Anton scheint leider kein Mitglied eines Vereines im HV Sachsen zu sein. Ansonsten würde sie viele ihrer teils abenteuerlichen Aussagen und Vorschläge schnellstens revidieren.
Fakt ist, das derzeit in der Regionalliga Süd die gleichen Fahrtkosten aufzubringen wären wie in der 2. Bundesliga Süd. Die Regionalliga hat sich meilenweit von ihrem Wörtchen "Regional" verabschiedet.
Derzeit ist die finanzielle Situation für eine Teilnahme in der Regionalliga ausschlaggebender als die sportliche Qualifikation. Die Teams aus Baden- Württemberg verfügen einfach über eine höhere Wirtschaftskraft. In Sachsen kann das Geld für eine Regionalligamannschaft nur punktuell aufgebracht werden. Selbst Nachwuchsmannschaften aus Bundesligavereinen lassen ihre 2. Mannschaft nicht aufsteigen, da man sonst quasi 2 Bundesligamannschaften finanzieren müßte. Das geht nicht im Handball.
Und natürlich ist der Nachwuchs, der einmal in den Bundesligen spielen soll, sehr benachteiligt. Im RV Süd gibt es keine Regionalliga, selbst wer möchte kann nicht höherklassiger spielen. Also müssen sich auch die Spieler aus den Nachwuchszentren mit den großen Leistungsunterschieden in den Oberligen herumschlagen. Spitzenspieler entstehen so leider nicht. Selbst die Spieler/Mannschaften, die weite Wege auf sich nehmen würden, können so ein höheres Spielrecht nicht oder nur auf abenteuerlichen Wegen (SG mit einem thüringer Verein) wahrnehmen.
Es ist daher dringend notwendig, die Regionalliga wieder zu dem zu machen, was sie eigentlich sein müßte. Zwischen den Ligen, angefangen von der 1. Liga bis hinunter zur Kreisklasse, muß es immer Abstufungen geben. Im sportlichen, aber auch im organisatorischen und finanziellen Bereich. Von den Fahrtkosten her kann sich die Regionalliga Süd schon mit der 1. Liga messen...