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Original von Hexe2004
Die Rollenverteilung zwischen Mann und Frau findet in unseren Köpfen statt, und dort muss ne Veränderung stattfinden.
Da können sich die Köpfe noch so sehr verändern - es gibt Tätigkeiten, für die Frauen in der Regel nachweislich besser geeignet sind. Noch ein Beispiel: Warum wird das Sorgerecht für Kinder wohl im Streitfalle immer der Frau zugesprochen - es sein denn, sie verdient ihren Lebensunterhalt und das Geld für den Schnee auf dem Babystrich? 
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Original von Hexe2004
Und du wirst nicht bestreiten können das Frauen bei gleicher Arbeit oft weniger verdienen als Männer.
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Original von Bienchen
Denn genau so läufts doch: bei gleicher Arbeitsleistung werden Frauen immer noch geringer entlohnt als ihre männlichen Kollegen und das fördert nun wieder den Erziehungsurlaub der Frau und nicht den des Mannes...
In der Tat - das wäre ungerecht. Und obwohl ich weiß, dass gleich ein Aufschrei der Empörung folgt: ICH habe das noch nicht erlebt. Ich habe schon einige Jobs gemacht - und in keinem hat eine Frau weniger verdient als ich! Bis heute! 
Mal im Ernst: Wer von euch kann aus eigener Erfahrung sagen, dass er bei gleicher Qualifikation und gleicher Arbeit weniger Brutto hat als der Kollege, der neben ihm steht? Meine Theorie ist, dass dieses Totschlagargument noch aus den 70er Jahren stammt, als es tatsächlich der Fall war, dass Frauen weniger bekamen als Männer. Aber seit die Gewerkschaften hier zur Höchstform aufgelaufen sind, dürfte das nur noch in den seltensten Fällen der Realität entsprechen.
Im übrigen: Heutzutage verhandelt jeder allein mit seinem Arbeitgeber über sein Gehalt. Die einen besser, die anderen schlechter.
So kommen Gehaltsunterschiede zustande - nicht wegen des Geschlechts. Zumindest in meiner Branche.
Und noch ein Aspekt zum nachdenken, ohne dass ich es sofort in meine Argumentationslinie übernehmen würde:
In meinem Bekanntenkreis gibt es eine Frau, die sich, schwanger im 2. Monat, einstellen lassen hat um dann ein paar Monate später in den Mutterschutz zu gehen. Wie gerecht ist das? Und der Arbeitgeber darf beim Einstellungsgespräch nicht einmal nachfragen bzw. kann die Frau ihn in einem solchen Falle ohne Konsequenzen anlügen. Insofern kann ich es nachvollziehen, wenn es sich Unternehmer zweimal überlegen, ob sie eine Frau zu den gleichen Konditionen einstellen wie einen Mann. 
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Original von binesa
Das hängt aber auch damit zusammen, dass sog. typische Frauenberufe generell deutlich schlechter bezahlt sind als die sog.typischen Männerberufe. Warum das nun wiederum so ist, wie es ist, ist sicher auch diskussionswürdig.
Warum typische Frauenberufe schlechter bezahlt werden als Männerberufe? Die Frage könntet ihr euch selbst beantworten - weil Frauen meist geringer qualifizierte Arbeiten ausgeführt haben als Männer. Das hat sich heute zum Teil schon erheblich geändert - die einfachen Frauenberufen (Fließband, Putzkolonne, Kindermädchen etc.) sind aber geblieben. Und für sie ist auch heute keine größere Qualifikation nötig als früher - darausfolgend wird das Lohniveau dort genauso niedrig bleiben wie das eines Aushilfsarbeiters auf dem Bau.
Edit: Mannomann, das sollte doch ein Spaß werden, hier im Forum ... und jetzt muß man(n) sich richtig anstrengen ... 