Beiträge von HBW - Allen

    Die Hiobsbotschaften beim HBW Balingen-Weilstetten nehmen kein Ende. Gerade noch war Trainer Dr. Rolf Brack zufrieden, dass sich kein weiterer Spieler im DHB-Pokalspiel gegen Schalksmühle/Halver verletzt hat, zog sich Youngster Sascha Ilitsch im Trainingslager einen Bänderriss zu und wird sowohl am Sonntag gegen Düsseldorf, als auch in den kommenden Wochen ausfallen.
    Auf Grund der anhaltenden Verletzungsmisere sah man sich beim HBW zum Handeln gezwungen. In Absprache mit Trainer Rolf Brack hat die Vorstandschaft am gestrigen Freitag und heutigen Samstag alle Hebel in Bewegung gesetzt, um schnellst möglich den Kader zu verstärken. Bereits nach der Verletzung von Jens Bürkle knüpften die Veranwortlichen Kontakt zum ehemaligen Nettelstedter Markus Becker, der in den letzten zwei Jahren bei der TSG LB-Oßweil am Ball war. Da sich die Verletzung von Bürkle aber als nicht so gravierend herausstellte, als ursprünglich vermutet, wurden die Verhandlungen wieder auf Eis gelegt. Nach dem Ausfall von Sascha Ilitsch nahm Manager Günther Kirschbaum in Absprache mit dem Vorstand und dem Trainer erneut mit Becker Kontakt auf und hat diesen in einer Nacht- und Nebelaktion kurzfristig verpflichtet.
    Dank der guten und schnellen Zusammenarbeit mit der Handball Bundesliga in Person von Männer-Spielwart Uwe Stemberg, konnte Günther Kirschbaum bereits am Samstagvormittag Vollzug melden. Der 26-Jährige Kreisspieler und Abwehrspezialist ist bereits beim HBW im Trainingslager und wird am Sonntag gegen Düsseldorf sein Debüt im HBW-Dress geben.
    Die HBW-Neuverpflichtung bringt nicht nur den Vorteil mit, dass er abwehrstark ist und sowohl am Kreis, als auch auf allen Rückraumpositionen eingesetzt werden kann, sondern hat auch bereits mit HBW-Spielmacher Klemens Kainmüller zusammen gespielt. Zunächst waren beide bei der TSG LB-Oßweil zusammen in einer Mannschaft und haben jetzt wieder die Vorbereitungsphase bei der SG Leutershausen absolviert. Nach der Insolvenz der "Roten Teufel" verschlug es Becker zum VfL Waiblingen, wo ihn Günhter Kirschbaum jetzt wieder los geeist hat.

    http://www.h-bw.de

    Neben Alexander Job (Sprunggelenk), Jörg Kunze (Meniskuseinriss), Stefan Kneer (Mittelfußbruch), Aleksandar Stanojevic (Bänderriss im Sprunggelenk). Jens Bürkle (Schulterverletzung) fällt beim HBW auch noch Sascha Ilitsch aus (Bänderris).
    Der Neuzugang Markus Becker wird dafür sein Debut in Düsseldorf geben.

    Zitat

    Balingen: Dem Regisseur wird "riesiges Potential" attestiert

    Der Junior-Chef
    Der Boss des Bundesligisten HBW Balingen-Weilstetten ist jung. Mit 20 Jahren eigentlich zu jung, um in der Hierarchie einer Mannschaft einen exponierten Platz einzunehmen. Schließlich hat ein Mittelmann einfach älter zu sein. Doch Martin Strobel erfuhr das ganz anders.

    Es hat top funktioniert. Die Älteren haben mich verstanden", sagt der Schwabe, der seit drei Jahren das Spiel des Aufsteigers lenkt. Probleme mit der Autorität? Fehlanzeige. "Alles läuft gut", sagt der Juniorchef, "da gibt es keine Diskussionen."

    Die deutsche U-20-Auswahl führte Strobel im Sommer zum EM-Titel und stand als bester Spielmacher des Turniers im All-Star-Team. DHB-Trainer Martin Heuberger attestiert ihm ein "riesiges Potenzial". Sein Vereinstrainer Rolf Brack sagt: "Martin ist deutlich über dem Niveau eines talentierten Spielers."

