ich glaube, in Kiel ist es den Leuten egal, wer da die Tore wirft ...hauptsache es gibt am Ende der Saison einen oder mehrere Titel und viele ansehnliche Spiele der Mannschaft ...
Beiträge von Jenny
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Es geht nicht um die Leistung, sondern darum, dass es anscheinend erwähnenswert ist, dass er sich keinen Aussetzer erlaubte ...
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Original von UlfN
Ja, genau, ohne Zweifel klasse besetzt aber eben nicht wirklich eingespielt.
Und dafür hat GWDM einfach einen viel zu gut besetzten 1. Rückraum.
Der Kieler Rückraum + Kreis war katastrophal, ohne Anderson hätte Minden noch mit deutlich mehr als 5 Toren führen können.
Angst hatte allerdings um mich herum keiner, irgendwie glaubte jeder, sobald, Karabatic und Lövgren kommen, wird wieder alles gut. Schön war übrigens auch mal wieder das SPiel von Zeitz, der wieder bewiesen hat, das er auch große Einsatzzeiten wert ist (und er hatte glücklicherweise keinen Aussetzer).
Und ein extra Lob an Szilagyi, er scheint mit etwas Zeit wieder an frühere Tage anknüpfen zu können (und hat damit vielleicht auch eine Zukunft beim THW)... wie in ungefähr 95 % der ganzen Spiele ... aber er ist wohl der Einzige, bei dem manche glauben, es müsste extra erwähnt werden ...
Hier noch der Spielbericht
ZitatAlles anzeigenKiels erster Anzug war eine Nummer zu groß - 32:18-Sieg gegen GWD Minden
Kiel - Zweiter Heimsieg, 6:0 Punkte. Der THW Kiel bleibt nach dem 32:18 (15:10)-Erfolg gegen GWD Minden Spitzenreiter der Handball-Bundesliga. Gegen den harmlosen Gast erfüllten die "Zebras" gestern Abend ihre Pflicht, zeigten im Kürbereich vor dem Heimspiel gegen den SC Magdeburg am Sonnabend (15 Uhr) aber noch viel Potenzial nach oben.
Wer in der Ostseehalle die Hitze erleben durfte, die sich am 29. April 2007 im Champions-League-Finale gegen Flensburg entwickelt hatte, musste sich gestern lange verwundert die Augen reiben und den Nachbarn kneifen. 10 250 Zuschauer sorgten für einen Geräuschpegel, der selbst in einer Kirche nicht den Tatbestand von Ruhestörung erfüllt hätte. Ähnlich müde startete der THW in sein zweites Heimspiel, in dem Trainer Noka Serdarusic mit Filip Jicha, Börge Lund und Igor Anic drei seiner Neuzugänge in die erste Sieben gemischt hatte. Mit der Aggressivität von Messdienern schaute der Meister zu, wie die Ostwestfalen Handball aus der Steinzeit zelebrierten. Zäh wie Kaugummi und immer am Rande des Zeitspiels. Als Antwort auf die schnellen Beine der Kieler entdeckte das Team von Richard Ratka die Zeitlupe. Doch die Taktik ging zunächst auf. Mit 8:3 führte Minden in der 14. Minute, als ein verärgerter Serdarusic seine Schar zur Predigt bat. Wenn nicht gegen Minden, gegen wen sollte er sonst seinen Neuen die Chance zum Eingewöhnen geben? Minden. Zuletzt hatte der Gast hier im Jahr 1983 gewonnen. Zu einer Zeit, als der große Schwede Björn Borg seine Tenniskarriere beendete und Microsoft mit Windows 1.0 den Markt für Betriebssysteme revolutionierte. "Man hat gesehen, dass es nur eine Variante gibt, mit der es richtig funktioniert", meinte Serdarusic später. "Und zwar mit den Spielern, die schon im letzten Jahr bei mir waren."Doch kaum hatte er sich mit Jicha, Lund und Anic auf die Bank gesetzt, war klar, dass dieser Abend keine historischen Dimensionen annehmen würde. Der 57-Jährige wechselte zum Entsetzen seines Kollegen Ratka zeitgleich Stefan Lövgren, Nikola Karabatic, Marcus Ahlm und Dominik Klein ein. Damit war das Team komplett, das zuletzt Pokale wie Briefmarken gesammelt hatte.
