Beiträge von Gottfried

    Der Verlag Neue Wirtschaftsbriefe vermeldet heute zusammenfassend:


    Zitat

    Steuerhinterziehung | Staatsanwaltschaft befragt 1.500 Kunden von Crédit Suisse

    Im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen Steuersünder befragt die Staatsanwaltschaft Düsseldorf Kunden der Schweizer Großbank Crédit Suisse. Dies teilte ein Justizsprecher am Donnerstag mit. Er bestätigte damit Medienberichte aus der Schweiz.

    Bei den Befragten handelt es sich um Personen, die sich selbst angezeigt hatten. An zunächst rund 1500 Bankkunden wurde ein Fragebogen verschickt. Als Zeugen sollen sie schriftlich beantworten, ob die Crédit Suisse möglicherweise Beihilfe zur Steuerhinterziehung geleistet hat. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen unbekannte Bankmitarbeiter. Die Adressen der 1500 Kunden waren der Staatsanwaltschaft durch die Finanzbehörden ermittelt worden. Insgesamt rund 1,34 Milliarden Euro unversteuertes Vermögen sollen die auf einer vom Staat angekauften Daten-CD gespeicherten, mehr als 1100 Kunden Medienberichten zufolge bei der Schweizer Großbank deponiert haben. Mitte Juli hatte es deshalb Razzien bei Crédit-Suisse-Filialen in 13 deutschen Städten gegeben. Nach fast zweijähriger Vorbereitung waren die Datensätze im Frühjahr durch die Landesregierung für angeblich 2,5 Millionen Euro bei einem anonymen Informanten gekauft worden.

    Quelle: ddp

    Interessant war auch das Interview im Stern mit Herrn Kieber.

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    Original von Arcosh
    Dass es in der dichtgedrängten Menschenmenge zu gruppendynamischen Problemen kam, die ein Einzelner nicht maßgeblich beeinflussen kann?

    Ich denke, daß die Panik, die man in einer solchen Situation verspürt, ganz schlecht anderen Menschen nahebringen kann, die a.) nicht in der Lage waren und / oder b.) nicht per se zu phobischen Reaktionen neigen.

    Ich gehöre leider zur Gruppe b.), deswegen wäre ich da auch nie hereingelaufen. Durch ein solches Schlüsselerlebnis werden sehr viele, die vorher vollkommen phobiefrei waren, zur Gruppe b.) gehören. Das behält man in der Regel ein lebenlang bei sich.

    Zitat

    Original von Ex-HVS-SR
    Was weiß denn ich, wo die Sanitäter standen ? Spielt doch auch gar keine Rolle. Es geht generell um Großevents.

    Das ist ja das Problem. Du weißt nichts, was man im Netz mal lesen könnte. Das würde auch der Argumentation dienen. Ich hätte wirklich gerne Deine Adresse. Wenn Du wirklich Jurist bist, kann ich Dich nur empfehlen. Der Gegenseite.

    Du merkst doch gar nicht, daß es hier nicht um ein sinnfreies Schwadronieren um Großveranstaltungen im Allgemeinen geht, sondern um tatsächliche Planungsfehler, die zum Tode von nun 21 Menschen, aber auch zu psychischen und phyisischen Langzeitschäden von Hunderten, vielleicht Tausenden geführt haben. Nicht nur der Teilnehmer, sondern auch der Rettungs- und sonstigen Einsatzkräfte.

    Wenn ich nach Schalke ins Stadion gehe, dann erwarte ich einen geregelten Ablauf dieser Veranstaltung. Nicht mehr und nicht weniger haben das die Teilnehmer der Love-Parade auch getan. Es geht nicht darum, daß eine solche Veranstaltung eine Gefahrenquelle an sich ist - das ist sie - sondern daß nicht einmal grundlegende Vorsichtsmaßnahmen eingehalten wurden, bzw. solche gar nicht einmal vorgeschrieben waren. Dafür die Teilnehmer verantwortlich zu machen, ist natürlich zynisch.

    Es geht hier nicht um die üblichen Drogen- und Alkoholvergiftungen. Oder daß mal eine Sonnenbrille verloren geht, wenn ein paar wirre Jugendliche Pogo tanzen.


    Zitat

    Original von Ex-HVS-SR
    Gottfried

    Was soll einem denn zu Deinem Beitrag einfallen ?
    Du meinst Du hast Recht und dann haben alle anderen Deiner Meinung zu sein. So und nicht anders lässt sich Deine "Argumentation" nur verstehen.
    Und was hat die Pfeiferei mit der Sache zu tun ? Ich erlaube mir eine andere Betrachtungsweise der Dinge, das hat ja nichts mit der Schiedsrichterei zu tun.
    Den Beitrag eines anderen zu zerpflücken, aus dem Zusammenhang zu reißen, um ihm damit einen anderen Sinngehalt zu geben, ist das Niveau der B***-Zeitung und damit :spam:

    ich habe den Sinn nicht verdreht. Dummes Zeug.

