Beiträge von jfherden

    syric: Gute Besserung!

    Zur Frage von Ness:
    Regel 5:5 sagt ziemlich eindeutig aus: "Es ist dem Torwart nicht erlaubt: [...] bei der Abwehr den Gegenspieler zu gefährden (8:2, 8:5)." Dass er ihn mit der Abwehraktion gefährdet, musste ihm nicht vorher klar sein, da er ihn aber am Kopf getroffen hat, hat er ihn de facto gefährdet. Bzw. noch darüber hinaus, er hat ihm sogar geschadet. Der Verweis auf Regel 8:5 legt hier eine Rote Karte nahe, da der Kopf getroffen wurde. Weiterhin konnte der Feldspieler die TW-Aktion nicht (oder erst zu spät) sehen, der TW aber konnte den Feldspieler auf sich zurennen sehen. Wenn der dann hochspringt, nimmt er die Gefährdung und Verletzung des Spielers billigend in Kauf, ist daher zu bestrafen. Da er mit dem Treffen des Gegenspielers regelwidrig eine klare Torchance vereitelt hat, kann die Entscheidung eigentlich nur wie folgt lauten:

    7-m, Rote Karte für den TW

    Zitat

    Original von mwichmann
    also die regel ist ja wohl allen bekannt die etwas höherklassiger pfeifen,,ich meine wenn man dort so einen fehler macht dann kann das schon mal schnell nach hinten los gehen..außerdem sollte dies wenn man seine bereiche beachtet und sich ein bisschen abspricht bzw. sieht das der torschiri das einfach besser sehen muss nicht passieren

    Du hast mit deinem Wenn-Satz schon Recht. Aber heben wir nicht ein wenig ab, wenn wir die Basis vergessen? Dort pfeifen viele Ältere Kollegen, die noch die alten Regeln intus haben (wobei man nicht mal alt sein muss, damit man die noch kennt :lol: )

    Die Lösung muss eigentlich heißen: regelmäßige Schulung der SR und Absprache mit dem Partner.

    Denn wenn ein SR nicht ausreichend geschult ist und noch die letzten Regeln im Kopf hat, bringt die beste Absprache mit dem Partner nix. Erst recht nicht, wenn er alleine pfeift.

    Also: Nicht die Basis vergessen!

    Ich halte die Situation ähnlich wie Lasse: Warum sollte das Treffen hier Absicht sein? Eher etwas unglücklich.
    Also keine 2Min, sondern weiterspielen. Schließlich spielen wir kein Hallenjojo. Sprich, wenn man mit nem Ball spielt, muss man damit rechnen, dass man den auch abbekommt.

    Wenn es Absicht war, dann ist der Wurf meist härter. Dann ist klar die Rote Karte zu ziehen. Aber bevor ich nem TW bei sowas Absicht unterstelle, muss noch einiges passieren.

    Das geschilderte Foul mit dem Rammen des Gegenspielers hat wiederum direkt Rot verdient. Denn hierbei geht es um die Gesundheit der Spieler

    In übertriebenen (und wiederholten) Fällen würde ich evtl. eine DQ wegen grob unsportlichem Verhalten vertreten können. Aber nicht wegen Beleidigung. Da wäre ja Schiebung Tür und Tor geöffnet, demnächst fühl ich mich also schon beleidigt, wenn mich ein Spieler böse anschaut oder wie?

    Zitat

    Original von Theoitetos
    richtig, aber es git auch die Anweisung das Spiel nicht durch unnötige Pfiffe zu unterbrechen und bei solchen Lapalien (so nenn ichs ma, wer Einwurf hat, es sei den es ist noch 1Min. zu spielen und es steht z.B. unentschieden) ist ein Time-Out nicht unbedingt nötig, da setzt sich einfach der durch ders genauer gesehn hat und wers ned so genau gesehn hat übernimmt das Zeichen seines Partners und fertig wern

    Genau das sagt halt die Regel 17:8 halt nicht. Wie lasse schon gesagt hat, kommt es auch nicht auf einen Pfiff an. Es ist halt hier das Problem, dass viele Kollegen (will mich da nicht ausschließen) spontan nach den alten Regeln (Feld-SR hat im Zweifelsfall Recht) und damit falsch entscheiden. Das ist, wie schon gesagt, unabhängig von der Liga.

