Beiträge von jfherden

    Naja, ich meine man kann es niemandem wirklich recht machen. Auch verständlich, dass sich einige über eine Niederlage ärgern kann, das is normal.
    Einige Trainer suchen die Ursachen dann bei den SR. Auch wenn ich das nicht in Ordnung finde, kann man das akzeptieren. Nur dass eben diese Trainer-Meinungen dafür genutzt werden, SR zu bewerten, verstehe ich nicht. Denn wie jeder weiß stecken da ne Menge Emotionen drin. Und bei einigen ist es sicherlich ein (teilweise großer) Unterschied ob sie den Bogen direkt nach dem Spiel oder einige Tage später ausfüllen.

    Sicherlich ist kein SR perfekt, dazu ist man auch nur ein Mensch, aber jeder SR (wie du auch schon gesagt hast) versucht sein Bestes zu geben. Und dass sollte man berücksichtigen wenn man über SR herzieht.

    Wie gesagt: Meiner Meinung nach dürften keine subjektiven Bewertungen in die Beurteilung von SR einfließen. Wenn es überhaupt nicht abgeschafft werden soll, dann lässt sich immerhin bei der Bewertung sagen, dass solche Bewertungen "Ausreißer" sind.

    Du hast ja selbst gesagt, dass ihr die ganze Saison über ne einwandfreie Leistung gebracht habt. Dann sollte man eine (extrem schlechte) Bewertung wirklich unter dem Stichwort "Diffamierung" abhaken und nicht werten.

    Das stimmt, 2-Min hätt ich auch nicht unbedingt gegeben... In den Erklärungen zu den Regeln (Erläuterung 8d) findet sich übrigens ziemlich genau unsere Situation.
    Das mit den Abwehrspielern hatte ich auch überlegt, aber eine Bogenlampe über deren Kopf muss schon ziemlich scheiße geworfen werden, wenn er daneben geht (Voraussetzung: Torwart steht nicht im Tor). Diese Bogenlampe ließe sich nur regelwidrig (durch Betreten des Torraums) verhindern. Also bin ich der Meinung: 7-m. 2-Min sind sicherlich von der Situation abhängig...

    Da von vielen ja schon geäußert wurde, dass das passive Spiel so wie es jetzt bewertet wird, nur äußerst lückenhaft ist, bleibt die Frage, wie es zu ändern wäre.

    Eine Angriffszeitbeschränkung wie die Shot-Clock beim Basketball kann ja nicht die sinnvolle Alternative sein, denn das setzt die Mannschaften mehr unter Druck als dass es nützt.

    Wie sehen eure Vorstellungen für Verbesserungen in dem Bereich aus?

    Zitat

    Original von Schmiddy

    Moin Moin :hi:
    Das ist ja auch richtig. Eine Person kann nicht als Offizieller und als Spieler eingetragen sein. Deshalb wird bei Spielen ohne Offizielle auch -wie bereits erwähnt- ein MV vor dem Spielernamen -bei uns vor der Trikotnr.- gesetzt, damit jeder weiß wer der MV der Mannschaft ist.

    Tja, Schmiddy... Ich denke dass das alles wieder darauf ankommt, wo du pfeifst. Ich habe bei uns (HVN, Bezirk Braunschweig) den Vorsitzenden der Spielleitenden Stelle (ist selbst SR) gefragt, wie vorzugehen ist, wenn nur Spieler und keine Offiziellen vorhanden sind. Er meinte, es wird niemand als MV eingetragen, aber auch niemand als MV kenntlich gemacht.

    Sinnvoll wäre deine Regelung sicher, keine Frage. Aber das war hier eine Anweisung von oben, also werde ich danach auch handeln.

    Zitat


    Original von mwichmann
    kan mna sich nicht genau vorstellen wie schwer dein foul war. Gut du hast von hinten gefoult....Also meiner meinung nach muss es da nicht immer 7m geben.

