ZitatOriginal von Micha
Finger weg auch davon.
Also gut. Dann mal wieder zum Thema. Wieso Finger weg davon? Geht es nicht um ein zu kompliziertes Steuerrecht mit zu vielen Ausnahmen, die es zu streichen gilt? "Finger weg davon" gab es lange genug.
ZitatOriginal von Micha
Finger weg auch davon.
Also gut. Dann mal wieder zum Thema. Wieso Finger weg davon? Geht es nicht um ein zu kompliziertes Steuerrecht mit zu vielen Ausnahmen, die es zu streichen gilt? "Finger weg davon" gab es lange genug.
ZitatOriginal von Felix0711
In Hessen ticken die Uhren eben etwas anders. Da gilt ja auch noch die Todesstrafe. Zum Glück bricht Bundesrecht Landesrecht
Genau. Hier in Hessen wird der Kopf abgehackt, wenn er immer nur geschüttelt wird.
@ Outsider
Ist mir klar, daß Du manches nicht nachvollziehen kannst.
Und das willst Du jetzt immer mit Kopfschütteln quittieren?
@ Outsider
Überleg mal, wie oft Du hier den Kopf schüttelst. Ich habe mal gelernt, daß ich etwas, was ich nicht verstehe, auch genau ansprechen muß, damit man es mir erklärt. Oder soll ich, um es Dir einfacher zu machen, gleich an meine Beiträge Dein Kopfschütteln anfügen?
ZitatOriginal von Micha
Die Union will die Übungsleiterpauschale steuer- und sozialversicherungspflichtig machen. (Quelle)Was halten denn unsere Trainer davon?
Naja, von den Websozis habe ich nichts anderes erwartet, als sich mal wieder irgendeinen kleinen Punkt aus einem gesamten Konzept herauszusammeln, um das ganze Konzept madig zu machen. Applaus.
Auch die Steuer- und Sozialversicherungsfreiheit von Übungsleiterpauschalen ist eine Subvention, man mag es drehen und wenden wie man es will. Ebenso wie Nachtzuschläge, Feiertagszuschläge, Kaufkraftzuschläge, etc. pp.
ZitatOriginal von Tester
Zitat:
Original von Gottfried
16% für die Linkspartei?Nach der Stoiber-Logik hiesse das 16 % Ossis in der HE.
Nee, frustrierte Ossis ![]()
Vielleicht ein wenig lang, aber sehr interessant:
ZitatAlles anzeigenINTERVIEW MIT STASI-BEAUFTRAGTER BIRTHLER in Spiegel-Online
"Erstaunliche Tendenz zur Verharmlosung der DDR"
Der Streit um Ost-Frust und West-Lust führt in die Irre, meint die Behördenchefin Marianne Birthler. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE spricht sie über ostdeutsche Verharmlosung der DDR-Diktatur und falsche Kritik aus dem Westen.
SPIEGEL ONLINE: Frau Birthler, wenige Wochen vor der Bundestagswahl spielt unerwartet die DDR wieder eine politische Rolle. Der brandenburgische Innenminister Jörg Schönbohm versucht, die Verbrechen einer Frau mit der Zwangsproletarisierung im realen Sozialismus zu erklären, der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber sieht die Zukunft der Republik durch den Aufstand der Frustrierten bedroht. Was halten Sie als ehemalige DDR-Bürgerrechtlerin von diesen Analogien und Attacken?
Birthler: In diesen Auseinandersetzungen wird deutlich, dass wir in Deutschland noch immer in zwei Kulturen leben. Ich fand es einerseits unsäglich, wie Herr Schönbohm die Kindermorde in Frankfurt an der Oder mit einer generellen Aussage über die DDR verknüpft hat. Andererseits dürfen wir uns um das Thema nicht drücken, welche gesellschaftlichen Schäden die SED-Diktatur nach sich zog. Die deutsch-deutschen Befindlichkeiten sind ein sensibles Thema, doch offenbar ist die Versuchung groß, es in Wahlkämpfen zu instrumentalisieren. In Ost und West übrigens: Die Reaktionen auf Schönbohm und Stoiber kamen auch nicht alle aus reinem Herzen.
