30:35 in Essen - Löwen kassieren erste Niederlage
Thorsten Storm war restlos bedient. „Ich kann verlieren, aber solch eine Leistung kann ich nicht akzeptieren“, polterte der Geschäftsführer der Rhein-Neckar Löwen. Der 42-Jährige war nach der Handball-Bundesliga-Begegnung völlig gefrustet und kriegte sich auch mit etwas Abstand nicht ein: „Drei bis vier Akteure haben eine unterirdische Partie abgeliefert, unterm Strich darfst du so ein Duell überhaupt nicht gewinnen.“ Die Löwen haben am Samstag die erste Niederlage kassiert. Die Mannschaft von Trainer Iouri Chevtsov unterlag gegen TuSEM Essen vor 2300 Zuschauern im Sportpark „Am Hallo“ nach einer indiskutablen Vorstellung mit 30:35 (11:16).
Danach entschuldigte sich Storm bei den mitgereisten Fans. „Die Anhänger, die heute dabei waren, bekommen ihr Geld zurück. Das wird aus der Mannschaftskasse gezahlt“, erklärte der Löwen-Boss, der auch gleich in Vorleistung fürs nächste Auswärtsspiel in Hamburg ging: „Ich habe unsere Fans zur nächsten Partie eingeladen.“
In Essen fanden die Löwen über die gesamte Distanz nicht ins Spiel und lagen von Beginn an gegen den Aufsteiger aus dem Ruhrpott zurück. Der TuSEM präsentierte sich bissig, dynamisch, leidenschaftlich und mit viel Selbstvertrauen - genau die Attribute, die den Badenern völlig abhanden gekommen waren. Die löchrige Abwehr der Rhein-Neckar Löwen wurde vor allem von den beiden Rückraumbombern David Katzirz und Sergio Ruiz Casanova mit spielerischer Leichtigkeit bezwungen. Den Halblinken und den Spielmacher der Essener bekamen die Löwen nie in den Griff. Dagegen schlossen die Badener ihre Angriffe viel zu schnell ab und die Fehlerquote driftete bis weit in den roten Bereich. Der 11:16-Rückstand zur Pause war die logische Folge. „In der Halbzeit hatten wir uns vorgenommen, konsequenter in der Deckung zu stehen, aber ich habe die Konsequenz nicht gesehen“, erklärte Löwen-Trainer Chevtsov, der seinem Ex-Klub zu einem verdienten Sieg gratulierte. „Wir hatten heute einige Ausfälle“, bestätigte der Coach. Dennoch besaßen die Handballer aus der Metropolregion im zweiten Abschnitt zwei, drei gute Gelegenheiten, die Partie doch noch zu kippen. „Aber dann haben wir in den entscheidenden Phasen die nötige Ruhe vermissen lassen und Fehler gemacht“, führte Chevtsov weiter aus. „Jede Niederlage schmerzt, aber diese ist auch besonders ärgerlich. Als wir die Chancen hatten, das Spiel zu drehen, sind wir an unseren technischen Fehlern gescheitert“, schlug Torhüter Henning Fritz in die gleiche Kerbe.
„In diesen Situationen hat uns das nötige Selbstvertrauen, vielleicht auch das Quäntchen Glück gefehlt. Aber das hat eben nur der Tüchtige“, bilanzierte Löwen-Rechtsaußen David Szlezak, die riesige Enttäuschung war ihm ins Gesicht geschrieben.
TuSEM Essen - Rhein-Neckar Löwen 35:30 (16:11)
Essen: Eijlers, Friedrich (bei zwei Siebenmetern) – Schütte (6), Dragunski, Schmetz – Casanova (10), Katzirz (11), Klesnics (3) – Vrany (3), Schmidt (2/2), Sigfusson, Dietrich.
Rhein-Neckar Löwen: Szmal (bis 18. und ab 45.), Fritz – Roggisch,
Schwarzer (2), Szlezak (8/7) – Caillat, Velyky (7), Jurasik (2) – Gensheimer (4), Shelmenko (5), Klimovets, Haaß, Harbok (2).
Spielfilm: 2:0 (3.), 4:3 (13.), 9:5 (19.), 12:7 (24.), 14:9 (27.), 16:9 (29.), 16:11 (Hz.), 21:15 (38.), 22:20 (43.), 24:22 (44.), 28:24 (48.), 31:29 (56.), 34:29 (59.), 35:30 (Ende).
Zeitstrafen: Katzirz, Casanova (zwei Mal), Dragunski – Caillat, Roggisch (zwei Mal), Harbok (zwei Mal), Shelmenko.
Siebenmeter: 2/1 – 9/7
Beste Spieler: Katzirz, Casanova, Eijlers – Velyky.
Zuschauer: 2300
Schiedsrichter: Matthias Brauer/Kay Holm (Hamburg/Hagen)
Thorsten Baller
http://www.rhein-neckar-loewen.de
das ist eindeutig falsch! wir hatten 3 7m und haben 2 reingemacht, sieht man ja schon alleine an schmidts toren! ![]()
das andere in rot unterschreibe ich, außer das mir ben schütte fehlt, der eindeutig in der 2. hz zu den besten gehörte! ![]()