03. Oktober 2007, Mi.:
17.00: Rhein-Neckar-Löwen - HSG Nordhorn : --:-- (--:--)
live im HBL.TV
Beiträge von Jenny
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03. Oktober 2007, Mi.:
15.00: VfL Gummersbach - THW Kiel : --:-- (--:--)
live im WDR -
02. Oktober 2007, Di.:
20.15: Wilhelmshavener HV - HSV Hamburg : --:-- (--:--) -
02. Oktober 2007, Di.:
20.15: FA Göppingen - TV Großwallstadt : --:-- (--:--)
Nachholspiel vom 7. Spieltag - live im DSF
20.15: Wilhelmshavener HV - HSV Hamburg : --:-- (--:--)03. Oktober 2007, Mi.:
15.00: VfL Gummersbach - THW Kiel : --:-- (--:--)
live im WDR
17.00: Rhein-Neckar-Löwen - HSG Nordhorn : --:-- (--:--)
live im HBL.TV
19.00: SG Flensburg-Handewitt - TBV Lemgo : --:-- (--:--)
live im HBL.TV06. Oktober 2007, Sa.:
15.00: HBW Balingen-Weilstetten - TUSEM Essen : --:-- (--:--)
live im HBL.TV
15.00: MT Melsungen - TuS N-Lübbecke : --:-- (--:--)
zeitversetzt im HBL.TV
15.00: FA Göppingen - SC Magdeburg : --:-- (--:--)
vorgezogenes Spiel vom 25. Spieltag - zeitversetzt im HBL.TV07. Oktober 2007, So.:
17.00: GWD Minden - Füchse Berlin : --:-- (--:--)
live im HBL.TV09. Oktober 2007, Di.:
20.15: TV Großwallstadt - HSG Wetzlar : --:-- (--:--)
live im DSFSpäter angesetzte Spiele dieses Spieltages:
05. März 2008, Mi.:
20.15: SC Magdeburg - FA Göppingen : --:-- (--:--) -
Ich hätte da ja mal ne Frage

Also es ist für nächste Woche ein "Südsee-Abend" geplant ... Es steht eigentlich alles, jetzt fehlen allerdings noch Filme ... also wer kann Filme empfehlen, die irgendwie , wenn auch nur annähernd irgendwie zum Thema "Südsee" passen ... wäre für jeden Tipp dankbar

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[...]Kritik an Spielweise der Franzosen
"Für uns stand schon vor der Reise im Mittelpunkt, ohne Verletzungen zurückzukehren", sagt Schwenker. "Daraus wird leider nichts."
Ein Seitenhieb gegen die Franzosen, die für ihre "knüppelharte und teilweise brutale Spielweise" (Schwenker) daheim bekannt sind.
"Nicht umsonst hat Montpellier diese Siegesserie zu Hause gehabt", sagt Schwenker.
Und THW-Coach Noka Serdarusic kritisierte: "Die wollten mit Gewalt unser Spiel zerstören. So lange Handball gespielt wurde, hat ja jeder gesehen, was los war."Er selbst habe die Szene, bei der sich Karabatic verletzte, nicht gesehen.
Offenbar touchierte der tunesische Nationalspieler Issam Tej Karabatic bei einem Wurf am rechten Bein, so dass der 1,96 Meter große Franzose in der Luft das Gleichgewicht verlor.
Nach seinem Wurf landete er unglücklich auf der Schulter. "Jeder weiß, dass es die Art von Issam Tej ist, schmutzig zu spielen", sagte Kiels Rückraumspieler Viktor Szilagyi.
"Nikola hat aber geschimpft wie ein Rohrspatz. Er sagt, er wurde an den Füßen gefoult", erzählt Schwenker. [...]Quelle: http://www.sport1.de
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Das ist doch echt zum verrückt werden. Beim "Glück" des THW werden das eh 6 Monate für Karabatic.....irgendwas muss der Gegenspieler gemacht haben, sonst wäre er auch nicht so wütend gewesen ...
Hoffen wir mal, dass es gut ausgeht ... -
...hier war sonst auch mal mehr los um diese Zeit ...
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... jetzt zur Zeit aber absolut gar nicht
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Halbzeitstand Montpellier - Kiel 12:20
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Nikola Karabatic: "Der THW ist meine zweite Familie"
Der THW Kiel war national und international der überragende Klub der vergangenen Saison: Deutsche Meisterschaft, deutscher Pokal und als Krönung des Triples der erste Titel in der Champions League. Der THW verfügt über zahlreiche Weltklasse-Spieler, doch einer ragte über den Rest hinaus - auch wenn er selbst das nie zugeben würde: der Franzose Nikola Karabatic. In Deutschland wurde er zum Spieler der Saison gewählt, in der Champions League wurde er Torschützenkönig. Im Interview gibt der 23-Jährige vor dem Start der Champions League Einblicke in seine Zukunftsplanungen, seine Bedenken angesichts des immer praller gefüllten Spielplans, und er äußert sich auch zur Rolle des Gejagten in drei Wettbewerben.ehfcl.com:
Sie sind 23 Jahre alt und haben bereits zweimal - mit Montpellier und Kiel - die Champions League gewonnen. Welche Ziele hat man dann überhaupt noch?
