Beiträge von Lord Helmchen

    Zitat

    Original von Tester

    @Omar :
    Für mich ist Khalepo der beste Spieler, den ich bei uns in Düsseldorf je im Team gesehen habe!!!:head: :)

    Tester:
    Das wird stimmen - aber so ist das leider nunmal mit den "Besten Spielern". Deren Qualität bleibt auch den "reichen" Clubs nicht verborgen und gerade weil der Mann so gut ist, kann der Club ihn nicht halten. So ging es uns auch letztes Jahr mit Markus Baur, das war der beste Mann, den wir hier je hatten.

    Allerdings: Khalepo ist so gut, das er in der 2.Liga eigentlich unterfordert war, oder?

    Zitat

    Original von Andre
    Was hat das mit 1. Liga zu tun ich kenne den Mann nicht :)

    Du kennst ihn nicht? Dann pass mal bei Eurem nächsten Heimspiel gegen Wetzlar auf! Er ist neben Golic wohl unser Bester -- die 26 Tore in den letzten 3 Spielen sind im Grunde nicht unbedingt seine eigentliche Stärke. Meistens wirft er nur so 5 Tore pro Spiel, aber er ist sowohl im Angriff, als auch in der Abwehr stark und dazu ziemlich konstant. Auf ihn kann man sich immer verlassen!!!

    Ghenadij Khalepo, Rückraum Mitte, 202 cm, 106 kg

    Noch einmal einen solchen Fall wie damals bei Gummersbach wäre um ein vielfaches schlimmer für den deutschen Handball, als ein Meister in der Regionalliga! Deshalb hat Nordhorn IMO nichts mehr in der ersten Liga zu suchen, wenn sie bis nächste Woche nichts entscheidendes nachlegen.

    Übrigens könnte man die Sache noch ganz anders sehen: Die HSG Nordhorn hat sich die jetzige Mannschaft ganz anscheinend mit einer Unmenge (wohl nicht vorhandenem) Geld zusammengekauft. Nur deshalb stehen sie jetzt auf Platz 1. Nur aufgrund dieser mehr oder weniger unlauteren Praktiken - ich möchte sie mal als "Wettbewerbsverzerrung" bezeichnen - wird diese Mannschaft vielleicht Meister werden. Nur: Was ist so schlimm daran, wenn ein solcher Meister dann zurecht in der Regionalliga starten muss? Nordhorn kann doch eigentlich froh sein, dass es keine Regelung gibt, die einem Verein den Meistertitel entzieht, wenn solch eine Misswirtschaft auffliegt. Auf diese Weise kann jeder Verein Meister werden - aber korrekt ist das nicht!


    Liebe Nordhorner Fans, bitte nehmt diesen Beitrag nicht persönlich. Eigetnlich konnte ich die "andere HSG", wie in Wetzlar gesagt wird, immer ganz gut leiden und ich wünschte, Euer Managment hätte solide gewirtschaftet... Aber wie die Dinge jetzt für mich so aussehen (egal um welchen Verein es sich da dreht), da muss die Bundesliga einfach die Notbremse ziehen!

    Ein tolles Spiel! Damit hat Wetzlar endlich seinen Angstgegner Lemgo auch mal besiegt - Lemgo war nämlich die letzte Mannschaft, gegen die Wetzlar noch nie in der Bundesliga gewinnen konnte.

    Ich persönlich hätte nicht mit dieser tollen Siegesserie der Wetzlarer in den letzten 2 Monaten gerechnet. Mit dem kleinen Kader und bei den empfindlichen Verletzungs-Ausfällen ist das eine wunderbare Leistung!


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    HSG D/M Wetzlar - TBV Lemgo 29:27 (15:15)

    Wetzlar - Dem TBV Lemgo scheint im Meisterschafts-Endspurt die Luft auszugehen. Bei der HSG D/M Wetzlar unterlag der Titelaspirant mit 27:29 (15:15) und hat nun wohl nur noch theoretische Chancen, sich den Titel zu holen.