    Die einzige Lösung für dieses Problem kann eigentlich nur die folgende Handhabung sein:

    SR müssen Blickkontakt halten. Jeder muss überlegen und entscheiden: "Könnte mein Partner es besser gesehen haben?". Und dann, wie es schon geschrieben wurde, mit der Anzeige der Spielfortsetzung solange warten, bis der Partner seine Entscheidung getroffen hat. Das wäre die elegante Lösung.

    Wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist und beide SR eine abweichende Entscheidung getroffen haben, sollte man so fair sein und seinen Fehler einzugestehen und TO zu pfeifen. Dass SR auch nur Menschen sind und Fehler machen ist normal, aber sie sollten dann auch dazu stehen. Denn das Ausbleiben des TO ist ein Regelverstoß. Und es kann auch sein, dass (wie bei meiner ersten Schilderung) eine Mannschaft benachteiligt wird. Durch den Regelverstoß. Deshalb also das Stichwort "Fairness"

    Spielzeit war kurz vor Schluss, Einspruch wurde meines Wissens nicht eingelegt, da es ein Mannschaftsderby war und keiner die Laune vermiesen wollte.

    Noch eins zur Situation: TW hat als letzter berührt, daher ist entscheidend, ob er über die Seitenaus- oder Torlinie geht. Wie Ulle schon gesagt hat, ist das ein Fall für die Teamarbeit. Die will ich hier aber mal außen vorlassen.

    Die Entscheidung war gegensätzlich und völlig unklar.

    Am Wochenende hab ich folgendes bei Kollegen beobachtet (was wie ich denke in jedem Spiel vorkommen kann):
    Ball geht nach Abwehr in Richtung Spielfeldecke. Tor-SR entscheidet auf Abwurf, Feld-SR auf Einwurf. Weil es jeder anders gesehen hat, logisch. Soweit auch noch kein Problem.

    Jetzt schauen die Abwehrspieler auf den Tor-SR und starten zum Tempogegenstoß. SR sprechen sich nicht ab, der Feld-SR "besteht" wie nach alten Regeln richtig, auf seiner Entscheidung. Der Tor-SR nimmt seine Entscheidung zurück, ohne großartige Gestik: "Mein Kollege wird es wohl besser gesehen haben".

    Wohl gemerkt sind einige Abwehrspieler auf dem Weg nach vorn, da sie das Zeichen des Tor-SR gesehen haben. Also sind jetzt Lücken in der Abwehr. Angriffs-Spieler nutzen das aus: Schnelle Ausführung der "Ecke", Tor.

    SR pfeifen ohne zu zögern Tor.

    Soweit ein relativ normales Phänomen, jedoch regelwidrig! Regel 17:8 sagt eindeutig: "Wenn beide Schiedsrichter bei einer Regelwidrigkeit pfeifen oder der Ball die Spielfläche verlassen hat, und die bei den Schiedsrichter gegensätzlicher Auffassung darüber sind, welche Mannschaft in Ballbesitz kommen soll, gilt die gemeinsame Entscheidung, die von den Schiedsrichtern nach einer kurzen Absprache erzielt wird. Wenn sie nicht zu einer gemeinsamen Entscheidung gelangen, hat die Meinung des Feldschiedsrichters Vorrang.
    Ein Time-out ist Pflicht. Nach klarem Handzeichen über die Spielfortsetzung wird das Spiel wieder angepfiffen (2:8f, 15:3b)."

    Das Spiel ging mit einem Tor für die benachteiligte Mannschaft verloren. Da dieses Tor durch einen Regelverstoß der SR verursacht wurde und somit spielentscheidend sein konnte, vermute ich, dass ein Einspruch durchkommt. Evtl. kann Schwaniwolli was dazu sagen.

