Beiträge von Nr. 3 lebt!

    Hallo ihr :hi:

    ich trainiere eine wE, Jahrgang `95, die derzeit aus 16 Spielerinnen besteht. Da wir nur 2 x 20 Minuten Spielzeit haben, nehme ich zu den Punktspielen immer nur 13 Spielerinnen mit, so dass jede Spielerin (bis auf die jeweilige Torfrau) insgesamt genau 20 Min. Spielzeit bekommt. D.H. momentan setzen jedes Spiel 3 Mädels aus.

    Gestern kamen zwei neue, erwartungsvolle Mädels (´95) in die Halle und warfen sich begeistert ins Geschehen. Haben sie auch gar nicht schlecht gemacht! Sie hatten jedenfalls so viel Spaß, dass sie versprochen haben, ab jetzt regelmäßig zu kommen...

    Aber nächste Saison mit 18 Spielerinnen starten? 5 Aussetzer pro Spiel?

    Ich bin der Ansicht, dass die Kiddies regelmäßig und möglichst oft spielen sollen. Das ist aber mit 18 Mädels wohl kaum möglich.

    Eine Werbeaktion machen und die Mannschaft dann teilen? Geht leider auch nicht, da uns sowohl Trainer als auch Trainingszeiten fehlen. :nein:

    Die Jahrgänge ´94 und ´96 weiblich sind ebenfalls mehr als voll....

    Also: Was tun? Aufnahmestopp verkünden? Wie schade für die Mädels und vielleicht auch für den Handball.
    Oder alle nehmen, die kommen und irgendwann die schwächeren aussortieren? Das widerstrebt mir eigentlich....
    Oder alle nehmen, die kommen und aufhören, nach meiner Überzeugung zu trainieren?

    ?(

    Zitat

    Original von Zickenbändiger

    Möglichkeit 2: Ich versuche alle vorhandenen Urkräfte zu erkennen und lenke sie dann in Bahnen. Das Brauchbare wird gefördert, das weniger Brauchbare nicht. Laufen wird nicht durch Positionsbesetzung abrupt beendet, sondern in taktisch sinnvolle Anwendung gebracht.

    Ich habe Möglichkeit 2 versucht. In der E-Jgd. gegen Manndeckungen klappte das ganz gut, gegen Raumdeckungen wird es nun schwierig. Darüber hinaus fehlt es an einem ausgeklügeltem System. Wie kommt man ohne "echte" Positionen aus? Kontrolliertes herumwuseln?

    Den Gedanken sollten wir aber auf jeden Fall weiterspinnen, harmi! Das Rad müsste zwar möglicherweise neu erfunden werden, aber das kann mich nicht abschrecken. ;)

    Ja genau, bei Möglichkeit 2 bin ich auch gerade angelangt. Uns fehlen aber die Probemöglichkeiten gegen Raumdeckungen. Und für ein ausgeklügeltes System wäre ich euch echt verbunden!!!!!! :D

    Mir fehlen die C-Jugend-Erfahrungen. Die älteren Mannschaften, die ich trainiert habe, habe ich immer im Stand-Modus übernommen und mir den A.... aufgerissen, um wieder Bewegung in das Spiel zu bekommen. Ich bin nicht wirklich scharf darauf, genau dieses Spiel mit einer talentierten E durch vorzeitige Positionsfestlegungen zu erzeugen, weiß mir aber auch derzeit keinen Rat, wie man ohne Positionen, bzw. positionsspezifisches Training gegen relativ defensive Raumdeckungen voran kommen soll. Im Bezirk Süd (SH)/Kreis OH wird leider immer noch Standball im weiblichen Bereich praktiziert.

    Es wäre sooo schade, wenn eine bewegungsfreudige, technisch starke wE zu einer lahmen, überreglementierten Ball-Durchreicher-Truppe verkommen würde!

    Ich denke, du hast Recht! "Allrounder" ist eher auf das Feld bezogen und schließt die TW-Position oft nicht mit ein. Ich habe im unteren Jugendbereich festgestellt, dass gute Feldspieler auch gleichzeitig gute Torleute sind, die Ausbildung bei vielen Vereinen jedoch nur im Feld erfolgt. Die Auffassung, dass nur der "beste" Spieler ins Tor soll, hat sich allerdings noch nicht durchgesetzt, so dass oft im Tor die zwar großen, aber oft untalentierten Spieler landen, die eine große Reichweite haben und im Feld eh nur stören würden. Schade um diese wichtige Position.

    Zitat

    Original von harmi
    ich gebe ihnen zu Anfang eine feste Position vor. Und zwar genau die, wo ich glaube, dass die einzelnen Spielerinnen ihre Stärken haben. Wenn ich nach dem dritten oder vierten Angriff rufe: "Positionen wechseln!", geht die Kreisläuferin beim nächsten Angriff nach linksaußen, alle anderen rücken eine Position auf. Hat ein wenig gedauert, klappt aber gut. Viele Spielerinnen fühlen sich auch auf mehreren Positionen wohl.


