Beiträge von jfherden

    Es geht nicht darum, jemanden hier bloßzustellen. Dass jeder Spielbeteiligte mit vollem "Einsatz" dabei ist, ist ja grundsätzlich erst mal positiv. Jedoch sollte man lernen seine Emotionen im Griff zu haben.
    Und "eine Stinkwut auf die SR zu haben" mit "emotionsgeladen" zu umschreiben halte ich auch nicht für richtig, denn es ist ja nicht wirklich die Wahrheit.

    Zitat

    Original von *Marcel*
    Nunja verloren ist verloren.
    ich sage ja nicht das es nur von den Schiedsrichtern abhängig war aber sie haben ihren Teil beigetragen.

    Schau dir mal ein Spiel an, das für dich ohne Emotionen abläuft (wo du unparteiisch bist) und zähle mal spaßeshalber die Fehler, die die Spieler machen und dann die die die SR machen. Dann wird dir deutlich, dass SR zum Sieg oder zur Niederlage keinen Teil beitragen. Mal abgesehen von absichtlicher Schieberei, aber das willst du doch keinem Gespann ernstlich unterstellen, oder?
    Wenn ein Gespann deiner Meinung nach "zu lasch" pfeift, dann musst du als Spieler reagieren und nicht hinterher weinend sagen: Wir haben keinen 7m gekriegt. Sondern halt soweit gehen, wie die SR es im Zweikampf erlauben. Wenn du dich durchbeißt, ist dir relativ schnuppe, was die SR da pfeifen. Dann kommst du nämlich zu deinen Chancen. Und dann pfeifen die SR zwar wie vorher auch, jedoch machst du was draus. Und dann gewinnst du vielleicht das Spiel. "Trotz" der SR.

    Zitat

    Original von *Marcel*
    ich weiß das es nicht ok war,so wie ich mich geäussert habe.
    aber wie soll ich es ändern ?

    Das kam von dir leider erst, nachdem dich einige mit der Nase auf deine verbalen Ausrutscher gestoßen haben. Wie wärs mit ein wenig Selbstkontrolle und Disziplin?

    Micha: Ich (und auch andere SR-Kollegen) möchten nicht unbedingt mit Krähen verglichen werden, auch wenn du schon das richtige meinst :)

    Phunky: Eins sollte hier klar sein, auch wenn das Problem schon breitgetreten wurde: Marcel hat einen Fehler gemacht, der nur schwer zu entschuldigen ist. Ob er als SR ungeeignet ist, müssen andere entscheiden.

    Ich hoffe nur, dass du (Marcel) was aus der ganzen Diskussion gelernt hast.

    Noch eine Sache zur Emotion: Kritik ist in Ordnung, solange sie konstruktiv ist. Ich meckere als Spieler auch ab und zu mal. Kassiere dafür dann eben Gelb oder 2-Min, aber dann ist auch Ruhe. Nur eins werde ich nicht: Beleidigend. Und genau das ist der Punkt. Unbedachte Kritik kommt sehr oft als Beleidigung rüber.

    Ich meine, es ist mit Sicherheit für jeden zuschauenden SR nicht einfach, unparteiisch zu bleiben. Insbesondere, wenn seine eigene Mannschaft spielt.
    Aber wir sollten soweit Profis sein, dass wir genau in solchen Punkten unparteiisch bleiben. Genau darin zeigt sich, wer ein professionelles Denken an den Tag legt. Nicht allein die Regelkenntnis macht einen guten SR aus.
    Wer (als SR) über Entscheidungen anderer SR diskutiert oder diese kritisiert sollte wirklich die Vereinsbrille absetzen.

    Wo wir schon einmal dabei sind: Konstruktive Kritik ist ja erlaubt (und sogar gewünscht), aber wir SR sollten zusammenhalten. Ich erinnere mich an etliche böse Worte hier im Forum, die gegen Kollegen gefallen sind, obwohl es nicht sein musste.
    Wir SR sind quasi alle in einem Boot und werden von allen Seiten beschossen. Wenn unter den Schützen auch noch Kollegen sind, ist das besonders bitter.

    Wenn ein SR eine Entscheidung trifft, dann wird er seine Gründe haben. Eventuell sieht man eine Situation als Zuschauer besser oder anders oder schlechter. Der SR kann nur bewerten und bestrafen was er sieht und wie er es sieht.
    Einen schlechten Tag kann jeder mal haben. Aber kein SR wird sich bewusst zu einer Fehlentscheidung hinreißen lassen, geschweige denn ist er parteiisch.

