Also Profischiedsrichter. Dies hatten wir doch schon mehrmals. In meinen Augen zur Zeit einfach nicht finanzierbar. Denn im Gegensatz zu den Spielern, die nach der sportlichen Karriere noch einen anderen Beruf ergreifen können, ist dies für Profischiedsrichter nur schwer möglich. D.h. sie müssten sich während ihrer Profikarriere genügend Geld verdienen oder "Firmen"rentenansprüche, dass sie nach ihrer aktiven Zeit davon leben können.
Das ganze Abwiegeln mit dem Argument der Finanzierbarkeit der Spielüberwachung hat für mich immer was von: oh, bloß keine Diskussionen über dieses Thema entfachen, die SR sind eh unterbezahlt. Man sollte froh sein, dass man sie hat. Jede Diskussion könnte zu "unnötigen" Mehrkosten führen.
Und genau da ist das Problem. Bevor man Profischiedsrichter im Sinne von Berufsschiedsrichtern einführt, sollte man vielleicht zu allererst mal deren Stellenwert auf ein der Liga angemessenes Niveau anheben und z.B. mal die Entlohnung den Übrigen Protagonisten (zumindest in deren Richtung) anpassen. Damit würde ganz sicher auch das allgemeine Niveau steigen, ein deutlich größerer Anreiz geboten sein das ganze noch prof. anzugehen und vor allem eine ständige Diskussion um gewisse auffällige Personalien auch zu rechtfertigen. "...schließlich bekommen sie ja viel Geld dafür..."
Ein 1. Schritt wäre der Videobeweis, wie lange will man das Thema noch aussitzen?
Eben, Tor- und Linienkameras sollten kein Problem sein.
Zudem eine Person des Schiedsgerichts, die live-Zugriff auf diese Szenen hat und zudem Zeitlupen live einsehen kann (insbesondere bei groben Fouls, Wechselfehlern etc.) und mit den Feld-SR verbunden ist. Meist findet ja ohnehin eine Unterbrechung statt.
Finde es zum Beispiel sehr gut, wie häufig bei der Damen-EM abgestanden gepfiffen wird. Das würde dem Männerhandball auch mal gut tun, ist aber bei dem Tempo in aktueller Besetzung nahezu unmöglich zu ahnden.
Daher: seitlich auf Höhe Beginn 9m-Linie jeweils einen SR der rein die Abwehr, Linien und das Betreten des Kreises im Auge hat.