Ja, wobei die Ausführung des 7-m-Wurfs als Nicht-Torwurf schon die Regel 14:4 verletzt, die Regel 14:6 würde erst später verletzt, wenn ein Spieler der gleichen Mannschaft den Ball berühren würde. Eine Ausführung des 7-m-Wurfes in das Seitenaus (warum auch immer) oder absichtlich neben das Tor ins Toraus würde laut Regel 14:4 einen Freiwurf nach sich ziehen, keinen Abwurf oder Einwurf. Und Regel 14:6 würde ebenfalls nicht greifen.
Beiträge von jfherden
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Sicher kann ich lesen. Auch sind das zwei unterschiedliche Fälle, aber trotzdem darfst du nach Anpfiff des Spiels niemanden vom Spielformular streichen. Das ist einfach so.
Das SG urteilt auch nur über Einsprüche, die eingereicht wurden, und auch nur über die beanstandeten Themen. Und da liegt es im Ermessen des SG, ob sie deinen Fehler beanstanden oder nicht. Ich saß (Gott sei Dank nur) zwei Mal als Beisitzer im SG, von daher weiß ich in etwa was da abläuft. Also nicht urteilen, wenn man die Umstände nicht kennt. -
Anweisungen sind aber dazu da, um Regeln zu erläutern. Und korrigieren heißt nicht, zu bestrafen. Denn in den meisten Fällen (ausgenommen Männer-Bezirk und höher) ist einfach nicht die Regelkenntnis da, auch sollte im Spiel nur einmal korrigiert werden. Beim ersten Vergehen sollte jedoch auf Nicht-Absicht entschieden werden, und damit auf Korrektur, also zurück und wieder anpfeifen.
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Nein, ein Prellen ist ausgeführt, wenn der Ball den Boden berührt hat und vorher die Hand verlassen hat (Regel 7:4b) Der geschilderte Fall wäre rein regeltechnisch "zwei Mal" (Regel 7:7). Eben dort steht auch, dass Fangfehler straffrei bleiben. Mit Fangfehler ist unabsichtliches Fehlverhalten gemeint, was im weitesten Sinne auf für unabsichtliches Ausrutschen gilt.
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Regel 14:4 sagt klar aus, dass der 7-m als Torwurf ausgeführt werden muss. Jeder Verstoß muss mit Freiwurf geahndet werden. Eine Korrektur gibt es in diesem Fall nicht!
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Trotzdem darfst du nach Beginn des Spiels keine Spieler, Trainer oder Offizielle aus dem Spielprotokoll streichen. Dass das SG dir daraus keinen Strick gedreht hat, ist dein Glück, denn es war Nachsicht. (Regelklarstellungen DHB, zweiter Absatz, Klammerbemerkung)
Das wäre ein Formfehler! -
Tja, nur nach Spielbeginn darf niemand gestrichen werden, auch wenn er erst nachträglich eingetragen wurde... Glück gehabt, denn du hast dabei einen Fehler gemacht...
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Zitat
Original von Hans-Chrisitian
[...]
Nach Spielbeginn eintreffende Spieler müssen vom Zeitnehmer/Sekretär die Teilnahmeberechtigung erhalten und im Spielprotokoll eingetragen werden.
[...]Sehr genau hast du da die Regel wiedergegeben. Im Text steht aber ganz genau geschrieben, dass sie die Teilnahmeberechtigung erhalten müssen und eingetragen sein müssen. Dies muss korrekt erfolgen. Wenn ein falscher (anderer) Spieler eingetragen wird, ist dieser rechtmäßig spielberechtigt, niemand anderes.
So ist der eigentlich angemeldete Spieler nicht spielberechtigt gewesen, da er nicht korrekt eingetragen worden ist.