SPIEGEL ONLINE: Die Drangsalierung und Vertreibung des Bürgertums war offizielle Politik der SED. Gab es in der DDR interne Studien über das Problem der sogenannten Proletarisierung?
Birthler: Vorab: Der Begriff Proletarisierung trifft die Sache nicht, wenn es um Straftaten und Gewalt geht. Die SED-Ideologie ließ es gar nicht zu, für solche Probleme das eigene System verantwortlich zu machen. Die Staatsanwaltschaften haben durchaus Erhebungen über Gewaltdelikte gemacht, aber die blieben unter Verschluss und wurden höchstens intern ausgewertet. Sicher ist, dass es wesentlich mehr Straftaten gab, als die DDR-Bürger ahnten. Vieles wurde geheim gehalten. Gewalt an Kindern, auch Kindstötungen, wurden vor allem als bürgerliches Delikt gesehen. Oder man machte westliche Einflüsse verantwortlich für Gewaltverbrechen.
SPIEGEL ONLINE: Schönbohms Bemerkung zielte auf die gesellschaftlichen Ursachen von Gewalt. Was ist daran falsch?
Birthler: Über Ursachen von Gewalt kann und muss man reden, aber doch nicht am Beispiel eines Einzelfalles, bei dem uns allen der Atem stockt. Auf diese Weise Diktaturfolgen zu thematisieren, ist mehr als ungeschickt, es ist auch in der Sache falsch. Allerdings gebe ich Herrn Schönbohm ausdrücklich Recht, wenn er gesellschaftliche Defizite, die im Osten entstanden sind, thematisieren möchte.
SPIEGEL ONLINE: Was meinen Sie damit genau?
Birthler: 60 Jahre mit zwei Diktaturen und einem Krieg haben in den neuen Ländern Spuren hinterlassen, hinzu kommt in Brandenburg, dass sich zwischen der Zeit der Großgrundbesitzer und der Bildung von Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften kaum ein solider Bauernstand entwickeln konnte. An Nationalsozialismus und einen Krieg mit verheerenden Folgen schloss sich die zweite deutsche Diktatur an. Wir müssten doch über Diktaturen nicht weiter reden, wenn wir nicht wüssten, wie schwer die Folgegenerationen daran zu tragen haben. Die Ideologien von Diktaturen zielen auf die Seelen der Menschen, die Hinterlassenschaft der DDR-Staatssicherheit ist voller Beispiele dafür. In Westdeutschland gab es nach der NS-Zeit einen über 50jährigen Demokratisierungs- und Zivilisierungsprozess. Es wäre ein Wunder, wenn man diesen Unterschied nicht mehr spüren würde.
SPIEGEL ONLINE: Seit 1945 verliert der Osten Ingenieure, Intellektuelle, Akademiker an den Westen. Auch das hat schlimme Folgen.
Birthler: Richtig, das kommt hinzu. Und in der Mehrheit waren es die gut ausgebildeten, die aktiveren, die in den Westen gingen, jene, die selbstbestimmt und frei leben wollten. Wer in der DDR Verantwortung übernehmen, Einfluss ausüben wollte oder unternehmerische Ambitionen hatte, musste sich zwischen der Flucht in den Westen und der SED entscheiden. Die Abwanderung aus dem Osten aus wirtschaftlichen Gründen hält außerdem bis heute an. Trotzdem warne ich davor, die Defizite, die es im Osten gibt, zu verallgemeinern und parteipolitisch zu instrumentalisieren. Und außerdem hat die DDR - gegen ihren Willen - auch einen Typus hervorgebracht, den es im Westen nicht gab: Das waren die Menschen, die sich bewusst der Macht entzogen haben - unauffällig im Alltag, was keineswegs einfach war, oder sogar durch offenen Widerstand. Offenbar lässt eine Diktatur nicht nur die Bösen böser werden. In vielen Menschen fordert sie auch die guten Seiten heraus.