    Vielleicht sollte man es mit dem folgenden Zitat von Martin Niemöller halten:

    Da sollten sich einige "Kollegen" mal Gedanken drüber machen, ob es ihnen nicht auch mal so gehen könnte, dass man selbst als Buhmann dasteht und keiner einem hilft, sondern nur auf ihm "rumhackt"

    Zitat

    Original von ulle
    Mit dem Heben des Arms wird der ballbesitzenden Mannschaft dokumentiert, ab jetzt 5 sec. Zeit (in unteren Klassen schon auch mal etwas mehr 6 - 7) das Tempo zu steigern.

    Sorry, hinter den Sinn bin ich erst nach 10-maligem Lesen gekommen. (Vielleicht auch, weil der Satz so kein richtiges Deutsch ist ;)) Beim ersten und zweiten Lesen wird der ballbesitzenden Mannschaft 5 (oder 6-7) Sekunden Zeit für gesteigertes Tempo gegeben. In dem Sinn müsste nach der eingeräumten Zeit abgeschlossen werden.

    Wie gesagt, wie das Beispiel gemeint war, ist mir erst nach mehrmaligem Lesen klar geworden.

    ulle: so wie du nicht pauschal soundsoviele Ballkontakte annehmen kannst, kannst du auch nicht sagen, dass der Angriff nach 5 sek. (im Kreis nach 6-7 sek.) vorbei ist. Im dümmsten Fall pfeifst du den Ball genau auf dem Weg zum Tor ab.

    mhs: Genau die Frage hab ich mir auch schon gestellt. So wie man die Zeit subjektiv bewertet, bewertet man auch die Spielsituation anders. So kann es halt auch sein, dass am Anfang des Spiels nicht gleich vor passiv gewarnt wird, am Ende vom Spiel hingegen schon eher und auch öfter.

    Zitat

    Original von Schwaniwolli
    Wenn der Sr im Fall 1 davon ausgeht, daß der Verteidiger mit Absicht in den Kreis läuft , um den Torwurf zu verhindern, kann man sogar progressiv bestrafen.

    Leider erst im wiederholten Fall. Aber ansonsten gern : )

    Wir aus dem Norden müssen halt zusammenhalten :)
    Nein im Ernst: Das ist wieder eine der berühmten Lücken im Regelwerk, denke ich.
    Denn ich greife auch jemanden gesundheitsgefährdend an, wenn ich ihm im Angriff nen Ball ins Gesicht ballere.
    Denn du kannst ja beim Eishockey auch jemanden gesundheitsgefährdend angreifen wenn du ihm den Stock ins Gesicht knallst.

    Aber zu meinen Überlegungen: Die Regel 8:5e beschränkt das ganze darauf, wenn sich die Gegenspieler nicht bewegen.

    Da sich die Regeln aber nicht gegenseitig beschränken, sondern parallel gültig sind, dürfte es in meinem Ermessensspielraum liegen, bei einem Kopftreffer Rot zu ziehen, egal ob Absicht oder Dummheit.

    Was sagen die anderen dazu?

    Also, um es auch hier nochmal zu sagen: Ich habe nichts gegen TWs, ich war selbst mal einer.

    Es liegt in der Bestimmung eines TWs, Aktion zu zeigen (wer nur reagiert, hat meistens schon verloren). Von Aktion kommt aktiv. Und wenn der Torwart versucht, aktiv zu verteidigen, dann läuft er Gefahr, Regelwidrigkeiten zu begehen. Zumindest aber nimmt er im Normalfall jedem SR die Möglichkeit, Stürmerfoul zu pfeifen. (Es sei denn es ist ein ganz klares wegen Ellenbogen oder Knie etc.) Denn in der Bewegung befindlich kann er sich schlecht in der regelkonformen Abwehrsituation befinden.
    Soviel zum Allgemeinen. Im Speziellen kommt es auf die Situation an. Wie oben schon geschrieben, kann eigentlich nur auf absichtliches Stürmerfoul entschieden werden, wenn für den TW gepfiffen wird. Oder halt, wenn sich der TW nicht bewegt (was aber selten passiert).

    Sprich: Wenn ich nicht wirklich Absicht beim Angreifer erkennen kann, kann ich ihn auch nicht bestrafen. Allenfalls Freiwurf für den TW geben.
    Im Gegenzug ist eine Abwehraktion, die in der Bewegung einen Angreifer trifft, sehr oft mit der Gefährdung des Angreifers verbunden. Und das ist laut den Regeln zu bestrafen.