Nikola Karabatic:
Die Champions League ist auf Vereinsebene immer das höchste Ziel, das man erreichen kann. Diesen Titel mit 23 Jahren schon zweimal gewonnen zu haben, ist nicht schlecht. Aber dieses Ziel immer wieder zu erreichen, ist mein Traum. Es wird immer schwerer, die Königsklasse zu gewinnen, denn mittlerweile spielen je vier Teams aus Spanien und Deutschland mit, das war während meiner Zeit in Montpellier anders. Aber wenn man die Champions League einmal gewinnt, will man das immer wieder wiederholen. Ich habe Blut geleckt, mein Hunger auf diesen Titel ist noch nicht gestillt. Wir haben diesen Pokal endlich in unserem Trophäenraum, jetzt soll dieser Raum noch größer werden. Mein persönliches Ziel ist, Andrei Xepkin zu überholen, der hat die Champions League bekanntlich siebenmal gewonnen.ehfcl.com:
Flensburgs Routinier Lars Christianssen hat gesagt, es sei besser, wenn man der Jäger und nicht der Gejagte ist. Wie gehen Sie und wie geht Kiel mit diesem Druck um?
Nikola Karabatic:
Jeder sagt, wir hätten ein Team, das unschlagbar ist. Aber das Schöne am Sport ist, das alles passieren kann. Wir haben keinen besonderen Druck in dieser Saison, Kiel hatte den Druck stets in den Vorjahren, weil der THW bis dato nie die Champions League gewonnen hatte. Jetzt haben wir es geschafft, der Druck ist weg. Wir können diesen Titel mit dieser tollen Mannschaft wiederholen, aber uns ist niemand böse, wenn es nächste Saison nicht klappt. Aber wir geben natürlich alles dafür, um diesen Erfolg zu wiederholen.ehfcl.com:
Sie waren Torschützenkönig der vergangenen Saison und hatten dadurch auch die Ehre, die Gruppenauslosung für die neue Spielzeit vorzunehmen. Angeblich haben Sie vorher geahnt, dass Sie Ihren Ex-Klub Montpellier als Kieler Gegner ziehen würden...
Nikola Karabatic:
Ich wollte unbedingt Montpellier ziehen - und das hat geklappt. Montpellier ist ein besonderer Verein. Ich habe zehn Jahre dort gelebt, ich mag diese Stadt und freue mich darauf, die Spieler wiederzutreffen. Vor der Auslosung sagte unser Manager Uwe Schwenker: Nikola, ziehe uns bitte Montpellier und Hammarby, wo unser Ex-Spieler Staffan Olsson Trainer ist. Ich sagte: O.k, das mache ich, aber nur, wenn wir dann in Montpellier übernachten und ich bei meiner Familie bleiben kann. Also zog ich die richtigen Lose.ehfcl.com:
Wie schätzen Sie die Gruppengegner Motpellier, Hammarby und Constanta ein?
Nikola Karabatic:
Montpellier ist sehr stark, die dürfen wir nicht unterschätzen, vor allem wegen der großen Erfahrung, über die die Spieler verfügen. Aber auch Hammarby hat seine Qualitäten. Man muss allen Gegnern Respekt zollen, sonst verliert man auch schon mal ein eigentlich leichtes Spiel.
ehfcl.com:
Wo ist die Belastung größer, in der Bundesliga oder in der Champions League?
Nikola Karabatic:
Die Kombination aus beidem ist das Problem. Es werden immer mehr Spiele, auch dadurch, dass die Champions League nun eine zweite Gruppenphase beinhaltet. Das ist für Handball alles zu viel. Denn es sind ja nicht nur die Spiele mit dem Verein. In dieser Saison stehen noch die EM, die WM-Qualifikation, die Olympia-Qualifikation und - wenn wir es mit Frankreich schaffen - auch Olympia an. Dieses Programm ist zu heftig.ehfcl.com:
Wie lange hält Ihr Körper diese Strapazen noch aus?