SPIEGEL ONLINE: Trotzdem: Hat Stoiber nicht ein bisschen Recht, wenn er den Frust zum Thema macht? Viele Westler fremdeln, wenn sie in den Osten fahren, weil sie vor der antibürgerlichen Attitüde zurückschrecken.
DPA
Stasi-Unterlagen: "Es war einfach ein langes Stück Leben"
Birthler: Was Sie an den ostdeutschen Stammtischen über den Westen hören, ist auch alles andere als freundlich, manchmal sogar erschreckend. Die mentale Mauer zwischen Ost und West ist gewachsen. Gerade darum eignet sich das Thema nicht für Scharfmacherei im Wahlkampf. Das Ziel der Stoiber-Rede war keine ernsthafte Ost-West-Debatte. Er wollte, wie Michael Glos das ja einräumte, "seine Leute in Stimmung bringen".SPIEGEL ONLINE: Vom realen Sozialismus existiert heute bei vielen Menschen ein ziemlich weich gezeichnetes Bild. So eine Art autoritäres Nachbarschaftsheim mit großem FKK-Strand an der Ostsee.
Birthler: Ich höre manchmal von Schülern: Wenn man nicht gerade im Knast saß, war die DDR ganz ok. Das ist natürlich absurd. Meine Antwort lautet: Wer sich nicht bewegt, spürt keine Ketten. Aber auch diejenigen, die sich nicht bewegen, werden durch das Leben in einer Diktatur verändert. Wer jahrzehntelang akzeptiert, seine Meinung nicht zu sagen, wer bei einem Witz immer erst über die Schulter guckt, wer bestimmte Dinge schon gar nicht mehr denkt - der lebt doch kein gutes Leben. Das ist doch die Katastrophe in einer Diktatur: Sie zerstört allmählich Freiheit, Zivilisation und Selbstbestimmung, der Zensor sitzt irgendwann nicht mehr außen, sondern im Kopf. Eine perfekte Diktatur würde gar keine Gefängnisse mehr brauchen.
SPIEGEL ONLINE: Die DDR wird heute viel mehr verharmlost als vor 15 Jahren, als die Wiedervereinigung vor der Tür stand und die Mauer abgetragen wurde. Wieso wird das Regime so verklärt?
Birthler: Menschen neigen dazu, sich eher an das Gute als an Unangenehmes zu erinnern. Es schmerzt zu sehr, sich daran zu erinnern, dass wir eingesperrt waren, auch die Erinnerung an das eigene Verhalten kann unangenehm sein. Es gibt tatsächlich eine erstaunliche Tendenz zur Verharmlosung der DDR-Geschichte. Viele Menschen können die Kritik an einem politischen System nicht von ihrer eigenen Lebensgeschichte trennen. Seit 15 Jahren erlebe ich es, dass sich Menschen persönlich gekränkt fühlen, wenn sie hören, dass die DDR eine Diktatur gewesen sei. Ich habe auch dort gelebt, aber soll ich es vielleicht übel nehmen, wenn jemand das SED-Regime einen Unrechtsstaat nennt und das Politbüro eine Bande von Verbrechern? Das geht doch nicht gegen mich!
SPIEGEL ONLINE: Sie haben auch gegen das Regime gekämpft. Die allermeisten DDR-Bürger haben das nicht getan.
Birthler: Kein Grund, sich diese Jacke anzuziehen. Von manchen wird das geschickt ausgenutzt. Wenn das politische System der DDR kritisiert wird, jaulen sie auf und behaupten: Nun geht es wieder gegen uns Ostdeutsche.
SPIEGEL ONLINE: Dieses Rezept benutzt die PDS seit 15 Jahren sehr erfolgreich.
