Heute ist in der reichweitenstärksten Tageszeitung ein Bericht (Siehe hier) über eine Doku des WDR zu lesen. In diesem heisst es, der Handball sei zu weiss und andersstämmige Deutsche sowie neue Mitbürger hätten kaum die Option im Handball Fuss zu fassen. Von Seiten des DHB würde man die Menschen mit Migrationshintergrund zu wenig angehen. Angeblich gehe der TBV Lemgo Jugendtrainer Yilmaz Dogan sogar einen Schritt weiter und unterstelle dem DHB, man würde beim DHB dem Motto folgen,„ diese sollten lieber bleiben wo sie sind und nicht zu uns kommen“.
Ich muss ganz ehrlich sagen, beim Handball erlebt man wirklich viel, viele Höhen und Tiefen. Es werden Spieler, Trainer und auch Schiedsrichter mal ausgepfiffen. Aber nie ist mir auch nur ein Hauch an Rassismus begegnet. Im Gegenteil, ist die Bundesliga, wie die Ligen darunter ja auch massgeblich geprägt von ausländischen Spielern als Topstars.
Der Sender Deutsche Welle behauptet in einem Beitrag, der Deutsche Handball würde gegen ein Kartoffel-Image kämpfen. (Siehe hier)
Meiner Meinung nach steht der Handball in Deutschland hier jedem offen, was sich ja auch in zahlreichen Jugendmannschaften, aber auch den Erwachsenen- und Profiteams wiederspiegelt.
Solche aus der Luft gegriffenen Thesen werden leider heute überall gerne aufgebauscht und für die eigene Quote genutzt. Man muss in Deutschland, als weltoffene Gesellschaft auch so weit differenzieren können, das kein Mensch mit Migrationshintergrund nur auf Grund einer Quote irgendwo mitmachen möchte, sondern rein aufgrund seiner Leistung berücksichtigt werden will.
Ich denke, dass Handball eine in West- und Nordeuropa einfach viel stärker verbreitete Sportart ist und sich deshalb diese Bevölkerungsgruppe in den Teams stärker darstellt.
Den Handball als eine geschlossene Gesellschaft, die keine Aussenstehenden akzeptiere, darzustellen, halte ich für völlig aus der Luft gegriffen und schlicht falsch.
Der Spitzenhandball taugt allemal mehr für den Besuch mit der Familie weil er fairer, ehrlicher und toleranter ist, als der Fussball. Dazu noch wettertechnisch besser abgesichert!
Say no to Racism ist aber eben auch keine Einbahnstrasse.
Offensichtlich scheinen jedoch die ÖR-Sender Personen zu beschäftigen, die mit polarisierenden Falschbehauptungen, wie dem neulich vorgetragenen Song der Oma als Umweltsau, Quote machen zu wollen. Die Prüfmechanismen zur Freigabe von Artikeln jedenfalls, sollten dort einmal Teil einer ordentlichen Überprüfung sein. Für solchen Schund-Journalismus sollten keine Gebühren der Bürger verschwendet werden.