    7-m werden nicht für "harte" oder "überharte" Fouls gegeben, sondern für die Vereitelung einer klaren Torchance (s. Regel 14:1). Und wenn der Torwart aus seinem Tor herauskommt, und dann (außerhalb seines Torraums => Regel 5:3) als Feldspieler agiert, steht das Tor leer. Man müsste als Spieler den Ball nur ins Tor rollen (rein theoretisch), um ein Tor zu erzielen. Da kein Abwehrspieler in den Torraum darf ist dies eine klare Torgelegenheit, daher auf jeden Fall auf 7-m zu entscheiden.

    Ob 2-Min gegeben werden oder nicht, also ob eine persönliche Strafe gegeben wird, da entscheidet die Härte des Fouls. Da müsste man die Situation kennen.

    Ich will dich auf keinen Fall davon abhalten, solche Fragen zu posten. Wie Schmiddy schon gesagt hat, trainieren genau diese nicht alltäglichen Fragen unser Kombinationsgeschick als SR.

    Aber ich denke, wenn solche (teilweise) an den Haaren herbei gezogenen Fragen gestellt werden, dann ist es denke ich legitim, diese Gedankengänge aufzugreifen und etwas verworrene Antworten zu schreiben. Dass nicht alles ernst gemeint ist, sollte klar sein. Aber es sollte zum Denken anregen, zumal das Denken auf Wegen abseits des normalen Denkens Spaß machen kann.
    Auch wenn beide Postings (von Schmiddy und Todde) den Zusatz enthielten, dass es kein persönlicher Angriff war, war der Inhalt doch schon ziemlich heftig. Ich denke, dass sich, wer sich hier als SR herumtreibt, schon gedanken macht über das was er pfeift und somit sollte man schon von selbst aus werten können, ob ein Posting ernst gemeint war oder nicht.

    isi:
    Nehmen wir mal den Fall an, dass die Mannschaft schon 3 Verwarnungen hatte, dann trägt sich der Offizielle als Spieler nach. Dürfte er dann noch eine Verwarnung bekommen? Nur weil er vorher Offizieller war?
    Oder wenn die Mannschaft 2 Verwarnungen und der Offizielle bereits eine Verwarnung hatte, darf es dann noch eine dritte Verwarnung für die Mannschaft geben? Ich denke beides mal ist nein die richtige Antwort.

    Zum zweiten Fall: Wie wäre für evtl. weitere auf der Bank sitzende Offizielle zu enstscheiden? Ein Offizieller hat schon Gelb gesehen, auch wenn er danach zum Spieler geworden ist. Können die anderen Offiziellen noch eine Gelbe Karte bekommen? Oder hat der zum Spieler gewordene Offizielle die Gelbe Karte "mitgenommen", da es eine persönliche Strafe ist?

    Sicherlich war das nicht ernst gemeint!

    Was ich eigentlich zum Ausdruck bringen wollte, und das hast du (Schmiddy) auch schon geschrieben, ist dass diese gesamte Ausgangssituation Schwachsinn ist. Wie schon gesagt, wenn ich dem MV das sage, dann wird er nicht den Spieler nachtragen, zumal das alles Geld kostet!
    Ohne HC nahetreten zu wollen, weil er die Frage sich sicherlich nicht selbst ausgedacht hat: Auf ne dumme Frage kann eigentlich nur ne dumme Antwort kommen, demnach auch die (ich gebe zu, reichlich verworrenen) Ansätze, dass das Vergehen damit in die Spielzeit gerückt ist, und somit mit 2 Min bestraft werden muss.
    Wer solche Fragen stellt, der denkt bei den Antworten mindestens genauso schwachsinnig.

    Auch das mit dem nachtragenden Verhalten ist (s.o.) logischerweise nicht ernst gemeint. Mit dem Schlusspfiff bzw. mit dem Verlassen der Halle ist das für mich gegessen, vielleicht rege ich mich in der Kabine noch über die eine oder andere Bemerkung der einzelnen Spieler auf, wenn ich mit meinem Partner diskutiere, aber dann wars das auch. Ich wünschte, das würden so manche Trainer oder Spieler genauso machen! Denn die tragen einem als SR meistens mehr nach als wir den Spielern!