Dieser Fehler rechtfertigt noch keinen Einspruch (solcher würde auch nie durchkommen!), lediglich die regelwidrige Tatsache, dass der SR nachträglich den irrtümlich eingetragenen Spieler gestrichen hat und den eigentlichen Spieler nachgetragen hat, berechtigt auf Grund eines Formfehlers (s. auch Regelklarstellungen des DHB-SR-Ausschusses, 2. Absatz, erster Satz) zum Einspruch.
Die richtige Vorgehensweise wäre gewesen, den eigentlichen Spieler zusätzlich (sofern noch Platz vorhanden ist) einzutragen. Der irrtümlich eingetragene Spieler trägt keinen Schaden davon, außer dass er evtl. für eine niederklassigere Mannschaft des Vereins "festgespielt" wäre. Dann wäre der fehlende Eintrag zur Spielerlaubnis korrekt nachgetragen worden.
In Klassen, in denen kein Z/S zur Verfügung steht, soll einem SR Bescheid gesagt werden, die nachträgliche Eintragung kann dann auch in der Halbzeitpause erfolgen. -
Auch wenn Handballgott kein SR ist, hat er Recht: Der Freiwurf muss wiederholt werden.
(vgl. hierzu: Anweisungen an SR, Punkt 4.3a sowie Regel 15:2 und Regeln 15:7) -
Ich schließe mich dem Elch an: Der Einspruch müsste durchkommen, da du als SR einen Fehler begangen hast: Du hättest den Spieler nicht im Protokoll streichen dürfen und den korrekten Spieler hinschreiben dürfen.
Der Fehler lag beim Z/S, da er den falschen Spieler eingetragen hat, ob nun Absicht oder nicht ist egal, da er als Unparteiischer eigentlich neutral bleiben sollte. Der "Bericht" sagt ja auch aus, dass es der Fehler des Z/S ist, es ist quasi ein Schuldeingeständnis. Richtige Entscheidung wäre in diesem Fall in der Halbzeit (oder besser gesagt: sobald der Fehler entdeckt wurde) den entsprechenden Spieler zu disqualifizieren, denn er war nicht korrekt im Protokoll eingetragen. Sollte ich als Spieler später kommen, zeige ich dem Z/S meinen Pass und achte darauf, dass er mich einträgt und niemanden anders.
Des weiteren lassen sich solche Probleme vermeiden, in dem (so wie die Regeln es vorsehen) je ein Zeitnehmer und ein Sekretär eingesetzt werden (aus den beiden unterschiedlichen Mannschaften), die sich gegenseitig kontrollieren und nötigenfalls korrigieren.
Der folgenschwere Fehler war der Regelverstoß des SR, dass er nachträglich gestrichen und nachgetragen hat, was nicht erlaubt ist. Daher bin ich der Meinung, dass der Einspruch durchkommt. -
Ich bin der Meinung, dass es um so schwieriger ist, ein guter SR zu werden, ohne dass man selbst spielt. Es gibt viele Situationen die viel besser eingeschätzt werden können, wenn man sie selbst einmal "erlebt" hat. Aber es ist nicht unmöglich, gut zu werden, ohne selbst aktiv zu spielen. Es ist nur schwieriger und dauert länger...
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Ich schließe mich der allgemeinen Meinung an: Minis (sowie E- und D-Jugend) sind oftmals schwerer zu pfeifen als Herren-Spiele.
Du darfst zwar bestrafen, aber für die Kleinen bricht dann meistens eine Welt zusammen, nicht selten rennen sie weinend vom Spielfeld... Also: Hände weg von Strafen!!!!!!!!
Denn wer die Kleinen verschreckt, der sollte sich nicht wundern, dass der Handball keine Anhänger mehr findet und der sollte sich auch nicht wundern, dass SR immer wieder beschimpft werden.
