Beiträge von nozdormu

    ...Ich sehe Ketsch, Bretzenheim und Wildungen auf den Abstiegsplätzen. Werder hat sich gut verstärkt, die genannten nicht.

    Bei Wildungen hat man zwar einen Vollzeittrainer aus Österreich geholt, ansonsten aber aus jungen Spielerinnen, die id.R erst in Liga 3 aktiv waren zu setzen, könnte für diese Liga zu wenig gewesen sein.

    https://www.handball-bundesliga-frauen.de/liga/2-bundesliga/tabelle

    Nach allem, was man hört, brennt in Ketsch hinter den Kulissen ganz gewaltig der Baum. Wird spannend, wie es da weiter geht.

    Um mal wieder zum Thema zu kommen: Am Samstag war in Ketsch ein technischer Delegierter im Einsatz. Die Idee war, das kurzfristig eingeteilte und in der 2. Liga bisher noch nicht pfeifende Schiedsrichtergespann bestmöglich zu unterstützen. Hat gut geklappt, nach allem, was ich gehört und gesehen habe. In der Phase, als es eng und stressig wurde, konnte so die Ordnung ohne Probleme beibehalten werden. Ich würde mir das als Standard wünschen, es scheitert aber vermutlich am Geld.

    Wie fandet bzw. findet ihr das? Sind technische Delegierte auch in der 2. Liga Frauen eine gute Sache?

    Wegen 5 Minuten mehr pro Halbzeit direkt konditionelle Mängel und das in dem Alter ?

    Ich war früher froh über jede Minute Spielzeit, umso höher es ging. Da 20 Minuten oder 25 Minuten schon arg wenig Spielzeit sind, vor allem wenn man dafür noch lange fahren muss.

    Und in einer Jugend Bundesliga kann man erwarten, dass die Mädchen die Kondition mitbringen, um die Spielzeit ordentlich über die Bühne zu bringen.

    Wir reden nicht von Kreisliga

    „Mängel“ ist vielleicht das falsche Wort. Ich würde eher von Überlastung sprechen. Der Trend geht ja immer mehr zum Rennball mit dann zum Teil auch absurd hohen Ergebnissen. Teams, die keine gute Bank haben, werden gnadenlos nieder gerannt. Bei dem hohen Tempo der Angreifer mißlingt dann auch mal eine Abwehraktion gründlich….

    Das finde ich ausgesprochen interessant, zumal ich hier im Forum (zu vergleichbaren, aber auch zu anderen handballspezifischen Sachverhalten) schon einige verbale Auseinandersetzungen hatte, in deren Ergebnis ich mir regelmäßig wünsche, solche Videoanalysen professionell einzusetzen. Erstens um nachzuweisen, dass wir z.B. in der einheitlichen Regelinterpretation der Schiedsrichter erhebliche Defizite haben und zweitens, um damit im Ergebnis zu erreichen, dass Fehlentwicklungen eingedämmt werden und wieder mehr korrekte Spielergebnisse zustandekommen.

    Welchen Hintergrund haben deine Videoanalysen? Ist es privates Interesse oder gibt es einen kommerziellen Hintergrund als Auftragsarbeit z.B. für einen Verein oder einen Verband oder geschieht es evtl. im Rahmen einer Forschungsarbeit z.B. für eine Sporthochschule? Lassen sich die Ergebnisse ggf. im Sinne des Handballsports einsetzen beispielsweise als Schulungsmaterial für die Schiedsrichteraus- und weiterbildung?

    Es wäre mehr als als wünschenswert!

    Nicht nur, um durch entsprechende Prävention die Zahl der Verletzungen deutlich zu reduzieren ...

    Tatsächlich ist es zur Zeit nur noch rein privates Interesse. Ich muss mal in mich gehen, was ich mit dem Archiv mache…

    Bei euch klingt es so, als würden andauernd Spieler*innen so auf Rücken/Hintern knallen.

    Zumindest bei den Männern ist das nicht der Fall.

    Frauen guck ich zu wenig; glaub ich da aber auch nicht.

    Am häufigsten beobachte ich das zur Zeit bei wB-Bundesliga und wA-Bundesliga. Gefühlt in jedem Spiel mehr als dreimal.
    In der wB-Bundesliga kommen Rückenlandungen zeitlich sehr oft in den letzten 10 Minuten einer Halbzeit vor und sind vermutlich auch dem hohen Tempo geschuldet, da viele Spielerinnen noch keine große Erfahrung mit der langen Spielzeit haben und an ihre konditionellen Grenzen kommen.

    Vielen Dank für die letzten zwei Beiträge, die meine Gedanken im Wesentlichen schon wiedergeben.

    Weshalb mich diese Szene seit Tagen sehr beschäftigt ist noch folgender Aspekt: aus meiner Sicht sind beide Spielerinnen, Abwehr und Angriff, Opfer des Systems. Ich wage zu behaupten, dass es eine Spielerin, die sich in solchen Situationen stets regelkonform verhält und keinen Körperkontakt aufnimmt, nicht in die zweite Liga, noch nicht einmal in die Regionalliga schaffen würde. Sie wäre nicht nur von Trainern, sondern auch von Fans dem steten Vorwurf ausgesetzt, nicht genügen Härte und Aggressivität mitzubringen.

