So, und wieder was neues.
HANDBALLOhne Moos nichts los
BUNDESLIGA / Klub von der Margarethenhöhe plagen nach wie vor finanzielle Probleme.
In Granollers bestritt der Tusem am gestrigen sonnigen Sonntag vor den Toren Barcelonas sein 100. Europapokalspiel. Eigentlich schon ein Grund, zu Feiern und stolz zu sein. Doch in Festtagsstimmung ist man im Essener Lager nicht gerade. Daran ändert auch die Erfolgsserie nach der WM-Pause mit vier Siegen in Folge nichts. Auch wenn es sportlich "rund läuft", treiben Tusem-Boss Klaus Schorn die Sorgen um sein Lebenswerk um. Konkret äußern wollte sich der Handball-Macher aber nicht. Nur soviel gab er zu Protokoll: "Wir haben immer seriös geplant und versucht, die Kosten im Rahmen zu halten."
Die finanzielle Lage ist nach wie vor sehr angespannt. Und der Termin rückt näher, an dem die Unterlagen für die Bundesliga-Lizenz eingereicht werden müssen. Am 15. März ist der Stichtag.
Weiner: Ich stehe zu meinem Wort
Die existenziellen Probleme drücken mächtig auf das Stimmungsbarometer. Die Vertragsverlängerungen mit den Stammspielern zogen sich zäh hin. Den Weggang von Linksaußen Gudjon Sigurdsson nach Gummersbach bedauerte der Handball-Macher vor dem Hintergrund der drückenden Sorgen.
Wichtige personelle Entscheidungen liegen noch auf Eis. Die Nachfolge von dem zum Saisonende nach Kronau-Östringen wechselnden Trainer Iouri Chevtsov ist noch nicht geklärt. Auch ein neuer Torhüter für den nach Großwallstadt abwandernden Chrischa Hannawald ist noch nicht gefunden.
Ohne Moos ist nichts los beim Tusem. Auf diese simple Formel lässt sich die augenblickliche Situation reduzieren.
Das will jetzt Hauptsponsor Weinerplan schnellstmöglich ändern. Der Chef der Projektmanagement-Firma mit Sitz in der griechischen Hauptstadt Athen, Georg Weiner, erklärte auf Anfrage per Handy aus Athen: "Ich stehe zum Tusem und zu unserer Partnerschaft."
Der Mittfünfziger mit Wohnsitz in Oberhausen räumte bedauernd ein, dass es leider Komplikationen bei der finanziellen Transaktion des vereinbarten Sponsorenbetrages gegeben habe. Er versicherte jedoch: "Ich stehe zu meinem Wort. Meine Bank hat bestätigt, dass das Geld bis Montag frei ist."
Die bisherigen Verzögerungen erklärte Weiner mit formellen Problemen bei den Transferaktionen auf dem europäischen Geldmarkt.
Aber nur, wenn das Geld endlich eintrudelt, können die Essener ernsthaft an ihrer Zukunft arbeiten. Der Countdown läuft...
06.03.2005 SABINE HANNEN
Ich kann nicht verstehen, dass eine Geldanweisung -auch über größere Summen aus dem Ausland- sich so verzögern kann. Es muß doch möglich sein, dass eine Bank auf Wunsch eine Bankbespätigung ausstellen kann. Ich will ja nicht hoffen, dass Herrn Weiner mit seiner Firma die Kohle ausgegangen ist..... Da helfen dann auch keine Verträfe was. Wo kein Geld ist, kann man auch nicht fordern.