Beiträge von b738

    Theoitetos
    zu 3.)
    Selbstverständlich werden die SR bei uns auch im Kreis ausgebildet

    Aber wir machen vereinsintern bereits etwas, bevor wir sie dorthin schicken. Einmal bekommt jeder Jung-SR von uns den Handball-SR.
    Dann dürfen bei uns in Absprache mit dem Ansetzer die Anwärter schon D-Jugend ohne Schein pfeifen. Diese Spiele beobachten wir dann und sprechen in der Halbzeit und nach dem Spiel mit den Jungs. Zusätzlich nehmen wir die Spiele auf Video auf und arbeiten diese Spiele noch einmal mit dem Regelheft in der Hand durch. Zusätzlich schauen wir uns auch Spiele unserer Landesligamannschaft zusammen an und analysieren auch davon Videos.
    Was wir nicht mehr machen, ist, das wir als erfahrene SR Spiele im Gespann mit Anwärtern pfeifen. Erstens fehlt die Absprache, zweitens traut sich der Anfänger weniger zu als wenn er mit seinem normalen Partner pfeift. Bei uns pfeifen von Ausnahmen abgesehen alle sofort im Gespann.

    zu 5.) die Anforderungen laufen selbstverständlich über den Ansetzer.Da aber bei uns die Ansetzungen für die Hinrunde bzw. Rückrunde bereits im August bzw. Dezember feststehen, kann es schon mal sein, das ein unerfahrenes Gespann für ein Spitzenspiel eingeplant wurde.Ich pfeife nur noch bis Landesliga.
    Bei uns gibt es auf Kreisebene noch die Möglichkeit wg. SR-Mangel nur 8 Ansetzungen zu pfeifen. Man wird dann aber auch nur als halber SR auf das SR-Soll seines Vereines angerechnet.

    Wichtig für mich als SR ist in dieser Situation, ob der Abwehrspieler versucht, den Ball sauber herauszuspielen. Wenn ich das erkenne und er begeht ein Foul, gibst es zwar auch den Freistoß oder Siebenmeter, aber nicht die Progressionsreihe.

    Zitat

    Original von HSC-Daisy

    Grundsätzlich ist es mir aber líeber, wenn engagierte Aktive ohne Schein pfeifen, als Scheintot, die vor 40 Jahren den Schein gemacht haben. Die Verlängerungstest haben die nämlich mit Glück und nicht durch Regelkenntnis bestanden.

    Hallo HSC_Daisy,

    da ich mich jetzt fast angesprochen fühlen muß, möchte ich dir mal als Grufti antworten.
    Ich habe meinen Schein vor 36 Jahren gemacht. Da du keinen Schein hast, könnte ich deine Begründungungen ihn nicht machen zu können,als fadenscheinigbezeichnen. Vielleicht hast du aus verständlichen Gründen auch nur Prüfungsangst.

    Im Gegensatz zu dir kann ich meine Qualifikation aber beweisen.
    1.) Wir haben jährlich mehrere Fortbildungsveranstaltungen
    2.) Ich arbeite jeweils während der Sommerpause den gesamten Handball-SR durch. Bei aktuellen Fragestellungen während der Saison ebenso.
    3.) Bilde ich jedes Jahr unsere vereinseigenen Jung-Sr aus
    4.) Gehe ich jede Woche auf http://www.schieris.de/ und arbeite mindestens 50 Fragen aus dem offiziellen IHF-Katalog durch
    5.) wurden mein Gespannpartner und ich in dieser Saison bereits extra in Absprache beider Vereine zu 8 Spielen zwischen dem Tabellenersten und- Zweiten angefordert.
    6.) bin ich körperlich durch regelmässiges Training immer noch fit. Können wir gern mal bei einem 10 Km Lauf gegeneinander testen

    Unterlasse also in Zukunft pauscUnterlasse also in Zukunft pauschale Diffamierungen älterer Kollegen

    Zu deiner Rechtfertigung gebe ich durchaus zu , das es Schieris gibt, die nicht selbstkritisch genug sind , um zu wissen, wann man aufhören sollte. Das sind aber durchaus Einzelfälle. Bei uns im Kreis ist zudem die Situation so, das über 60% der Sr 45Jahre und älter sind. Wenn sie aufhören würden, würden aber 75 % der Spiele ohne SR stattfinden, da die aktiven Spieler teilweise nur 8 Ansetzungen im Jahr pfeifen.

    Das Geschrei hier ist nicht groß, weil "schnell und unkompliziert " reagiertwurde, sondern weil schnell und simplifiziert entschieden wurde.
    Die Regelauslegung war m. M. überflüssig, da die Regeln jetzt bereits alles hergeben. Nur weil die Bundesligaschiries scheinbarangesichts des medialen Druckes keinen Arsch mehr in der Hose haben und eine Absicherung durch den "Papst" brauchen, um eine Entscheidung zu treffen, wurde doch so reagiert.