    Als Mini begann er beim SV Hausen, einem Dorfverein vor den Toren Rottweils, mit 16 folgte der Wechsel nach Balingen-Weilstetten, bereits als 17-Jähriger sicherte er sich einen Platz im Kader des damaligen Zweitligisten.

    Der Weg weist linear nach oben, und irgendwann wird Strobel wohl im A-Team auftauchen. Einziges Problem: Gerade um die Regie drängen sich weitere junge Kräfte wie Michael Kraus (Göppingen/22) und Michael Haaß (Kronau/Östringen/21). Der Student des Wirtschaftsingenieurwesens hat sich vorerst kleinere (Zwischen-)Ziele gesteckt. "Meine Aufgabe ist es, mich in der Bundesliga zu etablieren und zu zeigen, dass ich auch da gut spielen kann."

    Kicker

    Leider zeigt der Kicker in seinem Beitrag über Martin Strobel ein Bild von dessen Bruder Wolfgang mit der Unterschrift:
    Spiellenker bei Aufsteiger Balingen: Mittelmann Martin Strobel.

    Naja, kann wohl mal passieren :rolleyes:

    Edit: Mittlerweile ziert ein Bild von Martin den Artikel auf der Webseite.

    zu den Verletzungsproblemen beim HBW:

    Zitat

    Mit dem kläglichen Rest, der dem HBW-Coach nach einer unglaublichen Verletzungsserie noch geblieben ist, sind aber Zweifel am Erfolg durchaus angebracht. Mit Alexander Job, Jörg Kunze, Lars Klüttermann, Christoph Schindler, Aleksandar Stanojevic und Jürgen Müller fehlten bereits vor einer Woche gegen den THW Kiel insgesamt sechs Spieler verletzungsbedingt. „Da von diesen lediglich Jürgen Müller zur Mannschaft zurückkommt, werden wir gegen Minden aller Voraussicht nach drei Torhüter im Kader haben“, will Brack die Situation der „kurzen Bank“ nutzen, um wenigstens im Kasten genügend Optionen zu haben.
    Aber nicht genug damit, dass die anderen fünf weiterhin ausfallen, mit Felix Lobedank kommt ein sechster Feldspieler hinzu. Der Linkshänder hat sich am kleinen Finger der Wurfhand einen Kapselriss zugezogen „und kommt allerhöchstens als Joker im äußersten Notfall zum Einsatz“, macht sich Rolf Brack kaum Hoffnungen, zumal „Lobo“ ohnehin nur im Angriff spielen könnte. Damit hat sich die zu Saisonbeginn von manchem mit kopfschütteln zur Kenntnis genommene „Linkshänderschwemme“ von damals sieben nach nur vier Spieltagen bis auf Rechtsaußen Alexander Trost reduziert. „Wahrscheinlich werden wir das „Hinten-rechts-Problem“ und die verwaiste halbrechte Angriffseite versuchen mit den Strobel-Brüdern zu lösen“, sieht sich HBW-Trainer Rolf Brack an ähnlich „Linkshänderlose“ Zeiten in der 2. Liga erinnert.
    Obwohl aus medizinischer Sicht ein Einsatz von Sascha Ilitsch, der sich gegen den THW Kiel einen Kapselriss am Daumen zugezogen hat, kaum zu verantworten ist, hat der Youngster im Laufe der Woche auf die Zähne gebissen und mit der Mannschaftstraining trainiert. Er will am kommenden Samstag unbedingt auflaufen.

