GWD kurz vor Trainer-Verpflichtung
Zwei Kandidaten in der engeren Auswahl / Isländer Gudmundur Gudmundsson erteilt Absage
Von Michael Lorenz
Minden (much). Beim Männerhandball-Bundesligisten GWD Minden-Hannover steht die Präsentation eines neuen Trainer offenbar unmittelbar bevor.
Dies erklärte Horst Bredemeier, Manager des derzeitigen Tabellenletzten, in der gestrigen turnusmäßigen Pressekonferenz im Hinblick auf das Spiel am Samstag gegen den HSV Hamburg. Den Namen des Neuen, und, ob dieser bereits am Samstag auf der Trainerbank sitzt, mochte Bredemeier indes noch nicht verraten. Die Suche hat sich auf zwei Kandidaten reduziert, einer davon kommt aus Skandinavien.
"Ich habe in den letzten Tagen viele interessante Gespräche geführt", ließ der "graue Wolf" durchblicken, "unter anderem mit Mikael Kaellmann. Der ist aus allen Wolken gefallen, braucht aber etwa ein halbes Jahr Vorlaufzeit, um in der Bundesliga als Trainer Fuß zu fassen."
Nachdem Kandidat Nummer 1, Christian Fitzek, den GWD- Verantwortlichen einen Korb gegeben hatte, sagte auch der zweite Anwärter, der Isländer Gudmundur Gudmundsson, den Grün-Weißen ab, auch wenn dieser sich über das Interesse offenbar sehr gefreut hat: "Das Angebot ehrt mich, aber ich habe mich bereits seit einiger Zeit entschieden, mich beruflich zu verändern und vom Handball eine Auszeit zu nehmen." Gudmundsson hatte erst vor kurzem seinen Job als Coach der isländischen Nationalmannschaft zur Verfügung gestellt und ist jetzt im Informatik- Bereich tätig.
Auch der frühere GWD-Kapitän Frank Löhr spielte in "Hottis" Überlegungen eine Rolle; der aber ist derzeit nicht abkömmlich. Auch Uli Roth, früherer National-Kreisläufer, ist mittlerweile wohl ein Ex-Kandidat.
Derzeit jedenfalls trainiert Bredemeier das grün-weiße Ensemble noch. "Allerdings kann ich meine Ideen von Angriffs- und Abwehrspiel nicht einbringen. Da kann ich dem neuen Trainer nicht vorgreifen", erklärte der DHB-Vizepräsident Leistungssport.