Beiträge von Troya

    ok. zunächst mal fehlt für diese spezifische übung ein bisschen die organisationsform um genau sagen zu können, wo da das problem und wo die steigerungsmöglichkeiten liegen.

    grundsätzlich sei aber gesagt: wenn du eine - nach deiner beschreibung - einfache passübung 10 minuten lang machst, darfst du dich nicht wundern, wenn ein handballer mit einem gewissen leistungsanspruch einschläft. v. a. wenn die übung dann evtl. zu leicht ist.

    ansonsten ist das im leistungsbereich maximal eine übung fürs aufwärmprogramm. im hauptteil sollte da schon noch zusätzliche aufgaben rein wie gegnerkontakt, entscheidungs- und wahrnehmungsaufgaben etc.

    im leistungsbereich ist laufen und passen wohl eher eine geschichte, die im aufwärmprogramm stattfindet und im gegensatz zur bezirksliga nicht mehr isoliert trainiert werden muss. da kann das im regelfall als grundlage vorausgesetzt werden. im leistungsbereich kommt das dann eher im zusammenhang mit komplexeren und natürlich auch schnelleren übungsformen vor.

    wie komplex die übungen dann werden hängt aber nicht nur von der liga ab, sondern natürlich primär von den spielern, die du zur verfügung hast.

    also kommen im prinzip jetzt dann eigentlich nur die 2 sprinteinheiten neu dazu? dann passt das schon. die werden dich nicht umbringen. musst halt auf deinen körper hören. wenn du am anfang noch "muskelkater" oder ähnliches hast ... lieber eine einheit weniger und dann nach und nach steigern. bringt ja nichts, wenn du dich dann verletzt, weil dein körper zu wenig regeneration bekommen hat.

    das war ja auch mein erster vorschlag. aber bevor die kinder aufhören und sich nur noch vor die playstation setzen, weil gar kein trainer da ist, ist ein engagierter aber unerfahrener trainer allemal die bessere lösung.

    dann erstmal drei tipps:

    1. training deiner reaktivkraft: sprünge von einem Kastenoberteil, kleinen kasten etc. in den haken und dann möglichst schnell sofort aus der landung in die gegenrichtung abdrücken. die absprunghöhe langsam steigern. aber nie höher als du selbst springen kannst und auch nie mehr als 3-6 wiederholungen pro bein hintereinander. danach ca. 5 minuten pause machen. das verhilft dir auf dauer zu einem dynamischeren richtungswechsel.

    2. haken und durchbruch gegen den widerstand eines deuserbandes. leg dir ein deuserband um die hüfte und lass dich von einem mitspieler halten während du nach einem haken vor einer stange oder einem passiven gegenspieler gegen den wiederstand des bandes weiter richtung tor durchbrichst und wirfst. das verbessert auf dauer deinen "zug zum tor". genauso wie die folgende übung:

    3. nimm nach dem haken bewusst den körperkontakt des mitspielers, der ansonsten passiv bleibt, an (sein arm um deinen bauch) und setz dich dann gegen ihn durch.

    das sind alles aber natürlich nur athletikübungen. sie ersetzen nicht die technisch-taktischen korrekturen deines trainers. eine saubere technik sollte grade in deinem alter über alles gehen!

    für ne b-jugend-bezirksklasse kannst du dir viel selbst erarbeiten. das geht eher als eine e- oder d-jugend. v. a. weil du da - krass ausgedrückt - nicht viel kaputt machen kannst ...

    die anmeldung kannst du im normalfall selber machen. du brauchst aber eine bestätigung vom verein, dass du da mitglied bist. manchmal übernehmen vereine auch die kosten der übungsleiterausbildung, da sie selbst auch wieder fördergelder bekommen, wenn ihre trainer einen schein haben.

    je nachdem, ob du dann diese kosten schultern willst, kannst du zunächst auch wie gesagt, über literatur den einstieg ins thema suchen. wichtig ist v. a. die rahmentrainingskonzeption und dann das zugehörige buch aus dem philippka-verlag. das schafft schon eine ganz brauchbare grundlage.

    ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass ihr ein eher kleinerer verein seid, der auch nicht besonders hoch spielt. da ist es zunächst mal gar nicht so entscheidend, wer der trainer ist, sondern vor allem, dass sich die kinder - um die es ja vermutlich geht - bewegen und spaß dabei haben. alles weitere kann sich dann ja entwickeln, wenn du mehr erfahrung gesammelt hast.

    koordinationsleitern findest du in jedem gut sortierten sportartikel-shop. also z. b. bei

    http://www.sport-thieme.de oder http://www.erhard-sport.de

    hat aber ja nun nichts mit der eigentlichen thematik zu tun. ebenso wenig ist es wohl hilfreich, jemandem, der fragt, wie er athletischer wird zu raten, dass er schneller werden muss ...

    also benn2: wie alt bist du denn? (nur als grundinfo, damit ich weiß, wie ich dir die antwort formulieren kann)

    egal welche, vor allem im jugendbereich. aber auf jeden fall mit einem erfahrenen trainer zusammen. oder halt vorher eine übungsleiter-ausbildung absolvieren. oder du liest dich vorher in die entsprechende altersklasse ein. bücher findest du unter http://www.philippka.de. mindestlektüre: die dhb-rahmentrainingskonzeption!

    schon besser. jetzt vielleicht noch das montags mit dem sonntagstraining austauschen ...

    1,5 stunden krafttraining ist zuviel. ein gutes krafttraining sollte max 45 minuten dauern. ohne aufwärmen. danach fängt der körper an hormone auszuschütten, die ein effektives training verhindern. außerdem sinkt dann normalerweise die konzentration und die effektivität leidet dadurch noch mehr.

    ausdauertraining fehlt immer noch!

    sprich auf jeden fall mal mit deinem trainer, was er in der vorbereitung so vor hat. danach solltest du dann dein heimtraining ausrichten.

    wenn du den plan so durchziehst - unabhängig von der sprintlänge - kommst du innerhalb kürzester zeit ins übertraining. sprich deine leistung wird eher ab- als zunehmen.

    grund: zu wenig regenerationszeiten. dein muskel braucht ca. 48 stunden um sich nach einem intensivem krafttraining zu erholen. d. h. also krafttraining an zwei aufeinanderfolgenden tagen macht keinen sinn.

    beim thema schnellkraft sieht es ähnlich aus. da braucht der muskel etwa 72 stunden um sich zu erholen. und er sollte vorher ausgeruht sein. heißt: sprints am tag nach dem fitnessstudio sind uneffektikv, weil der muskel noch vom kraftttraining regeneriert.

    außerdem:

    - müssen inhalte vom handballtraining, die konditionelle komponenten betreffen in die wochenplanung mit eingehen.
    - fehlt momentan die komponente ausdauer vollständig.
    - wirst du mit 70% vom maximalgewicht keine explosive bewegungsausfühung hinbekommen.
    - hocksprünge bringen dich in der regel beim thema sprungkraft nicht weiter, weil du tendenziell eher die beine anziehen wirst als hoch zu springen. such dir lieber ein ziel über deinem kopf, zu dem du hochspringst.
    - sprintlängen über 20 m länge kommen im handball praktisch nicht vor. s. studie von petra platen über laufleistungen im spitzenhandball. (auszüge sind in der rahmentrainingskonzeption enthalten)

    mal abgesehen davon, dass ich meinen vorrednern zustimme und bei verletzungen auf jeden fall ein arzt konsultiert werden sollte: schon mal drüber nachgedacht, deinen arm bevor du richtig hart aufs tor wirfst mal ordentlich warm zu machen? die von dir beschriebenen symptome passen nämlich zu einer - gerade bei jungen und unerfahrenen handballern - sehr häufig vorkommenden zerrung der bizepssehne. und die kannst du - wenn die momentan akut vorliegende abgeklungen ist - ganz einfach durch richtiges aufwärmen vermeiden ...

    das das undenkbar ist, hab ich ja nie behauptet. wie gesagt: ich kenne den mann nicht. wenn er ihn klasse findet ist das schon allein deshalb schön, weil er dann offenbar eine steigerung darstellt zu seinen vorgängern. trotz allem ist es halt eine subjektive einschätzung, die objektiv betrachtet ganz anders aussehen kann. da fehlen einem durchschnitts-22-jährigen eben im regelfall die vergleichsmöglichkeiten und die erfahrungswerte.