Beiträge von Troya

    Wobei der Scheinübergang fast besser gegen eine 3:2:1 funktioniert, die auf 5:0+1 umstellt.

    Die 3:2:1, die nach dem Übergang ihre Stammformation beibehält, funktioniert aber sehr wohl auch im höherklassigen Bereich. Zumindest hat das Erik Veje Rasmussen über Jahre hinweg in Flensburg eindrucksvoll unter Beweis gestellt ...

    Aber wenn eine Mannschaft im 4:2-Angriff wirklich eine hohe Spielfähigkeit hat, ist das auch von der besten 3:2:1 nicht mehr zu verteidigen, weil die Laufwege für HM einfach irgendwann nicht mehr lösbar sind. Hierzu empfehle ich die Videos zum Angriffstraining im Grundlagentraining vom Philippka-Verlag. Da ist das ganz ordentlich dargestellt.

    Wenn mein verbliebener Halber die Geduld aufbringt zu warten bis sein zugeordneter Kreisspieler den HM weit aus seiner Grundposition gezogen hat und sich der gegenüberliegende Kreisspieler diagonal anbietet um auch den Gegenhalben weiter zur Mitte zu ziehen, ist die Überzahl auf der Gegenballseite praktisch nicht mehr zu verteidigen.

    Aber es bringt da natürlich nichts, den Ball zwischen Halb und Halb mit Höchsttempo hin und herzufeuern.

    Gute Videos von den Sperre/Absetzen findet man unter dhb.de->Handballtraining->Training der Teams->Jugendnationalteam

    Funktioniert aber nur gegen relativ defensive Varianten der 3:2:1. Ist die vordere Linie vor 9-10 Metern wird das schwierig. Dann sollte man die Halbverteidiger erst durch einen Übergang weiter nach hinten zwingen.

    Peitschenbewegung würd ich auch nicht unbedingt sagen. Aber das Handgelenk also die Unterarmmuskulatur hat schon großen Einfluss auf die Wurfhärte und auch -variabilität. Dazu gibts verschiedenste Trainingsmöglichkeiten:

    - mit Hanteln (Unterarm im Sitzen auf dem Oberschenkel ablegen, Hantel mit Handfläche nach oben anheben, danach mit Handfläche nach unten wiederholen)
    - Tennisbälle oder Fingerhanteln drücken
    - Bälle bewusst nur aus dem Handgelenk werfen oder an eine Wand tippen
    - Gyrotwister
    - ...

    Schau mal auf http://www.philippka.de da findest du ein Buch vom Godfather der 3:2:1 Peter Feddern mit dem Titel "Angriff gegen 3:2:1". Ich vermute das dürfte dir weiterhelfen.

    Du kannst dir natürlich auch die DVD zum Abwehrsystem an sich anschauen. Da werden die einzelnen Schwachstellen - allerdings aus Sicht der Abwehr - ebenfalls recht anschaulich dargestellt.

    Ansonsten hängt das optimale Angriffsmittel primär mal von deinen Spielern und der effektiven Spielweise der 3:2:1 von eurem konkreten Gegner ab...

    Warum finanziell? Was das betrifft scheint man ja in diesem Jahr etwas vorsichtiger zu sein. Sonst hätte man wohl Popluharova weiterverpflichtet. Das Beispiel zeigt, dass man dieses mal offenbar seine finanziellen Grenzen kennt und einhält.

    Die Frage ist, was sportlich aus dem Club wird. Ohne Popluharova ist der Kader nun doch etwas dünn - wenn auch in der ersten Sechs weiterhin sehr hochwertig. Aber Trier hat letztes Jahr auch lange keinen kompletten Kader gehabt. Durch den Abgang von Müller und Popluharova sollten ja jetzt ein paar mehr eingeplante Gelder frei geworden sein...

    nein. Carsten Bengs auf VM war ja eher wie bei der 5:1 von Ciudad. Die Libero-Abwehr zeichnet sich ja vor allem dadurch aus, dass sie bei Übergängen ihre Grundformation beibehält. D. h. der VM hat dann keinen direkten Gegenspieler mehr. Der HM sichert auf der Ballseite den Kreisläufer ab. Eine Unterzahl auf der Gegenballseite nimmt man dann bewusst in Kauf, versucht durch die Teilung des Spielfeldes durch den VM lange Pässe auf die Ballgegenseite zu provozieren, die dann attackiert werden.

    Insgesamt ist das Ganze halt defensiver und der VM hilft nicht gegen den einbrechenden Halben, sondern der HM übernimmt diese Aufgabe während der VM lange Pässe von Halb zu Halb blockiert und damit das Spielfeld teilt.