Die Abwehr bekam den harmlosen GWD-Rückraum endlich in den Griff, am Kreis ließ Ahlm die Gegner an seinem mächtigen Körper abperlen und der gute Mattias Andersson im Kieler Tor fütterte die Kollegen mit herrlichen Pässen. Bis zur Pause war die Partie entschieden, Lövgren & Co. konnten auf eine Erfolgsbilanz von 12:2 Toren verweisen. Zahlen, die das wahre Kräfteverhältnis zweier ungleicher Gegner widerspiegelte.
Nach der Pause bot sich das gleiche Bild. Für Lövgren übernahm mit Viktor Szilagyi nun der dritte Mittelmann das Zepter, später schlüpfte Karabatic als Nummer vier in dieser Rolle. So sieht Luxus aus. Spaß hatte in den Reihen der Gäste zu diesem Zeitpunkt nur noch Georg Auerswald. Der 19-Jährige stammt aus der GWD-Jugend, spielte in der vergangenen Saison noch in der Regionalliga und durfte sich nun gegen die Weltklasse ausprobieren. Als Auerswald zum 16:27 (52.) traf, rannte er mit breitem Grinsen und Siegerfaust durch die Halle. So sieht inzwischen Glück für THW-Gegner in der Ostseehalle aus..
(Von Wolf Paarmann, aus den Kieler Nachrichten vom 06.09.2007)
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Kiel - Minden 32:18 (15:10)
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9:9 .. ich hoffe, jetzt gehts vernünftig (aus Kieler Sicht) weiter

Halbzeitstand 15:10
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Schade, dass das Spiel nicht bei hbl.tv übertragen wird ... so muss wohl doch der Live Ticker her , den ich, auch wenn Wieland sagt, man würde ihn nicht benötigen, gerne einschalte

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Original von Olaf
man soll gar nicht wetten.
100 % Zustimmung
ZitatAlles anzeigenRatka: "Wir haben in Kiel keine Chance"
Minden gibt sich vor dem Gastspiel beim THW Kiel keinen Illusionen hin
Minden - Morgen Abend geht in der Ostseehalle wieder das Licht an. Ab 20.15 Uhr spielen dann der THW Kiel und GWD Minden um Punkte in der Handball-Bundesliga. Unterschiedlicher hätten die Traditionsklubs nicht in die neue Saison starten können. Während die "Zebras" nach deutlichen Siegen gegen Melsungen (39:28) und Großwallstadt (40:26) bereits wieder an der Tabellenspitze stehen, hat sich der Deutsche Meister der Jahre 1971 und 1977 erneut im Keller eingerichtet.In der vergangenen Saison rettete sich GWD Minden (18:50 Punkte) nur mit einem hauchdünnen Vorsprung auf Absteiger HSG Düsseldorf (17:51) über die Ziellinie. Die neue Saison begann der Klub, der im Stadtteil Dankersen seine Wurzeln hat, mit Niederlagen gegen Wilhelmshaven (22:28) und Gummersbach (23:24) - Platz 15.
Doch gerade gegen den zwölffachen Meister zeigte die junge GWD-Truppe am vergangenen Sonnabend ihr Potential. Dank einer starken Abwehrleistung lag sie sogar mit 20:17 (46.) in Führung, um in den letzten Sekunden durch einen Treffer von VfL-Kreisläufer Robert Gunnarsson noch beide Punkte zu verlieren. Eine unglückliche Niederlage, die sogar Gäste-Trainer Alfred Gislason ("diesen Sieg hatten wir nicht verdient") peinlich war. Fehlende Routine bescheinigte Ratka anschließend seinem Talentschuppen, in dem neun Spieler aus dem eigenen Nachwuchs stammen. "In den entscheidenden Szenen fehlte uns die Cleverness. Da haben einige zu überhastet reagiert", sagt der 71-fache Nationalspieler.
Einziger Neuzugang ist der Schwede Anders Henriksson. Der Kreisläufer kam vom Zweitligisten OHV Aurich. Georg Auerswald, Simon Witte (eigene Jugend) und Benjamin Göller (II. Mannschaft) qualifizierten sich vereinsintern für den Ligakader. "Uns sind aus finanzieller Sicht enge Grenzen gesteckt", sagt Ratka, der mit Sorgen in die Zukunft blickt. "Inzwischen ist es sogar für den VfL Gummersbach und den SC Magdeburg schwierig geworden, Verstärkungen zu finden." Finanzstarke Vereine wie der HSV Hamburg und die Rhein-Neckar Löwen hätten den Kuchen auf dem Transfermarkt inzwischen deutlich verkleinert.
