Beiträge von Troya

    Vergessen hast du jetzt allerdings noch Stockhorst (3. TW) und natürlich Wohlbold! Popluharova spielt glaub ich auch in der Jugendnationalmannschaft auf RR, könnte also da für Entlastung sorgen, während Walzik auch am Kreis eingesetzt werden kann (Beck dann links). Unter Müller hat auch Engel schon international RR gespielt. Also auch hier durchaus Variationsmöglichkeiten.

    Aber verletzen darf sich keiner. Da hast du schon recht. Aber bis das soweit ist, hätte der neue Trainer ja noch genug Zeit, jemanden aus dem Nürnberger Juniorteam aufzubauen. Oder eben jemanden aus Brasov.

    Spannend bleibt aber jetzt so oder so erstmal die Frage, wer in die ziemlcih großen Fußstapfen von Müller treten darf ...

    Ich meinte vielmehr, warum zu Cora C. überhaupt noch ein Mr. X nötig ist? Abgesehen davon, dass sie dann wahrscheinlich jemanden braucht, der solang auf ihr Kind aufpasst. Insofern wäre doch das Duo Christenau/Müller gar nicht mal so dumm. Einer von beiden allein kriegts nicht hin, warum dann nicht beide.

    Wenn ich das richtig verstanden habe, ist das mit der Nürnberg-Brasov-Kooperation aber doch nur ein Wunsch von Herbert Müller oder? Vielleicht will der Verein - und der kommende Trainer - das aber ja gar nicht, sondern setzt auf den eigenen Nachwuchs. Dann müsste es auch kein Rumäne sein...

    Warum ein + Mr. X bei Cora Christenau? Wobei sicherlich eine Lösung mit Cora Christenau und Helfried Müller (wenn er sich nicht beruflich nach Nürnberg verändern will/kann) vorstellbar wäre.

    Nehmen wir den Beginn der letzten Saison als Ausgangspunkt, wäre der Vergleich:

    Simakova -> Ofenböck

    Außerdem ist ja Rohde nun wieder fit, was sie zu Beginn der letzten Saison nicht war. Insgesamt keine Verschlechterung.

    Klar werden dann noch Ergänzungen benötigt und verletzen sollte sich auch keiner. Ob die Ergänzungen dann aus der eigenen Jugend oder aus Brasov kommen, wird wohl maßgeblich davon abhängen, wer der neue Trainer wird.

    Bei Helfried Müller wird das wohl primär davon abhängen ob er das - beruflich - schafft bzw. machen will. die Frage ist halt: Welche - finanzierbare - Alternativen sind grade auf dem Markt?

    Warum? Dass man Spielerinnen aus finanziellen Gründen nicht mehr verlängert, ist ja jetzt nicht soo unüblich. Simakova war natürlich eine Leistungsträgerin, hat aber mittlerweile ihren Zenit doch etwas überschritten. Sommerlunds Abgang dürfte durch Garcia-Almendaris mehr als kompensiert sein. Kubasta hat eh fast nicht gespielt das gibt sich mit Scheffknecht sicherlich nicht viel. Kathrin Engel ist eine Verbesserung. Wenn es jetzt noch gelingt, Ofenböck zu halten, ist die Mannschaft nicht schlechter als letztes Jahr.

    Und dass Herbert Müller dem Lockruf von Brasov erliegt (verständlicherweise) kann man dem Verein kaum vorwerfen. Wenn der heute oder morgen eine sinnvolle Lösung präsentieren kann, hat sogar das Krisenmanagement funktioniert...

    Wer ist denn dann noch da?

    LA: Walzik
    RL: Ofenböck (evtl.), Scheffknecht
    RM: Wohlbold
    RR: Popluharova
    RA: Beck, Engel
    KM: Garcia Almendaris

    plus die drei TWs...

    Sollten Rösler und Rohde tatsächlich gehen, könnte man von dem Geld, das für die beiden eingeplant war, sicherlich Ofenböck fix machen und noch eine Halbrechte holen. Dann noch ein, zwei Nachwuchskräfte dazu. Dann wär das doch gar keine so schlechte Truppe. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass man Nürnberg nie frühzeitig abschreiben sollte.