    Ich gebe auch in der Manndeckung schon Positionen vor, damit sich nicht alle im Mittelbereich aufhalten. Die Idee mit der Rotation finde ich gut, denn bis auf zwei Spielerinnen sind die Mädels nicht wirklich begeistert, wenn ich sie nach Außen schicke.

    Zitat


    Ich weiß nicht, wie es bei euch läuft, aber wir haben in beiden Saisons D-Jugend schon gegen perfekte 6:0 Deckungen gespielt. Da kannst du üben, was du willst, wenn du keine Rückraumshooter hast oder keine Tempogegenstöße laufen kannst, bist du die Dumme.

    Obwohl verboten spielen wir auch jetzt schon gegen 6:0. Die gesamte 2. HZ fangen wir sehr viele Pässe ab und laufen Tempo. Falls wir die Gegner mal nicht überlaufen, ziehen einige sich an den eigenen 6er zurück und dagegen kann ich dann nicht mal viel sagen, weil meine Mädels die Gegner auch zurücktreiben, da sie ihr Spiel fast am 9er aufziehen. Ich weiß nicht, wie ich sie dazu bringen soll, Abstand zu halten. Wir trainieren viel mit Pads, die als Orientierung bei 12 m abgelegt sind, aber im Spiel gehen wir halt zu dicht ran. Unsere Gegner sind aber auch zu schwach, als dass meine Mädels aus diesem Problem lernen könnten. Die Situation kommt jetzt viel zu selten vor, wird uns aber nächste Saison ständig erwarten.

    Sinkende Manndeckung lasse ich gegen männliche E-Jugenden spielen, da die Mädels dann besser aushelfen können.

    Mein Problem ist auch nicht unbedingt, den Mädels eine 1:5 beizubringen, sondern eher den Angriff gegen 1:5. Obwohl sie individuell technisch schon sehr gut sind, fehlt halt das dann erforderliche Zusammenspiel. Nenne ich ihnen gegen eine 1:5 die Ausgangspositionen, dann kleben sie am Ort (Trainingsspiele gegen mD und wD haben es gezeigt) und versuchen sich 1:1 oder mittels Give & Go durchzusetzen. Und dann habe ich genau den oben beschriebenen Sandball, den ich so gruselig finde.

    Hallo harmi,

    es ist aber schon so, dass du deinen Spielerinnen eine Position vorgibst, wenn du sie auf das Fels schickst, oder? Falls du das nicht machst, nimmt dann freiwillig eine Spielerin eine Außenposition ein? Du möchtest ja wohl auch gerne das Spiel in die Breite ziehen, oder????

    Ich frage das nicht provokativ, sondern weil ich noch nicht weiss, wie ich weiter arbeiten möchte (du weißt ja vielleicht noch, dass ich eine wE trainiere, die 2x3:3 und 6+1-Manndeckunung spielen muss). Wenn wir nächstes Jahr in der wD starten, werden wir auf relativ defensive Abwehren treffen (1:5 ist noch erlaubt). Ich habe bisher immer ältere Jugendliche oder Erwachsene trainiert und selbst in der Jugend 4:2, in den Damen 6:0 gespielt und möchte auf gar keinen Fall meinen Mädchen den o.g. Standhandball beibringen. Trotzdem fürchte ich, wenn ich sie auf bestimmte Positionen schicke, dass genau das passiert. Gibst du Positionen vor und bringst deren Möglichkeiten bei oder lässt du ohne Positionsangabe spielen???

    Ich wäre dir für einen Plan für den Übergang von E zu D echt dankbar!

    Gruß Claudia

    Wenn ich mir ein Spiel von oben ansehe, bin ich völlig bei der Sache und kann mich aufregen ohne Ende und freuen ohne Ende. Ich muss ganz fürchterlich aufpassen, dass ich mich irgendwie zurückhalte und keinen beleidige. Das hat allerdings nichts mit Sprechchören und Schiedsrichterbeleidigung zu tun- das war noch nie meine Sache!

    Zitat

    Original von Twingolady
    Das ist mir schon bewusst, dass ich anderen die Stelle "weg nehme", aber die Sache ist eben die- mir waren die Leute dort beim Vorstellungsgespräch nicht soooo sympathisch..ich bin deswegen ziemlich locker in das Gespräch gegangen, weil ich dachte: "Ok hier willst du eh nicht wirklich arbeiten"- und habe so wohl überzeugt (mit der Lockerheit).