    In einer ausgeglichenen Partie war es Ghenadij Khalepo, der den Ausschlag zu Gunsten der Gastgeber gab. Zehn Tore steuerte der Weißrusse bei und sorgte praktisch im Alleingang für kollektive Lemgoer Trauer.

    Wetzlar startet furios

    In der 6. Minute stand es bereits 6:2 für die furios aufspielenden Wetzlarer, TBV-Coach Franke nahm bereits die erste Auszeit. Danach kam Lemgo besser ins Spiel, in der 17. Minute hieß es noch 11:8 für die Gastgeber, doch über 10:11 (20) kämpfte sich Lemgo auf 13:13 (27.) heran. Mit 15:15 wurden die Seiten gewechselt.

    In Halbzeit zwei erwischten dann die Gäste den besseren Start. Durch zwei Tempogegenstöße stand es schnell 17:15, doch Lemgo verstand es trotz der weiteren Führungen und dem zwischenzeitlichen 20:18 nicht, eine Vorentscheidung herbeizuführen.

    15 Minuten vor Schluss die Vorentscheidung

    In der 40. Minute hatte Wetzlar wieder den Ausgleich geschafft (22:22), Volker besorgte im Gegenzug die letzte Führung für Lemgo. Drei Tempogegenstöße brachen dem TBV letztlich das Genick: In der 45. Minute der Ausgleich duch Klimpke, danach war zweimal Monnberg erfolgreich und der überragende Khalepo setzte noch einen drauf zum 26:23.

    Lemgo bäumte sich noch einmal auf, in der 56. Minute wurde es beim 27:26 für Wetzlar noch einmal spannend, doch die HSG behielt die Nerven, das 29:26 durch Kestawitz war die endgültige Entscheidung.

    Daniel Stephan konnte mit seinem Siebenmeter lediglich Ergebniskosmetik betreiben.

    Östringen - die Meldung ist schon etwas älter, aber für dieses Thema trotzdem noch interessant:

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    "Die Namensgebung beruhte auf einem Kompromiß: Der TSV Östringen verzichtete auf die Erstnennung und behält dafür die Bundesligalizenz, die TSG Kronau, die den Vertrag mit dem HV Bad Schönborn auflöst, gibt die Lizenz zurück. Die Frage des Spielortes ist grundsätzlich ebenfalls beantwortet: Sechs bis acht Spiele werden im Sportzentrum Harres in St. Leon-Rot ausgetragen. Bleibt man zweitklassig, wären die Hallen in Östringen und Kronau für die restlichen Partien angesagt. Für Spitzenspiele in der Eliteklasse kämen die Karlsruher Europahalle und die Rhein-Neckar-Halle in Eppelheim in Frage.
    Die Zweigleisigkeit spürt man auch bei der Sponsorensuche. "Es läuft auf einen Pool mittelständischer Unternehmen hinaus", glaubt Geschäftsführer Alexander Kramer. Ein Großsponsor ist nicht in Sicht, also hofft man: Wird Östringen Meister, sprudeln die Quellen.
    Keine Zweifel gibt es dagegen an der Kompetenzverteilung im Trainerstab: Michael Roth und Rolf Bechtold übernehmen die sportliche Verantwortung in der Bundesliga, TSV-Kotrainer Harald Hoffmann wird Coach der Re-gionalligamannschaft. Sein Kronauer Kollege Andreas Intze fungiert als Oberligatrainer und Jugendkoordinator - der bisherige TSV-Oberligacoach Denne wechselt nach Birkenau.
    Definitiv verlassen werden den Club übrigens auch Markus Gutsche (Heddesheim) sowie Regisseur Ralph Gyöngyösi (Karriereende).

