Beiträge von jfherden

    Also, wenn ich dich (Schwaniwolli) richtig verstanden habe, gebe ich dir Recht.
    Einen Wechselfehler gibt es in jedem Fall, da die 7. Feldspielerin auf den Platz lief, bevor die andere ihn verlassen hat.
    Wenn es wirklich zeitgleich abgelaufen ist, sollte davon ausgegangen werden, dass es Zufall war, denn mit dem Pfiff der Z/S kann man nicht auf Bruchteile von Sekunden spekulieren. Es hätte also auch anders sein können (dass der Z/S erst eine Sekunde später pfeift). Dann wäre die Situation klar.
    Aber eine 2-Min-Strafe und Rückgabe der grünen Karte wäre ja "Glück im Unglück" für den Trainer. Er hat durch das zu frühe Einwechseln einen Wechselfehler verursacht. Das hätte er auch ohne TTO machen können. Wenn jetzt das TTO auch noch weg ist (was ja eigentlich dafür gedacht war, eine regelgerechte Auswechselung vorzunehmen), dann hat er gleich zweimal Pech gehabt.

    Also meine Entscheidung wäre: Wechselfehler für die fehlbare Spielerin und TTO-Gewährung für A. Dann wäre noch die Frage offen, wer danach den Ball hat. Denn schließlich hat A einen Wechselfehler begangen, der einen Freiwurf für B nach sich zieht. Und zwar nach dem TTO.

    Da hätte der Trainer wirklich einen Bock mit geschossen. TTO weg, Ball weg, Wechselfehler.
    Drei Fehler auf einmal, das geht nun wirklich nicht. Doch, das ist die "Trainerüberraschung" :lol:

    Naja, Regel 15:7 sagt, dass wenn die SR trotz falscher Aufstellung der Abwehrspieler den folgenden Wurf anpfeifen, sind die falsch aufgestellten Abwehrspieler (in diesem Fall der hinausgestellte) voll aktionsfähig. Das bedeutet, dass im weiteren Verlauf davon ausgegangen wird, dass sie sich dort befinden, wo sie sich befinden sollten.
    Das würde im beschriebenen Fall bedeuten, dass der hinausgestellte Spieler so zu behandeln wäre, als wäre er schon auf der Bank. Oder verstehe ich das falsch?
    Demnach wäre eine Rote Karte, wenn er noch ins Spiel eingreifen würde, eine falsche Entscheidung, denn er befindet sich ja eigentlich schon auf der Bank.

    Zitat

    Original von jhl
    Also bei uns muss jede D im Spielbericht eingetragen werden, mit Zeit der D. Genauso wie die 2-Minuten-Strafen. Und wenn dann drei 2-Minuten eingetragen sind, ist klar warum der Spieler disqualifiziert wurde. Bei normaler D muss der Schiri auf der Rückseite den Grund eintragen und der Klassenleiter hat somit alle nötigen Infos zur Hand.

    Gruß Jan

    Wenn du nen Z/S hast, muss das im Spielprotokoll eingetragen. Im Schiedsrichterbericht muss es nicht eingetragen werden. Wenn du keinen Z/S hast, wird es also nicht vermerkt.

    Also ich habs so gelernt, dass eine D, die als Matchstrafe gegeben wird, nicht eingetragen wird. Somit steht sie nicht im Spielbericht. Und bei uns gibt es Klassen in denen (noch) kein Z/S notwendig ist. Also auch hier keine Eintragungen. Da wären die SR gefordert, bei 3x2 einzutragen, dass keine Strafe kommt.

    Mir gefällt der Vorschlag von Schwaniwolli auch gut. Ich würde aber noch weiter gehen und sagen, dass jede direkte D ein Spiel sperre bedeuten würde (halt keine Sperre bei 3x2 Min). Aber das ginge wahrscheinlich zu weit.
    Außerdem halte ich das für nicht realisierbar, da nicht jede Klasse über Sekretär und Zeitnehmer verfügt. Da müssten die SR ran und eintragen, wenn es 3x2 Min waren.

