Beiträge von jfherden

    Dass SR vermehrt Beleidigungen eintragen sollen, ist mir auch klar. Das macht Sinn.

    Aber nochmal die Frage: Kannst du einen Trainer für "Wutausbrüche", die nicht als grob unsportlich geschweige denn beleidigend bewertet werden können, sperren? Wenn ja, mit welcher Grundlage?
    Dann könntest du ja jeden sperren, wenn du nur willst.

    Zitat

    Original von Schwaniwolli
    Und obwohl die Spielleitende Stelle den SR im Bad.HV absolute Rückendeckung gibt, passiert da viel zu wenig. Ich habe in der gesamten Runde erst einen Trainer sperren können, obwohl es mindestens 10 bis 15 verdeint hätten. Also liebe SR, mehr Mut !!!!.

    Wofür willst du denn Trainer sperren? Doch allenfalls für Rote Karten wegen SR-Beleidigung oder Tätlichkeit, oder?

    Wenn ein SR an der Seitenlinie rumtobt und in der Progression V-2-D bekommt, kannst du ihn doch nicht sperren, oder?

    Und wenn das so ist, wieso sprichst du den SR mehr Mut zu? Wofür?

    BerndO: Das hab ich schon gehabt, alles schon mal dagewesen ;) Zwar nicht bei nem Gesichtstreffer, aber bei nem Körpertreffer. Erst schreiend zusammengesunken. Als der Pfiff kam, gleich aufgesprungen und den Werfer "zur Sau gemacht".
    In der Situation habe ich Rot gezeigt.

    Aber ich denke, das ist von Situation zu Situation unterschiedlich. 2-Min sind es m.E. mindestens, da die Unsportlichkeit eine klare Torchance vereitelt hat. Man kann das auch als grobe Unsportlichkeit auslegen, damit Rot.

    Bei mir hat dieses Ereignis etwas die Schnelligkeitsschraube zurückgeschraubt, die mir sagt, wann ich T-O zu pfeifen hab. Seit dem ist mir solch eine Schauspielerei auch nicht mehr vorgekommen.

    Habt ihr schon mal an die Schauspieler unter den TW gedacht? Man muss nur gut schauspielern können, um so dem SR einen Pfiff entlocken zu können.
    Und dann ist das Geschrei groß, denn ich habe schon viele vermeintlich Verletzte gesehen, die nach dem TO-Pfiff völlig unversehrt wieder aufgesprungen sind.

    Das ist nicht logisch, denn mit deinem Pfiff vereitelst du eine klare Torchance. Und das zieht nach aktuellen Regeln einen 7m nach sich.

    Naja, ich würde analog zu Erl. 5b (Wegstoßen des Balles bei einer Spielunterbrechung mit dem Fuß) progressiv bestrafen, natürlich mit Ermahnung.
    Denn der Ball ist nicht im Spiel, das Spiel quasi unterbrochen.

    Wie auch immer, wenn du direkt TO pfeifst, wenn erkennbar ist, wer Ballbesitz hat (in dem Fall wieder die Werferin), vereitelst du eine klare Torchance. Das bedeutet quasi eine Wiederholung des 7m

    Die Verletzung der TW kann auch vorgespielt sein. Wenn der SR dann sofort reagiert und TO pfeift, geht er der Schauspielerin auf den Leim.

    Wenn in solch einer Situation irgendeiner meckert, dass wir SR hätten früher pfeifen sollen, dann ist klar erkennbar, dass für denjenigen das Spielgeschehen wichtiger ist als die Verletzung.

    Genau auf diese Frage wollte ich hinaus.
    Denn was hier im Beispiel passiert ist, kann dem Torwart auch mal "absichtlich aus Versehen" passieren, um Zeit zu schinden.

    Ich denke so wie das Regelwerk hier formuliert ist, kann es kein Tor geben. Nur passives Spiel, wenn erkennbar ist, dass der TW das extra macht.

    Ich habe auf meinem SR-Lehrgang (6 Jahre her :) ) gelernt, dass das zunahestehen (Nichtbeachtung des 3-m-Abstandes) eine Unsportlichkeit ist. Als Bestrafung sollte ich erst ermahnen und danach progressiv bestrafen.

    Nach Regel 15:7 heißt es aber: "Wenn ein Spieler durch Zunahestehen oder sonstige Regelwidrigkeiten die Ausführung eines Wurfs verzögert oder stört, ist er zu verwarnen und im Wiederholungsfalle hinauszustellen (16:1c und 16:3f)."

    Das würde bedeuten, dass bei jedem Spieler aufs neue mit der Gelben Karte bei der Bestrafung angefangen werden muss, wenn er den 3-m-Abstand nicht einhält (unter Berücksichtigung des Kontingents natürlich).