"Die Spieler werden wie in einem Trichter nach oben gezogen. Für uns bleibt nichts mehr übrig", sagt der 43-Jährige, der mit einem Spar-Etat von zwei Millionen Euro arbeiten muss und deshalb auch die Pläne von Heiner Brand mit Skepsis betrachtet. Angesichts der vielen Planstellen, die in der Liga an Ausländer vergeben werden, wünscht sich der Bundestrainer eine verbindliche Mindestanzahl deutscher Spieler im Kader jedes Erstligisten. "Um diese Quote zu erfüllen, würden die anderen Klubs uns auch noch unsere Talente abkaufen", sagt Ratka, der sich vor dem Gastspiel in der Ostseehalle als Realist gibt. "Auf dem Papier steht zwar, dass wir in der gleichen Liga spielen. Aber auf dem Feld sieht die Welt ganz anders aus. Wir haben keine Chance, das steht fest."
Die Zahlen sprechen eine ähnliche Sprache. Im Dezember 1983 siegten die Ostwestfalen zuletzt (14:12) in Kiel. THW-Trainer war damals Johann-Ingi Gunnarsson, der Linksaußen hieß Uwe Schwenker.
(von Wolf Paarmann, aus den Kieler Nachrichten vom 04.09.2007)
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Das ist aber glaube nicht unter Arroganz, sondern unter dem absoluten Perfektionismus des Noka S. abzuhaken

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THW Kiel empfängt GWD Minden am Mittwoch
Durch den klaren Auswärtssieg am Samstag in Großwallstadt haben die Zebras die Tabellenführung der TOYOTA Handball-Bundesliga erklommen. Nun nimmt die Saison mit drei Ligaspielen in 8 Tagen - u.a. gegen die Spitzenclubs SC Magdeburg und Rhein-Neckar Löwen - richtig Fahrt auf. Auftaktgegner dieses Dreierpacks ist am Mittwoch in der Ostseehalle GWD Minden, angepfiffen wird die Partie um 20.15 Uhr. Aktuelle Zwischenstände und Informationen rund ums Spiel bekommen Sie im Internet zeitnah unter http://www.kn-online.de/liveticker.
Trainer Richard Ratka ist um seine Aufgabe nicht zu beneiden, denn GWD Minden steht vor seiner wohl schwierigsten Saison. Nicht nur von Handballstar Stefan Kretzschmar als "Abstiegskandidat Nummer eins" gesehen, kämpfen die Ostwestfalen um ihre Bundesliga-Existenz.
In der letzten Saison mit einem Heim-Remis gegen den VfL Gummersbach am vorletzten Spieltag nur knapp dem Abstieg entronnen, wollten die "Unabsteigbaren" in dieser Spielzeit eigentlich von Beginn an für klare Verhältnisse sorgen. Allerdings: Während sich die Konkurrenz aus dem vermutlich unteren Tabellendrittel zum Teil mit namhaften Akteuren verstärken konnte, lief es für GWD auf dem Spielermarkt nicht wie gewünscht. Die dänische Liga hatte in Ostwestfalen zwei Wunschkandidaten ausgemacht. Ärgerlich für GWD, dass es sich bei Dimitri Kouzelev und Snorri Gudjonsson ausgerechnet um zwei der Leistungsträger handelte, die fortan für Aarhus GF beziehungsweise GOG Gudme auflaufen werden. Ein Aderlass, der schwer zu verkraften sein würde, war man sich in Ostwestfalen der prekären Lage durchaus bewusst. Doch große Sprünge auf dem Transfermarkt waren ob des mit 2,1 Millionen Euro im Bundesliga-Vergleich relativ geringen Etats nicht zu machen. "Priorität hat im nächsten Spieljahr ein ausgeglichener Haushalt", machte Bredemeier klar, dass bei den Personalplanungen der Blick in den klammen Geldbeutel die Wünsche des Trainers überstimmen würde. Die letzte Saison hatte ein 200.000 Euro-Loch in die Vereinskassen der Mindener gerissen - und noch immer drücken den Traditionsklub Altschulden. Zum Abbau dieser wurde GWD bei der Lizenzerteilung verpflichtet - eine eingefahrene Situation.