    Gegen Mannschaften mit wenig Spielfähigkeit mag das funktionieren. Höherklassig bin ich skeptisch. Da hab ich bisher aber auch nur einmal gesehen, dass jemand eine 5:1 mit Libero probiert hat: Klaus Feldmann mit der TSG Ober-Eschbach in der 2. Liga Frauen. Obs an der Abwehr lag weiß ich nicht, auf jeden Fall war O-E in dieser Saison nicht besonders erfolgreich und Feldmann wurde vorzeitig abgelöst ...

    Stimmt. Am Finalort kann man leider bis auf weiteres nichts mehr ändern... Wer hat denn den Vertrag abgeschlossen? Der DHB?

    Klar. Die meisten Beachteams machen sich keine Gedanken über die Kostenstruktur. Sie müssen ja nicht weit fahren. Allein in Köln gibt es zwei Turniere. Die Frage ist halt wie groß hier die Schmerzgrenze wäre und ab welchen Entfernungen sich auch diese Teams Gedanken über die Kosten für Beachhandball machen würden. Wie groß wäre deine Opferbereitschaft? Quali in Ismaning und Bartenbach? Finale in Konstanz? Kein Problem oder fängst da auch du da das überlegen an?

    Im Süden gibt es insgesamt nicht soviele ambitionierte Teams. Bei den Damen sind es glaub ich zwei. Die waren aber in den letzten Jahren auch immer für Cuxhaven qualifiziert. Bei den Männern gibts ein paar mehr. Nicht genug aber um tatsächlich drei Turniere voll zu bekommen. Das ist ja genau das Problem. Aber im Endeffekt ist das eine Diskussion um Huhn und Ei. Gäb es mehr ambitionierte Teams, wenn das Ziel der Anstrengungen nicht so weit weg wäre?

    Der Abschnitt ist doch logisch. Vor drei Jahren gab es keine Mindestzahl an Mastersteams pro Turnier. Ein Jahr später musste schon ein Großteil - ich weiß nicht mehr genau wieviele nicht registrierte Teams erlaubt waren - registriert sein. Letztes Jahr alle. Dieses Jahr gab es 36 Männer- und 32 Frauen-Teams und 15 Turniere. Wie sollen die bei einer - vorgeschriebenen - 100 % Auslastung voll werden? Rechne mal nach!

    Sorry. Du hast recht. Die Arbeitssitzung im März war in Kassel. Da war aber nur das Beach-Orga-Team. Im Oktober waren die Teams zu einer Sitzung in Kamen geladen. Das hatte ich durcheinander gebracht.

    Du hast zwar recht, was das Lob für die SR angeht. Letztes Jahr hatte man phasenweise aber echt den Eindruck, dass nicht die Deutsche Meisterschaft stattfindet sondern Deutschlands größter Schiedsrichterlehrgang ...

    Vier Mannschaften pro Geschlecht meinst du? Dann sind das schon mal 400,00! Wie dem auch sei. In Bartenbach und Lörrach hat es nicht gereicht. Herrenberg und Ismaning haben gar nicht erst stattgefunden. Nur Altenheim hat bezahlt. Aber ist das der Sinn des Ganzen? Wolfgang Sasse selbst stellt fest, dass die Teams weniger werden. Trotzdem steigt die Anforderung von egal wieviele Masters-/Funteams über 50/50 auf 100% in nur drei Saisons. Bei gleichbleibender bis steigender Turnierzahl. Wie soll das gehen?

    Dass es keine Mindestturnierzahl geben würde, wurde praktisch nicht kommuniziert wie auch der Modus ingesamt.

    Auch deine Benzinrechnung halte ich für recht optimistisch. Von Göppingen oder Altenheim aus sind es 7-800 km nach Cuxhaven. Mit einem Team und Gepäck braucht man da schon drei Autos. Dazu noch 15-20 Euro Teilnehmergebühr. Da kommt schon was zusammen. Wie gesagt: Für den Beachnachwuchs nicht ohne weiteres zu stemmen.

    So schön das Stadion am Meer ist, wenn der DHB - oder Sasse - der rückläufigen Entwicklung Rechnung tragen will, muss er bei der Planung an die Kosten für ALLE Teams denken. Und daran, dass die meisten Teams im März als das letzte Gespräch anberaumt war evtl. noch Punktspiele in der Halle haben. Im Süden ca. weitere 500 km entfernt von Kamen ...