    Aus:
    Vorbericht des HBW

    Hier der Spielbericht von der HBW Homepage

    Abgesehen davon, dass der HBW in Bestbesetzung schon krasser Außenseiter gegen Kiel ist, ist er das aufgrund der Personalsituation diesesmal noch viel mehr:


    http://www.h-bw.de

    Nach den langwierigen Verletzungen von Spielmacher Alexander Job und Ex-Nationalspieler Jörg Kunze beabsichtigt der HBW Balingen-Weilstetten seinen Kader kurzfristig zu verstärken.
    Die Gelegenheit relativ schnell eine Entlastung für Junioren-Nationalspieler Martin Strobel zu finden, der sich zudem im Spiel gegen den HSV verletzt hat und vermutlich am kommenden Samstag ausfällt, hat sich durch die Insolvenz der SG Leutershausen (2. Liga-Süd) ergeben. Dort hatte der ehemalige HBW-Spielmacher Klemens Kainmüller, für die Saison 2006/2007 einen Vertrag unterschrieben und stand, wie alle anderen SG-Spieler, nach der Pleite ohne Verein da.
    HBW-Manager Günther Kirschbaum nahm mit dem österreichischen Nationalspieler über dessen Spielervermittler sofort Kontakt auf und hat diesem zwischenzeitlich einen unterschriftsreifen Vertrag vorgelegt. Kirschbaum am Sonntagvormittag: "Wir sind uns mit Klemens soweit einig und gehen davon aus, dass er Anfangs kommender Woche den Vertrag unterzeichnet."

    http://www.hbw.de

    Daniel Hebisch kehrt zum TSV zurück!

    Gut zwei Wochen vor Beginn der neuen Saison hat der TSV Neuhausen auf dem Transfermarkt noch einmal richtig zugeschlagen. Nach zwei Jahren beim Neu-Bundesligisten HBW Balingen-Weilstetten wird Daniel Hebisch wieder das TSV-Trikot überstreifen. Der frühere Publikumsliebling unterschrieb am Donnerstag morgen einen Ein-Jahres-Vertrag.

    Hebisch spielte nach dem Aufstieg der HBW in den Planungen von Rolf Brack nur noch eine untergeordnetet Rolle und hatte bereits in der letzten Woche seinen Verein um die Auflösung seines laufenden Vertrages gebeten. Warum sich der Linkshänder trotz mehrerer hochattraktiver Angebote auch in höherklasigen Mannschaften für den TSV entschieden hat, bringt er selbst am Besten auf den Punkt: "Weil ich hier her wollte!"

    Trainer Markus Locher bekommt mit dem variabel einsetzbaren Hebisch seinen absoluten Wunschspieler.

    Nach dem Karriereende von Ex-Kapitän Steffen Schwab sowie den studienbedingten Ausfällen oder Einschränkungen von Florian Bleher, Chris Köszegi und Jochen Raiser musste der TSV vor allem im Rückraum noch einmal nachbessern, um die Belastung der beiden etatmäßigen Halbspieler Markus Fuchs und Timo Flechsenhar nicht zu groß werden zu lassen. Aus diesem Grund wird man den Neuzugang in dieser Saison sicher auch wesentlich häufiger als früher auf der Halbposition zu sehen bekommen - einer Position, die er im Übrigen auch in Balingen häufiger übernommen hat.

    Ob "Hebbler" heute abend im Testspiel gegen den VfL Pfullingen um die Routiniers Birk, Breitenbacher und Pohl bereits auflaufen kann, hängt von den passtechnischen Formalitäten ab und wird sich erst kurzfristig entscheiden.

    Wir wünschen Daniel in jedem Fall viel Erfolg in seiner "neuen alten" Handballfamilie.

    http://www.tsvneuhausen-handball.de/

    HBW-Manager Kirschbaum hat auf eine 6 Tore Niederlage getippt,
    Trainer Dr. Brack sagt, dass eine Niederlage mit zehn Toren Differenz normal wäre und gibt als Ziel aus das Spie so lange wie möglich offen halten zu können. Schließlich gäbe es nur fünf, sechs Auswärtsbegegnungen, "wo es für uns ezwas zu holen gibt- und da gehört Göppingen dazu."

    Ich denke, dass man zufrieden sein kann, wenn es das enge Spiel werden sollte.

