Falken reicht 6:2 nach 58 Minuten nicht
Von Marco Scheinhof
Nur Koppfschütteln.Mehr ist um 20.25 Uhr am Sonntagabend in der Heilbronner Lavatec-Arena nicht zu sehen. Der Großteil der 2875 Zuschauer konnte nicht fassen, was er soeben erlebt hatte. Bis zur 58. Minute hatten die Heilbronner Falken im dritten Spiel der Playoff-Viertelfinalserie gegen die Moskitos Essen mit 6:2 geführt. Fans und Spieler waren siegessicher – zu früh.
Die Gäste drehten die Partie noch. In der Verlängerung siegten die Essener dank eines Tores von Matt Hubbauer. Damit liegen die Moskitos mit 2:1 Siegen vorne, nachdem die Heilbronner am Samstag durch den 4:3-Erfolg nach Penaltyschießen den 1:1-Ausgleich geschafft hatten. Doch nun haben die Essener alle Chancen auf ihrer Seite, das Halbfinale zu erreichen. „So etwas habe ich noch nie erlebt in meiner Karriere. Das kann man einfach nicht erklären“, sagte Trainer Rico Rossi, der gleich nach Spielende fassungslos nach Hause fuhr.
.......
Es sah alles nach einem klaren Erfolg aus. Daran änderte sich zunächst auch in der 53. Minute nichts, als Matt Hubbauer das 2:4 (53.) gelang. Derek Edwardson (55.) und Patrick Strauch (57.) sorgten gar noch für das 6:2. Der Sieg war eigentlich perfekt. Eigentlich. Doch plötzlich lief bei den Falken nichts mehr zusammen. Essen markierte Treffer um Treffer: Danny Albrecht (58.), Christopher Schadewaldt (59.) und zwei Mal Robin Sochan (60.). Plötzlich ging es in die Verlängerung. Dort sorgte Hubbauer für die Entscheidung (63.) für die Gäste. Falken-Trainer Rossi hatte es versäumt, rechtzeitig eine Auszeit zu nehmen. „Ich wollte Essen keine Zeit geben, sich wieder zu organisieren“, erklärte er. Das ging völlig daneben.