    Wichtig für uns SR nur, dass wir umdenken sollten. Denn die geschilderte Situation passiert relativ oft. Nach alten Regeln war die Entscheidung der Feld-SR maßgebend, die aktuellen Regeln schreiben hier ein TO mit Absprache und klarer Zeichengebung vor. Bleibt es aus, ist es ein Regelverstoß!

    Der Kommentar zu Regel 16:3 sagt ziemlich eindeutig: "Ungeachtet der Vorschriften der Absätze b, c und d, dass eine Hinausstellung bei wiederholten Regelwidrigkeiten zu geben ist, haben die Schiedsrichter das Recht zu entscheiden, dass eine besondere Regelwidrigkeit direkt zu einer Hinausstellung führen kann, auch wenn der Spieler nicht vorher verwarnt wurde und die Mannschaft insgesamt noch keine drei Verwarnungen hatte."

    Also ist die Progression weder "kann"- noch "muss"-Regelung, sondern vielmehr Orientierung für die SR.

    Zitat

    Original von Mannem vorne!


    Im Prinzip ist es egal, ob Wartezeit (Einsätze in Freundschaftsspielen, Trainingsspielen und Turnieren sind erlaubt!) oder Sperre (zwei Monate lang für alle Spieleinsätze »auf Eis gelegt«!)?

    Der Unterschied zwischen Wartezeit und Sperre wurde in einem anderen Thread schon ´mal erklärt!

    Du kannst auch wenn du gesperrt bist an Freundschaftsspielen und Turnieren mitspielen. Voraussetzung ist, dass keine Formulare ausgefüllt werden! Und wer füllt schon für ein Trainingsspiel ein Spielformular aus?

    Ich habe bislang weder Freundschaftsspiele, noch Trainingsspiele oder Turniere gesehen (auch nicht mitgespielt oder dort gepfiffen), bei denen Spielformulare augefüllt wurden.

    Das Foul am 9m kann (auch wenn es ein taktisches Foul war, dass die SR dazu bringen sollte, abzupfeifen) keine klare Torchance vereiteln. Erläuterung 8 gibt da klare Entscheidungshilfen.
    Einen 7-m kann es geben, wenn Z/S während eines Konters abpfeifen (unberechtigter Abpfiff). Wenn die SR abpfeifen, ist das in keinem Fall unberechtigt. Also kann (darf) es keinen 7-m geben.

    Also: Im besten Fall Vorteil laufen lassen und dann bestrafen.

    Zitat

    Original von Lasse
    Die Frage, die ich mir als SR stellen muss, ist doch: Inwiefern stört es mich, wenn die Spieler "etwas außergewöhnliche" Trikotnummern haben?
    Ganz ehrlich: Solange ich die Nummern erkennen kann und auch auf meine Notizkarte bekomme, geht es mir am Ar*** vorbei, ob die Leute jetzt mit ner 5 oder 98 auflaufen. Von mir aus auch mit der 110. Nur, wenn sie wirklich mit solchen Späßen wie 9² oder XVIII anfangen, dann würde ich das wohl in den Spielbericht eintragen, bzw. die Spieler und MV darauf aufmerksam machen.

    mhs:
    Das was Lasse geschrieben hat, ist genau so, wie ich die Dinge sehe. Mir ist es sch...egal, was für welche Nummern draufstehen. Aber bei römischen Ziffern oder anderen Späßen, bei denen man zuviel denken müsste, würde ich auch nen Eintrag ins Spielformular machen.
    Die Bestrafung wird denke ich darin liegen, dass ein Regelverstoß gegen die Regel 4 vorliegt. Wie das ganze ausgeht, weiß ich nich... Ich denke, dass eine Geldstrafe bei rauskommt.

    Aber mal wieder zurück zu den Regeln. Nach Regel 4:8 sollten die Nummern von 1-20 lauten.
    Der Analogie zu den "sollte"-Anweisungen der Schiedsrichter würde bedeuten, dass Zahlen jenseits der 20 die Ausnahme sein sollten, und nicht frei wählbar sein sollten.
    Ich interpretiere die "sollte"-Anweisung so, dass die Trikots von 1-20 durchnummeriert sein sollten und nur Mannschaftskader, die größer als 20 Mann sind, auch darüber hinaus Nummern benutzen können.