    Zitat

    Original von Ex-HVS-SR
    Gottfried

    :spam:


    Wenn einem nichts mehr einfällt, dann mal hohl aus den Backen pfeifen. So kannst Du "argumentieren", wenn Dir die Pfeife im Mund das vermeintliche Recht gibt. Aber das ist ja auch schon "ex".

    Bist Du mit Eva Hermann verheiratet?

    Schlimm ist es nicht nur, so einen Unfug zu behaupten, sondern sich dann ganz erbärmliche Argumente zur Rechtfertigung dieser auszudenken. Am besten schickst Du das nächste Mal Deine Kinder zu solchen Veranstaltungen, um Ihnen dann auf ihr Entsetzen solch gutgemeinte Ratschläge zu erteilen. Achso, nein, Du weißt ja, daß man da nicht hingehen darf. Sollen doch andere sterben. Welche Aussage willst Du eigentlich treffen? Der Ort war zu klein, und wer dort war, hätte wissen müssen, daß er zerquetscht werden kann?

    Das ist mindestens so jämmerlich wie die Aussage von Sauerland, 100%-ige Sicherheit gebe es nicht, wenn manch einer nicht vorhergesehene Wege einschlage. Oder die von Rabe, vollkommen uninformiert, die Leute seien beim Sturz dieser Treppe ums Leben gekommen. Oder der Auftritt der vier Affen bei der Pressekonferenz am Tage drauf.


    Zitat

    Original von Ex-HVS-SR
    Das wissen aber auch die Teilnehmer, also lasst mal die Nummer von den ahnungslosen Opfern.

    Wenn Du damit meinst, daß die Teilnehmer damit rechnen mußten, als schon bekannt war, daß vorne zugemacht wird, noch hinten reingelassen zu werden und dann von hinten eingekeilt und von vorne nicht mehr weitergelassen zu werden, wenn Du damit meinst, daß die Teilenehmer damit rechnen mußten, in einem Engpaß eingesperrt zu sein, wenn Du damit meinst, daß Fluchtwege aufgrund nicht vorhandener Koordination nicht aufgemacht werden und die Eingesperrten mußten das ahnen, wenn Du damit meinst, daß der Verzicht auf Feuerwehrpläne von den Eingesperrten hätte geahnt werden müssen, dann ist das

    Zitat

    Original von Ex-HVS-SR
    "kaum vertretbar"

    Zitat

    Original von Ex-HVS-SR
    zynisch

    und selbstverständlich

    Zitat

    Original von Ex-HVS-SR
    weise ich den Opfern die Schuld zu.


    Zitat

    Original von Ex-HVS-SR
    Die Frage wird sein, war das Ganze vorhersehbar. Und für wen hätte das vorhersehbar sein müssen ? Erinnert alles an die Eishalle in Reichenhall, wird auch dementsprechend lange dauern.

    Natürlich war das vorhersehbar und nun komm mir bitte nicht mit "im Nachhinein sind wir alle schlauer".

    Zitat

    Original von Arcosh
    Das Luftbild zeigt übrigens schön was ich ansprach. Am oberen Bildrand sieht man die Auffahrt auf die A59, die etwa 500m vom Hauptbahnhof entfernt liegt. DIe A59 verläuft ebenerdig entlang des kompletten Festivalgeländes und man hätte problemlos mehrerer Eingänge sowohl in der Nähe der Hauptbühne im Norden des Geländes als auch Zugänge weiter südlich in der Nähe der Karl-Lehr-Straße realisieren können.

    Ich sprach heute mit jemand, der das Gelände kennt und der meinte, es sei eine Böschung von vielleicht vier bis acht Meter Höhenunterschied. Aber die hätte man ja auch auf breiter Front durch entsprechende bauliche Änderungen überwinden können.

    Der gesamte Besucherstrom sollte über diese Tunnel zu- und abgeleitet werden, obwohl man optimistisch mit einem stündlichen Durchlauf von 20.000 Menschen rechnete. Dazu wurde laut "Genehmigung einer vorübergehenden Nutzungsänderung", die sinnigerweise wohl erst kurzfristig erteilt wurde, auch noch auf Feuerwehrpläne seitens des zuständigen Bauamtes verzichtet.

    Wer erwartet eigentlich ernsthaft "gerechte Strafen" für "die Verantwortlichen"?