    Wenn ihr eine sinnvolle Antwort auf die schwachsinnige (weil an den Haaren herbeigezogene) Antwort haben wollt:
    Es kann nur b) sein!

    Zum Schluss noch eine Frage: Wer denkt sich so eine Sch**** aus? Oder denkt hier irgendjemand, dass diese Situation in einem Spiel wirklich mal passieren kann? Bzw. hat schon mal jemand das in der Praxis erlebt?!?

    Rein theoretisch könnte man als SR dem Spieler das so lange nachtragen bis er in einem Spiel eingetragen ist, was wieder eben diese SR pfeifen, so dass er dann disqualifiziert wird. Auch an den Haaren herbeigezogen, aber die Beleidigung ist geschehen, bei der nächstmöglichen Gelegenheit wird sie bestraft. Das muss ja nicht in dem laufenden Spiel sein.

    Allerdings ist auch die Frage an den Haaren herbeigezogen. Denn es sollte jeder Mannschaft klar sein, dass der nachgetragene Spieler disqualifiziert werden wird. Demnach würde ich den Spieler gar nicht erst nachmelden, zumindest nicht in diesem Spiel.

    @HC:
    Ist der MV nicht automatisch ein Offizieller? Allein von der Funktion her?
    Und wäre es möglich, dass ein Spieler MV ist, obwohl noch weitere Offizielle auf der Bank sitzen? Wenn der MV nicht automatisch Offizieller ist, müsste das doch möglich sein oder?

    Die Regel 16:13b sagt aus, dass, sofern der Spieler vor dem Spiel eingetragen wäre, er zu disqualifizieren wäre, die Mannschaft aber mit 12 Spielern und 4 Offiziellen anfangen dürfte. Demnach dürfte diese Disqualifikation nicht mit 2 Minuten für die Mannschaft bestraft werden, da das Vergehen vor dem Spiel passiert ist und somit unter die genannte Regelung gefallen wäre.

    Andererseit könnte man argumentieren, dass das Vergehen dadurch zur Spielzeit passiert ist, dass der Spieler nachgetragen wurde, und somit jetzt erst seine Beleidigung von vor dem Spiel bewertet und somit auch bestraft werden kann. Also Dq und 2-Min für die Mannschaft.

    Zudem könnte man noch argumentieren: Wenn eine Mannschaft so dumm ist, einen so "vorbelasteten" Spieler noch nachträglich einzutragen, dann gehört sie bestraft, denn mit der Dq muss zu diesem Zeitpunkt mit 100% gerechnet werden. Also 2-Min für die Mannschaft "wegen Dummheit". ;)

    Naja, wie Andre das schon gesagt hat, sind die Karten und 2-min persönliche Strafen. Demnach kann er nicht zwei Mal gelb sehen (als Spieler und als Trainer), aber die Frage kann man noch ausweiten: Wenn er eine gelbe Karte bekommt, dann in welcher Funktion? als Spieler oder als Trainer? Für ihn ist es sicherlich uninteressant, aber für die weiter Bestrafung der Bank sehr wohl. Zählt man die Gelbe Karte als Strafe für ihn als Trainer, dann ist die nächste Stufe für die Bank 2-Min.
    Man kann da sicherlich unterscheiden, ob er die Karte für ein Spieler-Foul oder für Trainer-Verhalten bekommen hat. Demnach ordnet man die Gelbe Karte entweder ihm als Spieler oder der Bank zu. Er wird auf jeden Fall die Gelbe als persönliche Strafe bekommen.

    Der zweite Ansatz ist, dass er als Spielertrainer immer die Verantwortung für beide Positionen trägt. Also würde die Gelbe Karte als Spieler-Strafe und als Strafe für die Bank gelten. Also kann es noch 2 weitere Gelbe Karten für Spieler geben, die nächste Stufe der Bestrafung der Offiziellen wäre eine 2-Min-Strafe.