In dieser Altersklasse geht es nur in dritter Linie darum, Regeln einzuhalten. In der ersten Linie geht es darum Spaß am Spiel zu gewinnen, in der zweiten Linie darum, dass ein sportliches Miteinander in der Mannschaft vermittelt wird.Aber auch eine Warnung an alle Trainer: Hier lässt sich eine Menge "kaputttrainieren"! Wer den Anspruch an eine C- oder B-Jugend stellt, der ist hier fehl am Platze... Denn es kann einfach noch nicht dieser Sinn für das Regelwerk vorhanden sein; wann sollte man denn damit dann anfangen? Mit 5 Jahren? Wie gesagt, hier geht es um Spaß am Spiel (das auch nur selten was mit Handball zu tun hat, sondern meistens äußerst chaotisch ist).
Wenn ein Spieler den anderen am Hals oder Kopf trifft, dann ist das in den allerseltensten Fällen Absicht. Daher sollte man dem foulenden Spieler erklären, dass man so was nicht macht, weil sich der andere dabei ganz schlimm verletzen kann. Und nicht zu vergessen: Die Ermahnung an den gegnerischen Trainer: Übereifer schadet den Kleinen mehr als dass er nutzt. Hier bin ich der Meinung, dass man auch ganz normal mit Gelb/2-Min/Rot bestrafen kann, weil
a) ein Trainer eine Menge Einfluss auf die Mannschaft hat, auch im negativen Sinn
b) ein Trainer meist Ahnung von den Regeln hat und sich auch zu benehmen wissen sollte.Des weiteren halte ich eine spezielle Ausbildung für Mini-Trainer für ganz wichtig, die Gründe habe ich oben schon angedeutet: Durch unterschiedliche Gewichtungen der einzelnen Teile (Spaß am Spiel, Miteinander, Regelkunde, Sportlichkeit etc.) ist ein trainieren ohne spezielle Schulung sehr gefährlich.
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Natürlich kannst du einen SR nicht vorneweg als schlecht bezeichnen, nur weil er nicht selbst spielt. Nur es ist eindeutig schwieriger... Die Vorteile sind ein (wichtiger) Punkt.
Dass Spieler gezwungen werden, zu pfeifen, halte ich eh für Schwachsinn, nur sind SR leider Mangelware.
Man sollte Neulingen mehr unter die Arme greifen, aber auch Anreize schaffen, dabei zu bleiben. Oft genug ist es so, dass sich SR-Neulinge Karten und Trikot selbst kaufen müssen... Auch sind die Bezahlungen für gepfiffene Spiele viel zu wenig, wenn man bedenkt, dass man sich im Schnitt eine Stunde lang mehr oder weniger beschimpfen lassen muss
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Zitat
Original von Andre
[...] wenn ein Spieler gleich beim ersten mal besonders hart foult (z.B. an den Hals geht) [...]
Also, wenn der Spieler an den Hals geht, kassiert er in den meisten Fällen die Rote Karte, sofern es nicht als Tätlichkeit zu werten ist (Regel 8:5b).
Gelbe Karten sind zu geben, beim ersten Vorkommen folgender Vergehen: Aktionen, die sich in erster Linie gegen den Gegenspieler richten. Weitere Aktionen sind in der folgenden Reihenfolge zu geben: 2-m, 2-m, Rot.
Außerdem sind Gelbe Karten zu geben bei unsportlichem Verhalten (Beispiele hier). Auch hier gilt bei weiteren Vergehen: 2-m, 2-m, Rot.
Zum Nachlesen hier noch die direkten Regelverweise: Verwarnung, 2-Min/Hinausstellung. -
Ja, da magst du recht haben, dass jeder LV das anders handhabt... Aber ehrlich gesagt wundert es mich, da die meisten Funktionäre doch ziemlich pingelig sind, was die Formulare anbelangt

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War mir klar, dass du das nicht vergessen hast, rodi...

Aber ich muss dir Widersprechen, zumindest unterscheide ich zwischen Fingerspitzengefühl und dieser "Beobachtungsgabe"... Aber da haben wir ein neues tolles Wort, richtig?
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Die SR-Anweisungen sind nicht wirklich neu. Ich bin der Meinung, dass die schon im April oder Mai veröffentlicht wurden. Im Überblick stehen sie auch auf meiner Seite (http://www.handballregeln.de/anweis.html).
