Stimmt, nur würde ich in bestimmten Fällen auch noch weiter gehen (siehe oben). Denn das ist versuchter Betrug, und das empfinde ich als unsportlich
Beiträge von jfherden
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Auch wenn einige Fans oder Spieler den Anblick der Cheerleader mögen oder auch nicht: Das Spiel wurde nur temporär unterbrochen, also ist ein TTO nicht mit der Halbzeitpause gleichzusetzen, da das Spiel im Endeffekt weiterläuft (analog zu normalem TO). Auch im normalen Spiel würden die Cheerleader nicht bei jedem TO (bspw. bei einem 7-m) aufs Feld laufen.
Auch wenn die SR es den Cheerleadern erlauben würden, so dürften sie die Weiterführung des Spiels nicht gefährden. Da dies nach 50 Sekunden der Fall ist, bleibt den Cheerleadern nicht viel Zeit.
Falls der Spielbetrieb durch die Cheerleader verzögert bzw. aufgehalten wird, wird im normalen Fall ein Bericht geschrieben, der Heimverein erhält, wie Andre das schon richtig gesagt hat, eine Strafe. -
Schmiddy:
Sicherlich sind solche Aktionen auch möglich, und ich gebe auch zu, dass es nicht wirklich viele Spieler gibt, die so ehrlich sind, und einem SR gestehen, dass sie das Foul anstatt eines anderen Spielers begangen haben.
Selbstverständlich sollte man dabei die Situationen im Auge behalten. In deinem geschilderten Fall ist es sicherlich richtig, dass die Nr. 5 euch vorführen wollte. Als SR sollte man dabei schauen, wie weit dieses "vorführen" geht. Sollte es zu weit gehen, kann es auch als Unsportlichkeit gewertet werden. (Strafe ist dann Verwarnung bzw. Hinausstellung, sofern schon eine Verwarnung gegen die Mannschaft wegen Unsportlichkeit verhängt worden ist.)
Solche "Betrügereien" (in denen versucht wird, die Handlungskompetenz der SR in Frage zu stellen bzw. zu unterwandern) sollten sehr scharf geahndet werden, sonst erreichen wir schnell Zustände, in denen die SR einfach keine Autorität mehr haben, und so etwas spricht sich schnell herum. -
Du hast richtig aufgepasst. Die vierte 2-Minuten-Strafe kann allerdings nur gegeben werden, wenn die nachfolgende Regelverletzung (z.B. Meckern) vor dem Wiederanpfiff passiert. Danach ist nur ein schriftlicher Bericht möglich. Die Mannschaft spielt dann für 4 Minuten mit 5 Spielern (4 Feldspieler + Torwart) weiter, die weitere 2-Minuten-Strafe ist nicht persönlich, wird daher auch nicht im Spielbogen vermerkt, du kannst sie allerdings in den Schiedsrichterbogen eintragen (der rechte Teil des Berichts), dass die Situation klar genug wird.
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Die dritte Hinausstellung ist in jedem Fall gleichbedeutend mit der Disqualifikation. Sie sollte laut Regel 16:7 mit der Roten Karte angezeigt werden. Keine Frage. Aber mehr als drei Hinausstellungen darf ein Spieler nicht erhalten, einzige Ausnahme ist die zusätzliche 2-Min.-Strafe. Diese muss allerdings vor dem Wiederanpfiff erfolgen.
Der Spieler hätte nicht mehr eingesetzt werden dürfen. Sofern er dies trotzdem tut, ist das regelwidrig. Soweit die Interpretation der SR. Er ist allerdings nicht im Sinne der Regeln "nicht spielberechtigt" und kann keine weitere Disqualifikation bekommen, da er schon disqualifiziert worden ist. Der Fehler liegt bei den vier Unparteiischen, das Spiel müsste wiederholt werden, sofern Einspruch eingelegt wird.
Bleibt nur noch die Frage, wie in diesem Fall weiter zu entscheiden ist, aus der Sichtweise der SR. Ich bin der Meinung, dass die Mannschaft des fehlbaren Spielers in sofern unsportlich gehandelt hat, dass sie den Unparteiischen nicht mitgeteilt hat, dass sie das mitbekommen haben. (Der Spieler soll ja schon auf dem Weg zur Tribüne gewesen sein, also hat er zumindest das ganze Problem mitbekommen und durchschaut.) Bei einer solchen spielentscheidenden Situation (Rote Karte) werte ich dieses unsportliche Verhalten als grob unsportlich und mit einer Disqualifikation zu ahnden. Wenn nicht für den fehlbaren Spieler, dann für den MV, denn er ist im Sinne der Regeln für derartige Vergehen verantwortlich, sofern kein eindeutig Schuldiger innerhalb der Mannschaft gefunden werden kann. -
Naja, über die Fragen, die er aufgeworfen hat, kann man sicherlich diskutieren, nur finde ich, sind genau diese sachen genau die Eigenarten des Handballs. Wenn es weniger 7m geben würde, wäre es nicht mehr das gleiche... die Regeländerungen, die er anstrebt, gehen mir zu weit. Er will definitiv richtung Basketball, und das würde unseren Sport kaputt machen.
