Beiträge von Gottfried


    Zinsertrags- und Kapitalertrassteuer sind das gleiche :-).

    Das glaube ich erst, wenn es ein roter Teufel behauptet. :rolleyes:



    So polemisch wie Du argumentierst kann ich Dir nur folgendes raten:

    Spare Dir Deinen FDP-Beitrag - der ist bei den von Dir geschilderten eigenen Einkünften sicherlich Verschwendung und den Rest kannst Du Dir über die ermäßigten Hotelkosten wegen der durch die FDP gesenkten USt refinanzieren.

    Das ist ein gutes Beispiel dafür, wofür sich eine Partei schelten lassen muß, für etwas was sie gar nicht alleine zu verantworten hat, durch das das Gegenteil von dem eingetreten ist, was eigentlich beabsichtigt war: Für Geschäftsreisende wurden die Kosten jedenfalls durch die Absenkung des Steuersatzes erheblich teurer, da die Endpreise ja durchaus nicht gesenkt wurden, wie es erwartet worden war. Übrigens hatte diesen vermeintlichen Klientelgefallen gar nicht alleine die FDP zu verantworten, sondern insbesondere Herr Seehofer. Aber die Dresche hat er gut weitergeleitet.


    1. Man hat als Bürger eben die Wahl: Ein gerechtes und kompliziertes Steuersystem, oder ein ungerechtes, dafür aber auch einfaches. Das ist auch der Schmu, den die FDP treibt, denn beides zusammen funktioniert schlicht und einfach nicht. Ich für meine Seite würde ein gerechtes und kompliziertes nehmen.

    Es will niemand das Steuersystem vereinfachen. Der eine will die Steuersätze erhöhen, der andere nicht.
    Abgesehen davon ist es eine Urban Legend, daß das Einkommensteuergesetz gerecht sein sollte.


    Am lustigsten finde ich persönlich die Aufregung um den veggie-Day. Das steht seit fast vier Monaten im Wahlprogramm der Grünen und wenn's die Bild auspackt regt sich der gemeine Deutsche mehr darüber auf, als über die Datenausspähung. Extra3 nannte es Burger-Rechte vor Bürgerrechte. Dass User wie Gottfried da permanent und immer noch eine Vorschrift draus machen, entbehrt nicht einer gewissen Komik. Das paßt halt zu gut ins Weltbild, als das man die Realität dahinter zugeben könnte. Andererseits schafft es Union und FDP tatsächlich im Jahr 2013 bei vielen die Urinstinkte der Steinzeit zu wecken, muss man fast Respekt davor haben. Also vor der Kampagne und nicht den am veggie-Day verhungernden Wählern.... ;)

    Der Veggie-Tag ist in der Tat nur eine reine Absichtserklärung. Kann ich mit leben, lebe ich eh schon danach.

    Finde den Fehler.

    Einzig die Grünen überzeugen mit Themen. Sie sind die einzigen, die ein Steuersystem exakt und konkret vorgerechnet haben, die Schlagworte wie "Mensch vor Bank" von sich geben, was ich im Übrigen sehr gut finde und die Gesetzesvorschläge wie den Veggie-Day machen (was übrigens kein Verbot darstellt, wie mein Vorredner FEH gesagt hat, sondern ihrer klaren ökologischen Richtlinie entspricht. Keiner wird gezwungen, in einer staatlich geförderten Kantine zu essen). Die CDU/CSU dagegen schlägt Steuerentlastungen vor, die, wie sie in den letzten vier Jahren gezeigt haben, eh nicht umgesetzt werden, und das finde ich einfach schade.

    Soso, die Grünen haben ein Steuersystem exakt vorgerechnet.
    Wenn Du damit meinst, die Steuersätze stumpf zu erhöhen, dann ist ja ne tolle Rechnung. :lol:
    Und die Steuerentlastungen von CDU/CSU suche ich auch schon lange.

    Aber es ist ja gut, wenn sich jemand noch so klar positioniert.

    Der Veggie-Tag ist in der Tag nur eine reine Absichtserklärung. Kann ich mit leben, lebe ich eh schon danach.

    Lieber Gottfried, ich brauche weder Beiträge von Bernd das Brot ( bist du mir dem verwandt??) noch Einladungen zu "Steuerseminaren"

    es ging mir einfach nur darum klarzustellen, dass eine Steuerhinterziehung bei einem nicht versteuerten Einkommen von 51.000 € ( in meinem vereinfachten Beispiel) schwerer wiegt als eine bei einem Einkommen ( Zinsen) von € 1.000,00...wenn du das nicht verstehen kannst oder willst ist das sehr aussagekräftig

    Niemand versteht Dich. Das ist eben so, wenn man der Stephen Hawking der Handballecke ist. In Deinen Sphären kann keiner mitreden.