    Für Karlsruhes Sportbürgermeister Harald Denecken steht bereits fest: "Die SG in Liga Eins wäre ein klasse Zugpferd für die gesamte Region." Die Stadt sei nicht nur in Sachen Europahalle offen für eine Kooperation. Die neue Messehalle böte sich ebenfalls als Spielort an - sie wird im kommenden Jahr fertig gestellt wird und wurde vom Badischen Hand-ball-Verband bereits für die Weltmeisterschaft 2005 in Deutschland ins Gespräch gebracht. Denecken: "Gegen Kiel oder Flensburg vor über 7000 Zuschauern - das wär's doch!" Auch in Karlsruhe darf also geträumt werden. "

    Zitat

    Original von Yoon
    [QUOTE]Original von charly65
    Wenn euer Verein bevorzugt werden würde würdet ihr euch auch nicht aufregen

    Aber wenn ein Verein bevorzugt wird, dann bedeutet das gleichzeitug auch, das andere Vereine dafür zurückstecken müssen - eben benachteiligt werden! Und da ist es doch verständlich, wenn sich die Leute beschweren!

    "2. Bundesliga: Die TSG Friesenheim peilt in den kommenden Saison einen Etat von 650000 Euro an . Bei einem Aufstieg soll der Etat bei 1,5 Millionen Euro liegen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen neben Südzucker weitere Großsponsoren gefunden werden."

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    1,5 Mio wird dann vermutlich der geringste Etat aller Bundesligisten sein (abgesehen von den Aufsteigern).

    Zitat

    Original von Blackhawk

    Sollte der TUS aufsteigen, denke ich, würden sie einen Mittelfeldplatz belegen. Natürlich müsste man die Neuzugänge gut integrieren.

    Die hochkarätigen Neuzugänge können tatsächlich einiges bewirken, aber: Damit ist nun wirklich noch nicht gleich mit einem Mittelfeldplatz zu rechnen! Das Klima in der ersten Liag ist einfach völlig anders - wer in der zweiten dominiert, ist in der Ersten häufig nur Kanonenfutter... Nettelstedt könnte froh sein, wenn der Klassenerhalt bei rausspringen würde!!!

    Aber ich stimme Dir zu, dass vieles an der Integration der Neuzugänge hängt. Ein gut eingespieltes Team ist einer der Haupt-Erfolgsfaktoren.

    Jetzt seid Ihr ziemlich vom Thema abgekommen. Es geht hier weder um einzelne Spiele, noch um Aufstiegschancen in dieser Saison, sondern um die Chancen, nächstes Jahr in der ersten Liga bestehen zu können, welcher Verein auch immer nun aufsteigt...

    Zu Pfullingens Halle: Kurt-App-Halle. Insgesamt stehen 765 Sitz- und 350 Stehplätze zur Verfügung. Klingt nicht gerade bundesligatauglich. Ansonsten scheint das Umfeld schon relativ professionell zu sein, was man Zeitungsberichten entnehmen kann.

    Friesenheim und Pfullingen liegen direkt bei Ludwigshafen bzw. Reutlingen. In diesen Städten wird es ja sicher größere Hallen geben, die auch bundesligatauglich sind - weiss jemand mehr darüber?

    Also, die beiden Tabellenführer scheinen v.a. angesichts des sehr großen Klassenunterschieds nur bedingt erstligatauglich zu sein. (den Antworten nach )

    @ Lord Vader: Vielleicht macht Östringen bei längerer Erstligazugehörigkeit ja dann die altbekannte Umzugs-Nummer (a la Schwartau etc.) in Richtung der nächsten größeren Stadt?

    Leider haben wir bisher noch keine Einschätzung zu Nettelstedt, Pfullingen und Friesenheim, obwohl mich besonders bei den beiden Südklubs interessiert hätte, wie Umfeld, Finanzen und Infrastruktur dort einzuschätzen sind !!!

    Hier meine eigene Meinung dazu:

    Vorweg muss ich sagen, dass ich mich wirklich nicht gut in der 2. Liga auskenne. Eine Einschätzung zum Umfeld oder zu den Finanzen kann ich daher nicht abgeben. Mein gefühlsmässiger Tipp ist ansonsten: Alle genannten Vereine werden gegen den Abstieg kämpfen, und die Chancen stehen dabei sehr schlecht. Es wird ihnen wahrscheinlich wie Schwerin gehen. Einzig Nettelstedt traue ich, aufgrund der langjährigen Erstligaerfahrung, knapp den Klassenerhalt zu.