    Zitat

    Original von Todde1973


    Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob es hier lediglich darum geht, dass das Warnzeichen aufgehoben wird. Vielmehr ist es doch wohl so, dass ein neuer Angriff auch dann beginnt, wenn noch gar kein Warnzeichen gegeben wurde.

    Beispiel: eine Mannschaft ist schon längere Zeit im Angriff und steht kurz vor dem Warnzeichen. Dann gibt es eine Hinausstellung gegen einen Abwehrspieler. Nun muss ich als SR der angreifenden Mannschaft doch erneut eine ruhige Aufbauphase zugestehen, auch wenn ich vorher schon fast den Arm gehoben hatte. Oder wie beurteilt ihr das????

    Hatten neulich genau diese Situation in einem Spiel. Von der Tribüne kamen natürlich schon kurz nach Wiederanpfiff (nach der Zeitstrafe) die obligatorischen "Zeitspiel"-Rufe - m. E. aber zu Unrecht. Daher haben wir auch unbeeindruckt weiterlaufen lassen, ohne Warnzeichen.

    Naja, der Text ist auf das Warnzeichen und die Handhabung nach Anzeigen des Warnzeichens bezogen. Deine Interpretation hat sicherlich seine wahren Punkte. Aber die Regeln sagen in dieser Hinsicht nichts klares aus. Das bedeutet, dass es hier genug Spielraum für uns SR gibt. Also war deine Entscheidung durchaus korrekt.
    Aber um diesen Spielraum möglichst gering zu halten (um Proteste von Zuschauern, Spielern und Trainern möglichst zu umgehen und somit hitzige Situationen zu entschärfen), sollte diese (eindeutig mit der heißen Nadel gestrickten) Änderung noch einmal gründlich überarbeitet werden.
    Denn man kann in den Text auch hineininterpretieren, dass die Angriffs-Bestimmungen erst greifen, nachdem wir als SR das Warnzeichen gegeben haben.

    Mal ganz allgemein gesagt und von den jeweiligen Problemen (Spieler, Trainer, Zuschauer) abgesehen: Die Informationspolitik des DHB ist ziemlich schlecht. Ich hatte 2001 die neuen Regeln beim DHB (bzw. deren Verlag) bestellt. Die nachträglichen Änderungen haben die mir postwendend geschickt, sogar in der Anzahl der Exemplare, die ich für Kollegen mitbestellt habe. Das gleiche hätte doch hier auch passieren können, oder? Zumindest hätten die Schiedsrichterobmänner Bescheid bekommen müssen und das weitergeben oder zumindest die Vereine. Hier bei uns ist dergleichen nichts passiert. Ich habe über die Änderungen (sehr kurzfristig) über einen Kollegen erfahren. Aber auch nur über mehrere Ecken.
    Sehr schlechte Noten für den DHB in diesen Belangen!

    Naja, so einfach ist das alles nicht. Habe selbst mal (als Regelkundiger!) für ein kleines Käseblatt geschrieben. Nix dramatisches. Aber da bekommt mal Einblicke, die reichen ein ganzes Leben lang. Da werden die Beobachtungen des Schreiberlings so gebogen, dass es dramatisch klingt und Äußerungen der Beteiligten (die sowieso subjektiv sind, schließlich wird kein MV einen SR loben, wenn er gerade ein Spiel mit einem Tor verloren hat) werden so umgestellt und umgeschrieben, dass sie zum anderen Inhalt des Textes passen.
    Dass der Artikel hinterher kaum etwas mit den wirklichen Gegebenheiten zu tun hat, ist dann nicht verwunderlich oder?

    Seit dem betrachte ich solche Artikel eigentlich nur noch als Information über Fakten (Tore, Ergebnisse, Tabellen). Alles andere ist teilweise mehr als fraglich.

    Also gilt auch hier: Wer die Situation nicht selbst mitbekommen hat, hat es schwer, wirklich mitzudiskutieren.