    Welchen dieser beiden Ansätze man bevorzugt, bleibt einem selbst überlassen. Soweit ich weiß gibt es hier keine Richtlinie. Aber ich denke, den zweiten Ansatz sollte man für höhere Klassen benutzen, den ersten eher in den unteren Klassen.

    Tja, das ist schwer zu beurteilen... Da ich die Situation selbst nicht gesehen habe. In der Erläuterung 8 findest du die Definition zur klaren Torgelegenheit. Wenn ich deine Schilderungen richtig deute hätte die Spielerin, wenn sie dich bemerkt hätte, den Ball ins Tor werfen können (siehe auch Abschnitt d der Erläuterung!).
    Insofern wäre 7-m und 2m gerechtfertigt, wobei der Maßstab an Feldspieler gemessen wird. Sobald der Torwart seinen Torraum verlässt gilt er als Feldspieler.
    Das was du gemeint hast, ist dass er bei der Abwehr den Gegenspieler nicht gefährden darf (sicherlich darf er es auf dem gesamten Spielfeld sonst auch nicht, aber das gilt für jeden Feldspieler). Diese Gefährdung wäre z.b. gegeben, wenn du als Torwart zur Abwehr dem Gegenspieler mit den Beinen zuerst entgegenspringst. Das ist mit der Regel 5:5 gemeint.

    Zitat

    Original von Andre
    Siehe Regel 5:2 :

    Es ist dem Torwart erlaubt :

    sich im Torraum mit dem Ball ungeachtet der für Feldspieler geltenden Einschränkungen (7:2 bis 4, 7:7) zu bewegen. Er darf jedoch die Ausführung des Abwurfs nicht verzögern (6:5, 12:2 und 15:3b).

    Wenn du 3 Sekunden da stehst mit dem Ball in der Hand ohne zu tippen oder zu zeigen das du spielen möchtest ist es vollkommen gerechtfertigt, dass der Schiedsrichter Freiwurf pfeift.

    Du zitierst schon die richtige Regel, allerdings heißt es in der Regel "ungeachtet der für Feldspieler geltende Einschränkungen" (Regel 7:2 bis 4, 7:7) Und genau in diesen Regeln steht, dass ein Torwart (im Torraum) eben nicht unter die Feldspielerregelung fällt, also darf man nicht auf Grund der 3-Sekunden- oder 3-Schritte-Regel pfeifen. Lediglich verzögern darf er das Spiel nicht (Regel 6:5, 12:2, 15:3b).
    In Regel 6:5 steht, dass der Torwart einen in den Torraum gelangten Ball wieder ins Spiel bringen muss. Ganz interessant ist die Regel 15:3b, die sagt, dass eine Verzögerung erst ermahnt werden muss, danach muss der Wurf innerhalb von 3 Sekunden ausgeführt werden. Also ist ein Freiwurf wegen der 3-Sekunden-Regel nicht nur falsch interpretiert, sondern regelwidrig!

    Zitat

    Original von Handballgott
    Jetzt vergleich das aber bitte nicht, denn beim Basketball hast du die persönlichen Fouls und du hast Manndeckung, das ist beim Handball nicht so und das würde nur geklammere und ball sperren der Deckung geben oder komplett neue Deckungsregeln.

    Ich halte den Vergleich mit Basketball gar nicht mal so an den Haaren herbei gezogen. Mit der Angriffsbeschränkung würde sich der Handball immer näher an den Basketball annähern. Schließlich gibt es da schon die Shot Clock.
    Aber was ist mit den persönlichen Strafen? Gibt es die beim Handball nicht? Was sind denn Gelbe und Rote Karte, 2-Min und Ausschluss?
    Manndeckung? Kannst du beim Handball auch haben. Führt, wenn du es richtig machst, durchaus auch zum Erfolg.