    Wenn es zudem gelingt, Helfried Müller als Trainer zu halten, wär das m. E. durchaus eine solide Lösung.

    rategruppe bezog sich nicht auf eure sicherlich gut gemeinten ratschläge, sondern einfach darauf, dass ihn keiner von uns gesehen hat und sagen kann, wo tatsächlich das problem liegt. rücken ist halt eine sehr globale aussage (oben? unten?) und probleme damit können viele ursachen haben. von muskulärren dysbalancen bis zu "knöchernen" ursachen kann da alles dabei sein. und da man beim rücken nicht experimentieren sollte: besser einen spezialisten fragen.

    lass deinen rücken besser von einem arzt checken. irgendwelche ferndiagnosen bringen einen in so nem fall nicht weiter und falsche übungen oder übungsausführungen können da mehr schaden als gutes tun. wenn du weißt, welcher muskel tatsächlich zu schwach bzw. welcher verkürzt ist, kann dir der arzt oder ein physio da sicher eher die richtigen übungen dafür sagen als die rategruppe hier.

    Als Schwalb diese Variante der 5:1 eingeführt hat, war sie tatsächlich revolutionär und er hat mit seiner damaligen Wallauer Truppe sicherlich auch deswegen trotz fehlender Spielerqualität ein paar Punkte mehr geholt. Im heutigen Spitzenbereich dürfte das aber doch eher als Variante gelten denn als ein neues System. Basis ist und bleibt die 5:1.

    Wer in diesem System wo verteidigt dürfte aber wohl weniger an den Laufwegen liegen, sondern wohl eher daran, wo die vorhandenen Spieler verteidigen können. Zentral in der Mitte spielt bei Ciudad Didier Dinart. Das ist ein Abwehrspezialist, der im Angriff eigentlich gar nicht eingesetzt wird. Bei Ciudad "darf" er aber - im Gegensatz zu Oliver Roggisch in der Nationalmannschaft - den Gegenstoß mitlaufen. Und da schickt man Abwehrspezialisten halt gerne an den Kreis. Da haben sie nicht soviele Entscheidungen zu treffen ...

    Bzgl. des Gegenstoßes ist der LA in der angesprochenen 5:1-Variante auf VM aber gar nicht so günstig. Denn wenn er gerade den Passweg zu RL blockiert, muss er bei Ballgewinn zunächst einmal über die rechte Angriffsseite laufen. Die linke Außenbahn bleibt dann unbesetzt. Optimal wäre für kürzeste klarste Laufwege und höchste Ordnung im Gegenstoß theoretisch hier der Kreisläufer aufgehoben.

    Wie gesagt: auf dem Video Handball Bundesliga Highlights aus dem Philippka-Verlag wurde das Thema mal aufgearbeitet. Ist aber schon etwas her. Daher gab es das nur als VHS-Video und das ist mittlerweile nicht mehr lieferbar. Ich werd mal sehen, ob ich das Video noch irgendwo habe ...

    In diesem Zusammenhang ein kleiner Tipp: Am 11. Juli erscheint nach Jahren zum ersten Mal wieder ein vergleichbares Video mit Bundesliga-Highlights zur Saison 2007/2008 auf DVD. Bei amazon ist es jetzt schon vorbestellbar ...

    ein genauer Abklatsch ist es mit Sicherheit nicht. Es ist eine Variante, die auch Ciudad mit Sicherheit nur mit Bezug auf die Spieler des Gegners anwendet. z. B. nur auf einer Seite (gegen Kiel vor allem gegen Karabatic). Hier hat der VM mit Sicherheit Vorgaben - ja nachdem wie gut z. B. der ballführende Halbe mit dem Kreis zusammenspielt oder wie wurfgefährlich er über die Mitte kommt - wann er auf Ballseite attackieren bzw. wann den Parallelstoß bremsen soll.

    Die Frage ist halt, wie variabel und flexibel deine Mannschaft und wie ihre Gegner sind. In unteren Ligen kann es durchaus sinnvoll sein, so eine Variante als dauerhafte Lösung zu etablieren. In höheren Ligen ist es eine taktische Variante im bestehenden System gegen spezielle Gegner oder Situationen, wird aber wohl nur in den seltensten Fällen in jedem Spiel absolut identisch interpretiert.

    Die Spielweise der 5:1 von Wallau ist einmal auf einem Video erklärt worden. Bundesliga Highlights. Gabs aber nur als Videokassette. Auf der Webseite ehfcl.com sind die Spiele von Ciudad im Videoarchiv noch einsehbar.