Birthler: Sie kommt auch deshalb damit durch, weil sie das im Osten weit verbreitete Gefühl der Zweitklassigkeit nährt und ausnutzt. Auf verschiedenste Weise werden wir bis heute mit dem großen Vorsprung des Westens konfrontiert. Der Westen gibt sich weltgewandter, erfahrener. Wir im Osten waren 1990 die ABC-Schützen der parlamentarischen, westlichen Demokratie. Bis heute werden die Geschicke des Landes vom Westen bestimmt.
SPIEGEL ONLINE: Heutzutage ist immer wieder von "DDR-Identität" die Rede - als Abgrenzung zum Westen. Was ist das eigentlich genau?
Birthler: Im Herbst 1989 war ich zum ersten Mal gerne DDR-Bürgerin. Ich spüre bis heute Genugtuung, wenn ich an die demokratische Revolution denke, die das System zum Einsturz brachte, an die Rettung der Stasiakten, an die Aufbauleistungen nach 1990. Ich freue mich, wenn ich die neuen alten Häuser in meiner Straße ansehe und weine der DDR keine Träne nach. Und dennoch gibt es manchmal so etwas wie Wehmut: Bei einem Lied, einer Redewendung.Wer lacht schon im Westen über die Frage "Auch Pferde?" - eine Anspielung auf ein Lied, das Manfred Krug gesungen hat. Die Erinnerung an unsere Improvisationen, an manche Feste und sogar an die Probleme - das verbindet. Es war einfach ein langes Stück Leben. Und nicht zu vergessen: Alle, die über die DDR reden, meinen eine Zeit, in der sie zwanzig Jahre jünger waren als heute.
SPIEGEL ONLINE: Frau Birthler, es gibt in der Politik kaum noch ehemalige DDR- Bürgerrechtler. Günter Nooke und Werner Schulz kämpfen um ihren Einzug in den Bundestag, einen sicheren Listenplatz haben ihnen CDU und die Grünen verwehrt. Waren die Bürgerrechtler zu frech für die Bundesrepublik?
Birthler: Die großen Demonstrationen von 1989 haben eine optische Täuschung erzeugt. Die Opposition der DDR war nicht groß, eher ein überschaubares Häufchen. Viele sind politisch noch immer aktiv, wenn auch nicht auf der Bundesbühne. Werner Schulz hat das wunderbar beschrieben: Wir waren wie ein Stück Zucker im Tee. Nun ist der Zucker weg - aber der Tee schmeckt besser.
SPIEGEL ONLINE: Frau Birthler, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.
ZitatOriginal von Da Kid #21
.... Deutschland mit seinem Polnisch/Brasilianisch/Afrikanischen einbürgerungs Sturm
Ich weiß ja nicht, ob das jetzt abwertend gemeint war. Aber bei den Oranjes laufen auch nicht wirklich nur Spieler auf dem Platz herum, die auf eine 800-jährige niederländische Ahnenreihe blicken können. ![]()
ZitatOriginal von samol
Man merkt, dass du Schalke-Fan bist...Bis zum Tor war Asamoah ein Total-Ausfall, ich glaube er hat keinen Zweikampf gewonnen!
Da hast Du zugebenermaßen leider verdammt recht....
Wenn die "Käsköppe" mal endlich lernen würden, daß man gegen Deutschland erstens seine Torchancen brutal verwerten muß und zweitens in der Abwehr nicht so rumgaukeln darf, dann gewinnen sie ja auch mal.
Das 2:2 war doch typisch: Der Verteidiger tanzt Ballett mit Borowski, bis der ihm den Ball vom Fuß haut, ab damit in die Mitte und dann: Gerald Asamoah
![]()
Wörns ist ja auch alt... ![]()
@ Wieland
Nicht schön von Dir
. Jever hatte für Dich doch schon einen vergleichsweise ruhigen Offiziersposten für die unumgängliche Invasion des Irak im Falle des Wahlsieges der CDU vorgesehen.
@ Lord Vader
ZitatDie Ausrede mit den Frustrierten (angeblich Lafontaine und Gysi) kommt bei vielen noch relativ gut an. Aber hat er wirklich diese beiden gemeint?
