Zuallererst wünsche ich Annalena Welsch eine schnelle und vollständige Genesung, hoffentlich kann sie bald wieder mit Freude und Erfolg am Spielbetrieb teilnehmen!
Zum unheilvollen Geschehen:
Eigentlich ist damit regeltechnisch alles klar. Eigentlich ...
Der Körper der laufenden/springenden/werfenden Spielerin ist für aktive Bewegungen der Abwehrspielerin grundsätzlich tabu. Natürlich darf sie dort, wo sie steht, einen Block stellen und mit Armen und Händen die erwartete Flugbahn des Balles (oder auch nur einen bestimmten Raum dafür) blockieren. Aber am Körper der Angriffsspielerin haben die Hände in dieser Situation nichts zu suchen (das begleitende Führen ist eine andere Geschichte, denn es setzt im Grundsatz gleichartige Bewegungsrichtungen der beteiligten Spielerinnen voraus, was hier eindeutig nicht der Fall ist). Hier gingen die Hände eindeutig zum Körper, in diesem Fall leider mit fatalen Folgen. Trotzdem mache ich der Abwehrspielerin keine Vorwürfe. Sie gibt, soweit ich das anhand des relive einschätzen kann, keinen aktiven Impuls in Form eines Stoßens in die Bewegung der Angreiferin, sondern blockt sie "nur" aggressiv ab. Solche Abwehraktionen sind an der Tagesordnung, werden in der Regel von den Schiedsrichtern toleriert bzw. "übersehen". Und genau an dieser Stelle liegt nach meiner Überzeugung auch das eigentliche Problem:
Genau daran hapert es leider gewaltig und selbst in Situationen, wo die laufende und/oder springende Angriffsspielerin aktiv gestoßen oder rabiat in ihren Wurfarm gegriffen wird, bleiben die Pfiffe der Schiedsrichter oft genug aus. Was dann in der Abwehrarbeit natürlich zu einem entsprechenden Lernprozess mit allen unangenehmen Folgen führt...
PS. DerMaily:
Da hatten wir wohl fast zeitgleich ganz ähnliche Gedanken...