    Die Variante der 5:1, die in beiden Fällen zum Einsatz kommt.ist aber eigentlich relativ einfach. Im Grunde genommen entspricht die Spielweise einer normalen 5:1 bis zu dem Zeitpunkt, an dem von einer Seite aus wirklich Druck aufgebaut wird. In diesem Fall hilft der VM weder zur Halbseite aus noch bekämpft er den RM des Gegners wie man es normalerweise erwarten würde. Stattdessen entfernt er sich vom Ball und bedroht den Parallelstoßpass zum Rückraumspieler auf der Gegenballseite - ähnlich den offensiven Halbverteidigern in der 6:0 von Heiner Brand. Der Halbverteidiger auf dieser Seite muss dann natürlich Richtung Ball einrücken, da er durch die Übernahme von VM nun ja keinen Gegenspieler mehr hat.

    Die Spieler auf Ballseite agieren wie in einer 6:0 Abwehr. Je nach Spielweise bzw. Gegenspielern offensiv oder defensiv.

    Ziel ist es aber durch den blockierten Passweg zum Gegenhalben den Druck aus der Aktion zu nehmen und den Gegner zum Neuaufbau zu zwingen.

    Im Großen und Ganzen hast du zwar recht. Da du aber augenscheinlich aus Hessen kommst nur noch ein paar Anmerkungen:

    Das Thema vorqualifizierte Mannschaften ist insgesamt ein Thema. Es ist ja schließlich auch vorstellbar, dass Spieler eines hessischen Jugendregionalligisten, der bereits qualifiziert ist, mal schnell nach Bayern ausgeliehen werden und da eine Mannschaft in die Bayernliga werfen. Oder dass die Talente des HC Leipzig, die noch nicht einmal die Jugendrunde spielen müssen um am Ende gegen den Meister der A-Jugend spielen zu dürfen, andere sächsische Vereine in der Qualifikation aus dem Rennen werfen. Wie gesagt hypothetisch. Hier hat es nun erstmals tatsächlich stattgefunden. Aber die Möglichkeit besteht deutschlandweit.

    Das gleiche gilt für die Leistungszentren. Natürlich ist das HBLZ eigentlich für bayerische Talente gedacht. Auch wenn es praktisch in Hessen steht. Aber welches Handballinternat in Deutschland setzt denn bitte ausschließlich auf Talente aus der Region? Blomberg? Deutscher Meister mit einer Torhüterin aus Bayern. Ihre Vorgängerin kam übrigens ebenfalls aus Bayern. Genauso wie eine Katja Gahn, die dort gespielt hat. Und das ist jetzt nur das Extrembeispiel. In anderen Landesverbänden sieht es ja auch nicht anders aus.

    Natürlich braucht man für die Spitze zuerst eine Breite. Die Spitze entsteht aber nicht automatisch. Dafür muss man arbeiten. Und durch die extreme Verteilung der Talente in Bayern eben auch Konzepte entwerfen. Wenn es die Qualität in der Breite gäbe, würden die bayerischen Vereine auf süddeutscher Ebene nicht ständig kläglich scheitern und eine B-Jugend müsste nicht gegen A-Jugenden spielen.

    Siehst, und genau deswegen gibt es in Bayern - abgesehen vom HBLZ - keine automatische Qualifikation. Wenn der bayerische Meister nicht ins süddeutsche Finale kommt, das noch während der Quali läuft, steigt er wieder in die Quali ein. Und es kommt zu so spannenden Spielen wie bei der Nürnberger A-Jugend, die sich mit einem 23:11, einem 30:6 und einem 33:8 qualifziert hat...

    Aus Fürth kamen Kubasta und Stockhorst nach Nürnberg. Und nicht zu vergessen: Walzik! Luber hat erst in Nürnberg wieder angefangen auch wenn sie vor ihrer vierjährigen Auszeit in Fürth und Regensburg gespielt hat. Die von mir genannten Spielerinnen sind aber aktuell tatsächlich Jugendspielerinnen des FCN.

    Popluharova wurde geholt und hat in der 1. Liga trainiert. Aber ein Spielrecht hatte sie dort im ersten Jahr noch nicht.

    So gut kenne ich die Mannschaft nicht, dass ich mir da ein Urteil erlauben könnte. Aber z. B. Jäger und Schorradt hatten zuletzt in der Auswahl gute Kritiken. Gebhard war die erfolgreichste Torschützin der Regionalliga. Genau die Positionen, die jetzt extern besetzt werden. Letztes Jahr hätte wohl auch keiner gedacht, dass Luber, Kubasta oder Popluharova eine Option für die Bundesliga darstellen könnten ...