    Ich hätte das Thema auch im erste-Liga Forum posten können:

    Welche Chance haben die vermutlichen Aufsteiger nächstes Jahr in der ersten Liga?

    Folgende Vereine kommen wohl noch in Frage: Östringen, Pfullingen, Wilhelmshaven, Tus "N" Lübbecke, Friesenheim.
    Gesetzt den Aufstieg:

    - Wie stehen die sportlichen Chancen, wenn die gleiche Mannschaft behalten würde?

    - Noch interessanter: Wie sieht es mit den Finanzen dieser Klubs aus, kann ein Erstliga-Etat aufgestellt werden?

    - Und wie schätzt ihr das (professionelle?) Umfeld ein?

    - Ist die Infrastruktur (Halle...) schon erstligatauglich?

    Also ist "der Trend" vielleicht differenzierter darzustellen; 2 unterschiedliche Tendenzen sind erkennbar:

    Einerseits die Umzüge in Mega-Hallen, dann aber meist nur für Spitzenspiele wie bei GM.

    Zweitens solche Fälle, wo "Handball-Dörfer" wie Dankersen, Dutenhofen, Handewitt oder Großwallstadt in der Nähe einer mittleren oder größeren Stadt liegen, und die Fangemeinschaft aus der ganzen Region kommt. Um die Region, v.a. die Sponsoren noch besser ansprechen zu können nennt sich der Klub nach der Stadt und zieht dort in die größere Halle. Die Fans können sich mit Minden, Wetzlar oder Flensburg gut identifizieren.

    Beim ersten Fall könnte es sich um eine vorübergehende Modeerscheinung handeln, die bald ihren Reiz verliert. Das wird sich aber noch zeigen.

    Der zweite Fall erscheint mir langfristig auf jeden Fall sinnvoll, denn allein im Dorf kann eine erste Bundesliga-Mannschaft nicht lange finanziert werden.


    p.s. Hat Willstätt nicht öfters überlegt, in die benachbarte Stadt Offenburg umzuziehen? Wie sieht das da jetzt aus?

    ...(der Tippfehler ist noch immer da. Aber was soll's)...


    Bei all den Editier-Versuchen sollte aber doch das eigentliche Thema dieses Beitrags nicht unter den Tisch fallen: Was habt ihr zum Thema Handball-Dörfer vs. Großstadt-Arenen zu schreiben???


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    p.s. @ TBVAndy: Danke für den Willkommensgruß. Das Forum hier ist klasse, schade dass ich es nicht früher entdeckt habe.

    Pro oder kontra Dorfvereine?

    Ich skizziere mal kurz die Entwicklung der letzten Jahre:

    Es besteht ein eindeutiger Trend von den traditionellen Handball-Dörfern hin in die Städte. Ein paar Beispiele: Gummersbach zieht es Richtung Köln, Schwartau wird nächste Saison nach HH umziehen, Dutenhofen heisst nun Wetzlar, und dafür wird gerade in Wetzlar eine neue Arena errichtet, GW Dankersen nennt sich (schon länger) Minden, Nettelstedt heisst jetzt Lübbecke (das ist zwar auch nur eine Kleinstadt, aber doch deutlich größer als N.), Solingen will Spiele in Dortmund austragen...
    Es ließen sich weitere Beispiele nennen, welche fallen Euch noch ein?

    Andererseits wird oft argumentiert, die Vereine verlören durch den Umzug ihre Identität, und der Handballsport sei gerade durch die Handballdörfer so charakteristisch. Das Beispiel Wallau-Massenheim (Frankfurt) zeigt, dass der Trend nicht überall funktioniert.

    Wie schätzt Ihr die Entwicklung ein? Braucht der Handball die Städte, die großen Arenen? Oder ist die Verwurzelung an den traditionellen Orten noch wichtig? Vielleicht nur einzelne Spitzenspiele in der nächstgelegenen Stadt?