    Das Thema hier ist: Steuerhinterziehung bei Kapitaleinkünften. Die Einkünfte aus selbständiger Arbeit hast Du selbst ins Spiel gebracht und versuchst sie krampfhaft als hier relevant darzustellen. Bei selbständigen Einkünften handelt es sich übrigens um solche aus Katalogberufen und ähnlichen. Also solchen, denen man eine geistige Vorbildung nachsagt. Von daher weiß ich nicht, ob Du bei denen überhaupt mitreden solltest. Versuch es lieber mal mit § 13 Abs 1. Satz 1 Alternative 3 EStG.


    @ Alter Sack

    Ich würde mal sagen, trotz allem Bashings, funktioniert unsere Finanzverwaltung sehr gut. Und die Rechtspflege seitens der Beraterschaft, denen man zuletzt ja auch gerne mal einige staatliche Datenstammelaufgaben stillschweigend übertragen hat, soll auch nicht so schlecht sein. :)

    Ich bin ja weiterhin der Meinung, daß es Lord Vader ist, der sich unter seinem Zweitnick Roter Teufel einloggt und uns alle an der Nase herumführt. Alternativ hat sich der Teufel gestern das Yps-Heft - Schwerpunkt Steuern - gekauft und erklärt es uns allen mal.

    Übrigens - off Topic - diese Abgeltung durch die Kapitalertragsteuer hätte nur dann funktioniert, wenn man nicht wieder - bundesdeutsch sozial gerecht - eine Vergleichsrechnung eingeführt hätte, was denn nun günstiger ist - Besteuerung nach Tarif oder Abgeltungssteuer. So muß man eben doch wieder alles in der Erklärung angeben, denn ohne Angabe kein Vergleich. Das einzige, was einfacher geworden ist, ist der Aufbau der Steuerbescheinigungen. Aber auch da gibt es wieder Ausnahmen, denn gleichzeitig wurde ein Kirchensteuerabzug auf die Kapitalerträge eingeführt und nicht alle Kapitalerträge fallen unter diese vereinfachte Regelung.

    Das würde nun zu weit führen, aber wenn der Teufel will, werde ich es heute gerne im Laufe des Tages ausführen. :)

    Mal an die echten Experten - also nicht die Trolls - eine Frage zur Kapitalertragssteuer:

    Ich bin mir nach dem heutigen Tage auch nicht mehr sicher, welcher von den beiden Gruppen ich mich zurechnen soll, aber ich versuche es mal. ?(

    Die Kapitalertragssteuer ist doch gar keine Steuer im allgemeinverständlichen Sinne. Wenn ich es richtig im Kopf habe, dann ist es vergleichbar wie die Zinsabschlagssteuer eine vorab abgeführte Pauschale, dass der Staat erst einmal eine grobe Schätzung der Steuer sicher hat. Angeben muss ich aber alles bei der Einkommensteuererklärung und dann wird ermittelt was ich wirklich zu zahlen habe und die gezahlte Kapitalertragsteuer und Zinsabschlagsteuer werden als Abschlag verrechnet. Korrekt oder System/Begrifflichkeiten verwechselt?

    Yes. Es handelt sich lediglich um einen Steuereinbehalt, sozusagen um eine Quellensteuer. Den gibt es eben nur bei Kapitalerträgen und nichtselbständigen Einkünften. Bei allen anderen kann - muß aber nicht - das Finanzamt auf die voraussichtliche Jahressteuer eine vierteljährliche Vorauszahlung verlangen. Das hat aber mit dem Thema "Hoeneß" im Speziellen gar nichts mehr zu tun.

    Dem hätte, wie man hier lesen kann, eigentlich 35% abgezogen werden müssen. Wurden vielleicht auch, das konnte ich noch nirgends lesen. Dabei handelt es sich aber nicht um eine Kapitalertragsteuer im eigentlichen Sinne, sondern eher um eine Notlösung: Wenn wir schon nicht wissen, wer seine Steuern nicht bei uns bezahlt, von dem sollen die Schweizer wenigstens 35% einbehalten und an uns abführen. Also anonymisiert. Funktioniert in der Praxis allerdings auch nicht so, wie man es gerne hätte, sag ich mal als Teufel, äh Experte bzw. Praktiker.