Die neuen Regeln unterstützen die SR in sofern, dass es den echten Nullschritt wirklich nur noch im direkten Anspiel vom Mitspieler brücksichtigen. (Also wenn sich der angespielte Spieler bei der ersten Passannahme in der Luft, ist der erste Bodenkontakt der Nullschritt.) Bei sogenannten "Übersteigern", bei denen ein Spieler versucht, die gegnerische Abwehr zu überlisten, und daher den Ball einmal prellt und in der Luft wieder annimmt, ist kein Nullschritt mehr gegeben. Daher sind solche Aktionen äußerst Schritte-gefährdet, auch läuft der Spieler Gefahr, ein Stürmerfoul zu begehen.
Also ist die Schritte-Regeln wesentlich besser zu überblicken, da der Nullschritt im Endeffekt fast völlig wegfällt, bzw. in der strategischen Spielgestaltung fast keine Bedeutung mehr hat.
Weiterhin bin ich der Meinung, dass man als SR sehr wohl einen Überblick behalten kann. Man sollte weniger versuchen, die Schritte zählen zu wollen, als eher ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie lange Spielsequenzen ohne Ballabgabe bei den einzelnen Spielern dauern, bis sie einen Schrittfehler begehen. So habe ich in einem Spiel auf Grund des Gefühls einem Spieler mehrfach Schritte gepfiffen, der sich darüber tierisch aufgeregt hat. Nach dem Spiel haben wir uns die Video-Aufzeichung in Zeitlupe angeschaut, da hat er dann auch eingesehen, dass er regelmäßig 4 Schritte gemacht hat. Beim Zählen dieser Schritte wäre man nicht nachgekommen, aber so ein Gefühl, das man mit ein wenig Erfahrung und Einschätzungsvermögen bekommen kann, täuscht einen dann nicht mehr so schnell.
Auch die klaren Torgelegenheiten sind laut Definition in den Regeln festgehalten. Erläuterung 8 gibt den von den Regeln her berücksichtigten Fälle der klaren Torgelegenheiten wieder. Die realen Fälle sind sicherlich von der Sichtweise und auch vom Standpunkt der SR (ob sie alles sehen können) abhängig.
Aber die Regeln relativieren die Schwierigkeiten mit den neuen Anweisungen, so dass das nicht mehr so schwierig ist. -
Wenn du dich persönlich beleidigt fühlst, geht fast jeder Verband weiter und sperrt für mehr als die zwei Spiele, die Pflicht sind. Der "Effe" wird meistens mit 3 Spielen bzw. 4 Wochen bestraft, je nachdem, was früher eintrifft. Dabei ist zu beachten, dass in der Begründung der Roten Karte etwas von Beleidigung der SR steht, sonst erfolgt keine Sperre, weil die normale Disqualifikation als Match-Strafe verstanden und geahndet wird, also keine Sperre. Es ist auch zu unterscheiden, ob der Effe gegenüber den Unparteiischen oder Anderen gezeigt wird. Nur bei den Unparteiischen (SR; Zeitnehmer und Sekretär sind den SR gleichzusetzen) wird auf Beleidigung entschieden, bei den Anderen ist dies nur grob unsportliches Verhalten, und damit erhält er keine Sperre nach der Roten Karte.
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Die Auslegung von 5+1 für 4 Minuten ist nicht richtig. LautRegel 16:12b erhält die Mannschaft eine zusätzliche Zeitstrafe. Die Reduzierung dauert 4 Minuten und es müssen zwei Spieler für jeweils 2 Minuten auf die Bank.
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Würde mich auch interessieren, am besten hier irgendwo posten...
Das mit der separaten Strafenspalte ist nicht erlaubt, da der Bogen in der Struktur nicht verändert werden darf. Und im alten Bogen können die unpersönlichen Zeitstrafen nicht eingetragen werden. Es sei denn, es passiert im handschriftlichen Bereich.