    Denn wir haben es hier mit zwei verschiedenen Aufgaben zu tun. Der Angreifer will am TW vorbei (bzw. den Ball am TW vorbeibringen), der TW will genau das Verhindern. Damit haben wir eine größere Tendenz zur Regelwidrigkeit beim TW, da er ohne jegliche Aktion/Reaktion kaum eine Chance hätte, den Ball zu halten.
    Darum wird öfter der TW bestraft als der Angreifer (auch wenn ich zugeben muss, dass viele SR den Angreifer nicht bestrafen, auch wenn Absicht vorliegt. Leider :()

    Noch eine Sache zur Absicht (insbesondere bei Kopftreffern). Aus der Wurfbewegung eines Spielers lässt sich nur in den seltesten Fällen (oder bei den dümmsten Spielern) eine Absicht zur Regelwidrigkeit erkennen. So kann es auch an mangelndem Zielvermögen liegen, dass er den Kopf des TW trifft. Wenn das allerdings mehrfach passiert, dann ist evtl. Absicht zu erkennen. Oder wenn er bei einem 7m immer knapp am Kopf vorbeizielt (wieder mehrfach). Da Handball mit der Unberechenbarkeit der Bewegung zu tun hat, kann man meistens erst bei der ersten oder zweiten Wiederholung der gleichen Tätigkeit eine Absicht feststellen. Aber dann ist es für die meisten TW zu spät, dann wird bereits gemeckert. Leider :(

    Zitat

    Original von steelscout
    ..., doch im Zweifelsfalle werde ich nicht derjenige sein, der bei einer Kollision der "Unterlegene" ist.


    Klingt schon sehr nach Kampfansage. Noch mehr nach Regelwidrigkeit. Und genau solch ein Verhalten schürt bei vielen die Bewertung, dass der TW der "Schuldige" oder der "Böse" ist. Leider :(

    Und jetzt die aktiven Torwärte, die sicherlich anderer Meinung sind :P

    Nur noch eine ketzerische Frage am Rande: Regel 8:5b sagt, dass ein Spieler zu disqualifizieren ist, wenn er "eine Aktion so ausführt, dass der Gegenspieler an Kopf oder Hals getroffen wird". Weit gefasst und interpretiert bedeutet das, dass er auch zu disqualifizieren ist, wenn er (auch aus Dummheit oder mangelnder Zielfähigkeit) einen Gegenspieler (auch TW) mit dem Ball am Kopf trifft. Da steht nichts von Absicht oder die Beschränkung des Kopftreffers auf die Arme.

    Zitat

    Original von Lasse
    Die Frage wäre eben: Ist das auf den TW zuspringen (so dass er eben keine Möglichkeit hat, eine Abwehraktion zu starten) schon eine Regelwidrigkeit, oder sind hier mal wieder Löcher im Regelwerk?

    Bei allem Respekt vor den Leistungen und dem Einsatz, den die TW an den Tag legen: Wir reden hier nicht von einer aussterbenden Spezies, die mit Zäunen vor den Mitspielern geschützt werden müssen.
    Als TW geht man halt Risiken ein. Wenn ein Spieler so weit springen kann, dass er mit dem Ball unterm Arm ins Tor springt: Bitte, soll er es doch machen.
    Das bloße "auf einen TW zuspringen" als Regelwidrigkeit auszulegen, ist etwas an den Haaren herbeigezogen. Da kriegen wir pro Spiel 50-60 Strafminuten und nicht unter 10 Roten Karten.

    Wenn der Spieler den TW anspringt, nachdem er den Ball losgeworden ist, zieht im absichtlichen Fall Regel 8:2c, nach der dann auch bestraft werden kann.
    Aber auch TWs sollten sich im Klaren sein, dass wir hier kein Hallenjojo spielen, sondern Handball.
    Demnach ist jede Aktion mit einer Reaktion verbunden, und so ganz ohne Gefahr sind Abwehraktionen von Torwärten auch nicht.

    Mal ne Frage, weil ich etwas stutzig geworden bin.
    Eine Schiedsrichterin von uns (spielte bis vor kurzem bei nem anderen Verein, pfeift aber schon lange für uns) hat jetzt auch als Spielerin zu unserem Verein gewechselt. Klar ist ne Wartefrist als Spielerin von 4 Wochen, wenn ich das richtig im Hinterkopf hab.

    Aber dass sie nicht pfeifen darf, finde ich etwas komisch. Dass bei einer Roten Karte man nicht als SR tätig werden darf, ist auch klar. Aber bei einem Vereinswechsel, wenn sie vorher schon für uns gepfiffen hat? Das versteh ich nicht.

    Weiß von euch einer Rat?