    Klar muss man nicht drauf warten, dass das Geld tatsächlich auf dem Konto ist. Aber zumindest einen Vertrag sollte man machen bevor man das Geld verplant. Dann hätte man selbst die Sicherheit, die man den Spielerinnen geben sollte.

    na ja, ganz so ist es nun ja auch nicht. die bestimmungen der cl geben das so nicht her. (abrufbar unter http://www.eurohandball.com). da steht lediglich drin, dass die ehf hallen ablehnen kann. nicht aber, welche voraussetzungen die hallen erfüllen müssen. die nürnberger haben sicher gehofft, dass die zugegebenermaßen tolle stimmung bei den cl-spielen die fehlende gegentribüne aufwiegt (die andere mannschaften so auch nicht haben).

    aber selbst wenn bamberg mehr kostet als die nürnberger berufsschulhalle, lässt sich doch auch mehr verdienen. die cl-spiele in nürnberg waren ausverkauft. mehr plätze könnten also bei entsprechender vermarktung auch mehr geld bringen. die jako-arena hat vip-foren. die lassen sich ebenfalls gewinnbringend vermarkten. außerdem dürfte das fernsehinteresse diesmal bereits von anfang an existieren so wie die spiele letztes jahr gelaufen sind. bei vernünftigen management bringt der umzug nach bamberg mehr geld zusätzlich in die kasse als es zusätzlich kostet.

    aber selbst wenn das alles so wäre, würde ich normalerweise doch dennoch versuchen, zunächst mal meine bestehenden spielerverträge in trockenen tüchern zu haben bevor ich zusätzliche kosten - sprich zusätzliche spieler - in den etat aufnehme. wie will ich sonst planen?

    was spricht denn dagegen eine rechtshänderin als stammrechtsaußen zu haben? raissa tichonowitsch hat das in frankfurt so gut gemacht, dass sie jahrelang toptorjägerin und beste rechtsaußen der bundesliga war.

    aber selbst wenn ich nun franzi beck als linksaußen sehe, passt da was nicht. wenn ich nicht das geld habe, jede position mit einer topspielerin zu besetzen: warum sollte ich das dann ausgerechnet auf linksaußen tun? sara walzik war lt. armin emrich der beste deutsche linksaußen in der bundesliga. lt deiner aussage soll da auch franzi beck spielen, die auf rechtsaußen die meisten tore für nürnberg geworfen hat... wenn mir das nicht reicht und ich will noch eine nationalspielerin für rechtsaußen, muss ich halt einen linksaußen gehen lassen, wenn ich mir sonst den rest der mannschaft nicht mehr leisten kann.

    ein paar spiele der zweiten von nürnberg hab ich sogar gesehen ... herbert müller? fehlanzeige! klar brauchen jugendspieler auf dem weg in die bundesliga zeit. wenn ich ihnen aber zusätzlich zu erfahrenen profis noch ausländerinnen im gleichen alter vor die nase setze ist die frage, ob sie diese zeit dauerhaft in nürnberg warten werden ...

    Mit den drei Neuzugängen, aber evtl. ohne Simakova, Ofenböck und Sommerlund ist der Kader nun aber dick genug oder was? Klar muss eine Spielerin ersetzt werden, wenn sie den Kader verlässt. Aber muss ich eine Simone Luber mit einer Nationalspielerin ersetzen, wenn ich auf Rechtsaußen eh mit Franzi Beck noch meine beste Torschützin habe?

    Auch eine zweite Kreisläuferin muss sein. Klar. Aber wie kann ich eine zweite verpflichten, wenn ich noch nicht einmal die erste finanziert habe?

    Es ist ja schön, wenn Beate Scheffknecht ein großes Talent ist. Aber Talentförderung für Österreich auf Kosten des FCN? Wenn ich das Geld habe, kann ich sowas machen. Hab ich das Geld nicht, sollte ich mich vielleicht auf die eigenen Talente beschränken. Oder zumindest erstmal das finanzieren, was ich auf jeden Fall brauche. Und dazu gehören in Nürnberg nun mal Simakova und Ofenböck.

    Und zum Thema Jugend: Klar müssen die in zwei Mannschaften spielen. Geht ja in Bayern nicht überall so wie beim HBLZ. Aber wenn ich eine an die Bundesliga ranführen kann, muss sie ja nicht mehr unbedingt in der Bayernliga spielen, oder?