Beiträge von jfherden

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    Original von Friggi
    Dann kann ich als Schiri (wenn ich böswillig wär;-)) jedes Spiel "hinpfeifen" und keiner könnte etwas machen !

    Sicherlich geht das... Nur sei eins dazu gesagt: Ich versuche immer, die Spiele, die ich leite, regelgerecht zu leiten. Sicherlich gibt es die eine oder andere Situation, über die man streiten kann. Auch ist es mit schon einmal vorgekommen, dass ich regelwidrig entschieden habe. Doch das ist nicht absichtlich passiert. Vielmehr möchte ich für mich herausstellen, dass ich nicht absichtlich falsch entscheide. Weder Tatsachenfeststellungen noch kritische Entscheidungen. Und ich gehe grundsätzlich erst einmal davon aus, dass kein SR absichtlich irgendetwas falsch entscheidet.

    Was durchaus des öfteren passieren kann (wobei ich jetzt auch keine Absicht unterstellen will), ist dass Zeitnehmer und/oder Sekretär, die von einem der spielenden Teams gestellt werden, parteiisch sind. Ich will auch nicht ausschließen, dass einige "Sportskameraden" diesen Posten zum absichtlichen Beeinflussen des Spiels benutzen. Allerdings ist auch hier meist irgendeine kleine Unachtsamkeit der Grund der Fehler. Auch wenn schnell geschrien wird: "Absicht, Absicht", nur weil der Zeitnehmer/Sekretär seiner Mannschaft einen Vorteil verschafft.
    Jeder macht Fehler, auch der perfekteste Perfektionist. Sicherlich gibt es auch schwarze Schafe unter den SR, allerdings denke ich, dass es wirklich Ausnahmen sind.

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    Original von Friggi
    Beim letzten Schirilehrgang hat unser Obmann sogar ne andere Strafe als richtig beschrieben:
    Die Rote Karte gab es nach der 2-min-Strafe aber vor Wiederanpfiff. Seiner Meinung nach müssten wir nur 2 min in Unterzahl spielen.

    Grundsätzlich darf nur die schwerwiegendste Strafe verhängt werden, das ist richtig. Aber Regel 16:12c sagt, dass bei grob unsportlichem Verhalten (Beleidigung) zusätzlich zur ersten Hinausstellung disqualifiziert wird, was insgesamt 4 Minuten Zeitstrafe für die Mannschaft bedeutet.
    Ganz ehrlich, wenn euer SR-Obmann das so gesagt hat, dann sollte er sein Amt niederlegen oder sich schleunigst die neuen Regeln durchlesen. :nein:

    Aber zum Einspruch:
    Die drei Tore, die in der Unterzahl gefallen sind, waren meiner Meinung nach nicht spielentscheidend. Das Spiel endete 28:24, also mit 4 (!) Toren Vorsprung. Wenn die drei Tore nicht gewesen wären, hättet ihr immer noch mit einem Tor verloren. Was hätte passieren können, wenn ihr nicht in Unterzahl gewesen wärt, weiß keiner. Aber demnach kann man auch nicht sagen, ob ihr mehr Tore geworfen hättet.
    Auch wenn die Sache dumm gelaufen ist, würde ich die "Schuld" nicht beim Sportgericht suchen oder bei den Schiedsrichtern (bzw. Kampfgericht), sondern mal dem Spieler ins Gewissen reden, der seinen Gegenspieler beleidigt hat. Denn eins ist klar: Emotionen gehören zum Handballsport dazu, aber man muss ganz klar die Grenzen zwischen Emotionen und Beleidigungen ziehen. Hätte er seinen Gegenspieler nicht beleidigt, hättet ihr auch keine Unterzahl gehabt.
    Ich will hier niemandem zu nahe treten: Aber bedankt euch bei dem betreffenden Spieler...

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    Original von Katrin
    [Blockierte Grafik: http://mysmilies.no-ip.com/mysmilies/d-lol.gif]Leutz, ich lieg grad schreiend vorm Computer[Blockierte Grafik: http://mysmilies.no-ip.com/mysmilies/lol2.gif] Wie kommt ihr nur auf sowas, bzw. wem passieren so bescheuerte sachen??? [Blockierte Grafik: http://mysmilies.no-ip.com/mysmilies/biglaugh_2.gif] Übrigens, ich war der Meinung, der Torwart is zu Boden gegangen, nich der Schiedsrichter :D:head:

    Ja, der Torwart ist zu Boden gegangen. Ich denke, dass HC sich nur verschrieben hat.