Schließlich hat der 7m nicht die elementare bedeutung wie ein elfmeter beim fußball, weil das spiel deutlich schneller abläuft. Und wenn jemand regelwidrig an einer Torchance gehindert wird, muss er gefoulte einen deutlichen Vorteil davontragen...
Gewischt werden muss beim Handball nun mal, weil es kein körperloses Spiel wie Basketball ist, und man nun mal öfter auf der Nase landet. Wenn man das Wischen einschränken würde, würde man die Spieler gefährden, oder man müsste einen neuen Boden erfinden, der das Wischen überflüssig macht.
Den einen oder anderen stört das Wischen zwar, aber es ist notwendig und gehört zum Handball dazu... Oder willst du den Spielern das Fallen verbieten? -
Also. Um es klar zu stellen: Ein Spieler darf maximal 3x eine 2-Minuten-Strafe bekommen. Alles andere ist regelwidrig.
Konsequenterweise muss es in diesem Fall heißen, sofern Einspruch gegen die Wertung eingelegt wird: Wiederholung des Spiels, sofern die Entscheidung spielentscheidend war. Das ist im Allgemeinen nach dem Spiel äußerst schwer nachzuvollziehen. Daher ist das Spiel in den meisten Fällen zu wiederholen.
Dann bleibt noch die Frage, wie in dem Fall zu verfahren ist. Die Disqualifikation muss auf jeden Fall ausgesprochen werden, keine Frage. Nur die 2-Minuten-Strafe ist fragwürdig. Ich bin der Meinung, dass auf jeden Fall ein schriftlicher Bericht angefertigt werden muss.
Eine pauschale 2-Minuten-Strafe anhand der Disqualifikation ist nicht zu geben. Aber ich denke, wenn man vom sportlichen Grundsatz ausgeht, kann man diesen Vorfall als Unsportlichkeit werten (das nicht-Anzeigen dieses Missstandes). Da der fehlbare Spieler nicht mehr bestraft werden kann (er wurde schon mit der dritten Hinausstellung disqualifiziert), muss der Mannschaftsverantwortliche zur Rechenschaft gezogen werden. Da ich wie ich meine, dieses Verschweigen dieser Unstimmigkeit ein grob unsportliches Verhalten ist, ist auch die Strafe eindeutig: Rot für den MV, denn er ist zu bestrafen, sofern ein Schuldiger in der Manschaft nicht auszumachen ist.
Dennoch denke ich, dass unabhängig von irgendwelchen Bestrafungen und auch unabhängig von der Zeit, die zwischen der dritten Hinausstellung und dem Zeitpunkt, an dem dies bemerkt wurde, verstrichen ist, das Spiel wiederholt werden müsste, sofern ein Einspruch gegen die Wertung des Spiel vorläge.
Denn sobald es nur einen Hauch von Verwirrung auf der gegnerischen Bank gibt, kann dies spielentscheidend sein. -
Olaf:
Entweder du änderst die Handballregeln oder du erlässt Sonderregeln für die Bundesliga. Wenn du die Handballregeln änderst, wirkt sich das auf die gesamte Struktur unseres Sports aus.
Die längeren Halbzeitpausen würden vielleicht den Zuschauern passen, wahrscheinlich auch den Verantwortlichen im Fernsehen, weil die Werbepausen länger würden, aber mit Sicherheit nicht (und zwar in erster Linie in den unteren Klassen) die Trainer, aber das ist ja schon angesprochen worden.
Abgesehen von den Halbzeitpausen, die vielleicht in der Bundesliga Anwendung finden könnten, finde ich Vlados Anregungen äußerst unpassend.
