Was hier noch gar nicht thematisiert wurde, ist die zeitliche Nähe der Insolvenz mit der gescheiterten Bewerbung Hamburgs für die Olympischen Spiele....
Man kann durchaus annehmen, dass mit einer Bewerbung viele Höffnungen des HSV-Handballs verbunden waren - das wäre sicherlich ein starkes Argument für evtl. Unterstützerkandidaten (z.B. städtische bzw. parastaatliche Betriebe, aber auch sonstiges)bei einer Neuaufstellung gewesen...
Tja, der Strohhalm hat sich verflüchtigt, überhaupt ist der deutsche Sport durch das Scheitern der Bewerbung wieder ein Stück näher in Richtung einer reinen Fussballmonokultur gekommen....(klar Gegenargumente kann ich auch verstehen, dass man z.B. der 'politischen Klasse' und der Verwaltung in Hamburg nach den Erfahrungen z.B. mit der Elbphilharmonie gar nicht zutraut, son Großereignis erfolgreich zu organisieren - die Abstimmung kann man ja auch als 'Misstrauensvotum' interpretieren). Die olympischen Sportarten verlieren in Deutschland immer stärker an Bedeutung.....(das mag auch mit der unbefriedigenden/zersplitterten TV-Situation zu tun haben)....da hätte eine (erfolgreiche) Bewerbung für die Olympischen Spiele schon wichtige Entwicklungsimpulse geben können..
Egal, wie man zum 'Projekt' nun steht - das generell Bundesligahandball (auch durchaus im Arenenformat) in Hamburg für die HBL sehr wünschenswert ist, das ist wohl klar (in einigen wichtigen Städten sollte man schon vertreten sein)....(es gibt ja auch keine Verdrängung durch neue 'Arenenakteure' - das Gros der Standorte, in denen 1. BL-Handball möglich ist, ist dort vertreten, der Rest pendelt zwischen der 1. und 2. Liga)