    Und: Das ist wie gesagt in einem Vorbereitungsspiel passiert, so was denke ich mir nicht aus :)

    Das mit dem zu Boden gehen war nicht im Sinne einer Verletzung gemeint, sondern als "Erklärung", dass er den rollenden Ball nicht gehalten hat.

    Übrigens: Dieser Fall ist wirklich vorgekommen (glücklicherweise nicht mir), das ganze war Oberliga, und auch nur ein Testspiel. Wenn das in einem regulären Spiel passiert wäre, dann hätte der SR sicherlich ein paar Probleme bekommen, heile aus der Halle zu kommen. Aber Gott sei dank gibt es ja auch noch Hinterausgänge ;)

    Das Tor wäre ein reguläres Eigentor, damit steht niemand als Torschütze für dieses Tor im Bericht. Ein gegnerischer Spieler kann nicht eingetragen werden, denn es hat niemand gegnerisches dieses Tor geworfen. Und dass Eigentore nicht dem jeweiligen Schützen zugeschrieben werden, ist ein ungeschriebenes ZN/S-Gesetz, zumindest bei uns hier in der Nähe.
    Also: Tor und kein Eintrag bei den Toren.

    Aber mal eine andere kuriose Sache, die genausogut ein Tor ist:
    7-m. Torwart hält, geht zu Boden. Der Ball trifft den Feldschiedsrichter und prallt von diesem Richtung Tor ab, rollt danach direkt ins Tor.
    Die Entscheidung muss Tor lauten, und hier können wir ja auch nicht dem SR ein Tor zuschreiben, oder?

    Ich mein, es is ja langweilig, aber mit schwarzen Trikots kann man ja überhaupt nix verkehrt machen. Wenn eine Mannschaft mal schwarze Trikots anhat, müssen die ja wechseln, nicht die SR :P

    Mein Partner und ich haben jeweils 2 (eins schwarz, siehe erster Link bei Katrin, s.o., ein anderes schwarz/dunkelblau gemustert von b+d)
    Aber meist benutzen wir nur das schwarze, da das blaue Trikot bei Mannschaften, die selbst blaue Trikots tragen, nicht gut ankommen.

    Das ist sehr oft zu sehen, dass SR, die wahrscheinlich selbst noch spielen, besseren Bezug zu den Spielern haben. Auch pfeifen sie teilweise besser als die älteren Kollegen, weil die die uralten Regeln noch intus haben und selten Fortbildungen besuchen.
    Aber: Ausnahmen bestätigen die Regel.

    Die Arroganz einiger SR ist nur eine Reaktion auf die Arroganz einiger Spieler, die meinen, dass sie Schiedsrichtern alles in die Schuhe schieben können, ohne sich selbst an die Nase zu fassen.

    Es gibt sicherlich einige SR, die Selbstdarsteller sind. Aber man sollte mit diesen Urteilen sehr vorsichtig sein. Wenn man selbst bei Spielen beteiligt ist (ob als Spieler, Zuschauer, Trainer oder Fan), ist man subjektiv.
    Und wenn dann fragwürdige Entscheidungen getroffen werden, werden diese den SR zur Last gelegt. "Das hätte man anders pfeifen müssen/können" oder so ähnlich heißt es dann.
    Also ist die Leistung bis auf bei neutralen SR-Beobachtern subjektiv bewertet. Wenn man (oder die favorisierte Mannschaft) gewinnt, ist alles in Ordnung. Aber wehe es gibt eine Niederlage. In den meisten Fällen (bis auf bei eindeutigen Sachen) wird den SR der schwarze Peter zuschoben.
    Noch eine Sache zum "Aufspielen" auf dem Spielfeld: Wenn eine Entscheidung getroffen wurde, wird oftmals kritisiert und/oder gemeckert. Das geht bis zur Beleidigung. Da wird bei den meisten SR der Ton gegenüber diesen Spielern bzw. gegenüber der betreffenden Mannschaft schärfer. Das finde ich völlig verständlich und nachvollziehbar. Die SR sind (wie völlig richtig gesagt wurde) dazu da, das Spiel möglichst fair und unparteiisch zu leiten. Und nicht, als Sündenbock oder als erste Anlaufstelle für Meckereien/Beleidigungen herzuhalten.
    Ich bin davon überzeugt: Wenn die Spieler das Meckern lassen, dann entspannt sich auch das Klima auf dem Spielfeld, die SR werden dann auch nicht mehr so "selbstdarstellerisch" wirken.
    Wer sagt, Meckereien sind an der Tagesordnung und normal, der muss auch einkalkulieren, dass die SR darauf reagieren. Ich meine, wer wagt es im Straßenverkehr einen Polizisten so anzumeckern oder zu beleidigen wie im Spiel die SR. Sicher, Polizisten sind offizieller, aber sie sind im gewissen Sinne auch für Recht und Ordnung zuständig, wie die SR auf dem Spielfeld.
    Ich will hiermit aber nicht in Abrede stellen, dass es schwarze Schafe gibt (sowohl, was die Leistung als auch was den Ton angeht). Aber SR sind auch nur Menschen.