    Zitat


    Zollernalbkurier - 25.08.06

    Wechsel geplant

    Bundesligist Balingen-Weilstetten reduziert zum Ende der Vorbereitung seinen Kader noch einmal. HBW-Trainer Dr. Rolf Brack plant künftig nicht mehr mit Daniel Hebisch. Der Rechtsaußen der einen Aufhebungsvertrag unterzeichnen soll, wird mit Bittenfeld und Pfullingen in Verbindung gebracht. In den nächsten Tagen will der 27-Jährige seinen neuen Klub bekannt geben

    Ich finde es sehr schade, dass Hebbler uns verläßt. Er ist einfach ein klasse Typ! und war bei den Fans sehr beliebt.

    Allerdings ist der Wechsel im Zusammenhang mit unserem Überangebot an Linkshänder (aktuell: Kunze, Klüttermann, Stanojevic, Lobedank, Trost) zu sehen.
    Auch Dennis Wilke hat bei uns "nur" noch ein Zweitspielrecht und wird hauptsächlichh bei Hasslach/Herrenberg/Kuppingen in der Regionalliga auflaufen.

    Suttgarter Zeitung, 22.08.06

    Nachgefragt bei Jürgen Müller
    Der 19-jährige Jürgen Müller ist am Wochenende mit den deutschen Handballjunioren Europameister in Innsbruck geworden. Doch der Torhüter des Erstligaaufsteigers HBW Balingen-Weilstetten wird nicht nur aus diesem Grund das Turnier in Erinnerung behalten, sondern auch weil er beim 24:19-Finalsieg gegen Schweden 23 Bälle hielt. „Das war ein tolles Erlebnis", sagt Müller im Gespräch mit Ines Fuchs.

    Herr Müller, wie fühlt man sich als 19-jähriger Spieler, wenn man die Zeitung aufschlägt und liest, dass man vom deutschen Bundestrainer Heiner Brand höchstpersönlich gelobt wurde?
    Ehrlich gesagt, bin ich leider noch gar nicht dazu gekommen, die Zeitungen zu lesen. Aber das ist natürlich eine Riesenehre für mich. Heiner Brand ist schon in der Zwischenrunde zu unserer Mannschaft gestoßen, hat uns Tipps gegeben, mit uns Videos analysiert und uns dann auch aufs Finale eingestimmt. Das war schon ein tolles Erlebnis. Es ist bereits der zweite EM-Titel innerhalb von vier Jahren für die Junioren des deutschen Handballbundes.

    Heiner Brand muss sich also keine Sorgen um den Nachwuchs machen.
    Natürlich waren die deutschen Juniorenmannschaften in den vergangenen Jahren immer sehr stark. Das liegt sicher daran, dass junge Spieler hier in der zweiten Bundesliga oder auch in der Regionalliga schon früh die Möglichkeit bekommen, sich zu etablieren. Die Bundesliga ist die stärkste Liga der Welt, und der DHB hat einen sehr guten Unterbau. Dennoch darf man nicht denken, dass die Entwicklung deshalb zum Selbstläufer wird.

    Was hat in Innsbruck den Ausschlag für den Gewinn des EM-Titels gegeben?
    Ich denke, dass der Teamgeist ausschlaggebend war. Wir trainieren jetzt seit vier Jahren zusammen und sind zu einer Mannschaft zusammengewachsen. Das sieht man einfach auch auf dem Spielfeld, wo wir uns zum Teil blind verstehen. Außerdem hatten wir die stärkste Abwehr aller teilnehmenden Mannschaften. Hinzu kommt auch, dass wir keine überragenden Leute im Team haben, deren Ausfall uns den Sieg hätte kosten können. Wir haben das Turnier als geschlossene Mannschaft gewonnen.

    Wie schlecht war der Zeitpunkt für diesen Triumph? Schließlich startet am Samstag schon wieder die Handball-Bundesliga in ihre heue Saison.
    Der Zeitpunkt war sicherlich nicht optimal. Wir haben wegen der Europameisterschaft vier Wochen der Vorbereitung in den Vereinen verpasst, das ist doch ein Nachteil. Ich denke aber, dass die Umstellung machbar ist. Alle von uns schwimmen jetzt auf einer Euphoriewelle. Das kann uns auch für die Bundesliga helfen.