    Im Prinzip hast du zwar recht. Die Realität sieht aber leider anders aus. Daher zur kurzen Erläuterung:

    Es ist zwar grundsätzlich richtig, dass man sich nur anmelden und bei den Mastersturnieren teilnehmen muss um sich für Cuxhaven zu qualifizieren, ein Missverhältnis zwischen der (abnehmenden) Anzahl der Teams und der Anzahl der Turniere hat aber zusammen mit den steigenden Anforderungen des orga-Teams an die Turniere (alle Teilnehmer müssen mittlerweile Mastersteams sein) dazu geführt, dass viele Turniere gerade im Süden diesen Anforderungen nicht mehr gerecht werden konnten.

    Es gibt im Süden einfach nicht soviele Teams wie im Norden und Westen. (Im Osten sind es noch weniger) D. h. es gab im Süden zwei Alternativen: Entweder die Veranstalter haben Teams überredet, sich registrieren zu lassen oder sie haben die Registrierungsgebühr selbst bezahlt um im Sinne der teilnehmenden Mannschaften den Mastersstatus zu erhalten.

    Manche überaus traditionsreiche Turniere mussten aber dennoch masterstechnisch die Segel streichen. Darunter auch die Wiege des Beachhandballs Bartenbach!

    Oder Alternative 2: Die Süd-Teams mussten in den Norden oder Westen fahren um ein Turnier mit gesichertem Mastersstatus zu spielen. Da sich die meisten Beachteams aber nun mal selbst finanzieren ist das für viele irgendwann einfach nicht mehr zu stemmen. Bei den heutigen Benzinpreisen eh nicht mehr.

    Evtl. ist das auch ein Grund, warum der Nachwuchs in der Mastersserie stagniert. Schüler und Studenten können sich die steigenden Kosten einfach nicht mehr leisten im Vergleich zu Mannschaften, bei denen die Spieler schon fest im Berufsleben stehen.

    Das Fass zum Überlaufen brachte dann wohl die Idee im letzten Jahr, die Zahlungen der Teams für die Teilnahme an Cuxhaven nicht mehr den Teams selbst zu Gute kommen zu lassen, sondern einer imaginären Junioren-Beachnationalmannschaft. Keine traditionellen Teilnehmershirts also mehr für die Teams. Aber ein tolles neues Outfit für die Schiedsrichter.

    Da hast du zwar im Prinzip recht. Aber mal ehrlich welchen Wert hat eine deutsche Meisterschaft, bei der nur die Hälfte der Spitzenteams teilnimmt? Mich als Sportler würde interessieren, ob ich wirklich das beste Team in Deutschland bin, wenn ich Deutscher Meister werde.

    Wenn Sasse und Co ehrlich zu sich selbst wären, würden sie ihren Wettbewerb gemäß ihrem Verein Nordwestdeutsche Meisterschaft nennen. Der Osten ist was Beachhandball betrifft eh praktisch nicht existent.

    Wie Beachhandball im Süden?! Davon steht im Interview mit Wolfgang Sasse aber nix! Also existiert das im Bereich des DHB auch nicht! :D

    Hat das Interview wirklich Handball-Welt.de geführt oder war das ein Selbstgespräch von Herrn Sasse?

    Tja, wenn man aber nun mal die Außenspieler auf den Halbpositionen in der Abwehr braucht, muss man da Abstriche machen. Einen wirklichen Rechtsaußen hat Emrich ja auch nicht dabei. 21:21 klingt daher nicht nach wirklich modernem Handballsport. Aber bei Rehhagel hat das ja auch funktioniert. 2004 ...

    Popluharova hat in der Jugendnationalmannschaft RR gespielt. Schätze aber dass du mit Engel recht hast. Walzik war im Jugendnationalteam auch am Kreis also durchaus eine Alternative. Letztes Jahr hat aber auch KM gereicht, der noch nicht mal in der Abwehr gespielt hat und nur die halbe Saison fit war ...

    In Brasov gäb es noch ne junge Kreisspielerin, Jg 90 oder so lt Webiste ...

    Damit hat der Club doch gar keine schlechte Truppe beisammen (in Klammern die Alternativpositionen):

    TW: Krause, Gubova
    LA: Walzik, (Beck)
    RL: Rösler, Ofenböck,
    RM: Wohlbold, Scheffknecht (Rösler, Ofenböck)
    RR: Rohde, Popluharova
    RA: Engel, Beck
    KM: Garcia-Almendaris, (Walzik, Wohlbold)

    Und ein paar junge Talente aus der eigenen Jugend sollen auch bereits zusätzlich ins Training integriert worden sein.

    Wenn sich keiner verletzt, könnte das durchaus wieder für die Playoffs reichen.