    Aber eins ganz deutlich: "Sollte" heißt "im Normalfall". Das bedeutet, dass Zahlen darüber hinaus die Ausnahme sein sollten.

    Naja, wie mhs schon gesagt hat, lässt es sich auf Kreisebene eben selten vermeiden, dass SR sehr oft die Mannschaften pfeifen, gegen die sie auch selbst spielen. Wenn es sich denn vermeiden ließe, wäre es für alle Beteiligten sicher besser.
    Denn wenn ihr euch mal in den jeweiligen SR versetzt, dann versucht der im Normalfall sein Bestes zu geben, trotzdem wird ihm bei einer Entscheidung, die evtl. strittig ist oder, in Summe mit anderen Begebenheiten, vielleicht Nachteile einer der zu pfeifenden Mannschaften zugunsten der Mannschaft des SR bedeutet, zu Unrecht der Parteilichkeit beschuldigt.

    Nur ein kleiner Denkanstoß: Das Problem ist ähnlich dem, das auftritt, wenn der angesetzte SR nicht erscheint und ein Heimschiri das Spiel pfeifen muss. Meistens ist hierbei eher ein gegenteiliger Effekt der Parteilichkeit zu erkennen: Um nicht Parteiisch zu wirken, pfeift der SR lieber etwas härter gegen die eigene Mannschaft, als gegen den Gegner.

    Zitat

    Original von Jörg aus Basche
    Und wie gesagt, wenn man als Spieler nach einer für sich unberechtigten Strafe nicht mal den Kopf schütteln darf, dann wird Handball so emotionslos, dass es mir auch keinen Spass mehr machen würde.

    Es ist wie immer der Ton, der die Musik macht. Wird jede Kleinigkeit bissig kommentiert oder mit nem blöden Grinsen quittiert, ist irgendwann das Fass voll. Und ab dieser Schmerzgrenze (die z.B. bei Beleidigungen schon viel niedriger anzusetzen ist) gibts dann halt 2Min.
    Auch für kleinere Sachen.

    Naja, vor allem ist es nicht unbedingt die Untergrabung der Autorität die ich mit dem dicken Fell begünstige, sondern eher ein Beweis, dass ich auch über "Kleinigkeiten" stehe. Emotionen gehören nun mal zum Sport dazu und wie Thorsten schon gesagt hat, darf auch die Kontinuität des Spiels nicht unter evtl. auftretender Kleinlichkeit von SR leiden. Denn in solch einer Situation gibt meist ein Wort das andere und müsste teilweise in Roten Karten enden. Soweit muss es nun nicht wirklich kommen.

    Zitat

    Original von jubelnix
    es ist aber schon traurig, wenn man gleich 2min. bekommt, weil man im normalen ton sagt, dass man mit der entscheidung des sr nicht ganz einverstanden ist.


    Sorry, aber ist ein Handballspiel (insbesondere die kürzeren Turnierspiele) dazu da, dass wir jede SR-Entscheidung ausdiskutieren? Dann brauchen wir gar keinen Handball mehr in die Hand zu nehmen. Wenn du unbedingt kommentieren oder diskutieren willst, dann sprich den SR nach dem Spiel an. Vielleicht hält ihn das noch von seinem geliebten Bier ab ;)

    Zitat

    Original von jubelnix
    es war ein turnier, da kann man auch mal alle fünfe gerade sein lassen.


    Im Gegenzug sollten sich aber auch mal Spieler überlegen, ob so manche überharten Reaktionen wirklich etwas im Sport zu suchen haben (erst Recht im Turnier).

    Im Übrigen: Alkohol hat eh nicht viel im Sport zu suchen. Wie Ulle schon gesagt hat, gibt es ebenfalls viele Spieler, die einen (oder zwei) zuviel trinken. Und genau die Spieler sind dann (wie auch betrunkene SR) die Störenfriede.
    Deshalb: Während des Turniers nur alkoholfreie Getränke ausschenken und (wie auch in vielen Hallen üblich) striktes Alkoholverbot aussprechen. Nach den letzten Spielen können dann auch Biere gezapft werden.