Wen soll er sonst gemeint haben außer diesen beiden Demagogen? Den ganzen Osten, wie ihm vorgeworfen wird, sicher nicht.
ZitatIch hätte mir in dem ganzen Zusammenhang von Edmund Stoiber etwas mehr Ehrlichkeit gewünscht.
Nun, wenn man Stoiber sei seinen Auftritten beobachtet, dann wünscht man sich manchmal, daß er nicht so offen und ehrlich seine Meinung äußert wie er es nun getan hat. Unehrlich und polemisch ist das Verlangen der SPD-Ministerpräsidenten (ich wußte gar nicht, daß es sowas noch gibt), von ihm eine Entschuldigung einzufordern.
@ Wieland
Klasse Beitrag. Ich kenne auch Leute im Alter von damals knapp 40, die nach der Wende feststellen mußten, daß ihnen einfach die gesamte Jugend verloren gegangen ist, was Urlaubsreisen, schnelle Autos, flotte Hifi-Anlagen betrifft. All das, was im Westen eben so selbstverständlich war und ist. Eine "verlorene Generation" mag man denken.
Klar, nach der Wende haben sich hier viele schief gelacht, was "Ossis" ihnen für ihre gebrauchten Schrottkarren geboten haben. Man hat den Konsum in den Osten exportiert, ohne sich Gedanken darüber zu machen, ob sich das eigentlich von selbst finanziert.
Man hat ja schon fast vergessen, daß der Solidaritätszuschlag anfangs eingeführt wurde, um die Kosten der Wiedervereinigung dem Volk aufzubürden, und daß dieser schon nach kurzer Zeit wieder abgeschafft wurde, weil man dachte, daß die kurze Anschubfinanzierung ausreichen würde. Pustekuchen. Heute ist schon gar nicht mehr an die Abschaffung dieser Sondersteuer zu denken (im übrigen zahlen ja auch die "Ossis" den Soli, um mal mit dem beliebten Vorurteil aufzuräumen, es sei eine reine West-nach-Ost-Transfer-Steuer).
Ebenso leichtfüßig hat Kohl seinerzeit den Zwangsumtausch von Ost- zu Westmark im Verhältnis 1 zu 1 durchgedrückt. Es ging total unter, daß der damalige Bundesbankpräsident aus Protest dagegen zurückgetreten ist, weil er die wirtschaftliche Unsinnigkeit dieser Maßnahme gesehen hat. Nur: Wer hätte es denn politisch verantworten wollen, den "Ossis" für ihre Ostmark nur 10 Westpfennig in die Hand zu drücken und ihnen so zu signalisieren, daß sie die armen Verwandten sind?
Witzig finde ich die Aussage von "Wessis", daß es im Osten doch sowieso viel schönere Straßen gibt als hier im Westen. Na, hätte man die Straßen denn nur halb sanieren sollen, daß sie danach immer noch aus einer Reihe von Schlaglöchern bestanden hätte? Nach dem Motto "Damit Du nicht vergißt, daß Du aus dem Osten kommst, haben wir Dir schöne moderne Schlaglöcher in die Bundesstraße gemacht
?
Was aber noch viel schlimmer war und sich heute bemerkbar macht, war der Export unseres Anspruchsdenkens in den Osten. "Sorge Dich nicht, der Staat regelt das für Dich". Gerade im Osten wäre man sicherlich eher bereit gewesen, sein Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen, nachdem man bei der DDR sehen konnte, daß der Staat innerlich ausgeblutet war, wirtschaftlich am Ende, die Straßen im Eimer, Gebäude abbruchreif etc.
Nein, hier hat man - auch mit viel Geld - Dinge versaubeutelt und der Vorwurf geht eindeutig an die "Wessis" wie mich, die Einheit nicht als Aufbruch genutzt zu haben sondern das "weiter so" in den Vordergrund zu stellen, obwohl auch hier schon erkennbar hätte sein müssen, daß unsere Art von Staatswesen - nämlich eine Art von DDR-light mit Reise- und Redefreiheit - auch auf dem absteigenden Ast war und ist.
