Beiträge von Gottfried

    Zitat

    Original von Micha
    Die Union will die Übungsleiterpauschale steuer- und sozialversicherungspflichtig machen. (Quelle)

    Was halten denn unsere Trainer davon?

    Naja, von den Websozis habe ich nichts anderes erwartet, als sich mal wieder irgendeinen kleinen Punkt aus einem gesamten Konzept herauszusammeln, um das ganze Konzept madig zu machen. Applaus.

    Auch die Steuer- und Sozialversicherungsfreiheit von Übungsleiterpauschalen ist eine Subvention, man mag es drehen und wenden wie man es will. Ebenso wie Nachtzuschläge, Feiertagszuschläge, Kaufkraftzuschläge, etc. pp.

    Zitat

    Original von Tester

    Zitat:
    Original von Gottfried
    16% für die Linkspartei?

    Nach der Stoiber-Logik hiesse das 16 % Ossis in der HE.

    Nee, frustrierte Ossis :)

    Vielleicht ein wenig lang, aber sehr interessant:

    Zitat

    Original von Da Kid #21
    .... Deutschland mit seinem Polnisch/Brasilianisch/Afrikanischen einbürgerungs Sturm

    Ich weiß ja nicht, ob das jetzt abwertend gemeint war. Aber bei den Oranjes laufen auch nicht wirklich nur Spieler auf dem Platz herum, die auf eine 800-jährige niederländische Ahnenreihe blicken können. :nein:

    Wenn die "Käsköppe" mal endlich lernen würden, daß man gegen Deutschland erstens seine Torchancen brutal verwerten muß und zweitens in der Abwehr nicht so rumgaukeln darf, dann gewinnen sie ja auch mal.

    Das 2:2 war doch typisch: Der Verteidiger tanzt Ballett mit Borowski, bis der ihm den Ball vom Fuß haut, ab damit in die Mitte und dann: Gerald Asamoah :Hail: :Hail: :Hail:

    @ Lord Vader

    Zitat

    Die Ausrede mit den Frustrierten (angeblich Lafontaine und Gysi) kommt bei vielen noch relativ gut an. Aber hat er wirklich diese beiden gemeint?

    Wen soll er sonst gemeint haben außer diesen beiden Demagogen? Den ganzen Osten, wie ihm vorgeworfen wird, sicher nicht.

    Zitat

    Ich hätte mir in dem ganzen Zusammenhang von Edmund Stoiber etwas mehr Ehrlichkeit gewünscht.

    Nun, wenn man Stoiber sei seinen Auftritten beobachtet, dann wünscht man sich manchmal, daß er nicht so offen und ehrlich seine Meinung äußert wie er es nun getan hat. Unehrlich und polemisch ist das Verlangen der SPD-Ministerpräsidenten (ich wußte gar nicht, daß es sowas noch gibt), von ihm eine Entschuldigung einzufordern.


    @ Wieland

    Klasse Beitrag. Ich kenne auch Leute im Alter von damals knapp 40, die nach der Wende feststellen mußten, daß ihnen einfach die gesamte Jugend verloren gegangen ist, was Urlaubsreisen, schnelle Autos, flotte Hifi-Anlagen betrifft. All das, was im Westen eben so selbstverständlich war und ist. Eine "verlorene Generation" mag man denken.

    Klar, nach der Wende haben sich hier viele schief gelacht, was "Ossis" ihnen für ihre gebrauchten Schrottkarren geboten haben. Man hat den Konsum in den Osten exportiert, ohne sich Gedanken darüber zu machen, ob sich das eigentlich von selbst finanziert.

    Man hat ja schon fast vergessen, daß der Solidaritätszuschlag anfangs eingeführt wurde, um die Kosten der Wiedervereinigung dem Volk aufzubürden, und daß dieser schon nach kurzer Zeit wieder abgeschafft wurde, weil man dachte, daß die kurze Anschubfinanzierung ausreichen würde. Pustekuchen. Heute ist schon gar nicht mehr an die Abschaffung dieser Sondersteuer zu denken (im übrigen zahlen ja auch die "Ossis" den Soli, um mal mit dem beliebten Vorurteil aufzuräumen, es sei eine reine West-nach-Ost-Transfer-Steuer).

    Ebenso leichtfüßig hat Kohl seinerzeit den Zwangsumtausch von Ost- zu Westmark im Verhältnis 1 zu 1 durchgedrückt. Es ging total unter, daß der damalige Bundesbankpräsident aus Protest dagegen zurückgetreten ist, weil er die wirtschaftliche Unsinnigkeit dieser Maßnahme gesehen hat. Nur: Wer hätte es denn politisch verantworten wollen, den "Ossis" für ihre Ostmark nur 10 Westpfennig in die Hand zu drücken und ihnen so zu signalisieren, daß sie die armen Verwandten sind?