Nikola Karabatic:
Ich habe es zwei Jahre geschafft, und hoffe, dass ich noch ein paar Jahre spielen kann. Die Belastung ist extrem, die Verantwortlichen sollten auch einmal an die Spieler denken. Wenn alle verletzt sind, wird das Spektakel weniger. Das sind so viele Spiele, und die Belastung im Handball ist viel höher als im Basketball oder im Fußball.ehfcl.com:
Zurück zur Champions League: Sie haben mit 19 Jahren mit Montpellier den Titel gewonnen und mit 23 Jahren mit Kiel. Welcher Sieg hatte einen größeren Stellenwert für Sie?
Nikola Karabatic:
Das waren zwei völlig unterschiedliche Gefühlswelten. Der Titel mit Montpellier war eine Riesenüberraschung. Niemand hatte mit uns gerechnet, spätestens nach der deutlichen Niederlage im Finalhinspiel in Pamplona hatten wir überhaupt keinen Druck mehr, niemand gab einen Cent auf uns. Es war der erste Riesenerfolg in meiner Karriere. Das war etwas Besonderes. Der zweite Titel mit Kiel war ganz anders und hatte einen anderen Stellenwert. Es war viel schwerer, die Champions League zu gewinnen, da die Konkurrenz viel stärker war. Zudem hatten wir viel mehr Druck. Trotz unserer Verletzungsmisere waren wir der Favorit. Ich hatte in meinem ganzen Leben noch nie so viel Druck wie vor diesen Finalspielen. Aber das Besondere an diesem Titel war, dass wir dem Druck stand gehalten haben und trotzdem gewonnen haben. Als wir die Trophäe in Händen hielten, war das der schönste Moment meiner Karriere, es war ein Gefühl, das man nicht beschreiben kann.ehfcl.com:
Zu allen Mannschaftstiteln gewannen Sie auch noch die Torjägerkrone in der Champions League. Was bedeutet Ihnen diese Auszeichnung?
Nikola Karabatic:
Ich hatte erst vor dem Finale erfahren, dass ich vorne lag, das war mir eigentlich auch egal, denn der Erfolg mit der Mannschaft ist mir viel wichtiger. Ich schaue nicht so auf meine Tore. Natürlich ist es eine große Ehre und Auszeichnung für mich, aber im Endeffekt ist das nicht so wichtig wie zum Beispiel ein Finaleinzug. Der Champions-League-Titel ist mir 1000 Mal wichtiger als die Torjägerkrone. Aber ein Gutes hatte der Titel schon gehabt: Ich durfte in Wien die Auslosung vornehmen.ehfcl.com:
Ihr Vertrag in Kiel lief aus, und trotz zahlreicher Angebote von internationalen Topclubs haben Sie Ihren Kontrakt gleich bis 2012 beim THW verlängert. Was waren Ihre Gründe für diese lange Laufzeit?
Nikola Karabatic:
Die Mannschaft ist perfekt, ich will hier nie weg, der Verein ist für mich wie eine zweite Familie geworden, denn ich habe hier nicht nur Mannschaftskollegen, sondern echte Freunde gefunden. Ich fühle mich in Kiel total wohl, und das ist mir sehr wichtig.ehfcl.com:
Welche Bedeutung hat dabei Ihr Trainer Noka Serdarusic?
Nikola Karabatic:
Eine ganz entscheidende. Noka ist superwichtig, er hat mir so viel beigebracht. Als ich 2005 in Kiel unterschrieb, war er der entscheidende Faktor, erst dann die Mannschaft. Noka ist der beste Trainer der Welt, er weiß alles über Handball, er kann mich richtig weiterbringen.ehfcl.com:
In der vergangenen Saison war Kiel national und international der Überflieger, in dieser Spielzeit haben Sie bereits den nationalen Super-Cup gewonnen. Wie wichtig ist es für Sie und den THW, das Triple zu wiederholen?
Nikola Karabatic:
Wir wollen es schaffen, dass wir jedes Spiel gewinnen - das ist eben die Philosophie beim THW. Und am Ende der Saison zählen wir unsere Trophäen.ehfcl.com:
Kiel als Titelverteidiger geht wieder als großer Favorit in die neue Champions-League-Saison. Im vergangenen Jahr haben die deutschen Vereine die Dominanz aus Spanien beendet. Glauben Sie, dass überhaupt ein Club, der nicht aus Deutschland oder Spanien kommt, die Champions League gewinnen kann?
Nikola Karabatic:
In dieser Saison gehe ich nicht davon aus, in zwei bis drei Jahren ist diese Möglichkeit vielleicht wieder gegeben. Möglicherweise haben dann Montpellier oder Celje - dank der tollen Halle, der tollen Fans und der echten Handball-Kultur dort - eine Chance, in diese Dominanz einzudringen. Aber ich gehe davon aus, dass der Champions-League-Sieger in dieser Saison aus Spanien oder Deutschland kommt.ehfcl.com:
Das heißt, die Konkurrenten um die Titelverteidigung sind die gleichen wie immer?
