Beiträge von Muravej

    die verletzung von steffi haitsch tut sicher richtig weh, keine frage. aber dennoch, die anderen spielerinnen sind inzwischen auch erfahren genug und eben lange eingespielt. diese schlechten leistungen an einer spielerin aufzuhängen, erscheint mir bei dieser mannschaft nicht richtig.

    nach dem paris-turnier muß der bundestrainer ja schon den 24er kader für die em nominieren. aus diesem kader muß er dann 16 auswählen, die mitfahren nach schweden. ich poste hier mal "meine" 24:

    tor: englert, woltering, gräfer, schülke, hagel

    kreis: althaus, müller, scholl

    rückraum: wörz, jurack, krause, loerper, geschke, seiffert, baumbach, melbeck, rösler, steinbach

    außen: härdter, meier, hering, reiche, neukamp, stange


    meine 16 verrate ich dann später

    aber die deutlichkeit der ergebnisse und die zwei schwachen pokalspiele....und wie gesagt, im letzten jahr gab es gegen diese mannschaften mit einer fast identischen tsg-mannschaft andere ergebnisse. die neue litauerin z.b. bekam bei kf kaum spielanteile...kein mensch weiß warum....er sagte wohl, die sprache...naja...sehr dünn. ich muss aber natürlich auch sagen, ich selbst habe kein spiel der mannschaft gesehen bisher. habe aber mit einigen leuten gesprochen, die regelmäßig seit jahren in der halle sind...

    Zitat

    Original von Troya
    Es mag schon sein, dass es etwas länger dauern kann, bis eine Mannschaft ein neues Spielsystem verinnerlicht hat. Die Zeit dazu hat man im harten Bundesligaalltag aber nicht immer zur Verfügung, wenn es um Auf- oder (wie im Fall von Ober-Eschbach) gegen den Abstieg geht. Dann muss der Weg zum neuen Spielsystem eben Schritt für Schritt erfolgen. Und die Leitsätze des methodischen Aufbaus (vom Einfach zum Schweren) sollte eine theoretische Kapazität wie Feldmann eigentlich verinnerlicht haben ...


    ...genau....


    vielleicht hätte man sich das mit der wahl des trainers klaus feldmann VOR der saison besser überlegen sollen, das mag sein. ich glaube, als diese entscheidung bekannt gegeben wurde, haben viele insider mal geschluckt und gedacht, ob das gut geht. ist es offensichtlich nicht, und wie ich bereits gesagt habe, dann besser ein schnelles und frühes ende.

    eines dürft ihr nicht vergessen: die mannschaft hat sich fast nicht verändert zur letzten saison. und letztes jahr hat diese mannschaft nicht nur erfolgreich, sondern weitestgehend auch schönen handball gespielt. ich sage es nochmal: mit den gleichen leuten! insofern kann es doch nur am trainer liegen.

    Im fünften Anlauf klappt es

    TV Mainzlar ist Nordhessinnen wie schon im Pokal klar überlegen - Daniela Wolff und Zdenka Starsichova trumpfen auf