    Was ich mal in der Hand hatte waren Notizkarten, die Strafen und Tore auf der einen Seite hatten und auf der anderen komplett gelb bedruckt waren. (Quasi als Einweg-Gelbe Karte)
    Keine schlechte Idee, ich benutze lieber die von b+d, die lassen sich ohne Unterlage beschriften. Wenn ich mir Strafen notieren muss, dann nehm ich mir die Zeit oder es is eh Time-Out. Wenn alles auf einer Seite ist, ist alles so gequetscht, das mag ich nich...

    Da geb ich dir Recht, allerdings ist es (nach vorherigem Ermahnen) unsportlich, wenn der Spieler wiederholt auf dem Spielfeld trinkt. Daher darf (und kann) man als SR ne Verwarnung aussprechen. Wenn es dann nochmal passiert, dann hat der Spieler es entweder wirklich nicht kapiert oder er macht es absichtlich. Dann kann er sich 2 Minuten Gedanken darüber machen.

    Ich sehe das mit der Gefährdung ähnlich. Auf dem Spielfeld sind nur einige Gegenstände als Ausrüstung erlaubt, der Rest verboten. Daher denke ich, dass eine Flasche (egal ob Glas oder Plastik) nicht auf dem Spielfeld erlaubt ist.

    Also einen direkten Regelbezug habe ich nicht gefunden. Allerdings denke ich, dass eine Flasche nichts mit dem Spielgeschehen zu tun hat, und daher auf der Spielfläche nix zu suchen hat. Ich weiß nicht, ob es anderweitige Regelungen gibt. Wenn Hans-Christian das liest, könnte er vielleicht mehr dazu sagen.

    Wenn es nicht in den Regeln steht, sonstn nur anderweitig geregelt ist, darf eigentlich auch nicht bestraft werden. Falls eine Regelung besteht, dann darf der SR darauf bestehen, dass du vom Spielfeld gehst, und danach wiederkommst. Im Wiederholungsfall kann das dann als Unsportlichkeit bewertet werden, also Progressionsreihe V22D.

    Nicht dass du denkst, dass ich dir hier einen Vorwurf machen will ;)
    Das mit der Pause habe ich nicht gelesen, weil ich nicht alle Foren so oft besuche wie dieses hier.
    Allerdings ist es gerade dann sinnvoll, wenn man ne Pause gemacht hat, weil sich die Regeln schnell ändern können. Vor drei Jahren hatten wir ein anderes Regelwerk, das meiner Meinung nach nicht genug auf die Ahndung durch Rote Karten bestanden hat.

    Das was du zu den Trainern gesagt hast, ist mit Sicherheit richtig. Das einzige was ich gesagt hab, ist dass solche Leute die Hände vom Handballsport lassen sollten. Zum Sport gehört auch, verlieren zu können.
    Andererseits muss man unterscheiden zwischen den Leuten, die darüber nachdenken (wie du) oder es als Trainer einer (evtl. Jugend-) Mannschaft predigen oder als Spieler durchziehen.