Nikola Karabatic:
Ja, sie kommen aus Spanien und Deutschland - insgesamt also acht Vereine.
ehfcl.com:
Haben Sie - national oder international gesehen - eigentlich einen Lieblingsgegner?
Nikola Karabatic:
Nein, den Lieblingsgegner gibt es für mich nicht. Ich spiele am liebsten gegen die besten Teams der Welt, sei es nun Flensburg, Ciudad Real oder Barcelona. Solche Partien haben ihren besonderen Reiz, ihren besonderen Kick und machen besonders viel Spaß - da ist meine Motivation besonders groß.ehfcl.com:
Sie waren der erste Franzose in Kiel, mittlerweile spielen auch Thierry Omeyer und Igor Anic beim THW. Wird Kiel eine französische Kolonie?
Nikola Karabatic:
Die Bundesliga schaut immer mehr auf Frankreich, siehe Spieler wie Thierry, die Gille-Brüder, Narcisse oder Abati. Man weiß in Deutschland mittlerweile uns Franzosen zu schätzen. Wir können viel helfen und geben alles für unsere Vereine. Und diese Entwicklung ist gut für alle Seiten: Die deutschen Vereine, die Bundesliga, aber auch die französische Nationalmannschaft.(Das Gespräch führte Björn Pazen, erschienen auf ehfcl.com
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Stefan Lövgren verlängert vorzeitig bis 2009
"Unsere Mannschaft kann noch sehr viel erreichen"Der Kapitän bleibt an Bord!
Spielmacher Stefan Lövgren hat seinen bis 30.06.2008 laufenden Vertrag beim THW Kiel vorzeitig um ein weiteres Jahr bis zum 30.06.2009 verlängert."Ich freue mich auf ein weiteres Jahr beim THW", sagt der 36-jährige Schwede zu seiner Vertragsverlängerung. "Ausschlaggebend war die Gesamtsituation, d.h. ich fühle mich fit, gerade ohne die Belastungen der Nationalmannschaft, und meine Familie fühlt sich in Kiel total wohl. Unsere Mannschaft kann zudem noch sehr viel erreichen, wozu ich auch meinen Beitrag leisten möchte."
Auch Trainer Noka Serdarusic freut sich, eine zehnte Saison mit dem Kapitän und "Leitwolf" zusammen arbeiten zu können: "Stefan hat seinen Vertrag verlängert - und das auch noch vorzeitig. Das sagt eigentlich schon alles. Ich bin sehr froh, dass er noch ein weiteres Jahr ranhängt. Oft genug habe ich ja schon gesagt, dass wir so einen Kapitän nie wieder haben werden. Menschlich und sportlich ist er ein absolutes Vorbild. Seine Leistungen stimmen immer noch und er wird uns ganz sicher weiterhelfen können." Geschäftsführer Uwe Schwenker erkennt ebenfalls die Wichtigkeit der Vertragsverlängerung an: "Da uns im nächsten Jahr aufgrund der Olympiade in Peking nur eine sehr kurze Saisonvorbereitung möglich ist, greift man natürlich gerne auf ein eingespieltes Team zurück. Und Stefan ist ein ganz, ganz wichtiger Spieler für unsere Mannschaft. Gerade vor dem Hintergrund der enorm kurzen Saisonpause ist es um so wichtiger, dass Stefan seinen Vertrag verlängert hat."
Stefan Lövgren spielt seit der Saison 1999/2000 für den THW und übernahm 2001 das Kapitänsamt von Landsmann Magnus Wislander. Der Weltmeister von 1999 gewann bislang mit dem THW fünf deutsche Meisterschaften, zwei DHB-Pokalsiege und natürlich in der vergangenen Saison die Champions League.
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Zebra: Igor Anic - Künstler am Kreis
Aus dem offiziellen THW-Bundesliga-Magazin "zebra", von living sports:
Kommt Igor Anic, lässig die Sporttasche auf der rechten Schulter tragend, aus der Umkleidekabine, könnte man meinen, der 1,96-Meter-Mann wäre schon seit Jahren Mitglied der Kieler Handball-Truppe. Doch erst vor gut drei Monaten zog es den Franzosen in die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt Kiel und bevor man sagen kann, er hat die Herausforderung THW bewältigt, gab es eine Menge anderer Dinge zu entdecken. "Der Anfang hier war schwer, ich beherrschte die Sprache kaum und Vieles war für mich neu", fängt Anic an, über seine erste Zeit an der Förde zu sprechen.
