GWD-Rückraum-Quartett mit Torgarantie Rauchschwalbe, Oevermann, Lindemann und Fuchs machen auf sich aufmerksam / DHB sichtet beim Final-Four
Minden (jru). Schon während der Saison machten vier Akteure durch starke Leistungen und erfreuliche Entwicklungen in der Handball-B-Jugend von GWD Minden auf sich aufmerksam. Beim Final-Four in Baunatal gehörten sie mit zu den Stützen des Meistertitels (das MT berichtete).
Von Julian Rüter
Der Kopf der Dankerser Meister-Mannschaft ist ihr Kapitän, Jannik Oevermann. Der vor drei Jahren vom TuS Eintracht Oberlübbe zu den Grün-Weißen gewechselte Linkshänder bestach in dieser Saison mehr denn je durch seine Übersicht für den freien Mann. "Jannik ist regelmäßig ganz vorne in der Torschützenliste dabei, aber seine Spezialität ist die Übersicht. In seinem Alter besitzen noch nicht viele Spieler dieses Auge. Auch deshalb spielt er häufig auf der für Linkshänder eher ungewohnten Mittelposition", weiß GWDs leitender Nachwuchstrainer Dietmar Molthahn über die Vorzüge des Filigrantechnikers zu berichten.
In der zweiten Saison agieren die beiden Steinhagener Markus Fuchs und Jan-Phillip Lindemann für Minden. Die positiv überraschendste Entwicklung machte dabei Jan-Phillip Lindemann durch. "Wir haben ihn vor zwei Jahren als abwehrstarken Rechtsaußen verpflichtet, der auf dieser Position als Rechtshänder sehr stark ist. In den letzten zwei bis drei Monaten ist Phillip enorm gereift und wird auf den Rückraumpositionen eingesetzt. Vor allem in den Spielen gegen Burgdorf war er überragend und hat die anderen Drei mit seinen Toren entlastet. Wenn es für ihn so weitergeht, wird er in den nächsten Jahren ein ganz wichtiger Spieler für uns sein", sagt Molthahn.
Bei Markus Fuchs ist eine kontinuierlichere Entwicklung zu sehen. "Seine Athletik ist stark verbessert. Von Halblinks wirft er immer einige Tore. 13 Treffer in den Finalspielen sprechen für sich", meint "Molli". Als Fuchs zum Bundesliganachwuchs wechselte, war er in Auswahlteams noch nicht in Erscheinung getreten. Mittlerweile gehört er zum erweiterten DHB-Kader des Jahrgangs 1990/1991 von Trainer Helmut Kurrat. Der Magdeburger überzeugte sich beim Meisterschaftsfinale in Baunatal von den Leistungen der Spieler, die für sein Team in Frage kommen. Dazu gehört, neben Oevermann und Fuchs, der starke Jan Philipp Lindemann.
Trainersohn explodiert in Finalspielen
Der Neuling im Team ist Haupttorschütze Jannik Rauchschwalbe. Vor dieser Saison wechselte der durchschlagskräftige Spieler mit Trainer und Vater Detlef Rauchschwalbe aus Lemgo zu GWD und zeigt eine überragende Serie.
Der Rotschopf spielte in den bisher durchgeführten Länderspielen seines Jahrgangs (1992) für die deutsche Auswahl. Der Linkshänder überzeugte, obwohl er häufiger durch kleine Verletzungen zu Trainingspausen gezwungen wurde. In Baunatal zeigte er laut Molthahn genau das, was er kann: "Er hat in zwei Spielen 25 Tore geworfen. Nicht nur dadurch hat er seine bisherigen Einladungen zum DHB-Kader gerechtfertigt."
Von den 66 Toren, die die B-Jugend am Finalwochenende erzielte, warf das oben abgebildete Quartett alleine 57.
Die Mannschaftsverantwortlichen wollen aber den Verdienst des ganzen Teams nicht außer Acht lassen. "Alle Spieler haben eine klasse Saison gespielt. Wir haben einen breiten Kader, ohne den dieser Erfolg nicht möglich gewesen wäre", fügt Trainer Rauchschwalbe hinzu. Durch die starken Leistungen aller Jugendteams sieht der Verein sein Konzept bestätigt: "Wir arbeiten kontinuierlich von der C-Jugend bis in die Senioren an den Fähigkeiten der Spieler. Solch ein Titel ist die Krönung der Arbeit", so Dietmar Molthahn.
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