    Trapp: Mit deiner Auslegung hast du Recht. Er hat zu dam Zeitpunkt noch keine 2Min gekriegt, also kann er nicht eine zweite kriegen. Also fällt 2x2 weg.
    Aber wie ich geschrieben habe, ist ein versuchtes Foul unsportlich (also Progressionsreihe, allerdings fällt meiner Meinung nach die Verwarnung raus, weil sie als Bestrafung nicht ausreicht, also: 2 Minuten) oder, wie man es sieht, auch grob unsportlich. Also Rot.

    Grundsätzlich geb ich dir Recht: Du musst korrigieren. Nur nach ein paar Korrekturen müsste er es wissen, wie es geht und dass es so, wie er es macht nicht, geht... Das hast du selbst geschrieben.
    Demnach kannst du in den folgenden Fällen Absicht unterstellen. Und absichtliche "Regelbeugungen" (Regelwidrigkeiten sind es ja nicht, sonst könntest du direkt bestrafen) sind unsportlich. Unsportlichkeiten kannst du mit der Progressionsreihe ahnden. Du gibst die Strafen nicht, weil er den Anwurf falsch ausführt (da hast du Recht, das darfst du als SR nicht), sondern weil du ihm irgendwann Absicht unterstellst, und diese Absicht unsportlich ist.
    Du kannst als SR fast alles machen, du musst es nur regelkonform begründen müssen.

    Zitat

    Original von Basti.Linksaußen
    Jo denke ich auch.
    Auch wenns eher unrealistisch klingt, theoretisch könnte ja ein schwacher Spieler einen starken Gegenspieler so "umhauen" das der nicht weitermachen kann, und der schwache Spieler, der dazu "benutzt" wurde den guten auszuschalten durch nen guten Teamkameraden ersetzt werden.

    Naja hoffen wir das die Schiris in der nächsten zeit härter durchgreifen....

    Du hast ja Phantasien!

    Ich bin der Meinung, wer an die gesamte Angelegenheit mit den Überlegungen rangeht, der sollte sich zu Hause nen Punchingball hinhängen und mit jeglichem Sport aufhören. Denn sowas macht a) den Sport kaputt und b) meistens auch seine Mitspieler.

    Dany: Dann muss irgendwas vorgefallen sein, was nicht ganz so sportlich abgelaufen ist. Für eine "normale" direkte Rote Karte kriegst du keine Sperre. Denn nach den Regeln muss auch über Sperren entschieden werden.

    Handballgott: Wenn es wirklich noch SR gibt, die nicht wissen, dass es den Ausschluss gibt, dann sollten die ihren Schein abgeben. Bei anderen Beteiligten (Spielern, Trainern, Zuschauern) ist es was anderes. Die müssen gar keine Regelkenntnis haben, auch wenn es sinnvoll wäre. Daher kann es gut sein, dass der eine oder andere Zuschauer, aber auch einige Spieler oder Trainer nicht wissen, dass es den Ausschluss gibt. Das ist zwar traurig aber möglich.

    noch mal basti: Vielleicht solltest du dir, wenn du Zeit hast, die Regeln einmal durchlesen. Denn ein wenig Regelkenntnis ist nicht verkehrt, auch für Spieler nicht.
    Bei einer Roten Karte ist das Spiel für den bestraften Spieler vorbei, die Mannschaft darf jedoch nach 2 Minuten wieder ergänzen. Beim Ausschluss muss die Mannschaft bis zum Ende mit einem Mann weniger auf der Spielfläche spielen.

    Ich bin nicht für eine (automatische) Sperre bei einer Roten Karte. Der Handballsport ist derart schnell, dass eine unüberlegte Aktion schnell zu Verletzungen führen kann. Daher bin ich der Meinung, dass die Rote Karte als Matchstrafe erhalten bleiben sollte und vor allem auch öfter gezogen werden sollte.
    Folgende Situation: Tempogegenstoß ohne Behinderung, ein Abwehrspieler läuft hinterher und bringt den Angreifer zu Fall. Konsequenz: klar, Rot.
    Aber der Fall mal etwas anders: Wieder TG, Abwehrspieler läuft hinterher versucht, den Angreifer zu stoppen (regelwidrig), verfehlt ihn aber knapp.
    Wenn jetzt eindeutig zu sehen ist, dass er den Ball nie hätte erreichen können, hätte er ihn nur noch regelwidrig stoppen können. Wenn er ihn erwischt hätte, wär es Rot gewesen. Und so? Meistens wird überhaupt nix gegeben. Und warum nicht? Immerhin wollte er ihn "umnieten". Meiner Meinung nach ist das genauso Rot wie das Foul an sich.
    Aber nach den neuen Regeln könnte man auch 2x2 Minuten geben. Das wär auch ne Möglichkeit.