"Es gibt viele Unterschiede zwischen uns Franzosen und den Deutschen, das wird einem schnell klar". Die Franzosen seien etwas gelassener, während die Deutschen durch ihre Gradlinigkeit und Diszipliniertheit auffielen, versucht der Kreisläufer seine Eindrücke zu beschreiben. Doch am schwersten fällt Anic die Mülltrennung. "Bei uns in Montpellier gibt es so etwas nicht. Ich war ganz erstaunt, als man mir eine blaue Tonne, einen gelben Sack und einen Restmülleimer zeigte", lacht Anic, der sich aber schnell daran gewöhnte - er nimmt es eben alles mit einer gewissen französischen Gelassenheit.
Auch in Sachen Handball scheint er eher ein ruhiger Typ zu sein. So beschreibt er sich doch selbst als ein bisschen träge und faul und auch wenn bei diesen Worten ein verschmitztes Lächeln über sein Gesicht huscht, weiß der 20-Jährige dennoch ganz genau, was er erreichen will.
Erst vor kurzem entschied er sich für den Profi-Handball und gegen seine zweite Leidenschaft, das Zeichnen von Comicfiguren und Portraits. "Ich wollte auf eine Kunstschule gehen und dort meine Leidenschaft zum Beruf machen, doch ich habe beschlossen, so lange Handball zu spielen wie es für mich möglich ist", denn dies könne man ja schließlich nur bis zu einem bestimmten Alter. "Danach kann ich mir vorstellen, als Designer zu arbeiten oder irgendwie mein Geld mit der zeichnerischen Kunst zu verdienen", wagt Anic den Blick in die Zukunft.
Fürs Zeichnen braucht er aber auch die passende Inspiration, denn einfach drauf los malen, das könne er nicht. "Ich schaue Fernsehen und sehe in einer Serie einen Helden oder eine Figur, die mir gefällt, und fange dann an, sie zu skizzieren", erzählt der 20-Jährige, während er stolz ein selbst gezeichnetes Portrait der Simpsons-Familie auf seinem Handy zeigt.
Ein neues Land, eine neue Mannschaft, eine neue Sprache - viele Hürden warteten auf Igor Anic, der von 2003 bis 2007 im Kader des französischen Top-Klubs Montpellier stand. Gerade sein Landsmann und enger Freund Nikola Karabatic stand ihm in den ersten Wochen zur Seite. "Wir lernten uns kennen, da war ich fünf und er acht Jahre alt und man könnte meinen, es sei eine 'Sandkistenfreundschaft'", lacht Anic, der anfangs bei Karabatic eingezogen war, inzwischen aber in den eigenen vier Wänden lebt. "Ich habe zwar eine Wohnung, ein paar Möbel stehen dort auch schon, doch es fehlt ein richtiges Bett", erklärt der 102 Kilogramm schwere Neuzugang, der zurzeit mit einer Matratze vorlieb nehmen muss.
Für den jungen Franzosen hat in Deutschland ein neuer Lebensabschnitt begonnen; und dies nicht nur, weil er gerade erst vor ein paar Wochen seine Führerscheinprüfung bestand und dadurch eine neue Freiheit errungen hat, sondern auch, weil er weit weg von zu Hause wohnt und seine Familie nicht mehr so häufig sieht. "Es ist nicht meine erste eigene Wohnung, auch in Montpellier habe ich schon zwei Jahre alleine gelebt, doch es ist schon etwas anders als damals", erzählt der junge Kreisläufer. In den nächsten Wochen kommt sein Bruder zu Besuch und auch seine Mutter war schon des Öfteren in Kiel.
Aber gerade sein Vater ist besonders stolz auf ihn. "Für meinen Vater ist es ebenso wie für mich ein Traum, dass ich beim THW Kiel spielen kann", berichtet der Franzose, der sich an die eindringlichen Worte seines Papas erinnert. "Er sagt mir so häufig, dass ich jeden Tag für den Handball arbeiten und genau das machen soll, was Noka sagt."
Seine Mutter umsorgt ihren Sohn nicht weniger. Immer wenn sie ihn in Kiel besucht, "bringt sie mir einiges zu Essen mit, denn wie viele Mütter kann auch sie wirklich gut kochen - besser als ich auf jeden Fall", schmunzelt der 20-Jährige, dem die Hausarbeit so gar keinen Spaß macht. Bei den Worten Staubsaugen, Staubwischen, Aufräumen und Wäschewaschen verzieht er das Gesicht. Es gehöre zwar dazu, wenn man eine eigene Wohnung hat, doch wirklich gern nimmt Anic den Wischlappen nicht in die Hand - da greift er doch lieber zum Ball, mit dem fühlt er sich sichtlich wohler.