Und so füllte sich der GWD-Kader nur mit drei Spielern aus der eigenen Jugend und dem Kreisläufer Anders Henriksson, der vom Zweitligisten OHV Aurich den Weg zu Ratka an die Weser fand. Einen Nachfolger für den abgewanderten Snorri Gudjonsson fand GWD indes nicht. "Der Markt gibt derzeit nichts her", erklärte Mindens Manager Horst Bredemeier den ob der ausbleibenden Wechsel-Bestätigungen unruhiger werdenden Fans die Situation. Und so müssen rund um die Kampa-Halle einmal mehr die jungen deutschen Nachwuchsspieler die Kohlen aus dem Feuer holen. Die Lücken im Kader lassen aber das Unternehmen Klassenerhalt zu einem wahren Puzzlespiel werden. "Im Test gegen Nordhorn ist Rechtsaußen Einar Örn Jonsson ausgefallen. Moritz Schäpsmeier musste dessen Position dann einnehmen. Fiete Buschmann rückte zwangsläufig in den rechten Rückraum, fehlte uns aber in der Mitte." Die taktischen Möglichkeiten der Mindener bei kurzfristigen Ausfällen oder Schwächeperioden einzelner Spieler sind begrenzt. Seiner Forderung nach einem gelernten Mittelmann verlieh dieses Verschiebespiel im ersten Test Nachdruck. "Wir beobachten die Dinge genau", hofft Ratka noch auf ein Transfer-"Wunder" nach Saisonbeginn, wohl wissend, dass man kaum mit einem weiteren Neuzugang rechnen kann.
So darf sich der Mindener 13er-Kader kaum Verletzungen leisten, wenn man mit GWD nicht von vornherein auf verlorenem Posten stehen möchte. Trotz dieser Probleme verlief die Vorbereitung bei den Ostwestfalen einigermaßen störungsfrei, wenn man von dem Schreckmoment absieht, in dem Stephan Just sich eine Kapselverletzung am Daumen zuzog. Gleichwohl zeigten die Testspiele aber auch, wie eng es für die Ostwestfalen in dieser Saison werden dürfte. Nur zwei Siege - gegen eine Wilhelmshavener B-Mannschaft und den TuS N-Lübbecke - gab es gegen Klassenkonkurrenten, dem gegenüber standen aber auch Niederlagen gegen Bundesliga-Absteiger Hildesheim. Dabei war ein guter Start in die neue Saison für GWD eigentlich schon fast ein Muss. "Wir beginnen nicht gegen nahezu unschlagbare Teams wie Kiel, Flensburg oder Hamburg, wie in den letzten Jahren, sondern gegen einen direkten Konkurrenten", wollte Ratka gleich im ersten Spiel sein Team "voll zur Sache gehen" sehen. Schließlich, so der Trainer, wolle man allen Expertenmeinungen und Unkenrufen zum Trotz zeigen, "dass wir auch mit dieser Mannschaft konkurrenzfähig sind." Dieser Plan ging allerdings nicht auf. Mit 22:28 kassierte Minden am ersten Spieltag eine derbe Pleite beim Wilhelmshavener HV, die auch gleich das GWD-Hauptproblem schonungslos offen legte: "Stephan Just hat über Nacht eine Bronchitis bekommen, wodurch er nur bedingt eingesetzt werden konnte."
Am zweiten Spieltag war eben dieser Stephan Just wieder fit und hätte mit seinen 8 Treffern beim Heimspiel gegen den VfL Gummersbach maßgeblichen Anteil daran, dass GWD beinahe die erste große Sensation der Saison geglückt wäre. Vierzehn Minuten vor Schluss führte Minden mit 20:17, doch letztlich gelang VfL-Kreisläufer Robert Gunnarsson zehn Sekunden vor Schluss der 24:23-Siegtreffer für die Gäste. Eine bittere Niederlage für die Ostwestfalen, denn selbst Gummersbachs Trainer Alfred Gislason sprach danach von einem unverdienten Sieg. Trotz der zweiten Pleite, durch die Minden wie fünf weitere Bundesligisten noch ohne Punktgewinn dasteht, sah Richard Ratka aber, dass seine Mannschaft zumindest bei Heimspielen mit den großen Teams mithalten kann: "Wir haben gute Ansätze gezeigt. Außerdem hat sich wieder einmal gezeigt, dass wir, solange wir unser Konzept nicht verlassen, erfolgreich spielen."
Dennoch: Fehlende Alternativen, ein junger Kader. Zu beneiden ist Richard Ratka wirklich nicht. Er sieht es realistisch: "Es wird eine der schwersten Serien überhaupt für uns. Gibt es auch nur eine einzige Verletzung, dann wird es richtig eng."