    @ schwaniwolli:
    Du sagst, dass bei einem Revanchefoul keine Strafe verhängt wird (mag deine Praxis in der Spielleitenden Stelle sein), aber die Regeln sagen, dass für Revanchefouls Strafen über das Ende des Spiels nicht ausgeschlossen sind ("außer im Falle von").
    Die Regel 16:6 sagt gar nix über eventuelle Sperren aus, das ist erst in Regel 16:8 der Fall.

    Zitat

    Original von Schwaniwolli
    jfherden:

    bei einem Revanchefoul wird keine Sperre verhängt ( ist Vergehen nach 16:6d )

    Zitat Regel 16:8
    Es gibt bei einer Disqualifikation keine über das Spiel hinausgehenden, weiteren Folgen, außer im Falle von Disqualifikationen wegen Tätlichkeit (16:6e, f) oder wenn grob unsportliches Verhalten eines Spielers oder Mannschaftsoffiziellen (16:6d) Erläuterung 6a oder d entspricht.

    Erl. 6d:
    d) Revanche nehmen nach einem erlittenen Foul (im Affekt zurückschlagen);

    Nach den Regeln ist das Revanchefoul definitiv von der Match-Strafen-Regelung ausgenommen!

    Zitat

    Original von *Marcel*
    Dachte da wird eine Strafe verhängt....


    Nach Regel 16:8 gilt eine D nur bis zum Ende des Spiels, in dem sie gegeben wurde, Ausnahmen sind wegen SR-Beleidigung und wegen Tätlichkeit, bzw. auch wegen Revanche-Foul.


    Zitat

    Original von *Marcel*
    Seit wann darf eigentlich ein Betreuer eines jungen Schiedsrichters ins Spiel eingreifen,d.h. das er dem Schiedsrichter befehle geben darf ?


    Niemand darf nem Schiedsrichter Befehle geben. Er darf (in beschränktem Maße) seine Meinung äußern. Aber Befehle darf niemand geben. Auf gute Ratschläge bzw. konstruktive Kritik nach dem Spiel sollte niemand verzichten, auch erfahrene SR nicht ;)

    Ich gebe hier Thorsten und fixekiste Recht:
    Ich bin nicht auf dem Spielfeld, um mich beleidigen zu lassen.

    Wer sich nicht sachlich äußern kann und persönlich beleidigend wird, der hat nichts anderes verdient außer einem Sitzplatz auf der Tribüne. Ich werde einen Teufel tun und seinen Wutanfällen auch noch Vorschub gewähren.

    Dass du in der Situation nicht Rot gibst, ist deine Entscheidung. Nur ist der Grat zur Situation, dass dir die Spieler auf der Nase rumtanzen, sehr schmal. Was willst du bei der nächsten Beleidigung machen? Dann direkt Rot ziehen? Dann ist doch die ganze Erziehungswirkung weg. Der Spieler fragt sich dann (evtl. sogar zu Recht): "Wieso hab ich jetzt dafür Rot gesehen und vorhin gar nix?"
    Außerdem besteht die Gefahr, dass andere Spieler ebenso ausfallende Tonarten anschlagen.

    Auf sachliche Diskussionen (nach dem Spiel) lasse ich mich evtl. ein. Aber bei Beleidigungen sehe ich keinen Bewertungsspielraum.
    Hatte neulich in nem Spiel die Situation, dass in nem relativ ausgeglichenem Spiel (24:24 in der letzten Spielminute) der Abwehrspieler nen kleinen (ca. 50cm) Abstecher durch den Kreis machte, um seine Abwehrposition einzunehmen. Klar: 7-m. Nach dem Time-Out rastet der Torwart der abwehrenden Mannschaft aus und stampft auf mich zu mit einem Gesichtsausdruck zum fürchten. Dann fängt er an mich anzubrüllen: "Was fällt dir denn ein, du Penner? Das war doch nie ein Siebenmeter. Was pfeifst du denn da für ne Scheiße?" Dass er da mit einer Roten Karte noch gut bedient ist, sollte eigentlich auf der Hand liegen. Hinterher ist mir aufgefallen, dass ich in der Situation auch durchaus wegen Bedrohung der SR die Arme hätte kreuzen können.

    Wir als Schiedsrichter geben unser Bestes. Dass jeder mal einen schlechten Tag erwischt, ist auch normal. Aber alles was mit persönlicher Beleidigung zu tun hat, gehört nicht aufs Spielfeld. Da hört für mich der Spaß auf, denn ich bin auch nur ein Mensch.
    Und schließlich kritisieren wir ja auch nicht die Spieler, wenn sie mal nen Ball versemmeln.

    jhl: Du als SR-Kollege solltest es kennen, wenn man einen schlechten Tag erwischt. Und wenn man die rosarote Vereinsbrille aufhat, sollte man (zumindest unter fachlich kompetenten SR-Kollegen) lieber die Klappe halten, als so was zu sagen. Ich denke mal, dass du als SR auf dem Platz dein Bestes gibst. Davon solltest du auch bei deinen Kollegen ausgehen und daran denken, bevor man sich so äußert.
    Außerdem: Das Ganze ist nur ein Spiel. Die rosarote Vereinsbrille kann man nach dem Spiel absetzen und sachlich und normal drüber reden.