    Diese Verantwortlichen werfen ihre Verantwortung, für das, was sie von Amts oder Berufs wegen zu tun haben und wofür sie ausgebildet und bezahlt werden, herum wie eine heiße Kartoffel. Politiker haben Druck ausgeübt und wurden nicht in die Schranken gewiesen. Und wenn sie zurücktreten, bekommen sie ihre Pension, anstatt diese lebenslang zugunsten der Opfer gepfändet zu bekommen. Das ist doch lächerlich. Strafrechtlich muß irgendjemandem ein konkreter Tatvorwurf gemacht werden. Nein, das wird im Sande verlaufen und wenn vielleicht mit ein paar billigen Geldstrafen abgehandelt werden. Und das vielleicht in ein paar Jahren. Was hat die Allgemeinheit davon? Was haben die Opfer davon? Die Traumata, die Hunderte davon getragen haben, werden sie ihr Leben lang nicht loswerden.

    Ich würde mir echt eine mutige Staatsanwaltschaft und mutige Richter wünschen, die all das, was ihnen vorgetragen wird, als das werten und - im Namen des deutschen Volkes - aburteilen, was sich dort als Ansammlung grober Fahrlässigkeiten tatsächlich abgespielt hat.

    Ich halte weder von dem Aufruf viel, noch von dem Beitrag von Dir, mein lieber Ex-HVS-SR. Vielleicht hast Du auch zu wenig Augenzeugenberichte gelesen und entsprechende Videos gesehen, um zu wissen, daß Deine Aussagen allerhöchstens noch mit Unwissen entschuldigt werden können, um nicht zynisch zu sein.

    Ich kann mir nicht vorstellen, daß jemand, der sich in dieser Masse befand, vorher ausgegangen ist in eine solche Zwangslage zu geraten, sondern vielmehr davon, daß solche Veranstaltungen so geplant werden, daß solche Vorfälle nicht geschehen.

    Und das sage ich ganz bewußt als jemand, der latent von Klaustrophobie befallen ist und nicht einmal mit einer Straßenbahn zum Fußballspiel fahren kann, ohne in Panik zu geraten.

    Der Blaue mußte mal dringend aufs Klo und wollte zum Ausgang hinten links in der Halle. Da stand auf einmal der Weiße im Weg. Unsportliches Verhalten vom Weißen.

    Zitat

    Original von Rheinland-SR
    Oder hat jemand da noch eine Quelle, die dasselbe aussagt?

    Ja, mich. ;)
    Frei nach Wikipedia:

    Das zu versteuernde Einkommen (Bemessungsgrundlage) wird wie folgt ermittelt:

    Ermittlung der Einkünfte für das Jahr aus den Einkunftsarten (§ 2 I EStG)

    1. Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft (§§ 13–14a EStG)
    2. Einkünfte aus Gewerbebetrieb (§§ 15–17 EStG)
    3. Einkünfte aus selbständiger Arbeit (§ 18 EStG)
    4. Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit (§§ 19–19a EStG)
    5. Einkünfte aus Kapitalvermögen (§ 20 EStG)
    6. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung (§ 21 EStG)
    7. Sonstige Einkünfte (§§ 22–23 EStG)

    = Summe der Einkünfte (bei Zusammenveranlagung: jedes einzelnen Ehegatten)

    undsoweiterundsofort

    = Gesamtbetrag der Einkünfte (GdE, bei Zusammenveranlagung: beider Ehegatten)

    undsoweiterundsofort

    = Einkommen

    undsoweiterundsofort

    = Zu versteuerndes Einkommen (zvE)


    Dann schauen wir ins Gesetz:

    § 32a Einkommensteuertarif
    (1) 1Die tarifliche Einkommensteuer bemisst sich nach dem zu versteuernden Einkommen. 2Sie beträgt vorbehaltlich der §§ 32b, 32d, 34, 34a, 34b und 34c jeweils in Euro für zu versteuernde Einkommen

    1. bis 7 834 Euro (Grundfreibetrag): 0;

    Nun, die Aussage war seitens der Betriebsprüfung:

    "Wir haben neulich mit einem kooperationswilligen italienischen Gastwirt zusammen gekocht und kamen auf einen Rohaufschlag von 500%".

    Und er redete nur von Speisen, nicht von Getränken (Cola hat ja alleine oft 800%).

    Meine Gegenfrage, ob dieser kooperationswillige Italiener schon huftabwärts in Beton gegossen war, wurde gequält, aber gekonnt überhört.

    Ich kann Dir sagen. Es macht langsam auch mir keinen Spaß mehr. Langjährig pragmatische BP-SGB flippen aus und rechnen Dir bei Pizzerien Aufschläge von 500% als normal vor. :pillepalle:


    Zitat

    Original von Lothar Frohwein
    Man braucht keinen Kläger. (Anonyme) Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft reicht. Notfalls bei der GeneralStA nachhaken und Presse informieren.

    Das ist ja das Problem. Die Info kann nur aus einer Ecke kommen und dann lieferst Du einen Sachbearbeiter ans Messer, der Dir Dinge im Vertrauen erzählt. Sowas kommt nie in die Presse...