    Eine Angriffsbeschränkung halte ich allgemein nicht für sinnvoll. Schließlich sieht jeder Angriff anders aus. Oft genug ist es so, dass ein Angriff sich ein paar mal "festläuft", aber dann nach ein paar Spielzügen doch zur Chance kommt. Ich denke mit einer Angriffsbeschränkung würde dieser Individualismus verschwinden. Es würde nur noch mit der Brechstange gespielt. Was dabei rauskommt ist doch klar oder?
    Ich denke die Situation kann man mit den hektischen Situationen vergleichen, wenn kurz vor Abpfiff einer von der Bank reinschreit: "Los, noch 20 Sekunden".
    Anders wird es mit einer Angriffsbeschränkung nicht aussehen, außer dass dieser Zustand immer vorhanden ist.
    Ein Angriff beim Handball dauert nun einmal länger, ohne unbedingt uninteressant zu sein. Die Passiv-Regel soll ja nun mal die unattraktiven Spielweisen unterbinden. Und genau die treten ein, wenn kein Drang zum Tor da ist. Aber dieser Drang zum Tor hat wie gesagt nix mit der Angriffsdauer zu tun. Finde ich zumindest

    Ich persönlich habe noch nicht selbst bewertet, allerdings ist mir einiges zu Ohren gekommen. So wurde von einem Trainer, der sich allem Anschein nach schlecht behandelt gefühlt hat, in der Zeitung (!) lauthals angekündigt, eine (so Zitat) "vernichtende Bewertung" zu verfassen.
    Ich kann also nicht wirklich was zu deiner Frage beitragen, Ralf. Aber noch ein kleiner Denkanstoß, den die Äußerung des Trainers irgendwie aufgreift: Wird denn von den Vereinen nicht zu sehr subjektiv bewertet? Sicher gibt es viele wie euch, die sich Mühe geben (auch, gerecht zu sein). Aber ich denke, es gibt auch einige schwarze Schafe, die sich entweder keine Mühe mit den Bewertungen machen oder absichtlich (siehe oben) Bewertungen abgeben, um Schiedsrichtern zu schaden oder sie zu diskreditieren.
    Auch ein systematischer Fehler, wie du ihn angesprochen hast, wirft die Frage auf, ob die SR nicht lieber mit 2 oder 3 objektiven Beobachtern mehr als jetzt beobachtet werden.

    Zitat

    Original von Todde1973
    An sich hast du schon vollkommen recht - ein oder zwei Fußlängen machen "den Kohl nicht fett", und so haben wir es in dem Spiel auch gesehen. Aber wenn man anschließend hierfür vom Beobachter einen "auf den Deckel" bekommt, muss man sich schon fragen, ob nicht auch solche Kleinigkeiten wichtig sind.

    Wenn wir hier schon am spekulieren sind: Ich finde, der BEO ist in dem Fall zu weit gegangen. Wie soll man als SR versuchen, das Verhältnis von Spielern und SR zu entspannen, wenn einem von offizieller Seite das Leben schwer gemacht wird?
    Ich bin der Meinung, dass die Leitung der Spiele nach wie vor den SR überlassen. Und wenn die der Meinung sind, dass solche Kleinigkeiten unerheblich sind, dann sollten die BEOs das auch akzeptieren.
    Auf keinen Fall halte ich es für gerechtfertigt, dafür zwei Punkte abzuziehen.

    Aber abgesehen von diesem Fall gibt es in den unteren Klassen noch keine BEOs, wahrscheinlich wird es sie auch nie geben, aus Geldmangel. Also lässt sich die Variante dort schon umsetzen.

    Schmiddy:
    Lies dir mal Regel 13:8, zweiter Absatz durch. Da steht das mit dem Freiwurf.
    Wenn im beschriebenen Fall die angreifende Mannschaft sich in der gegnerischen Hälfte befindet, wenn du anpfeifst, dann kannst du sofort auf Grund von der oben genannten Regel 13:8 auf Freiwurf für die gegnerische Mannschaft entscheiden.
    Und wenn du das ein- oder zweimal machst, dann überlegen sich die Mannschaften das ganze zweimal, ob sie noch einmal einen (derart überflüssigen) Ballverlust einkalkulieren, oder sich doch etwas zusammenreißen.