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Stimmen zum Spiel:
THW-Trainer Noka Serdarusic:
Nein, Ziel war es heute nicht, dass alle Spieler Spielpraxis bekommen. Aber in zwei Tagen fliegen wir schon nach Montpellier. Nikola hat mir schon fünf Minuten vor der Pause gesagt, dass er kaum noch Power habe. Auch Stefan hat zu lange gespielt, Vid muss zudem fast immer über 60 Minuten ran. Ich habe Lundström auch nicht auf Rechtsaußen gestellt, damit er dort Spielpraxis sammelt - er weiß doch gar nicht, was er dort soll (lacht).
Aber die drei Angesprochenen brauchten ihre Pausen, damit wir am Samstag in der Lage sind, volles Tempo zu gehen. Das bedeutet auch, dass die drei - Stefan, Nikola und Vid - eventuell durchspielen müssen, ansonsten haben wir in Montpellier keine Chance. Natürlich hätte ich mir von den "Ersatzspielern" gewünscht, dass sie so spielen, wie es von ihnen verlangt wird. Aber es ist nicht schlecht, wenn sie einmal sehen, wie sch..... sie spielen - vielleicht glauben sie dann ihrem Trainer, wenn er ihnen Ratschläge erteilt (lacht).Im Übrigen haben wir heute über 40 Minuten vielleicht noch ein ordentliches Spiel abgeliefert, dann gab es technische Fehler am laufenden Band, weshalb wir die zweite Halbzeit auch mit vier Toren verloren haben.
WHV-Trainer Michael Biegler:
Zunächst einmal ist bei mir die Erleichterung groß, dass Jacek Bedzikowski trotz umgeknickter Hand keine Verletzung davon getragen hat. Es war ein netter Abend, ein Riesen-Erlebnis vor allem für meine Youngster Babin und Kelm. Ich bin ein "Kölsche Jung", bin deshalb berauscht von der Köln-Arena - aber der Handball-Tempel steht nun einmal in Kiel. Der Halbzeit-Rückstand heute ist meiner Meinung nach zu hoch ausgefallen, aber wir haben ein paar technische Fehler zuviel produziert - ansonsten bin ich zufrieden.THW-Manager Uwe Schwenker:
Man sieht, dass Noka trotz unserer bescheidenen zweiten Halbzeit durchaus noch Punkte benennen kann, die ihn zufrieden stimmen. Aber wir müssen wissen, dass uns in Montpellier ein ganz, ganz schweres Spiel erwartet. Sie sind seit sieben oder acht Jahren in der Champions League zu Hause ungeschlagen, haben ein absolutes Top-Team, werden eine gesunde Härte an den Tag legen und für Stimmung in ihrer kleinen, engen Halle sorgen. Wir fahren mit Respekt nach Frankreich, wissen aber auch um unser Selbstbewusstsein. Zunächst gilt unser Augenmerk nur dem Montpellier-Spiel am Samstag, an Gummersbach denken wir deshalb überhaupt noch nicht. Und die Ausfälle von Filip Jicha und Christian Zeitz, der hoffentlich in zwei bis drei Wochen wieder zur Mannschaft stoßen kann, machen die Aufgabe nicht gerade leichter. Uns erwartet in Montpellier ein ganz heißer Tanz.WHV-Manager Dieter Koopmann:
Das Ergebnis heute geht in Ordnung - wir wussten ja eigentlich schon bei der Hinfahrt, dass wir heute kaum eine Chance haben werden. Aber ich muss vor der Leistung meiner Mannschaft den Hut ziehen, nur weil wir in der frühen Phase der Saison schon sechs Punkte gewonnen haben, werden wir unsere Saisonziele aber nicht ändern. Das wäre Blödsinn. Als bekennendem THW-Fan sei mir noch eine Anmerkung erlaubt: Ich möchte mich für die letzte Saison bedanken, was der THW für den Handball in Deutschland und Europa getan hat, war famos. Kleine Einbrüche sind bei dem Programm, das den Zebras abverlangt wird, kein Wunder. -
Aus dem Spielbericht Kiel - WHV von http://www.handball-welt.de
ZitatAuch Rekonvaleszenz David Szilagy kam in der letzten Viertelstunde aufs Feld, der Österreicher hatte auch einige gute Szenen.
ZitatProfitiert hat der WHV dabei sicher von den zahlreichen Wechseln des THW, der am Ende Igor Anic, David Szilagy, und auch Henrik Lundström auf Rechtsaußen brachte.

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Original von Küstenkeiler S-H.
Die Flenburger haben nicht nur die 2 Punkte behalten sonder auch gleich die Gesundheit von Jicha.Was ist denn das nun wieder ... man man man ... als ob irgendein Flensburger was für diese Verletzung kann ...