In der Ostseehalle wird es GWD indes auch mit allen Spielern an Bord schwer haben, seine ersten Saisonpunkte zu ergattern. Den letzten Sieg in Kiel feierte die damals noch unter dem Namen "Grün-Weiß Dankersen" firmierende Mannschaft vor fast 24 Jahren, seitdem gab es größtenteils deutliche Niederlagen an der Förde. In der vergangenen Saison aber hielt Minden beim 29:36 durch 24 Treffer des Trios Just/Kouzelev/Niemeyer immerhin lange Zeit mit dem späteren Meister mit. Und insgeheim keimt in Ostwestfalen die Hoffnung, dem großen THW Kiel noch einmal ein Bein zu stellen - so wie in der Saison 2005/06, als GWD im ersten Spiel nach der EM-Pause in eigener Halle sensationell mit 32:30 gewinnen konnte.
Die Schiedsrichter am Mittwoch sind Christoph Immel (Tönisvorst) und Roland Klein (Ratingen).
Quelle: http://www.thw-provinzial.de/thw -
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"Es macht einfach keinen Spaß mehr, gegen Kiel zu spielen" - Großwallstadt-Trainer Michael Roth nach 26:40-Debakel gegen Handballmeister THW Kiel frustriert
Aschaffenburg - Die Reise nach Aschaffenburg hatte sich Handball-Bundesligist THW Kiel beschwerlicher vorgestellt. Der 40:26 (19:10)-Sieg beim TV Großwallstadt hinterließ am Sonnabend bei den Gastgebern und den 4500 Zuschauern einen nachhaltigen Eindruck. Die Art und Weise, mit der der Deutsche Meister die einst gefürchtete "frankenstolz-arena" stürmte, entlockte THW-Manager Uwe Schwenker ein treffendes "das war souverän".
Derweil drängte sich den Einheimischen die Frage auf: Kann momentan überhaupt ein Bundesliga-Team dem THW das Wasser reichen? Immerhin gewährten die "Zebras" am Sonnabend nur einen limitierten Einblick in ihr breit gefächertes Repertoire, betrieben einen Kraftaufwand von maximal 60 Prozent - und siegten dennoch mit 14 Toren Differenz. "Es macht einfach keinen Spaß mehr, gegen Kiel zu spielen", konstatierte TVG-Trainer Michael Roth resignierend. "Aber ich schaue ihnen gerne zu. Allerdings nur am Fernseher. Gott sei Dank sehen wir die erst im Dezember wieder."Derartigen Lobeshymnen gebietet Noka Serdarusic zwar traditionell Einhalt, im Gegensatz zum Saisonauftakt gegen Melsungen zollte aber auch der THW-Trainer der Leistung seiner Mannschaft Respekt: "Die Jungs haben prima gespielt. Vor allem in den ersten 30 Minuten. Da haben wir uns in der Abwehr nur zwei Fehler erlaubt. Und wenn dann der Torwart auch noch ein paar Bälle hält, kann man sich so eine Führung erarbeiten."
Von den präzisen Anspielen des starken Kim Andersson (6) in der punktgenauen ersten und zweiten Welle profitierte besonders Vid Kavticnik (8/2). Nach der einzigen Führung des TVG (1:0) heizte der Slowene den Ofen des THW-Express fast im Alleingang bis zum 8:3 (11.) an. Zu einem Zeitpunkt, als die Hausherren bereits ihre erste Auszeit aufgebraucht hatten.
"Verdient, aber ein bisschen hoch. Wir haben gleich am Anfang Pech mit Abprallern gehabt", haderte TVG-Kreisläufer Uli Wolf. "Und wenn die dann auf sieben Tore wegziehen, ist das Spiel eigentlich gelaufen." Nicht nur eigentlich. Dass Thierry Omeyer im THW-Kasten auf ungewöhnlich wenige Paraden kam, lag an der Betonwand vor ihm. Erst mauerten diese im Mittelblock Nikola Karabatic und Marcus Ahlm, dann Filip Jicha und Börge Lund. "Es ist in der Abwehr noch nicht alles perfekt. Mal sehen, wie das aussieht, wenn es soweit ist", sagte Serdarusic und sorgte damit für besorgte Gesichter bei allen Nicht-Kielern.