    Also, wenn es dir nur um nicht sooo sympathisch geht, wird dich vielleicht trösten, dass die, die die Einstellungsgespräche führen, nicht die sind, von denen du in der Praxis ausgebildet wirst. Wenn die Behörde einen guten Ruf hat, liegt das vermutlich vor allem daran, dass sie freundlich, unbürokratisch und schnell arbeitet. Denn das ist, was zuerst nach außen dringt. Und wenn die Außenwirkung gut ist, dann wird es sehr wahrscheinlich intern ebenso sein, denn keiner verstellt sich nur für das Publikum.

    Außerdem kannst du davon aus gehen, dass Einstellungsgespräche auch für die Einstellenden Stress sind, vor allem, wenn du Kandidat Nummer 1000 bist.

    Ach sooooo.... Jetzt glaube ich, ich habe dich verstanden (:D ). Ich hab mir mal im Nachhinein so eine Tabelle angelegt aus Archivierungsgründen. Falls dir das hilft, sie enthielt (in Spalten):
    Datum - Grundthema (z.B. Gegenstoß) - Schwerpunktthema der Einheit (z.B. 2. Welle) - Anlage Nr. (die einzelne TE als Bogen angehängt) - fehlende Spieler - Bewertung.
    Meinst du so etwas???

    Zitat

    Original von Luuutz
    vieleicht waren das schon die Hormone !? :love:

    :lol: Auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen!

    harmi: Falls du mit @lika mich meinst, muss ich dir leider gestehen, dass ich nicht lika bin. Aber vielleicht hat lika ja auch eine Brunhilde. :D

    @Bienchen: Bin gespannt auf deinen nächsten Bericht. Eine Zeit lang war mein Mann Trainer der 1. Herren und ich Trainerin der 1. Damen. Wir haben die Mannschaften öfter gegen-/miteinander spielen lassen und haben festgestellt, dass es kaum etwas motivierenderes gibt ;).

    Gestern haben wir ein Trainingsspiel gegen unsere mE gemacht. Meine Mädels lieben das sehr, weil sie dann im Gegensatz zu den Punktspielen mal gefordert werden. Lief auch die meiste Zeit ganz prima- sehr ausgeglichenes Spiel mit hohem Tempo.
    Da wir Manndeckung spielen, haben wir Trainer uns beim Wechseln abgesprochen, so dass immer etwa gleichstarke Spieler gegeneinander spielen konnten.
    Dann kommt Brunhilde (habe ich seit einem Jahr!!!) gegen einen absoluten Änfänger auf die Platte. 1.000 mal geübt - 1.000 mal ist nichts passiert: "Halte dich in der Abwehr zwischen deinem Angreifer und unserem Tor auf." Nur das erst einmal und sonst nichts. Und was passiert? Der arme Junge wird durch die ganze Halle verfolgt. Was er auch macht, Brunhilde trabt (!) hinter (!) ihm her, als wenn Schattenlauf angesagt ist. Wo unser Tor steht, hat sie völlig vergessen. Der Sinn von "Abwehr" ist überhaupt nicht durchgedrungen. Und das nach einem Jahr regelmäßigem Training bei mir und vorher bei einem anderen Trainer (Wenn ichs mir recht überlege, hat der echt gestrahlt, als er mir den Pass gegeben hat ?( ). Obwohl der Rest meiner Mannschaft ein richtig gutes Spiel hingelegt hat und ich sehr stolz auf meine Mädels war :love: , hat mich das mal wieder so richtig deprimiert. Mir fällt nämlich so langsam auch nichts mehr ein, was ich noch mit Brunhilde machen kann...
    EDIT: ... außer sie zu harmi zu schicken, den scheint ja nichts zu deprimieren... ;)

    Hi lika :hi: ,

    ich würde auch raten, die Ballannahme zu unterbinden oder so zu stören, dass danach die Masse nur schwerlich in Bewegung kommt.

    Vielversprechend ist auch die Angreiferin früh zum Prellen zu verleiten, so dass beim Schließen des Sicherheitsabstandes und Ballaufnahme nur noch drei Schritte erlaubt sind.

    Die ganz Großen haben auch einen sehr hohen Prellweg, so dass wendige Spieler öft die Möglichkeit haben, den Ball einfach wegzuprellen.

    Gruß C.

    Stimmt natürlich, dass vorrangig Turnen und Leichtathletik in den Schulen angeboten werden müssen, da viele Kinder heute nicht mal in der Lage sind gradeaus zu laufen, geschweige denn rückwärts und sie eine Rolle vorwärts an den Rande eines Genickbruches bringt.

    Was ich aber beobachtet habe ist, dass teilweise gar kein Sportunterricht erfolgt (im Sinne von etwas beibringen), sondern dass Lehrer einen Ball in die Menge werfen, Fußball oder Basketball spielen lassen und dann ihre Ruhe haben, denn diese Ballsportarten kann man auch notfalls ohne jede Erklärung "spielen" lassen.