    Sie haben im Finale 23 Bälle pariert und waren wahrend des gesamten Turniers in bestechender Form. In Balingen sind Sie jedoch hinter Milos Slaby nur die Nummer zwei. Welche persönlichen Ziele haben Sie?
    Natürlich habe ich ein gutes Turnier gespielt. Aber jetzt muss ich mich erst mal an die Bundesligaluft gewöhnen - zur zweiten Liga besteht da noch ein großer Unterschied. Irgendwann in den nächsten Jahren möchte ich schon die Nummer eins werden. Dafür muss ich aber hart an mir arbeiten. In dieser Saison will ich einfach gute Leistungen zeigen und hoffe, dass ich auch ein paar Mal von Anfang an spielen darf.

    Was trauen Sie Ihrem Verein, dem HBW Balingen-Weilstetten, in dieser Saison zu?
    Man kann unsere Mannschaft vielleicht ein bisschen mit der Junioren-Nationalmannschaft vergleichen. Wir haben viele junge Spieler, die erfolgshungrig sind und etwas erreichen wollen. Im Normalfall können wir mit Mannschaften wie Kiel und Magdeburg nicht mithalten. Wenn es irgendwie möglich ist, wollen wir aber auch hier für die eine oder andere Überraschung sorgen. Wir müssen in jedem Spiel über uns hinauswachsen. Dann ist der Klassenerhalt drin.

    Der HBW wird die Hinrunde in der "Tü-Arena"(ca. 2500 Plätze) in Tübingen spielen.
    (Vielleicht bekannt durch die 1.Bundesliga Basketballer, Walter Tigers Tübingen)
    Ab Frühjahr 07 soll in die sich gerade noch im Bau befindende "Sparkassenarena" (2040 Plätze) in Balingen umgezogen werden.
    Die bisherige Heimspielstätte ("Längenfeldhalle"- 800 Plätze) ist nicht für die erste Liga geeignet.

    Das Ergebnis aus Balingen:
    HBW-Magdeburg 25:29

    SC Magdeburg – HBW Balingen-Weilstetten 29:25 (14:11)

    SC Magdeburg:
    Heinevetter (1.-35. Minute, 4/1 Paraden), Bitter (35.-60., 5)
    Abati 7/4, Jurecki 6, van Olphen 5, Bielecki 3, Hohenberg 2, Kretzschmar 2, Grafenhorst 2, Korroß 1,
    Kuleschow 1

    HBW Balingen-Weilstetten:
    Kosanovic (1.-30. Minute, 4 Paraden), Slaby (31.-60., 8)
    Kneer 7, Ettwein 5, Lobedank 4, W. Strobel 4, Trost 2/1, Schindler 1, Illitsch 1, Stanojevic 1/1
    Zeitstrafen: 10 – 8 Minuten (Abati 2x, Stiebler, Jurecki, Hohenberg – Sauer, Ettwein, Klüttermann,
    Illitsch)
    Siebenmeter: 4/4 – 2/3 (- Stanojevic scheitert an Heinevetter)
    Spielfilm:
    1:3, 6:6, 8:8, 14:8, 14:11 (HZ), 15:14, 17:15, 20:17, 24:21, 26:24, 29:25 (EN)


    aus dem Zollernalbkurier

    Nachdem man sich beim HBW bereits Hoffnungen auf eine baldige Genesung des Regisseur machte, fällt dieser wegen eines Korpelschadens im rechten Sprunggelenk mindestens bis Anfang November aus. Für den HBW ist das natürlich eine ganz bittere Pille, da ein gesunder Job der Kopf der Mannschaft und der oft zitierte verlängerte Arm des Trainers ist.
    Weil der zweite Spielmacher mit Martin Strobel bei der Junioren-EM weilt und man mit ihm alleine im zentralen Rückraum nicht in die Saison gehen will, wird man eventuell nochmals auf dem Transfermarkt aktiv werden. Als Kandidat wird Klemens Kainmüller (Leutershausen), der erst diese Saison den HBW erst verlassen hat, gehandelt.