Und ich bin auch der Meinung, dass es keiner großartigen Diskussion bedarf, was seine Vorschläge anbelangt. Wer ein wenig Ahnung und Einblick in das Sportgeschehen hat und sich vorstellen kann, was das für den Sport bedeuten würde, der sollte sich kopfschüttelnd von Vlados Brief abwenden. Eine Diskussion halte ich jedenfalls für äußerst überflüssig... -
Zu den Halbzeitpausen ist noch eins zu sagen:
In vielen tieferen Klassen ist der Spielplan am Wochenende schon so gedrängt, da gibt es keine Pausen zwischen den Spielen mehr, auch keine Mittagspause, wie sie teilweise früher üblich war. Dann lässt sich ja hochrechnen, wann die letzten Spiele anfangen werden, wenn sich das alles um jeweils 5 Minuten nach hinten verschiebt.
Bei BL-Vereinen mag das ja noch klappen, aber da, wo die Hallenzeiten eh schon knapp sind, ist das ein großes Problem -
Nein, im Spiel kannst du nix dagegen machen. Der "Nachtrag" kann natürlich im normalen Spielformular eingetragen werden, allerdings passiert es zu oft, dass in diesem Fall nur eine Strafe verhängt wird. Das ist dann eine Sperre. Wenn ein zusätzlicher Bericht angefertigt und eingereicht wird, wird das "Problem Trainer" als neuer Fall betrachtet, und es werden daraufhin zwei Fälle verhandelt. Und damit gibt es zwei Strafen, das ist deutlich schmerzhafter und teurer für den betreffenden Verein als eine Verhandlung. Und da wird dem Trainer von seinem Verein, sollte er es nicht selbst merken, nahegelegt werden, über seine Äußerungen einmal mehr nachzudenken.
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Tja, da hast du Recht. Man kann und sollte auch nicht jeden "Scheiß" pfeifen, allerdings sollte man diese Grenze gut im Auge behalten, denn Fouls sind Regelwidrigkeiten und die Aufforderung zu Regelwidrigkeiten wie auch die Vortäuschung dieser Regelwidrigkeiten ist (je nach Gewichtung) unsportlich bzw. grob unsportlich. Unsportlichkeiten sind progressiv zu bestrafen (Erläuterung 5, Regel 8:4), Grobe Unsportlichkeiten mit Disqualifikation (Erläuterung 6, Regel 8:6).
Gängige Äußerungen wie "Mach sie fest" sollten sicherlich nicht übermäßig hart bestraft werden, führen jedoch trotzdem zu Minuspunkten bei Bewertungen, wenn die Bestrafungen unterlassen werden (sofern überhaupt eine Beobachtung der SR erfolgt).
Zu dem Hallenverbot:
Du als Schiedsrichter hast in den wenigsten Fällen das Recht, Zuschauer oder Trainer der Halle zu verweisen. Dies ist nur möglich als Heimschiedsrichter, wenn die Halle deinem Verein gehört; dann besitzt du das Hausrecht und darfst auch Zuschauer und Betreuer/Trainer der Halle verweisen. Das ist in den wenigsten Fällen möglich. Allerdings darfst du den Hallenwart (meist kurzfristig erreichbar) bitten, seiner Seits vom Hausrecht gebrauch zu machen. Das ist auch äußerst selten der Fall, da es ein sehr großer Aufwand ist (relativ lange Spielunterbrechung). Eine weitere Möglichkeit ist die Übertragung des Hausrechts auf die aktiven SR der Spiele in einer Halle für eben jene Gründe.
Wenn man diesen Aufwand nicht treiben möchte, gibt es noch eine Möglichkeit: Wenn der Trainer namentlich bekannt ist, erfolgt ein schriftlicher Bericht, der sinnvollerweise von mehreren Zeugen unterschrieben werden sollte. Ebenfalls sollte beiden anwesenden Mannschaften der Zusatzbericht zur Kenntnisnahme vorgelegt werden. Danach wird am "grünen Tisch" über den Vorfall entschieden und die Strafe verhängt.
Bei Zuschauern sieht das alles etwas schwieriger aus. Die einzige Möglichkeit, sofern der Zuschauer namentlich bekannt ist, ist eine zivile Strafanzeige wegen Beleidigung. Allerdings würde ich als SR nie soweit gehen, da die Beleidigungen im Spielgeschehen meist aus eben jenem Spielgeschehen heraus entstehen und auch nicht immer genau so gemeint sind (Ausnahmen treten mit Sicherheit auch häufig auf, insbesondere, wenn SR und Trainer gegenseitig bekannt sind und einander nicht mögen), sondern meist nur in Richtung der Spielbeeinflussung gehen.