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Jicha droht eine lange Pause
Kiel - Pech für Filip Jicha und den THW Kiel. Dem tschechischen Nationalspieler, den der Handballmeister dem TBV Lemgo für 400000 Euro abgekauft hatte, droht eine viermonatige Pause. Der Neuzugang war am Sonnabend bei der 32:37-Pleite in Flensburg unglücklich im Torkreis aufgeprallt, nachdem er zuvor einen leichten Schubser erhalten hatte. Anschließend versagte ihm das linke Knie den Dienst. Am Sonntag war der 25-Jährige ("mit meinen Knien hatte ich nie Probleme") noch zuversichtlich. Doch eine Kernspintomografie, die Dr. Frank Pries gestern vornehmen ließ, dämpfte seine Hoffnungen. Der THW-Mannschaftsarzt diagnostizierte einen Außenmeniskuskorbhenkelriss, der eine Gelenkblockade zur Folge hat.
Laut Pries bieten sich Jicha, der heute operiert wird, zwei Alternativen. Erstens: Ist der Schaden irreparabel, wird ein Teil des Meniskus entfernt. Jicha könnte dann in drei Wochen wieder spielen, müsste aber mit Folgeschäden rechnen, weil dem Gelenk der Puffer fehlen würde. Zweitens: Besteht eine Heilungschance, müsse er sich um seine Zukunft weniger sorgen, aber drei bis vier Monate pausieren. "Der Meniskus ist leider ein langsam heilendes Gewebe", erklärt Pries. Die dritte Option, einen Meniskus mit Heilungschancen zu entfernen, um das Comeback zu beschleunigen, lehnt Pries ab. "Das kommt für mich überhaupt nicht in Frage."THW-Manager Uwe Schwenker plädierte gestern dafür, mit dem Kölner Dr. Peter Schäferhoff einen weiteren Kniespezialisten um Rat zu bitten, der sich seit Jahren um die Fußballer des Zweitligisten 1. FC Köln kümmert. "Das ist kein Misstrauen gegenüber unseren Ärzte", meinte Schwenker. "Ich möchte nur eine zweite Meinung einholen. Die letzte Entscheidung trifft sowieso Filip." Der Betroffene ging gestern relativ gelassen mit seinem Schicksal um. "Es hätte schlimmer kommen können", meinte der Rückraumspieler. "Ich werde auf die Ärzte hören. Für einen Sportler ist die Gesundheit das wichtigste Gut." Er selbst geht davon aus, dass er spätestens Weihnachten wieder spielen kann und auch auf die EM in Norwegen (17. bis 27. Januar 2008) nicht verzichten muss. wp
(Von Wolf Paarmann, aus den Kieler Nachrichten vom 25.09.2007)
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Original von K.-C.
aber entscheident sind die schiris immer, dumm wird's dann, wenn die bei einem engen spiel parteiisch pfeiffen!... wie das ja auch andauernd der Fall ist

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Original von nadine_76Seit wann brauchen die Flensburger, wenn es gegen die Unsympathen geht, noch eine zusätzliche Motivation!?
Gebraucht haben sie es scheinbar, sonst würde sich Herr Holpert sowas ja nicht überlegen müssen. Wie man das bewertet, ist ja jedem selbst überlassen ...
ZitatOriginal von kar
Aber auch ohne diesen niveulosen Taschenspielertrick hätte der THW dieses Spiel natürlich gewinnen müssen.Man muss also neuerdings bei der SG gewinnen? .. Klar, weil man die Punkte aus Flensburg auch einfach mal so mitnimmt, deswegen ist das in den letzten Jahren auch so häufig geschehen
Man kann sicherlich an einem Tag, an dem alles stimmt bei der SG gewinnen, aber man muss es nicht. Und Samstag war nun mal eben nicht so ein Tag ... -
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"Überflieger" landen in der Campushalle - THW Kiel unterliegt im Nord-Derby 32:37
Flensburg - Am Ende kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Nach dem 37:32 (20:13)-Erfolg im 58. Derby gegen den THW Kiel feierten die Fans ihre Helden der SG Flensburg-Handewitt überschwänglich. Vergessen war, dass die "Zebras" mit einem Gala-Start die "Hölle Nord" zuvor auf Museumstemperatur abgekühlt hatten.