    Wer dem Toten Reufel bis hierhin versucht hat zu folgen, kann sich nun ein plastisches Bild von dem machen, was Ulf und ich aus der Praxis als "Beratungsresistenz" kennen. ;)

    Ansonsten ist die Fragestellung schon so, wie research-it es auch darstellt. Ist es eine reine Causa "UH" oder "FCB", sprich Korruption?

    Weltklasse, echt Weltklasse.

    Du laberst hier einen Stuß wider besseres Wissen und läßt Dich nicht einmal von Berufsträgern verunsichern.
    Das finde ich bewundernswert.

    Natürlich geht es hier um ein Gesetz, in dem das alles geregelt ist, und das ist das Einkommensteuergesetz.
    Da stehen die Besteuerungsgrundlagen drin. § 20 aus Kapitalvermögen. § 19 nichtselbständig.

    Aber was erzähle ich. Dafür bekomme ich ja nicht mal Gebühren, wenn Du schon nix verstehst. :pillepalle:

    puh, um es noch einmal zu verdeutlichen was ich meinte:

    Herr H hat sein Einkommen in Deutschland ordnungsgemäss versteuert, d.h. bei dem in der Schweiz angelegten Geld handelte es sich um sein Nettoeinkommen, d.h. Einkünfte brutto abzüglich darauf zu zahlender Einkommenssteuer......von diesem "Nettobetrag" ist dann auf die Zinseinkünfte die Kapitalertragsteuer zu zahlen....natürlich ist dies auch eine "Einkommenssteuer" es werden jedoch die "Zinseinkünfte" besteuert und nicht das gesamte Kapital, darauf fällt dann nur noch die Vermögenssteuer an

    Es wird immer schlimmer.

    Es gibt in D keine Vermögensteuer mehr. Seit 1997.

    Herr Hoeneß hat seine Einkünfte eben nicht ordnungsgemäß versteuert. Er hat Nettovermögen in der Schweiz angelegt und nicht Nettoeinkommen. Er hat das Einkommen aus diesem Vermögen nicht der deutschen Besteuerung unterworfen.

    Dazu nur soviel, die Kapitalertragsteuer/Zinssteuer ist sicher keine Einkommenssteuer...mit dieser wird das Einkommen besteuert, mit der Zinssteuer die Erträge...das ist steuerlich ein elementarer Unterschied

    Dummes Zeug.

    Einkünfte aus Kapitalvermögen ist eine der sieben Einkunftsarten der Einkommensteuer. Die Kapitalertragsteuer ist eine Erhebungsform.
    Si tacuisses...


    @ Ulf

    Strafrechtlich wird natürlich nicht nur das Objektive abgeurteilt, sondern das subjektive Moment dahinter. Vielleicht bekommt UH ja noch mildernde Umstände, weil er ja schon selbst eingeräumt hat, es wäre wie eine Sucht gewesen, mit dem Geld rumzuzocken.

    2 Punkte:

    • Eine in einem Strafprozeß verurteilte (und das wird so kommen) Person als Aufsichtsratsvorsitzender ist eigentlich ein schlechter Scherz. Das ist Compliance at its worst.
    • Es gibt kein Recht im Unrecht und kein Unrecht im Recht. Otto Normalverbraucher verlängert seine Fahrtkosten bei der Steuer ja oftmals deswegen, weil der Aufsichtsratsvorsitzende des FC Bayern das auch macht. Von daher mag Otto Normalverbraucher seine Finger auf sich selbst deuten, aber das ist für die Justiz unerheblich.

    Der Zusammenhang mit Adidas wird mir auch zu sehr unter den Tisch gekehrt. Vielleicht ist es für den FC Bayern auch besser, wenn alles auf UH eindrischt, anstatt dieser Sache auf den Grund zu gehen.

    Genau. Und wenn nichts geschrieben wird, schreien alle nach Transparenz und mangelnder Kommunikation.

    Der eine will hier einen exakten Schuldenstand wissen, der andere die Gehälter der Spieler, des Reinemachpersonals und des Hallensprechers. Sogar Wohnungssuchen werden hier ins Lächerliche gezogen. Am besten zapfen einige Besserwisser hier noch in NSA-Manier die Toilette der Geschäftsstelle an und messen die Hormone im Urin der Mitarbeiter, um sie hier zu veröffentlichen.