Letztmalig laut wurde es in der Halle, als der diesmal blasse TVG-Torwart Chrischa Hannawald einen Pass seines Gegenübers Thierry Omeyer an der Mittellinie abfing und Ex-Nationalspieler Heiko Grimm zum 8:13 (23.) traf. Spätestens mit Beginn des zweiten Durchgangs mutierte die nicht ganz ausverkaufte "Hölle Süd" vor den Augen von Bundestrainer Heiner Brand zur Geisterstadt. Zu dominant verwaltete der THW in einem nun gefühlten "Trainingsspiel" seinen Vorsprung. Ohne dabei jedoch an Effektivität einzubüßen. Zwar schlichen sich in der Deckung Fehler ein, aber vorne fügte sich Jicha genauso gut in das erstklassige Kieler Gesamtbild ein, wie Torwart Mattias Andersson, der in der Schlussviertelstunde mit neun Paraden glänzte.
So unaufgeregt wie seine Mannschaft sich die Punkte beim TVG abgeholt hatte, wollte Serdarusic gestern auch die Glückwünsche zu seinem Geburtstag entgegen nehmen. Eine große Party hatte er schon vor dem Spiel nicht auf dem Zettel gehabt: "Party? Ich werde doch keine 18, sondern 57. Das ist ja eher ein Anlass zum Trauern, als zum Feiern."
(Von Frank Molter, aus den Kieler Nachrichten vom 03.09.2007)
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Schalke 04 - Bayer 04 > 1:1
Werder - Frankfurt > 2:1
Hertha BSC - Wolfsburg > 2:1
Hannover - Bochum > 3:2
FC Energie - Nürnberg > 1:1
Rostock - Dortmund > 0:1
Duisburg - Arminia > 3:0
HSV- FC Bayern > 1:1
Karlsruhe - Stuttgart > 1:0 -
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Original von Wieland
ich sehe da auch keine arroganz. eher dürfte sich jenny ärgern, denn für den saftig erhöhten ticketpreis wird sie in dieser saison in vielleicht einer handvoll spiele so etwas wie spannung verspüren. den liveticker braucht sie ebenfalls kaum zu verfolgen.
14 der 17 gegner sind nicht mehr als sparringpartner in dieser saison.Sich über Siege ärgern, wird sicherlich nicht passieren, aber ich denke vollkommen normal ist auch, dass man einfach bei manchen Spielen die Lust verliert sich das anzuschauen.
Und Loran mag das gerne wieder als Arroganz bezeichnen, aber bei manchen Heimspielen geht man ja mittlerweile nicht mehr mit dem Gedanken in die Halle "Hoffentlich wird heute gewonnen", sondern eher mit "Mal schauen, wie hoch wir heute gewinnen" - das hat auch absolut nix damit zu tun, dass man keinen Respekt vor dem Gegner hat. Und das wollte ich mit dem Ausdruck "Trainingsspielcharakter" auch dem TVG gegenüber nicht absprechen. Denn wie vielen bekannt, finde ich den TVG klasse, aber dieser Klassenunterschied gestern hat mich schlichtweg erschrocken.
Natürlich freut man sich, dass der THW eine so weltklasse Mannschaft hat, aber der Reiz geht doch durchaus verloren, wenn noch öfter so Spiele wie gestern folgen werden.
Und da muss ich daabefuggeler zustimmen ... schön ist diese Entwicklung nicht, aber mit dem Spiel hat das ja alles nicht wirklich viel zu tun ...
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09. September 2007, So.:
17.00: HBW Balingen-Weilstetten - GWD Minden : --:-- (--:--) -
09. September 2007, So.:
17.00: Füchse Berlin - HSG Wetzlar : --:-- (--:--)
live im HBL.TV -
09. September 2007, So.:
15.00: VfL Gummersbach - SG Flensburg-Handewitt : --:-- (--:--) -
08. September 2007, Sa.:
19.00: TBV Lemgo - MT Melsungen : --:-- (--:--) -
08. September 2007, Sa.:
15.00: TUSEM Essen - Rhein-Neckar-Löwen : --:-- (--:--)
zeitversetzt im HBL.TV -
08. September 2007, Sa.:
15.00: THW Kiel - SC Magdeburg : --:-- (--:--)
live im HBL.TV -
08. September 2007, Sa.:
15.00: HSV Hamburg - TV Großwallstadt : --:-- (--:--)
zeitversetzt im HBL.TV -
07. September 2007, Fr.:
19.30: HSG Nordhorn - FA Göppingen : --:-- (--:--)
live im HBL.TV