    Weiter offen ist auch die Zukunft von Junioren-Nationalspieler Robin Haller, welcher (offiziell) noch keinen neuen Verein gefunden hat. Dem Rietheimer lag ein konkretes HBW-Angebot vor, das er gestern endgültig abgelehnt hat. "Wir wollen mit ihm einen Drei-Jahres-Vertrag mit allen Optionen abschließen", erläutert Kirschbaum seine Pläne. Der 20-Jährige, welcher lediglich seine Absage an Balingen-Weilstetten bestätigen wollte, steht nach seinem geplanten Wechsel zum ehemaligen Erstligisten VfL Pfullingen-Stuttgart offenbar mit zwei Klubs in ernsthaften Verhandlungen - noch scheint keine endgültige Entscheidung gefallen zu sein. Neben den Kadetten Schaffhausen (Nationalliga Schweiz) hat die HBR Ludwigsburg Interesse an einer Verpflichtung des Junioren-Nationalspielers. Für einen Wechsel zum ambitionierten Süd-Zweitligisten sprechen die privaten Pläne des Rechtshänders, seinen Lebensmittelpunkt in den Großraum Stuttgart zu verlagern. "Wir haben bis zuletzt gehofft, dass Robin verlängert", betont der Balinger Manager, "es ist bitter, dass uns dieses Talent verlässt, obwohl wir ihm alle Möglichkeiten offen gehalten haben."

    HBW gewinnt Handballcup in Backnang

    Mit Licht und Schatten hat der HBW Balingen-Weilstetten den Handballcup der TSG Backnang am Samstagnachmittag gewonnen. Zweiter wurde die SG Bietigheim/Metterzimmern und Platz drei ging an die neu formierte Spielgemeinschaft der HBR Ludwigsburg.
    Obwohl Vierter und damit letzter des Turnier, war Zweitligaaufsteiger TV Bittenfeld die positivste Überraschung des Backnanger Handballcup. So wurden die Zipfelbachtaler auch fast zum Stolperstein für Erstliganeuling Balingen-Weilstetten. In einer engagiert geführten Partie lagen die Bittenfelder meist mit einem Tor in Front und hatten den Turnierfavoriten bis kurz vor dem Schlusspfiff der zwei mal zwanzig Minuten am Rande einer Niederlage. Beim Stande von 22:22 (11:11) hatten die Eyachstädter mit einem direkten Freiwurf zwar Pech, dass der Ball nur an die Latte ging „aber der Sieg für den HBW wäre nicht verdient gewesen“, so Turnierchef und Backnanger Handballvorstand Jürgen Rauth.
    In ihrem zweiten Spiel hatte die Brack-Sieben mit dem späteren Turnierzweiten aus Bietigheim dann deutlich weniger Mühe. Bis zum 6:6 verlief zwar auch diese Partie noch ausgeglichen, aber in der Folge bis zum Pausenpfiff konnten sich die Balinger souverän auf 14:11 absetzen. In den zweiten zwanzig Minuten hatte Bietigheim dem Erstligaaufsteiger schließlich nichts mehr entgegen zu setzen. Mit 28:20 legte der HBW den Grundstein für den Turniererfolg.
    Im letzten Spiel des Handballcup traf der HBW auf die neu gegründete Spielgemeinschaft HBR Ludwigsburg. In dieser Partie demonstrierten die Brackschützlinge einen deutlichen Klassenunterschied. Trotz des relativ knappen 22:19(10:8 )-Endresultates hatte der HBW die Partie stets unter Kontrolle und zeigte der Spielgemeinschaft schon deutlich ihre Grenzen auf.
    HBW-Trainer Rolf Brack nach dem Turnier: „Es hat sich gezeigt, dass die Integration der Neuzugänge, vor allem im Abwehrverband, noch viel Arbeit erfordert. Von der Einzelspielerqualität her, hat zum jetzigen Zeitpunkt lediglich Martin Strobel ohne Wenn und Aber Erstliganiveau und es wird auch in der kommenden Saison so sein, dass wir nur über das Kollektiv bestehen können. Bei der ganzen Kritik sollte man aber die Kirch im Dorf lassen und berücksichtigen, dass die Jungs im Moment eine ungemein hohe Trainingsbelastung haben. Alles in allem war die Leistung in einem realistischen Bereich.“

    HBW-Homepage