Der sensationsgierige Zuschauer würde sicher auf seine Kosten kommen, weil die Zufälligkeiten zunehmen und immer mal ein "großer" stolpert. Der Handballfreund wohl eher nicht, denn der Handball würde nicht besser werden (warum auch?) wohl aber die Wahrscheinlichkeit für Ungerechtigkeiten zunehmen.
Eine Mannschaft, die die Serie souverän gewinnt, kann durch einen schlechten Tag um den Lohn gebracht werden. Wenn ich mich Recht erinnere, hat das Essen mehrmals betroffen, bevor diese unsäglichen Play-offs in den 80er Jahren zu Recht abgeschafft wurden.
Das Argument, daß es weniger Spiele gibt, bei denen es um nichts mehr geht, stimmt nicht. Nur daß der Strich woanders gezogen wird. Im Gegensatz zu einer richtigen Meisterschaftsserie ist es bei Play-offs nämlich egal ob man die Serie als erster oder zweiter beendet.
Ich höre ständig, daß die Spieler überbelastet sind? Wieso soll man da die Wettbewerbe ausweiten? Und eine Verkleinerung der Liga, wo dann viel öfter die gleichen Mannschaften gegeneinander spielen ist genauso Unsinn.
Und ein solches Kuddelmuddel, für das die Frauenbundesliga jetzt geopfert worden ist, will ich gleich gar nicht sehen. Dieses System wurde im übrigen in Norwegens Frauenliga bereits vor drei Jahren eingeführt und im letzten Jahr wieder abgeschafft, weil es ungerecht und unsinnig war.
Im übrigen gibt es bereits ein Play-off-System: den DHB-Pokal.
Wieso müssen eigentlich Veränderungen des Modus her? Der jetzige funktioniert doch hervorragend.