Hier sollte man sich als SR ein dickes Fell wachsen lassen und nicht überreagieren. Mit nicht überreagieren meine ich aber ausdrücklich nicht die Bestrafung nach den Handballregeln. Ich persönlich lasse nicht gerne mit mir diskutieren und zücke relativ früh Gelb, wie es dann weiter geht hängt vom Gegenüber ab. -
Soweit ich das weiß, sind Prüfungen vom DBH geplant, in wieweit die schon umgesetzt sind, habe ich keine Ahnung... Auf jeden Fall sind auf der Homepage des DHB die aktuellen (offiziellen) Beach-Handballregeln zu finden. Wenn man die beherrscht, darf man sicherlich in den unteren Bereichen Beach-Handball pfeifen...
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Also erstmal zu der Meckerei von Trainern: es gibt so viele Trainer, die meinen, dass irgendjemand sich für ihre Meinung interessiert (auch wenn das nicht so ist, meist nicht mal die eigene Mannschaft!). Bei diesen Trainern und auch bei den anderen Offiziellen ist meist Ruhe eingekehrt, wenn man in der Anfangsphase (beim ersten oder zweiten Meckern) Gelb zückt. Meist hat man dann den Rest des Spiels Ruhe. Wenn nicht, ist die nächste Stufe die 2-Min-Strafe, die für die Mannschaft wirkt wie eine Rote Karte für den Trainer, nur mit der Ausnahme, dass er weiter auf der Bank sitzen kann. Dies ist bei Jugendspielen, bei denen nur ein Betreuer dabei ist, besonders wichtig. Sonst muss der MV gleich mit Rot auf die Tribüne.
Sollte dann immer noch nicht Schluss sein, oder ein besonderer Grund vorliegen, kann auch Rot gezeigt werden. Besondere Gründe sind SR-Beleidigungen (die natürlich auch ohne Gelbe Karte gleich Rot nach sich ziehen können) oder grobe Unsportlichkeiten.
Damit wären wir beim nächsten Thema: Wenn ein Trainer seine Spieler/-innen auffordert, Regelverstöße zu begehen (das besagte Knie oder auch der allseits beliebte Ausdruck "Mach sie fest", was nicht ohne Regelwidrigkeit zu lösen ist), ist (je nach dem, wie schwer der SR die Situation einschätzt) entweder die nächste Stufe in der progressiven Bestrafung der Offiziellen oder gleich und direkt Rot die Folge. Aufforderungen zu Regelwidrigkeiten, insbesondere durch die Offiziellen, sind grob unsportlich und sind demnach (Erläuterung 6) ist meist die Rote Karte zwingend erforderlich. Beim Ausdruck "Mach sie fest" würde ich mit Hinweis auf Unterlassung 2 Minuten geben; bei der Geste mit dem Knie dürfte der Trainer sind das Spiel von der Tribüne aus weiter anschauen.
Noch zum letzten Beitrag: Die zusätzlichen 2 Minuten sind nur für Spieler vorgesehen. Offizielle gehen mit einer Roten Karte vom Spielfeld, weitere Maßnahmen sind nicht möglich. Die Regel 16:12 ist in allen Ausführungen (a bis c) nur für Spieler ausgelegt. Bei den Offiziellen wurde ja bereits die neue Zwischenstufe "2-Min" eingeführt, also hier nur die Möglichkeit Gelb - 2-Min - Rot. Wobei eine Gelbe Karte bzw. 2-Min-Strafe für alle Offiziellen derjenigen Mannschaft gelten. Für jede weitere Meckerei nach der Roten Karte gibt es weitere Rote Karten.
Auch das hab ich schon gehabt (noch in der Saison 2000/01): Trainer sieht Gelb, Viertelstunde später Rot. Betreuer sagt mir ins Gesicht: "Du spinnst doch, was pfeifst du da für eine Scheiße!". Ich denke, dass es nicht sonderlich verwunderlich ist, dass er dem Trainer der Mannschaft gleich hinterhergehen konnte, oder? -
Natürlich.... ich sage ja auch nicht dass man jede zweite oder dritte Entscheidung zurücknehmen soll. Vielmehr sollte man auf den Verlauf des Spiels achten. Das mit dem "gestehen" des Spielers war ein Beispiel. Jeder SR hat schonmal eine Entscheidung ohne vorherige Abstimmung mit seinem Partner getroffen. Wenn der Partner einem dann sagt, dass er es anders gesehen hat, kann man auch seine Meinung ändern. Grundsätzlich sollte man sowieso nur Entscheidungen im Einvernehmen treffen, aber in einigen Situation kann man sich nicht auch noch mit seinem Partner beraten. Das würde a) das Spiel aufhalten und b) den Eindruck machen, dass man nichts allein entscheiden könnte. Und wenn solch eine Entscheidung falsch ist, dann bin ich der Meinung, dass man diese auch revidieren dürfen soll.