    Witzig finde ich die Aussage von "Wessis", daß es im Osten doch sowieso viel schönere Straßen gibt als hier im Westen. Na, hätte man die Straßen denn nur halb sanieren sollen, daß sie danach immer noch aus einer Reihe von Schlaglöchern bestanden hätte? Nach dem Motto "Damit Du nicht vergißt, daß Du aus dem Osten kommst, haben wir Dir schöne moderne Schlaglöcher in die Bundesstraße gemacht :pillepalle:?

    Was aber noch viel schlimmer war und sich heute bemerkbar macht, war der Export unseres Anspruchsdenkens in den Osten. "Sorge Dich nicht, der Staat regelt das für Dich". Gerade im Osten wäre man sicherlich eher bereit gewesen, sein Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen, nachdem man bei der DDR sehen konnte, daß der Staat innerlich ausgeblutet war, wirtschaftlich am Ende, die Straßen im Eimer, Gebäude abbruchreif etc.

    Nein, hier hat man - auch mit viel Geld - Dinge versaubeutelt und der Vorwurf geht eindeutig an die "Wessis" wie mich, die Einheit nicht als Aufbruch genutzt zu haben sondern das "weiter so" in den Vordergrund zu stellen, obwohl auch hier schon erkennbar hätte sein müssen, daß unsere Art von Staatswesen - nämlich eine Art von DDR-light mit Reise- und Redefreiheit - auch auf dem absteigenden Ast war und ist.

    Meine Freundin hat ihre Kindheit auch in der DDR verbracht. Klar, für sie war es so oder so auch sehr schön und sie hat die Ausreise in den 80ern auch nicht verstanden. Aber auch ihre Mutter mußte ihr kleines Häuschen und ihren schönen Garten aufgeben und fand das auch nicht sehr prickelnd.

    Wie juju schon vollkommen zurecht angedeutet hat, erwartet sie ""nichts von niemanden". Und das ist etwas, was "Wessis" von "Ossis" lernen sollten. Zumindest von denen, die nicht auf Lafontaine und Gysi reinfallen.

    Zitat

    Original von westfalia-max
    Also ganz ehrlich ich finde das angebliche Abseitstoor von Koller war keines ,das war für mich en Millimeterentscheidzung und man hätte durchaus auch Tor pfeifen können, okay das Handspiel von Smolarek war schon relativ dreist gemacht aber ich glaube nicht das das 100% Abseits war

    :lol: :lol: :lol:
    Stimmt, man sollte Koller einen Bonus geben, weil er ja so groß ist! Schau es Dir halt im Fernsehen noch mal an.

    Zitat

    Original von Ronaldo

    Das ist ja der Unterschied zum Handball: da hat Flensburg die Derbies gewonnen, bzw. nicht verloren und wollte auch noch die Schale :D

    Jaja :P. Irgendwie muß man sich ja motivieren, wenn man immer nur Zweiter wird.

    Zitat

    Original von Felix0711
    Und dass wir dringend einen Subventionsabbau (auf 0) in allen Bereichen bräuchten und sämtliche steuerlichen Ausnahmetatbestände mit mehr oder weniger großer Berechtigung geschlossen gehören, ist vermutlich unstrittig (auch wenn das die Steuerberater vermutlich nicht gerne hören)...

    Das bestreite ich von Berufs wegen mal gerne. Steuerberater haben die vielen Ausnahmetatbestände zu Ausnahmetatbeständen regeldenden Ausnahmetatbeständen satt, die irgendwann einmal in Steuergesetze aufgenommen wurden, um einen Ausnahmetatbestand aufzufangen, der zum Zwecke der Einzelfallgerechtigkeit eingefügt, aber andere Ausnahmetatbestände aufgeworfen hat :D

    Als jemand, der sich Tag für Tag mit der Machete durch den Steuerdschungel schlagen darf, bestätige ich Dir aber gerne, daß die Steuergesetzgebung der letzten sieben Jahre nicht wirklich von großem Sachverstand geprägt war. Hans Eichel würde ich sicher als den schlechtesten Finanzminister der Bundesrepublik hervorheben (was will man auch von einem Lehrer erwarten, dessen Staatssekretärin eine zur Finanzpolitik geradezu vorbestimmte Anglistin ist?).

