Zitat
Original von Arcosh
Auch Asthmamittel können (richtig eingesetzt) leistungsfördernd sein.
Ich empfehle in diesem Zusammenhang mal einen Blick auf den Radsport zu werfen. Unter den Profi-Radsportlern haben rund 80% ein attestiertes und eingetragenes Asthma-Leiden. (Zum Vergleich in Deutschland leiden rund 4% der Bevölkerung an Asthma.) Und natürlich muss man diesen schwerkranken Sportlern (ein Wunder dass sie bei ihren Krankheitsgeschichten überhaupt Leistungssport betreiben können) die Einnahme zahlreicher Präperate genehmigen, die als Nebenwirkung auch leistungssteigernd wirken. So ist zum Beispiel letztes Jahr Petacchi freigesprochen worden. Bei ihm war das leistungssteigernde Mittel Salbutarnol nachgewiesen worden. Petacchi hatte dabei sogar den für ihn als "Asthmatiker" geltenden höheren Grenzwert nochmals deutlich überschritten und dies lapidar damit begründet, dass er unachtsam beim Konsum seines Asthmasprays gewesen sei.
Natürlich können, wenn es nicht sogar zwangsläufig ist, Asthmamittel Leistungssteigernd wirken. Und ich weiß auch aus persönlicher Erfahrung, dass ein Asthma-Spray sehr befreiend für die Lunge wirkt.
Aber die Aussage von wintermute hat für mich in gewissen weise impliziert, dass auch "normale" Menschen zur nicht legalen Leistungssteigernden Mitteln greifen.
Ich will damit auch nicht bestreiten, dass Asthma-Mittel auf Doping Listen stehen - ganz im Gegenteil, ich weiß dass sie darauf stehen, aber dennoch sollte man mit einer Pauschalverurteilung vorsichtig sein - egal ob im Leistungs- oder Amateursport.