Original von Steinar
Brummsel: Das Leistungsverhalten würde sich anpassen. Da stimme ich zu. Aber Kiel und Hamburg würden doch nicht unbedingt bis zum Schluss ihre beste Mannschaft auflaufen lassen. Man würde nicht unbedingt um jeden Preis einen Sieg herbieführen wollen. Schließlich ist da die Belastung durch CL, Pokal, Nationalmannschaft für die Top-Spieler. Wichtig ist doch, dass die Spieler am Ende in den Play-offs fit sind.
Dann ist auch die Frage, wie man Play-offs spielt. Wie die Frauenliga im Europapokalmodus? Das birgt immerhin den Vorteil, dass man innerhalb einer Playoff-Partie um jedes Tor kämpft. Hat aber eben auch den Nachteil, dass man abhängig von seiner Vorrundenplatzierung nicht wirklich einen Vorteil erlangt. Oder spielt man ein best-of-three? Das birgt eben eine größere Unsicherheit mit Blick auf die Belastung der Spieler, weil es nur schwer abzuschätzen ist, ob man nun zwei oder drei Spiele pro Runde austragen muss.
Die Däninnen haben nach der normalen Punkterunde eine zweite Gruppenphase mit zwei mal drei Teams eingeführt. Abhängig von der Platzierung im Grunddurchgang erhält man Bonuspunkte (2, 1, 0) und spielt je einmal hintereinander. Die Sieger aus diesen Mini-Runden spielen dann im Endspiel. Damit hat man die Unsicherheit der Spiele auf maximal eine Partie reduziert.
Dann ist auch die Frage, wie viele Mannschaften Play-offs spielen dürfen. Wenn man will, dass die Topmannschaften während der normalen Runde ihre Topstars möglichst oft aufbieten, dann darf man nur die Top 4 den Meister ausspielen lassen. Wenn man die Top 8 in die Play-offs lässt, dann können doch die Topteams spätestens nach drei Vierteln der Saison sich ihrer Play-off-Teilnahme sicher sein.
Für die Löwen, aber auch Hamburg u.a. gibt es eben gute Gründe für die Play-offs. Die einzigen, denen der Modus völlig egal sein kann, ist der THW Kiel.