regelung auch so, dass ein Spieler im 3. Saisonspiel einer Mannschaft eingesetzt werden kann, egal ob er im 1. und/oder 2. Saisonspiel einer anderen Mannschaft eingesetzt wurde, es sei denn es greift der "normale" Festspielparagraph. Dabei ist es, wie §55 aussagt, egal wann bzw. in welchher "Reihenfolge" die Spiele ausgetragen werden.

    Na, die Mannschaft die Spieler(innen) einsetzt, die für diese Mannschaft nicht spielberechtigt waren, also beim normalen Festspielen in einer oberen Mannschaft dann typischerweise die unterklassigere Mannschaft.

    hsr: Ich weiss eigentlich nicht wo Dein Problem liegt, 15:7 ist doch sehr eindeutig und spricht sogar explizit der ausführenden Mannschaft das "Recht auf Korrektur" ab, wenn analog zur Regelung in 13:2 der Ball unmittelbar verloren geht - also es MUSS NICHT (oder besser es darf nicht) korrigiert werden in so einem Fall.

    Ich denke, Idur hat Recht. So ganz kann ich mich mit der Antwort "Wiederholung des Abwurfs nach Korrektur" nicht anfreunden, Regel 5:4 hat sich doch nicht geändert:

    Zitat

    Es ist dem Torwart erlaubt: ...
    5:4 den Torraum mit dem nicht unter Kontrolle gebrachten Ball zu verlassen und ihn im Spielfeld weiterzuspielen.

    Wenn sich "unter Kontrolle haben" auf Ball und Körper bezieht (so auch mein Verständnis), wird in Regelfrage 3 weitergespielt und im Beispiel von Idur auf Tor entschieden...

    Zitat

    Original von hsr
    Der in der Regel genannte "Vorteilsgedanke nach 13:2" scheint mir sowieso der falsche Ansatz: in 13:2 ist von Regelwidrigkeiten gegen den Ballbesitzer die Rede, die nicht zur Unterbrechung führen darf, wenn dem Ballbesitzer kein Nachteil entsteht! Da wurde schon ganz schön gebogen, um hier eine "passende" Auslegung zu gestalten!

    Das finde ich nicht, da 13:2 sowohl eine Passage bezgl. Regelwidrigkeiten der ballbesitzenden als auch der abwehrenden Mannschaft beinhaltet:

    Zitat

    Die Schiedsrichter sollten eine Kontinuität im Spiel zulassen, indem sie eine vorschnelle Unterbrechung des Spiels durch eine Freiwurf-Entscheidung vermeiden.
    Dies bedeutet, dass die Schiedsrichter gemäß Regel 13:1a keinen Freiwurf geben sollten, wenn die abwehrende Mannschaft unmittelbar nach dem von der angreifenden Mannschaft begangenen Regelwidrigkeit in Ballbesitz kommt.
    Gleichfalls sollten die Schiedsrichter gemäß Regel 13:1b erst dann eingreifen, wenn klar ist, dass die angreifende Mannschaft wegen der von der abwehrenden Mannschaft begangenen Regelwidrigkeit den Ballbesitz verloren hat oder nicht in der Lage ist, den Angriff fortzusetzen. ...

    Lediglich über die Definition von unmittelbar könnte man sicherlich streiten.

    Der Vollständigkeit halber auszugsweise der relevante Text von Regel 15:7

    Zitat

    ... Bei einer Wurfausführung ohne Anpfiff sind grundsätzlich alle Fehler zu korrigieren; anschließend ist der Wurf zur Spielfortsetzung anzupfeifen. Allerdings ist der Vorteilsgedanke nach 13:2 zu beachten. Falls die Mannschaft unmittelbar nach einer falschen Aufstellung den Ball verliert, gilt der Wurf als ausgeführt, das Spiel läuft weiter. ...

    Eine Situation gestern in der SAP-Arena hat mich auf die folgende Frage gebracht:

    FW-Entscheidung gegen die angreifende Mannschaft A, der unverzüglich von der gegnerischen Mannschaft B ausgeführt werden kann, jedoch mehr als 3 Meter entfernt vom eigentlichen Ausführungsort. Während der lange Ball noch zu einem gegenstosslaufenden Mitspieler unterwegs ist, ertönt der Korrekturpfiff des SR. Unmittelbar darauf fällt der Ball einem Spieler von A in die Hände. Der Ball hätte somit sein Ziel nie erreicht.

    Jetzt die Frage: Hätte ein "cleverer" SR hier die Aktion einfach weiterlaufen lassen können, da der eigentliche Ausführungsort für B dank Handzeichen klar ersichtlich war? Das neue Regelwerk sieht doch diese "Vorteilsregelung" bei falscher Ausführung explizit vor.

    Andererseits: Ein Korrekturpfiff erst dann zu bringen, wenn der Ball gefangen wird, könnte einigen Unmut erzeugen... (sollte aber eigentlich egal sein)

    Den Nullschritt gibt es nur dann, wenn der Ball von einem (Mit-)Spieler zugepasst wird und dann in der Luft gefangen wird.

    Kein Nullschritt ist es hingegen, wenn man den Ball nach einem "eigenen" Prellvorgang in der Luft fängt.

    Zitat

    Original von Theoitetos
    klar wieso nicht, der MV ist doch (unter anderem) dafür da das auf der Bank Ruhe ist, haben das bis jetzt auch immer so gehandhabt das wir den MV gebeten haben das die Bank ruhiger ist und wenn das ni funktioneirt hat ihn progressiv bestraft

    Na, Theo, was interessiert Dich Dein Geschwätz von gestern, gelle? :rolleyes::baeh:

    :hi: ;)

    Knapp vorbei ist auch daneben, wer garantiert Dir, dass der, den Du gerade runtergestellt hast, auch der Schreier war?

    TLpz: Kommentar zu Regel 2:9 behandelt lediglich das überhörte Signal vom Zeitnehmer, hat aber nichts mit einem gegebenen T-O durch die SR zu tun.

    Pfeife: Wenn Du das in einem Sportgerichtsverfahren mit Deinem Gewissen vereinbaren kannst, wenn Du so offensichtlich lügst und dies knallhart durchziehst, bitte schön, jedem wie es gefällt...

    Ansonsten: Mit der Vorgehensweise von Todde kann ich mich auch anfreunden...