Meine Freundin hat ihre Kindheit auch in der DDR verbracht. Klar, für sie war es so oder so auch sehr schön und sie hat die Ausreise in den 80ern auch nicht verstanden. Aber auch ihre Mutter mußte ihr kleines Häuschen und ihren schönen Garten aufgeben und fand das auch nicht sehr prickelnd.
Wie juju schon vollkommen zurecht angedeutet hat, erwartet sie ""nichts von niemanden". Und das ist etwas, was "Wessis" von "Ossis" lernen sollten. Zumindest von denen, die nicht auf Lafontaine und Gysi reinfallen.
ZitatOriginal von westfalia-max
Also ganz ehrlich ich finde das angebliche Abseitstoor von Koller war keines ,das war für mich en Millimeterentscheidzung und man hätte durchaus auch Tor pfeifen können, okay das Handspiel von Smolarek war schon relativ dreist gemacht aber ich glaube nicht das das 100% Abseits war
![]()
Stimmt, man sollte Koller einen Bonus geben, weil er ja so groß ist! Schau es Dir halt im Fernsehen noch mal an.
ZitatOriginal von Ronaldo
Das ist ja der Unterschied zum Handball: da hat Flensburg die Derbies gewonnen, bzw. nicht verloren und wollte auch noch die Schale
Jaja :P. Irgendwie muß man sich ja motivieren, wenn man immer nur Zweiter wird.
Ich muß Euch leider enttäuschen. Ede und Oski werden sich nur schriftlich bekämpfen. Siehe [URL=http://www.spiegel.de/politik/deutsc…,369840,00.html]hier[/URL]
@ Yoon
Jedes Jahr die Derbies zu gewinnen, soll vielen Schalkern wichtiger sein als die dusselige Schale...
ZitatOriginal von Felix0711
Und dass wir dringend einen Subventionsabbau (auf 0) in allen Bereichen bräuchten und sämtliche steuerlichen Ausnahmetatbestände mit mehr oder weniger großer Berechtigung geschlossen gehören, ist vermutlich unstrittig (auch wenn das die Steuerberater vermutlich nicht gerne hören)...
Das bestreite ich von Berufs wegen mal gerne. Steuerberater haben die vielen Ausnahmetatbestände zu Ausnahmetatbeständen regeldenden Ausnahmetatbeständen satt, die irgendwann einmal in Steuergesetze aufgenommen wurden, um einen Ausnahmetatbestand aufzufangen, der zum Zwecke der Einzelfallgerechtigkeit eingefügt, aber andere Ausnahmetatbestände aufgeworfen hat ![]()
Als jemand, der sich Tag für Tag mit der Machete durch den Steuerdschungel schlagen darf, bestätige ich Dir aber gerne, daß die Steuergesetzgebung der letzten sieben Jahre nicht wirklich von großem Sachverstand geprägt war. Hans Eichel würde ich sicher als den schlechtesten Finanzminister der Bundesrepublik hervorheben (was will man auch von einem Lehrer erwarten, dessen Staatssekretärin eine zur Finanzpolitik geradezu vorbestimmte Anglistin ist?).
Und ich gebe Dir auch gerne recht, daß der große und erhoffte Subventionsabbau ausbleiben wird. Da gab es mal einen Herrn Merz, der für seine Idee ausgelacht wurde, die Steuererklärung auf dem Bierdeckel zu erledigen. Andere Konzepte der letzten Zeit, für die sich insbesondere Steuerberater ausgesprochen haben, wurden gleichermaßen verworfen, weil "sozial ungerecht". Und das sagt ja schon alles.
@ Ronaldo
Wäre ja auch schlimm, wenn ich immer nur polemisch oder immer nur sachlich wäre :P; ich denke, die Mischung machts. Aber Danke trotzdem!