    Provozierend könnte ich ja jetzt den Angreifer, der frei stehend vor dem Tor, den Torwart abschießt, auch isqualifizieren, da er allein es in der Hand hat, das zu vermeiden.
    Ich habe vor kurzem noch genau den Fall gehabt, das ein Angriffsspieler den in der Luft befindlichen Torwart,durch bewußtes Unterlaufen gefoult hat und sich dabei verletzte. Soll ich jetzt wirklich dem Torwart rot zeigen ?
    Gerade in diesen Situationen kann es ohne Regeländerung ( Torwart darf 6 Meterraum nicht verlassen ) nur eine individuelle Fallentscheidung geben.

    Hallo Schwarze Zunft,
    die Definition habe ich dir eindeutig schon gegeben.
    Es geht nicht um Sekundn, sondern darum dass du geschrieben hast:

    Zitat:
    ergo briefe ich die Zeitnehmer vor dem Spiel genau auf solche taktischen TTO`s um denn ball nicht zu verlieren, und weise sie an den Ballbesitz nach pass abzuwarten, bevor sie pfeifen...
    Zitatende

    und amit gibst du die Anweisung das Team.time-out nicht umgehend zu gewähren, sondern bewußt zeitverzögernd zu handeln. Bei deiner Anweisung liegt eindeutig die Absicht vor , bewu0t nicht sofort zu pfeifen.. auch wenn es möglich wäre.

    Hallo schwarzeZunft,
    ich stimme zwar mit deinem Spielverständnis überein, aber nicht damit, das du eigenmächtig Regeln neu erfindest bzw. entgegen den klaren Erläuterungen anders auslegt. In der Regelerläuterung 3 steht eindeutig :..wird der Mannschaft das Team-Time-out umgehend gewährt. Das Wort umgehend ist eindeutig, im Sinne von ohne jede Verzögerung gemeint, also darf der Zeitnehmer nicht abwarten
    Genauso koche ich innerlich, wenn eine Mannschaft bei knappem Spielstand in den letzten 30 Sekunden das Team-Time-out beantragt, nur um vielleicht 5 Sekunden herauszuschinden. Auch wenn es dem Spielgedanken widerspricht, ist es regelkonform und legitim.

    Sunny, deine Bedenken sind im Grunde richtig, da aber der Einstieg über Trainingsspiele im eigenen Verein erfolgt, gibt es klare Aufgabenteilung. Wir Erfahrenen pfeifen grundsätzlich in diesen Spielen nur die Sachen, die in unseren Bereich fallen, egal wie schlimm das Foul auch ist. Zudem unterbrechen wir diese Spiele auch , um dem Neuen seine Fehler zu erklären. Wichtig ist es, wie du richtig erkannt hast , den Neuen die Angst vor schnellen Entscheidungen zu nehmen, ihnen klar zu machen, das sie Entscheidungen treffen müssen, auch wenn sie sich nicht sicher sind. Die meisten pfeifen am Anfang zu wenig, weil sie Angst haben, Fehler zu begehen. Deshalb pfeifen sie bei uns auch grundsätzlich nur im Gespann und haben vor ihren ersten echten Einsatz den Ernstfall geübt, da wir in den Trainingsspielen 2 Mannschaften haben, die ganz bewußt bis hinzu Meckern und Maulen die Frischlinge provozieren.
    Unsere Schieri-Anfänger pfeifen nach ihren ersten begleiteten Spielen grundsätzlich nur im Gespann mit einem 2. Frischling.

    Auch wenn deine Beschreibungen amüsant zu lesen sind.es geht auch anders :
    Bei uns im Verein handhaben wir es so, das die Neulinge möglichst im Gespann pfeifen und mindestens 5 Trainingsspiele unter Beobachtung erfahrener Kollegen pfeifen.
    Danach pfeifen sie ihre ersten 2 Spiele im Gespann mit einem "Alten".

    Da wir die Erfahrung gemacht haben, das die Leistungen der Anfänger meist gar nicht schlecht sind, sondern die größte Angst vor Strafen ist, vereinbaren wir vor dem Spiel eine Zeichensprache und zwingen die Neulinge alle Strafen anzuzeigen und auszusprechen. Meistens ist dann sehr schnell die Hemmung weg, nach dem Motto nur beim erstenmal tut`s weh.
    Je nach Wunsch können die Frischlinge jederzeit Begleitung und Hilfe in der ersten Saison anfordern. Ausserdem bekommt jeder den " Handball-Schiedsrichter" (Das IHF-Lehrbuch für Aus- und Fortbildung) für die eigene Fortbildung.

    Ergebnis dieser Arbeit ist, das wir zur Zeit drei Gespanne unter 16 Jahren haben und unser jüngstes Gespann im Alter von 14 und 15 als beste Vereinssportler ausgezeichnet wurde. Seitdem haben wir kein Nachwuchsproblem mehr, sondern mehrere Jugendliche, die sich freiwillig melden. Schieri sein, ist zumindest bei uns im Verein cool.