    Zitat

    Original von Oli
    Die Spieler "in der Nähe der Mittellinie" aufstellen zu lassen ist nicht durchführbar. Welcher Schieri bekommt das durch, der Heimmannschaft den Anwurf zurückzupfeiffen, weil ein Spieler 8m weg stand und dann einen der Gastmannschat durch zu lassen, weil es nur 7m waren? Wo und wie will man hier die Grenze ziehen? Wenn freigeben, dann richtig und nur noch einer muss am Mittelpunkt stehen.

    Zitat

    Original von Oli
    Will man das überhaupt? Ich bin ehrlich, ich nicht!

    Oli, du widersprichst dir selbst... Gestern schreibst du, dass man keine Grenzen ziehen kann, heute, dass man das nicht so eng sehen sollte.

    Mit dem Posting von heute schließt du dich im Endeffekt mir an, indem du sagst, dass man den Anwurf nicht genau überwachen kann und das auch nicht so eng sehen sollte.

    Im allgemeinen sehe ich das wie Schmiddy: Wir haben Regel, darauf acht zu geben, dass sie eingehalten werden, ist Aufgabe der SR. In den unteren Klassen wird man allerdings sehr oft verspottet, wenn man bei solchen Sachen um wenige cm zurückpfeift. Man sollte das durchaus von der Situation abhängig machen: Wenn das Spiel locker läuft und sich niemand versucht, durch solche Mogeleien einen Vorteil zu verschaffen, dann muss man nicht zurückpfeifen.
    Wenn eine Mannschaft jedoch diese Großzügigkeit ausnutzt und sich immer weiter in die gegnerische Hälfte vortastet, dann kann ich meine Meinung von der Großzügigkeit auch ganz schnell ändern. Da hab ich nämlich immer noch die Möglichkeit, Freiwurf in die andere Richtung zu pfeifen.
    Ich bin der Meinung, dass wir das Spiel nicht zu sehr "bürokratisieren" sollten, also sehr penibel zu pfeifen. Dazu gehört auch eine schnell angeworfene Mitte. Meter über der Mittellinie sind sicherlich zuviel des Guten, das muss auch zurückgepfiffen werden, aber solange es sich um eine oder zwei Fußlängen handelt, macht man sich wirklich nur lächerlich, wenn man das ganze zurückpfeift. Und solche Eindrücke führen nicht unbedingt zu einer ungezwungenen Beziehung zwischen SR und Spielern.

    Davon abgesehen gibt es natürlich einige Sachen, bei denen man penibel und genau nach Regelwerk pfeifen muss. Das ist erstens das Betreten des Torraums (jeglicher Art), zweitens Fouls, die in erster Linie dem Gegenspieler gelten (Progressiv-Reihe) und drittens Meckereien und Beleidigungen, kurzgefasst Unsportlichkeiten (normale und/oder grobe)

    Beim ersten kommt es sicherlich auf wenige cm an, da muss man schon genau hinschauen. Aber mal folgende Situation angenommen:
    Grün im Angriff. Kreisläufer ist flink und läuft von der linken Angriffsposition auf die halbrechte. Da ein Abwehrspieler im Weg steht, nimmt er kurzerhand die Abkürzung durch den Kreis. Nicht viel, vielleicht ein paar cm, aber immerhin. Auf Halbrechts bekommt er frei am Kreis den Ball und wirft. Tor. Frage: Wie viele unserer SR entscheiden hier (bei entsprechend schneller Spielweise oder wenn das Betreten des Torraums versteckt war) auf Offensivfoul? Nicht sehr viele, so meine Erfahrung. Denn viele, schauen in erster Linie auf den Ballführenden Spieler.