    Und ich gebe Dir auch gerne recht, daß der große und erhoffte Subventionsabbau ausbleiben wird. Da gab es mal einen Herrn Merz, der für seine Idee ausgelacht wurde, die Steuererklärung auf dem Bierdeckel zu erledigen. Andere Konzepte der letzten Zeit, für die sich insbesondere Steuerberater ausgesprochen haben, wurden gleichermaßen verworfen, weil "sozial ungerecht". Und das sagt ja schon alles.

    Zitat

    Original von westfalia-max
    Ja Derby Time, dieses Mal bin ich live dabei auf der Südtribüne *freu*
    jetzt müssen sie nur noch gewinnen!
    ich tippe mal einen 2:0 Sieg für Dortmund alles andere ist morgen Unwichtig!!!

    Da wartest Du aber noch ein paar Jahre drauf. :baeh:

    Derbysieger, Derbysieger, hej, hej!

    Zitat

    Original von Wieland
    na gottfried. "SBZ, Zone". Was ist denn das für ein Sprachgebrauch?
    Liest sich ja so, also ob deine politische menschwerdung in adenauers zeiten stattfand.

    :) Könnte man meinen, was? Nein, und im übrigen (diesen Terminus mag ich, weil ihn unser großer Staatsgerhard immer so schön gebraucht) gebe ich Dir uneingeschränkt recht.

    Ich glaube, das Thema Ost-West ist eigentlich nie so richtig auf den Tisch gekommen. Man hat dem Osten einfach mal so ein (Wirtschafts-)System übergestülpt, von dem man eigentlich hätte wissen müssen, daß es unfinanzierbar war. Eine politische Auseinandersetzung fand eigentlich nicht statt, im Osten zog der Konsum ein, im Westen sah man einen erweiterten Wirtschafts- und Absatzmarkt.

    Daß die DDR insbesondere wirtschaftlich gescheitert ist, weil Sozialismus eine Katastrophe ist gestand man sich ja vielleicht noch ein. Daß die DDR aber kein kuscheliger Wohlfahrtsstaat war, sondern nur auf der gütigen Mithilfe von (man sagte) einem Siebtel der Bevölkerung aus der Abteilung "Horch und Erzähl" existieren konnte, haben sich - insbesondere im Westen - viele noch immer nicht klargemacht. Man denke nur an die heimelige Ostalgiewelle der letzten Jahre. Da schlage ich dann doch mal den Besuch des Gefängnisses von Bautzen oder den "Point Alpha" vor.

    Ich habe mit vielen "Ossis" gesprochen, die mir sagen, so (wortwörtlich als "DDR-light") haben sie sich den Westen nicht vorgestellt. Daß man hier im Westen genauso "veräppelt" wird, was Selbstbestimmung und Eigeninitiative betrifft. Daß sich dieser Staat auch in vielen Bereichen viel zu sehr anmaßt, besser für seine Bürger entscheiden zu können, was diese zu wollen haben (Das sind nun Zitate von ehemaligen Ostbürgern, daher bitte nicht wieder den Kopf schütteln, Roadie!).

    Ich kenne viele Menschen hier im Westen, die ernsthaft die Meinung vertreten, man hätte die DDR als zweiten Staat "weiterleben" lassen sollen, um die "Systeme" einmal nebeneinander auszuprobieren. Wie konfus ist diese Meinung denn?

    Ich kann eigentlich auch nicht die "Ostmeinung" erkennen. Wieviele Menschen aus der ehemaligen SBZ (das war eher scherzhaft gemeint, andere finden Karl-Marx-Stadt ja auch witzig) pendeln Woche für Woche in den Westen - das bewundere ich sehr, schließlich lassen sie ihre Heimat hinter sich und legen eben nicht die Hände in den Schoß und warten auf den Staat? Ich habe allerdings auch genug TV-Interviews gesehen, in denen manche Ost-PDS-Vertreter ihre alten Parolen dahergeschmettert haben, wovon mir die Galle hochging.

    Meiner Meinung nach fehlt immer noch die Auseinandersetzung in der ehemaligen DDR mit der ehemaligen DDR; nicht daß man den Menschen dort ihr ganzes Vorleben vorhält, wie dies bislang besserwessihaft geschehen ist, sondern daß man auch mal klar und deutlich macht, daß die DDR von den Personen und Systemansätzen in den Abgrund gestürzt wurde, denen heute heuchlerisch-nostalgisch wieder Lafontaine, Gysi, Bisky und wie sie alle heißen mögen, nachfolgen.