    In einem Trainingspiel zur Saisonvorbereitung zwischen einem Landes- und Oberligisten hatte ich folgende Situation.
    Der Landesligist spielte nach jedem gegentor extrem schnell die "schnelle Mitte".
    Ein recht ausgefuchster Spieler des Oberligisten hatte die Situation nach 3 -4 maligem Ausführen schnell begriffen und lief ganz geschickt und bewußt mit dem Rücken zum Torwart in den Passweg zum fangbereit am Mittelkreis stehenden Spieler im Abstand von ca. 8- 10 Metern.
    Also erstmal auf Grund der Regel 10:4 durchaus erlaubt.
    In wie weit das ein unsportliches Verhalten ist, ist duskussionswürdig.

    Interessant wird es aber erst, als der Oberligatrainer sagte, das das bei Ihnen als unsportliches Verhalten gewertet würde und die Torleute es schon darauf anlegten, diese Spieler bewußt "abzuschiessen" und somit eine Hinausstellung provozierten.

    Konsequenz für mich nach Diskussion mit meinem Partner ist,wir werden uns nicht formaljuristisch auf Regel 10:4 berufen und nichts machen,
    sondern je nach Situation und Eindruck entweder den Spieler oder den Torwart mindestene ermahnen oder bestrafen, da sonst die Intention von Regel 10:4 von beiden Seiten unterlaufen wird.

    Hallo,

    bei uns im Kreis wird die Jugendabwehrregel seit 2 Jahren praktiziert.
    Damals habe ich genauso argumentiert wie ihr.
    Nach 2 Jahren Praxis kann ich aber sagen, das ist die beste Änderung, die es je gab.
    Als Vorteile she ich

    1.) durch die offensive Deckung sind die individuellen Vorteiele körperlich überlegener Spieler nicht mehr spielentscheidend.
    2.) Angriffe gegen offensive Deckung funktionieren nur über eine Menge Ballkontakte aller Spieler
    3.) Technisch gute, aber entwicklungsbedingt kleine Spieler können ihre Fähigkeiten viel besser nutzen
    4.) Richtiges Abwehrverhalten durch Stellungsspiel wird spielerisch erlernt

    Geht vorurteilslos an die Sache und lasst euch wie ich bekehren.

    Wo tragt ihr denn die Arschkarte links oder recht? Macht das einen Unterschied,ob man Rechts- oder Linkshänder ist.
    Darf man sie dem Spieler,wie im Regelheft gezeigt,nur mit rechts zeigen?
    Ist das ein Einspruchsgrund, wenn ich die Karte mit der linken Hand zeige ?
    Wie ihr seht,ungeklärte Fragen, die die IHF demnächst in einer Dringlichkeitssitzungen mit hochkarätigen Juristen klären wird.

    Bis zur Klärung empfiehlt die IHF die Karten beidhändig zu zeigen und währenddessen die Pfeife zwischen die Knie zu klemmen.

    [quote]Original von Ex-HVS-SR
    Ob schlagen oder herausspielen sei dahingestellt, trifft der Spieler Arm und Ball oder nur den Arm muss der SR einschätzen, ob die Aktion auf den Ball gerichtet war. Dann nämlich gibt es keine Strafe.

    /quote]

    Fragst du den Spieler also,ob das Foul absichtlich begangen wurde oder versehentlich ? Zumindest bei einem Treffer nur auf dem Arm ohne Ballberührung ist es ganz klar ein strafwürdiges Foul, egal ob aus Absicht oder Dummheit.
    Ziel einer Strafe ist nicht nur Chancengleichheit wiederherzustellen, sondern auch die Grenzen des Erlaubten für alle noch einmal aufzuzeigen.

    Michel b. oder heisst du eigentlich Arnold Sch. klasse, das sich einmal ein richtiger Kerl und Mann sich zu Wort meldet, einer dem es egal ist, ob man ihn fair und anständig behandelt, einer zu dem man ungestraft A..loch , Wich.. sagen darf.Endlich ein ganzer Kerl, der nur einstecken kann.einer , der auch die andere Backe hinhält.

    Regel 4:7:Alle Feldspieler einer Mannschaft müssen einheitliche Spielkleidung tragen.

    Ich habe einmal erlebt, wie ein Kollege, der von Spielern provoziert wurde, sich auf tolle Art gerächt hat.
    Er hat time-out gegeben und die Spieler mussten sich einigen, ob sie das Trikot in oder über der Hose tragen wollten.
    Danach war das kindergartenmässige Verhalten binnen Sekunden vorbei.

    Was bin ich froh,das ich als Schiedsrichter nie Fehler begehe.
    Stellt euch mal vor Schiris würden für jeden Fehler ordentlich zusammengesch... Unsere Klärwerke würdewn umkippen.
    Fehler passieren nun mal.Die Dame hat diesen Fehler nicht begangen,um einen Vorteil für ihre Mannschaft zu erreichen.
    Also besteht absolut kein Grund sich darüber aufzuregen.
    Im Übrigen gilt, wer ohne Fehler ist, werfe den ersten Stein.