    Naja, das schon, allerdings wird die Bewertung schwierig, wenn der TW sich in seiner Abwehrbewegung auf den Angreifer zubewegt. Und dann muss man schon genau hinsehen, oder man entscheidet nach dem ersten Eindruck. Und meistens ist das dann ein Abwehrfoul des TW, weil der ja das Tor verhindern wollte.
    Oft ist es ja auch so, dass der TW an solchen Situationen nicht ganz unbeteiligt ist. Hatte neulich ne Situation, in der der TW rauskommt und in Richtung Ball läuft. Das Tor ist frei, kein Abwehrspieler weit und breit. Der Spieler läuft auch, allerdings den Blick zurück gerichtet, wann und wo der Ball kommt. Die beiden rasseln zusammen. Ich kann in dem Moment nur auf 7-m für den Angreifer entscheiden, da der TW hätte sehen können, dass die beiden zusammenstoßen.
    Deshalb: Klar kann man auch den Angreifer bestrafen. Allerdings nur wenn es ganz eindeutig ist und Absicht oder grobe Fahrlässigkeit erkennbar ist. Das bedeutet für den TW im Normalfall, dass er relativ wenig Abwehrarbeit machen kann, um nicht selbst den Gegenspieler zu gefährden.

    Zitat

    Original von D00fie
    direkt rot für die erste beleidigung? des find ich jetzt überzogen war ja jetzt nicht gegen die person gerichtet

    und natürlich hab ich auch noch ne nette anekdote:
    spieler läuft tempogegenstoß ist am gegenerichen kreis will abspringen als ihm ein mitgelaufener gegenspieler von hinten die beine wegtritt schiri pfeift gibt 7m und rot, aber aus meiner sicht ein klarer auschluss allein schon weil die schiris davor schon 3 mal rot gezogen hatten in einer halbzeit 8o also wirklich hart gepfifen haben

    Also erstens war es gegen die Person gerichtet (auch wenn er Recht hat, so was muss man sich verkneifen können). Und ne Beleidigung ist nun einmal grob unsportliches Verhalten, damit Rot (Erl. 6a). Da kann man nicht viel dran rumbiegen. Nur überhören kann man es, wie Lasse schon geschrieben hat, aber dann kannst du auch keine 2-Min geben.
    Wenn du anfängst, bei solchen Beleidigungen 2-Min zu geben, dann wird dich nach einer halben Stunde die halbe Halle beleidigen.

    Die zweite Aktion kann keinen Ausschluss geben (s. Regel 8:7 Kommentar:( "Es ist mit anderen Worten also nicht einfach eine Affekthandlung oder das Ergebnis unachtsamer und übertriebener Methoden beim Abwehrversuch." Also bleibt hier auch nur Rot als einzige Maßnahme. Auch wenn man es gerne hätte, hier nen Ausschluss zu geben.

    Dass ich erst mal selbst im Verein rumfrage, wer Zeit hat und pfeifen könnte, ist für mich selbstverständlich. Nur dass ich im Endeffekt die Arbeit vom Einteiler mache, ist auch nicht in Ordnung.
    Aber wenn ich die angesprochene Situation meistern kann und will (die zwei "unmöglichen" Spiele), dann kann ich auch darauf bestehen, dass ich (relativ) pünktlich anpfeifen kann.
    Im Normalfall denke ich, dass eine halbe Stunde Verspätung das Höchste der Gefühle ist. Es sei denn, es ist absehbar, dass das Spiel mit 35 Min Verzögerung anfangen kann.

    Wenn der Trainer mich direkt anmotzt sehe ich das auch anders, als wenn er gegenüber seinen Spielern über die "katastrophale Leistung" der SR motzt. Da kann ich mich eher taub stellen, als wenn er es mir direkt ins Gesicht sagt.
    Ansonsten: Wenn er nicht vorbelastet ist: Gelb. Wenn er schon gelb gesehen hat, eine energische Warnung mit dem Hinweis auf die direkte Rote Karte, dann sind die meisten ruhig. Wenn nicht, hilft nur der Rote Karton.
    Aber meistens hören die Trainer oder Spieler auf ein paar warnende Worte.