Zitat
Original von Matza
Na ja, das liest sich aber in der Presse (Märkische Oderzeitung) etwas anders:
„Ich sage sonst nichts zu den Unparteiischen, weil ich der Meinung bin, das gleicht sich irgendwie immer aus. Aber das war nun wirklich völlig daneben. Wir hatten hier absolut keine Chance“, ärgerte sich FHC-Trainer Dietmar Schmidt. Wie der Trainer seine Spielerinnen auch aufstellte, die Dortmunderinnen ließen keinen Spielfluss aufkommen und unterbanden die FHC-Aktionen einfach mit an Brutalität grenzender Härte.
„Wie die Männer bei der WM haben wir uns schließlich zu viel mit den falschen Pfiffen beschäftigt und dadurch unsere Linie verloren. Aber die unterschiedliche Beurteilung war einfach nicht mehr zu ertragen“, erklärt Schmidt seine Verwarnung in der zweiten Halbzeit.
Bezeichnend für die einseitige Orientierung der Schiedsrichter war die Szene nach dem Schlusspfiff. Da ging Borussen-Trainer Gustl Wilke auf Dietmar Schmidt zu und entschuldigte sich für die Gangart seiner Spielerinnen, die sich mit Beißen und Kratzen vom Tabellenende stehlen wollen.
Tore wurden dem FHC weggepfiffen, Schrittfehler gab es nur bei den Gästen, Stürmerfouls natürlich auch. „Ich hoffe, so werden wir nie wieder verpfiffen“, sagte Schmidt.
Alles anzeigen
Dieser Artikel ist mal wieder ein hervorragendes Beispiel dafür, dass man auf die Berichterstattung der heimischen Lokalpresse nicht viel geben sollte. Sowas von einseitig, das geht eigentlich auf keine Kuhhaut.
Vorweg: Dass die Spielerinnen einer Mannschaft, welche praktisch zum Siegen verdammt ist, ihre Gegnerinnen nicht unbedingt mit Samthandschuhen anpacken, dürfte irgendwo nachvollziehbar sein. Sicherlich geht es da oft bis an die Grenzen des Erlaubten und manchmal vielleicht auch darüber hinaus. Aber wenn ich da lese, das grenzte schon an Brutalität, dann finde ich das - mal ganz vorsichtig ausgedrückt - schon mehr als übertrieben. Entweder hat der Autor das Spiel gar nicht gesehen, sondern sich von irgendwem einen vom Pferd erzählen lassen oder er berichtet sonst nur über Springreiten oder rhythmische Sportgymnastik.
Sicherlich war der eine oder andere Pfiff aus Frankfurter Sicht nicht unbedingt glücklich. Aber so einseitig, wie Herr Schmidt glauben machen möchte, war es keineswegs. Im Übrigen habe ich die Herren Prang und Reichl schon öfter live erlebt. Wären die BVB-Damen tatsächlich so zu Werke gegangen, wie in diesem Bericht beschrieben, wären sie bei denen garantiert nicht mit 3 Zeitstrafen davongekommen.
Und wenn es doch einseitig gewesen wäre, wäre es für den BVB nur ausgleichende Gerechtigkeit für das letzte Auswärtsspiel in Trier. Da wurde nämlich der BVB nach allen Regeln der Kunst verpfiffen.......na ja, behauptet zumindest die heimische Lokalpresse ;).