    Allerdings geb ich dir, Heidi, Recht: Wenn SR so entscheiden, ist das nur schädlich für den Handballsport.

    Zitat

    Original von Mike
    Ich finde es von der Regelauslegung her eine gute Regelung die den Handball noch schneller und interessanter macht als das er schon ist. Jedoch betrachte ich diese absolut klar definierte Einschränkung : Latte, Pfosten und Keeper als Schiedsrichter für kritisch. Wie im anderen Beitrag oben schon angesprochen, Einwurf von der Ecke und Seitenlinie zählen nicht dazu , es gibt ja sicherlich verschiedene Faustregeln ab wann nach dem Handzeichen Zeitspiel dann zu pfeifen ist*, aber nach Ausführung der Ecke nur einen oder max. zwei Pässe Zeit zu lassen (so bekamen wir es beim Lehrgang -in Württemberg- vermittelt), das ist nicht ganz ohne.

    Grüße aus dem wilden Süden
    Mike :hi:

    *bei mir/uns ist die Faustregel publik: ca. 3 Sek. Zeit lassen bis zum Erkennen der angreifenden Mannschaft (das der Arm oben ist) und anschließend noch 4 - 5 Sek. bis zum Pfiff.

    Naja, solche Faustregeln gehen vielleicht in 90% der Fälle gut, aber sie sind teilweise halt auch gefährlich. Wie in einem anderen Beitrag geschrieben wurde, gilt der Druck aufs Tor. Hier bei uns ist es gerade am WE (in der Regionalliga!!!) dazu gekommen, dass die SR mitten im Torwurf (!) passives Spiel abgepfiffen haben. Dass das Tor der Siegtreffer gewesen wäre, war zusätzlich ärgerlich. Aber sei es drum: Das sind die Folgen (vielleicht auch etwas unglücklich) solcher Faustregeln. Denn die SR lassen sich schnell dazu verleiten, "bis 4 zu zählen" und dann beinahe automatisch abzupfeifen, anstatt gerade diese wichtige Situation des möglicherweise passiven Spiels genau zu beobachten.

    Noch eine Sache zu dem "Regelerklärer" auf der Tribüne: Viele Zuschauer sehen das Spiel durch eine rosarote Vereinsbrille und wollen die Wahrheit nicht unbedingt wissen. Zumal es oft scheiße kommt, wenn die Zuschauer als "Deppen" da stehen, wenn ein Besserwisser dazukommt und ihnen das ganze erklären will. Das geht meistens nach hinten los. Es gibt wirklich wenige, denen du solche Sachen erklären kannst. Leider.

    Zitat

    Original von Todde1973


    Man schaue sich nur einmal die Trikots vom amtierenden deutschen Meister der Männer an, die tragen nämlich tatsächlich Bauchnummern.
    Allerdings sind die gut lesbar, so dass ich die Anweisung - wie scheinbar auch die meisten anderen hier - eigentlich unsinnig finde.

    Zum letzten Beitrag von jfherden muss ich allerdings sagen, dass ich gut lesbare Nummern auf der Trikot-Vorderseite (egal ob Brust oder Bauch) schon für sehr sinnvoll und auch erforderlich halte. Das "umdrehen" bei Timeout ist zwar durchaus eine Lösung, aber was, wenn du den Spieler nur verwarnen willst und nicht mehr weißt, ob du ihn schon verwarnt hast? Dann jedes Mal Timeout geben, den Spieler auffordern, sich umzudrehen und dann ggf. die Karte zücken? Halte ich für ziemlich lästig... Zudem erschwert m.E. eine fehlende Nummer vorne auch die Arbeit von Zeitnehmer/Sekretär.
    Komplett fehlende Nummern auf der Vorderseite würde ich also durchaus im Spielbericht vermerken, auch wenn es "affig" erscheint.