Ich weiß ja nicht, was du gegen das Fingerspitzengefühl hast (außer dass es etwas abgedroschen klingt, das stimmt schon). Es ist die Grundlage des guten SR-Stils, und ich bin nach wie vor der Meinung, dass man ohne genügend Fingerspitzengefühl kein guter SR sein kann. Natürlich ist auch das Fingerspitzengefühl formabhängig. Aber wer es im Spiel nicht zeigt, der kann meiner Meinung nach kein gutes Resultat abliefern. -
Sicher, falsche Entscheidungen akzeptieren zu können sollte jeder Spieler lernen können. Aber wenn Schiedsrichter falsche Entscheidungen getroffen haben (die zweifelsohne eine wichtige Rolle im Spiel haben sollten), sollten sie auch den Mut haben, sich umzuentscheiden. Bevor ich einen falschen Spieler hinausstelle oder disqualifiziere, bin ich auch bereit, eine definitive Fehlentscheidung zurückzunehmen. (Situation: Foul in einem Pulk von Spielern. 2-Min für einen von ihnen. Anderer Spieler kommt auf mich zu und "gesteht", dass er das Foul begangen hat)
dass man nicht jede Entscheidung revidieren sollte, nur weil Spieler oder Trainer reklamieren, ist klar. Dazu haben viele Entscheidungen einfach nicht die Wichtigkeit (ob nun Einwurf für A oder für B).
Aber schließlich noch was zur Autorität: Wer sich durch Konsequenz in umstrittenen Entscheidungen oder definitiven Fehlentscheidungen seine Autorität sichern muss, der hat als Schiedsrichter irgendetwas falsch gemacht. Wer Autorität hat, der kann sich auch ab und zu erlauben, im Spiel falsche Entscheidungen zurück zu nehmen. Auch wenn zu viele hier wieder Gift sind. -
Zitat
Original von derrodi
und entscheidungen zurücknehmen - also glaub das sollte man unterlassen weil sonst kannste deine autorität den spielern gegenüber gleich vergessen - erlebt am we. der kollege hat mit sich machen lassen was die spieler wollten und das kanns ja auch nich sein,oder?Wir sollten hier unterscheiden zwischen Zurücknehmen von falschen Entscheidungen und "mit sich machen lassen, was die Spieler wollen"! Das Zurücknehmen falscher Entscheidungen zeugt von Menschlichkeit und kann das Verhältnis zwischen Schiris und anderen Beteiligten verbessern. Natürlich muss man aufpassen, dass man nicht jede zweite Entscheidung zurücknimmt oder ändert, da leidet logischerweise die Autorität.
Aber Schiedsrichter sind auch nur Menschen und ich würde mir auch als Spieler manchmal wünschen, dass Schiris - unbestreitbar - falsche Entscheidungen zurücknehmen. Fehler eingestehen sollte jeder können, auch Schiedsrichter. -
Das ist üblich, dass keine richtige Praxis gemacht wird. Aber da Praxis in der Ausbildung der Schiedsrichter vorgeschrieben ist, werdet ihr mit Sicherheit auf irgendeinem Turnier oder irgendwie im Training pfeifen.
Ich denke auch, dass ein Schiedsrichter in einem Verein sein sollte, eben genauso, wie ich der Meinung bin, dass ein Schiedsrichter selbst spielen sollte, aber das haben wir ja schon zur Genüge ausdiskutiert, nicht war, derrodi?
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Aber mal zurück zur eigentlichen Frage: ich bin der Meinung, dass man nicht in einem Verein Mitglied sein muss, um für ihn zu pfeifen. Man muss zwar auf dem SR-Berichtsbogen eintragen für welchen Verein, aber ich bin mir nicht sicher, ob es irgendwo steht, dass man bei diesem Verein auch Mitglied sein muss.
Mich interessiert die Frage auch, daher: Wer Infos hat, bitte mit Quellenangabe, danke! -
Tja, wie das mit der Betreuung der Neulinge aussieht, dadrüber haben wir ja schon mal gesprochen (anderes Unterthema). Die Praxis ist nicht dazu gedacht, dir das echte Leben (als Schiri) zu zeigen, sondern eher, in etwas realeren Situationen zu stecken als es das Regelwerk konstruieren könnte.
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Genau, seh ich auch so... aber leider haben wir zu wenige... bei uns im Kreis hatte ein anderer Verein zwei Einzelschiedsrichter, nur weil die beiden sich nicht ausstehen konnten