    Also nicht, wie bei Unsportlichkeiten üblich, einmal Gelb für den ersten Verstoß der Mannschaft, danach 2-Min für jeden weiteren "Übeltäter". So hab ich das gelernt.

    Wie seht ihr das?

    Nach Regel 12:1, zweiter Absatz ist ein Ball, den der Torwart unter Kontrolle gebracht hat, nicht im Spiel. Um ihn wieder ins Spiel zu bringen, muss der Ball die Torraumlinie überquert haben.

    Was passiert jetzt in der Situation: Torwart A1 will den Abwurf ausführen, ihm rutscht aber der Ball aus der Hand, der Ball befindet sich in der Luft über dem Torraum. Angrifer B8, der am Torraum steht und auf nen Fehler vom Torwart wartet, ergreift die Chance und schlägt den freien (!) Ball mit einem Faustschlag ins Tor.

    Entscheidung auf Tor? Oder war der Abwurf noch nicht ausgeführt?

    Eigentlich doch zweiteres oder? Denn nach Regel 12:2 dürfen die Gegenspieler den Ball erst berühren, wenn er die Torraumlinie überschritten hat.

    Das glaube ich gern, aber der Kollege der das macht, macht sich doch automatisch zum Gespött, oder? Ich persönlich würde ihn jedenfalls nicht mehr ernst nehmen.
    Andererseits würde ich auch nicht ohne weiteres hinwegsehen, sprich eine entsprechende Beschwerde einleiten (allerdings nur, wenn ich Unbeteiligter bin, sonst mach ich mich lächerlich :) )

    Wie jhl es schon richtig gesagt hat, wird ein SR (der gezwungendermaßen) seinen Verein oder seine Mannschaft pfeifen muss oder soll, keinen Verdacht der Voreingenommenheit aufkommen lassen wollen. Deshalb benachteiligt er seine Mannschaft/seinen Verein.

    Ich persönlich habe noch kein Spiel gesehen, bei dem offensichtlich absichtlich eine Mannschaft benachteiligt wurde.

    Und ich unterstelle es auch niemandem, denn ich möchte auch nicht, dass mir so etwas unterstellt wird. Denn das ist so ziemlich das schlimmste, was man mir als SR sagen kann.

    Und wenn mir jemand so etwas auf dem Spielfeld oder in der Pause sagt, wird er sich den Rest des Spiels von der Tribüne aus anschauen, denn solche Aussagen sind meiner Meinung nach grob unsportlich. Denn ich gebe als SR mein Bestes auf dem Spielfeld (auch wenn ich einen schlechten Tag habe!)

    Eine schwere Frage. Zunächst einmal müsste man klären, was es heißt, ein Spiel zu entscheiden.

    Heißt es (wie eine Situation lautete), eine Mannschaft mit fehlenden 7m usw. zu benachteiligen, so dass diese die Motivation verliert?

    Heißt es ein gleichwertiges Spiel mit einer oder zwei Fehlentscheidungen zum Kippen zu bringen? Ob nun am Spielende oder vorher.

    Im Grunde genommen sind es die Spieler (bzw. deren Trainer die Anweisungen geben), die ein Spiel entscheiden. Die Spieler und Trainer reagieren auf SR-Entscheidungen (auch Fehlentscheidungen). Die Mannschaft, die besser darauf reagiert, hat dann die Nase vorn und gewinnt wahrscheinlich auch. Die Mannschaft, die nicht gut genug reagiert, verliert voraussichtlich.
    Aber hat die (Fehl-)Entscheidung des SR jetzt das Spiel entschieden?

    Dass ein SR ein Spiel entscheiden kann ist unbestritten. Aber nur bewusst. Denn dann benachteiligt er eine Mannschaft bewusst, die andere gewinnt dann.
    Wenn er unbewusst Entscheidungen falsch trifft (teilweise im Ermessensspielraum, teilweise auch Fehlentscheidungen), dann meistens auf beiden Seiten. Somit sind beide Mannschaften gleich benachteiligt, haben also die gleichen Voraussetzungen. Wenn eine Mannschaft dann körperlich benachteiligt ist, dann hätte sie wohl auch bei "normalen" Spielvoraussetzungen Probleme, das Spiel zu gewinnen.

    Zudem sind SR auch nur Menschen und lassen sich von Emotionen (insbesondere negativer Art) von Zuschauern oder Spielern/Offiziellen beeinflussen. Dann wird eine Entscheidung im Ermessensspielraum anders bewertet als unter neutralen Bedingungen. Soweit ist das noch keine Benachteiligung. Dazu kommt es erst, wenn die Spieler/Offizielle sich darüber aufregen und bspw. 2-Min bekommen. Dann sind sie aber wieder selbst schuld!