    Naja, mit dem affig meinte ich nicht, dass sie ganz fehlen. Das ist zwar auch nich schlimm, aber da trage ich schon ein. Ich meinte mit affig, ob Brust- oder Bauchnr.
    Aber was HC da gesagt hat, mit Trikot in der Hose und so, das leuchtet mir schon ein.

    Zitat

    Original von SR100
    es ist wirklich momentan schlimm man sollte sich einmal gedanken machen ob die art der bestrafungen gerechtfertigt ist den oft gehen die spieler trotz roter karte lächelt vom platz weil sie wissen das ihnen nichts passiert obwohl sie mit der gesundheit ihrer gegenspieler spielen

    Tja, da hast du Recht. Aber wir wissen alle, dass wir kein Hallen-Jojo spielen oder? Aber ich sehe es genauso wie du, dass einige Spieler es richtig drauf anlegen, mit Rot vom Platz zu fliegen. Es besteht ja teilweise noch die Möglichkeit, dass der SR es nicht gesehen hat. :nein:

    Naja, sicherlich ist das etwas überzogen, nur finde ich Diskussionen darüber affig. Denn wo die Nummern nun zu finden sind, ist doch egal. Hauptsache gut zu erkennen. Und wenn ich mal ne Nummer nicht erkennen kann, dann gibts Time-Out, dann dreht er sich um und aufm Rücken steht die Nummer groß drauf.
    Hab auch schon Mannschaften gesehen, die die Nummern aufm Oberschenkel hatten (also auf der Hose). Wenn man nach den Regeln ginge, wären die vermutlich auch nicht erlaubt. Aber man konnte sie gut lesen und das ist doch das wichtigste oder?

    Zitat

    Original von Lasse
    In der Progressionsreihe gilt die Bank als eine Person (So stehts natürlich nicht im Regelwerk, aber so kann man es sich merken).
    Das bedeutet, dass nach einer Disqualifikation keine Verwarnung oder Zeitstrafe folgen kann.

    Naja, so stehts wirklich nicht in den Regeln: Regel 16:1, Kommentar spricht nur davon, dass die Offiziellen einer Mannschaft nur eine Verwarnung erhalten sollten.
    Das bedeutet, dass, wenn ein Offizieller gelb erhalten hat und danach 2-Min bekommen hat, ein anderer Offizieller nicht mehr gelb bekommen sollte, aber trotzdem eine 2-Min-Strafe bekommen kann.

    Wenn ein Offizieller eine 2-Min-Strafe wegen zu heftigen Meckerns erhalten hat, bislang aber noch keiner eine Verwarnung erhalten hat, dass die Gelbe Karte nach wie vor noch gegeben werden kann. Auch wenn ein Offizieller direkt Rot gesehen hat, und vorher niemand verwarnt wurde, kann es noch eine Gelbe Karte geben.

    Die Regel, dass die Offiziellen als "eine Person" gewertet werden, ist also nur bei der Gelben Karte der Fall, darüber hinaus ist jeder einzeln zu bewerten und zu bestrafen.

    Naja, wie ichs schon geschrieben habe: Es gibt keine Maximalgröße für die Brustnummern. Wenn jetzt die Mannschaften auf die Idee kommen (s.u. die Fotomontage) die Brustnummern doppelt so groß zu machen, dann ist kein großer Unterschied mehr zu Bauchnummern da :D

    Also ich habe noch keine Mannschaft gesehen, die Bauchnummern trägt.
    Ich sehe auch nicht wirklich den Sinn in dieser Anweisung, da ich den großen Unterschied zwischen Bauchnummern (laut Anweisung verboten) und Brustnummern (laut Regel 4:8 vorgeschrieben). Denn so weit liegen Brust und Bauch auch nicht auseinander, vor allem, wenn man zu Grunde legt, dass die Brustnummern mindestens 10 cm groß sein sollten. Von einer Obergrenze ist da nicht die Rede. Nur, je größer die Dinger werden, desto schwammiger wird der Unterschied zwischen Brust- und Bauchnummern.