    Wenn du dir Regeln zu Grunde legst, darfst du nicht mit der Flasche aufs Spielfeld, egal wie weit. Das bedeutet, dass du zum trinken eigentlich auf die Bank müsstest, zumindest aus dem Spielfeld hinaus. Aber aufgepasst, wie Trapp schon geschrieben hat, nur innerhalb der Auswechselzone.
    Ich such noch nen Regelbezug raus für das Trinken auf dem Spielfeld.

    Wenn du allerdings irgendwo in der Nähe der Bank auf dem Spielfeld stehst und trinkst und damit das Spiel nicht behinderst, wird es nur wenige penible SR geben, die das bestrafen. Über eine etwaige Strafe werd ich was schreiben, wenn ich den Regelbezug gefunden hab.

    Er wirft den Ball doch nicht weg, er macht einen (evtl. seiner Meinung nach korrekten) Anwurf zu seinem Mitspieler.
    Da hast du doch als SR keine Möglichkeit passives Spiel zu pfeifen. Du kannst nur zurückpfeifen, aber nach ein paar Malen müsste er es kapiert haben. Wenn er es weiterhin macht, kann man Absicht unterstellen. Und das ist dann unsportlich. Das mit dem wiederholten Betreten des Torraums ist ein Beispiel für eine absichtliche Regelverletzung, oder zumindest für eine Regelverletzung, der man (im Wiederholungsfalle) Absicht unterstellen kann. Das ist unsportlich und damit progressiv zu bestrafen. Also V22D. Nix anderes.
    Aber ich würd gern verstehen, wie du auf passives Spiel kommst, in diesem Zusammenhang

    Nein! Das kann nicht Sinn und Zweck sein, dann können wir gleich Abseits und Rückpassregeln einführen und nach Fußballregeln spielen.
    Die Rote Karte beim Handball hat einfach nicht den Stellenwert wie die Rote Karte beim Fußball. Genausowenig hat der 7m den gleichen Stellenwert wie der 11m beim Fußball.
    Handball ist von der Spielanlage einfach viel schneller, da ist die Gefahr von Regelwidrigkeiten größer. Demnach brauchen wir eine größere Fächerung der Strafen als beim Fußball.
    Ich denke nicht, dass wir eine Strafe bei der Roten Karte wieder einführen sollten, denn sie ist nur die vorletzte Stufe auf der Leiter der Strafen. Die letzt Stufe ist der Ausschluss, den kann man mit der Roten Karte beim Fußball vergleichen.
    Und es müssen die SR geschult werden, sich auch zu trauen, den Ausschluss zu geben. Die beiden geschilderten Fälle sind beide definitiv ein Paradebeispiel für einen Ausschluss.

    Es kann nicht die Annäherung an den Fußball Ziel sein, sondern mehr das Strafenspektrum des Handballsports umzusetzen.

    Das bedeutet im Endeffekt auch, dass klarer nach der Regel 8:5 Rot gepfiffen werden muss. Das ist dann ein klarer Denkzettel, und jedem normalen Menschen müsste es zu denken geben, ob die Aktion in Ordnung war. Bei 2 Minuten denkt keiner darüber nach. Demnach hat die Rote Karte einen viel höheren erzieherischen Wert, und sie bleibt ohne Folgen.

    Ich muss Dany hier korrigieren: Eine Rote Karte zieht grundsätzlich keine Sperre nach sich (siehe Regel 16:8, letzter Absatz), außer bei Disqualifikationen wegen Tätlichkeit (Regel 16:6e,f), oder wenn die Rote Karte wegen grober Unsportlichkeit wegen Beleidigung oder Revanchefoul gegeben wurde. Ansonsten bleibt die Rote Karte eine Matchstrafe!

    Also noch einmal: Es muss die ganze Palette von Bestrafungen ausgenutzt werden, also öfter die Rote Karte, im Zweifelsfalle aber auch keine Angst vor dem Ausschluss. Das müssen die SR lernen, da geht kein Weg drum herum.