ZitatOriginal von westfalia-max
Ja Derby Time, dieses Mal bin ich live dabei auf der Südtribüne *freu*
jetzt müssen sie nur noch gewinnen!
ich tippe mal einen 2:0 Sieg für Dortmund alles andere ist morgen Unwichtig!!!
Da wartest Du aber noch ein paar Jahre drauf. ![]()
Derbysieger, Derbysieger, hej, hej!
ZitatOriginal von Wieland
na gottfried. "SBZ, Zone". Was ist denn das für ein Sprachgebrauch?
Liest sich ja so, also ob deine politische menschwerdung in adenauers zeiten stattfand.
Könnte man meinen, was? Nein, und im übrigen (diesen Terminus mag ich, weil ihn unser großer Staatsgerhard immer so schön gebraucht) gebe ich Dir uneingeschränkt recht.
Ich glaube, das Thema Ost-West ist eigentlich nie so richtig auf den Tisch gekommen. Man hat dem Osten einfach mal so ein (Wirtschafts-)System übergestülpt, von dem man eigentlich hätte wissen müssen, daß es unfinanzierbar war. Eine politische Auseinandersetzung fand eigentlich nicht statt, im Osten zog der Konsum ein, im Westen sah man einen erweiterten Wirtschafts- und Absatzmarkt.
Daß die DDR insbesondere wirtschaftlich gescheitert ist, weil Sozialismus eine Katastrophe ist gestand man sich ja vielleicht noch ein. Daß die DDR aber kein kuscheliger Wohlfahrtsstaat war, sondern nur auf der gütigen Mithilfe von (man sagte) einem Siebtel der Bevölkerung aus der Abteilung "Horch und Erzähl" existieren konnte, haben sich - insbesondere im Westen - viele noch immer nicht klargemacht. Man denke nur an die heimelige Ostalgiewelle der letzten Jahre. Da schlage ich dann doch mal den Besuch des Gefängnisses von Bautzen oder den "Point Alpha" vor.
Ich habe mit vielen "Ossis" gesprochen, die mir sagen, so (wortwörtlich als "DDR-light") haben sie sich den Westen nicht vorgestellt. Daß man hier im Westen genauso "veräppelt" wird, was Selbstbestimmung und Eigeninitiative betrifft. Daß sich dieser Staat auch in vielen Bereichen viel zu sehr anmaßt, besser für seine Bürger entscheiden zu können, was diese zu wollen haben (Das sind nun Zitate von ehemaligen Ostbürgern, daher bitte nicht wieder den Kopf schütteln, Roadie!).
Ich kenne viele Menschen hier im Westen, die ernsthaft die Meinung vertreten, man hätte die DDR als zweiten Staat "weiterleben" lassen sollen, um die "Systeme" einmal nebeneinander auszuprobieren. Wie konfus ist diese Meinung denn?
Ich kann eigentlich auch nicht die "Ostmeinung" erkennen. Wieviele Menschen aus der ehemaligen SBZ (das war eher scherzhaft gemeint, andere finden Karl-Marx-Stadt ja auch witzig) pendeln Woche für Woche in den Westen - das bewundere ich sehr, schließlich lassen sie ihre Heimat hinter sich und legen eben nicht die Hände in den Schoß und warten auf den Staat? Ich habe allerdings auch genug TV-Interviews gesehen, in denen manche Ost-PDS-Vertreter ihre alten Parolen dahergeschmettert haben, wovon mir die Galle hochging.
Meiner Meinung nach fehlt immer noch die Auseinandersetzung in der ehemaligen DDR mit der ehemaligen DDR; nicht daß man den Menschen dort ihr ganzes Vorleben vorhält, wie dies bislang besserwessihaft geschehen ist, sondern daß man auch mal klar und deutlich macht, daß die DDR von den Personen und Systemansätzen in den Abgrund gestürzt wurde, denen heute heuchlerisch-nostalgisch wieder Lafontaine, Gysi, Bisky und wie sie alle heißen mögen, nachfolgen.