    Der zweite Punkt ist klar in den Regel definiert. Auch hier ein Beispiel, gerade aus meinem letzten Spiel vom Sonntag: 1. Spieler auf links außen umspielt seinen Gegenspieler regelgerecht und wirft frei vom Kreis. Tor. Während des Wurfes schlägt sein Gegenspieler ihn von hinten (angeblich, um den Ball herausspielen zu können). Entscheidung muss sein: Tor, 2m für Abwehrspieler. Wie viele SR entscheiden hier nur auf Tor? Viel zu viele.
    Oft sind es kleine Nicklichkeiten, die viel zu oft nicht geahndet werden. Leider.

    Auch der dritte Punkt sollte eigentlich klar sein. Unsportlichkeiten machen den Sport kaputt. Demnach sollten sie unterbunden oder zumindest entsprechend bestraft werden. Reklamationen gehören zum Spiel. Hat sich nicht jeder schon ma über eine (angeblich) falsche Entscheidung geärgert? Und laut "Kreis" oder "Fuß" gerufen? Wie gesagt, das gehört zum Sport. Wenn es sich allerdings häuft und zu einer Methode ausartet, den SR beeinflussen zu wollen, dann ist irgendwann Schluss.
    Kein SR hat je eine Entscheidung zurückgenommen, wenn er in solch einer Weise bedrängt wurde.
    Darüberhinaus gibt es einige Kandidaten, die meinen, dass sie lautstark andere Beteiligte (ob andere Spieler oder SR, ist im Endeffekt egal) beleidigen, nur weil ihnen irgendetwas nicht passt. Auch hier sieht das Regelwerk eine klare Strafe vor: Die Rote Karte. Auch diese wird (meiner Meinung nach) zu selten gegeben.
    Aber das Posting lesen wahrscheinlich eh die falschen Adressaten.

    Ein Fazit aus allen drei Punkten:
    Wir sollten unsere Konzentration auf wichtige Sachen lenken, nicht darauf, ob ein Spieler auf der Außenposition beim Anwurf ein oder zwei Fußlängen über der Mittellinie ist oder nicht.

    Und wenn man sich nicht so kleinlich anstellt, dann läuft das Spiel viel runder ab, und man hat im Endeffekt auch die Zeit, Tore und Strafen zu notieren. Und wenn es ein paar Sekunden später als üblich ist, ist das auch kein Beinbruch.

    Noch ein Tipp zum Schluss: Wenn es ein- oder zweimal dazu kommt, dass man eine Menge zu notieren und organisieren hat (Tor, Strafen, etvl. Äußerungen oder Beleidigungen), gibt es ein einfaches Mittel: Time-Out.

    Wie schon gesagt wurde: Der Sekretär notiert schon Tore. Man könnte, wie es in höheren Klassen der Fall ist, den Sekretär als dritten unparteiischen (also nicht von einer Mannschaft gestellt) vorschreiben. Dann fällt das Notieren der Tore weg.
    Die Strafen müssen der Übersichtlichkeit halber bei den SR bleiben (wer schon ne Gelbe oder 2x2Min hat).
    Der Anwurf könnte allgemein entzerrt werden. So sollten sich die Spieler der anwerfenden Mannschaft in der Nähe der Mittellinie sein. Wenn einer vorläuft zum 9m der Gegner müsste man zurückpfeifen. 3m Abstand sind klar. Aber die genaue Übersicht über die Mittellinie hätte man eh nur von der Mittellinie. Aber was interessiert, ob die Spieler 1 oder 2 cm oder auch 20 cm über der Linie sind? Die meisten Spieler und Zuschauer lachen doch eh nur darüber, wenn man solche "Kleinigkeiten" penibel zurückpfeift. Im Gegensatz dazu klar der Torraum, da sind cm entscheidend, aber nicht bei der Mittellinie oder?

    Und solange kann man als SR schon noch mit dem notieren der Tore warten, bis die Spieler den Anwurf vollzogen haben. Ist das ein großes Problem? Ich hab da keins mit.