    MELSUNGEN (lew). Erleichterung bei Spielerinnen, Trainern, Umfeld und Fans des Frauenhandball-Zweitligisten TV Mainzlar. Im fünften Meisterschaftsspiel gab es gestern bei der SG Kirchhof in der Melsungener Stadtsporthalle endlich die lang ersehnten Punkte eins und zwei. Von Anfang an hatten die Staufenbergerinnen den Gegner, den man Anfang September bereits aus dem Pokal gekegelt hatte, wie Jürgen Gerlach es formulierte, "völlig im Griff". Über die gesamte Spielzeit hinweg gab der Gast den Ton an und siegte ungefährdet mit 35:27 (18:13). "Wir haben stark angefangen und in der Abwehr sehr gut und clever gedeckt, so dass wir Kirchhof einige Bälle rauspflücken konnten. Zudem hat Iveta Kutna gut gehalten und Zdenka Starsichova am Kreis gut gespielt", war Coach Gerlach sehr zufrieden mit der Leistung seiner Spielerinnen. Diese hätten zwar vorne "einige Chancen ausgelassen, aber längst nicht mehr so viele wie zuletzt". Vor allem in der Defensive unterstrichen die Staufenbergerinnen, "dass wir deutlich weitergekommen sind".
    Nach einem 0:2-Start gestalteten die Gastgeberinnen das Hessenderby lediglich bis zum 6:7 in der elften Minute noch einigermaßen ausgeglichen. Doch dann legte der TVM - und allen voran Daniela Wolff, die die im Training erprobten Vorgaben "gut gelöst und viel aus dem Rückraum getroffen hat" (Gerlach) sowie die aus der Slowakei rechtzeitig zurückgekehrte Starsichova - einen rund sieben Minuten andauernden Zwischenspurt hin und setzte sich erstmals deutlicher ab.
    Beim 8:16 in der 23. Minute lagen die Mainzlarerinnen bereits mit acht Toren Vorsprung vorne und hatten so frühzeitig unterstrichen, dass es endlich klappen sollte mit dem ersten Sieg in der Liga. Allerdings ließen sie bis zum Halbzeitpfiff die Zügel wieder etwas lockerer. Die vom Ex-Lützellindener Torwarttrainer Mile Malesevic betreute SG kam noch einmal bis auf fünf Treffer heran. "Wir hätten den Sack schon etwas eher zumachen können", so der Gerlachsche Kommentar zu diesem kleinen Manko in den ersten 30 Minuten.
    Aber was noch nicht war, sollte noch werden. In den zweiten Durchgang starteten die Gäste nahezu optimal. Drei Tore von Dana Kläring eingerahmt von zwei Starsichova-Treffern besorgten in der 37. Minute das 13:23 und damit die erste Zehn-Tore-Führung. Jetzt wurde deutlich, was der "Doc" mit seinem den Spielverlauf auf den Punkt bringenden "Kirchhof hatte heute nicht den Hauch einer Chance" meinte. Mainzlar war in allen Belangen überlegen und steuerte unaufhaltsam auf das erste Zweitliga-Erfolgserlebnis in der aktuellen Spielzeit zu. Spätestens beim 16:31 nach einer gespielten Dreiviertelstunde war die Partie entschieden.
    So ist es dann wohl auch zu erklären, dass die Mittelhessinnen in der Schlussphase der Partie in der Konzentration deutlich nachließen. Nicht genug aber, um die Heimmannschaft noch einmal gefährlich nahe herankommen zu lassen. Mehr als ein Einschmelzen des Rückstandes von zwischenzeitlich 15 auf nur noch acht Tore beim Abpfiff der Referees war für die Kirchhoferinnen aber nicht mehr drin.
    "Die Mannschaft wächst langsam zusammen", freute sich Cheftrainer Gerlach, dass seine Arbeit mit der jungen Truppe mehr und mehr Früchte trägt und nun auch Zählbares hervorgebracht hat. Und wenn auf der Problemposition Rückraum bald die von ihm eingeforderten und angekündigten Nachbesserungen tatsächlich da sind, war der Erfolg am fünften Spieltag möglicherweise nur der Anfang. "Dann spielen wir einen anderen Handball und werden uns da hinten raus befreien", hofft er, dass der Aufwärtstrend sich fortsetzt.

    Im Stenogramm

    Kirchhof:
    Bartek, Wedemeyer; Berger (3), Borovic (1), Miszczyi (6/3), Kirmse (7), Kaspar (2), Kranz (3/2), Neutze, Heidenreich (4), Startschenko, Kerkossa (1)

    Mainzlar:
    Kutna, Dauth (n.e.), Rotter (ab 52.); Atanasoska (6), Groschopp (3), Kläring (3), Wolff (8), Starsichova (6), Klein, Mozsi (6/4), Bepler, Jänicke (1), Reeh (2/1)

    Schiedsrichter: Knapp/Puchinger (Birkenau/Fürth)
    Zuschauer: 300
    Zeitstrafen: 4:4 Minuten
    Siebenmeter: 7/5:6:5