Nach zehn Minuten stand die Campushalle unter Schock. Die sonst so frenetischen Zuschauer klebten auf ihren Sitzen und die Geräuschkulisse benötigte elektronische Hilfe. 7:4 führte der souveräne Tabellenführer der Handball-Bundesliga und bei den Flensburgern flatterten die Nerven. Sie hatten sich wenige Tage zuvor beim knappen Pokalsieg gegen den Zweitligisten Stralsunder HV (35:32) gründlich blamiert und in der Liga zuletzt beim Aufsteiger Essen (29:29) ein blaues Auge kassiert. Nun also 4:7 gegen die Kieler, die von der Konkurrenz als "Überflieger" gehuldigt werden.Doch mit einem verpatzten Gegenstoß von Dominik Klein nahm das Unheil für die Gäste seinen Lauf. Mit einem Aufsetzer wollte der Weltmeister den bis dato blassen Dan Beutler überwinden. Doch der Ball rauschte über die Latte. Kein 8:4. Dann traf Nikola Karabatic zum Siebenmeter an, nachdem Vid Kavticnik den ersten Strafwurf vergeben hatte und scheiterte mit einem Kunstwurf. Kein 8:4.
Anschließend nahm sich Kim Andersson eine Auszeit und spielte Thomas Mogensen gleich zweimal den Ball zu. Pech für Kiel, dass der Däne ein Flensburger ist und innerhalb von 13 Sekunden die ersten beiden seiner acht Tore erzielte. 13 Sekunden, die der Campushalle neues Leben einhauchten und die Hausherren zum ersten Mal (9:8/17.) in Führung gehen ließen. Jetzt war es wie immer in diesem Nord-Gipfel. Die Kulisse peitschte eine SG nach vorne, der nun alles gelang. Marcin Lijewski, den THW-Trainer Noka Serdarusic vergeblich mit einer 5:1-Deckung stoppen wollte, tauchte aus der Versenkung auf, Kreisläufer Michael Knudsen entwickelte sich zum Alptraum für die "Zebras". Und sogar der junge Torge Johannsen, Rechtsaußen-Ersatz für den verletzten Kapitän Sören Stryger, traf mit Wucht aus dem Rückraum. Die THW-Deckung hatte längst ihre Souveränität verloren und gewann sie auch nicht zurück, als Mattias Andersson für wenige Minuten den glücklosen Thierry Omeyer im Tor ersetzte.
Auch ohne den verletzten Filip Jicha bewies der Rekordmeister nach der Pause Moral. Tor um Tor robbte sich der THW, der im Angriff von Karabatic und Andersson lebte, heran. 28:26 stand es, als Kent-Harry Andersson eine Auszeit nahm. Doch noch Hoffnung für die Kieler, die in der Bundesliga seit Mai 2002 hier nicht mehr gewinnen konnten? Sie wussten schließlich, dass die Campushalle zu stürmen ist, hatten sie doch im ersten Finalspiel der Champions League im vergangenen April hier mit lediglich sieben Feldspielern ein 28:28 erkämpft und in der Königsklasse im Jahr zuvor sogar mit 34:32 gewonnen.
Doch einmal aufgeweckt, ließen die Flensburger nicht mehr locker. Nun wuchs der schnelle Mogensen über sich hinaus und der unermüdlich rackernde Ljubomir Vranjes warf seine ersten Tore. Die Flensburger waren auf der Zielgeraden, in der beide Teams mit dem letzten Tropfen Benzin einbogen, einfach bissiger. Als Lövgren beim Stand von 31:36 die Latte traf, begann die Party. Siege gegen Kiel haben hier eben noch immer einen besonderen Stellenwert.
(von Wolf Paarmann, aus den Kieler Nachrichten vom 24.09.2007)
ZitatErfunden: "Flensburg ist kein Gegner"
Manager Fynn Holpert motivierte die SG mit falschem Serdarusic-ZitatFlensburg - Dan Beutler ist einer, der von seinen Emotionen lebt. Ist der Torhüter nicht "heiß", hält er keinen Ball. Für das nötige Adrenalin hatte der neue SG-Manager Fynn Holpert gesorgt, der in der Mannschaftsitzung den Nerv traf. "Ich habe erzählt, dass Noka Serdarusic im Radio gesagt hat, Flensburg sei kein Gegner für Kiel", meinte der 40-Jährige, der zugab, dieses Zitat des THW-Trainers nie gehört zu haben.
Schwindeln für den Erfolg? "Das ist ein durchaus zulässiges Stilmittel", erklärte Holpert, der einst drei Jahre (86 bis 89) lang das Tor der "Zebras" gehütet hat. Das sieht Uwe Schwenker ganz anders. "Das ist billig und niveaulos", ärgerte sich der THW-Manager. "Noka hat stets die Arbeit anderer Klubs respektiert und würde so etwas nie sagen." Damit, so Schwenker, habe sich Holpert als Kollege disqualifiziert.(von Wolf Paarmann, aus den Kieler Nachrichten vom 24.09.2007)