    Müssen wir den Fehler also bei den Schiris suchen, die solche Szenen fast alle ungestraft geschehen lassen? Ich bin überzeugt, wir Fans wären die ersten, die mit "Schiri raus" rufen reagieren würden, wenn einer eine solche Linie wirklich hart durchziehen würde.

    Mit dem Gedanken, dass wir uns als mit solchen schlimmen Verletzungen abfinden müssen kann ich mich aber auch nicht zufrieden geben. Eine wirkliche Lösung sehe ich leider nicht.

    Es ist in der Tat ein Fehler des Systems und ich kann sogar nachweisen, dass es Trainer gibt, deren Teams gehäuft mit solchen Abwehr-Aktionen auffällig werden. Und das für mich Schlimme daran ist: Es sind gehäuft Trainer der höchsten Kategorie (EHF Mastercoach / A-Schein) dabei.

    Die wirkliche Lösung kann eigentlich nur lauten: Rigoroses Durchsetzen der bereits vorhandenen Regel. D.h. alle Schiedsrichter darauf verpflichten, das hier eine möglichst einheitliche Linie da ist. Die sehe ich hier bisher leider noch nicht.

    Das ist korrekt und deckt sich auch mit meiner Wahrnehmung. Die Abwehrspielerin hat sehr weit nach vorne ausgestreckte Arme, Gewicht nach vorne verlagert und nimmt damit den Kontakt eher unelastisch über dem Kipppunkt der Gegenspielerin auf. Der Kontakt bleibt bestehen bis die Gefoulte den Boden berührt. Zudem landet die Angreiferin scheinbar mit dem linken Fuß auf dem rechten Fuß der Abwehrspielerin (das könnte evtl. das Abfangen negativ beeinflusst haben).

    Solche Abwehraktionen sind nur solange an der Tagesordnung, solange sie toleriert werden.

    Leider sind die Schiedsrichter da bisher nicht wirklich auf einer Linie. Als Beispiel: In der wB-Bundesliga kommen solche Aktionen aktuell häufiger vor als in anderen von mir beobachteten Ligen, die meisten (oftmals unerfahren wirkenden) Schiedsrichterpaare greifen da aber nicht durch, was ich sehr bedauere.

    Man kann auch statistisch mittlerweile erkennen, dass die Teams, die solche Abwehraktionen gehäuft machen, in der Regel weiter vorne in den jeweiligen Tabellen stehen, als die Teams, deren Spielerinnen die leidtragenden sind. Finde ich persönlich nicht so toll.

    Ich ordne die Szene auch so ein und stimme Dir zu.

    Nur eine Disqualifikation mit Bericht wäre auf alle Fälle auszusprechen gewesen. Das lag hier definitiv nicht vor, deshalb ist es in der Tat unerheblich, was entschieden wurde.

    Eine (böse) Absicht der Abwehrspielerin ist für mich auch nicht erkennbar, das ist aber zur regeltechnischen Beurteilung der Szene unerheblich.

    ich schaue im Jahr mehrere hundert Handballspiele aller Kategorien an (bin Videoanalyst) und kann bestätigen, dass es meistens gut ausgeht, aber selbst die "wegsteckbaren" Rückenprellungen, die daraus oft resultieren, erhöhen das Risiko für Langzeitschäden deutlich.

    Und meine Meinung dazu ist, dass hier noch nicht genug getan wird, um die Anzahl dieser gefährlichen Situationen zu minimieren. Ich würde mir wünschen, dass ähnlich durchgegriffen wird, wie beim Schutz des mit Ball anlaufenden Außenspielers.

    Das ist immer noch eine Tatsachenentscheidung der Schiedsrichter, die unmittelbar an der Szene dran waren, und das nicht so bewertet haben.

    Woraus schließt Du das? Es ist nicht üblich, dass Strafen während einer Verletzungspause ausgesprochen werden.


    Meine Meinung dazu: Jemanden, der gerade im Sprung geworfen hat, auf diese Art und Weise aus dem Gleichgewicht zu bringen ist kein Allerweltsfoul, sondern extrem gefährlich. Diese Art von Foul will ich gar nicht beim Handball sehen, hier gehört immer hart durchgegriffen und das Regelwerk gibt das auch her.

    h4e

    Überdenke bitte nochmal Deine Meinung dazu und schau Dir ggf. nochmal das Livestream Video dazu an.

    Aus neutraler Sicht darf es dazu eigentlich keine andere Meinung geben:

    Das Foul ist schon eine direkte Disqualifikation wert, selbst wenn die Gegnerin unverletzt aus der Situation rauskommt. Das Regelwerk (Regel 8:5) nennt hierzu:


    Regelwidrigkeiten, die mit einer Disqualifikation zu ahnden sind:
    ...

    a) der tatsächliche Verlust der Körperkontrolle im Lauf oder Sprung oder während einer Wurfaktion;

    Aus dem Kommentar zur Regel 8:5:

    Auch Vergehen mit geringem Körperkontakt können sehr gefährlich sein und zu schweren Verletzungen führen, wenn Spieler*innen sich im Sprung oder im Lauf befindet und nicht in der Lage ist, sich zu schützen. In diesem Fall ist die Gefährdung des bzw. der Spieler*in und nicht die Intensität des Körperkontakts maßgebend für die Beurteilung, ob auf Disqualifikation zu entscheiden ist.

    In Ketsch hat keiner geweint, als er gegangen ist... und in Buxtehude bestimmt auch nicht.

    Wenn "verheizt" nicht das richtige Wort ist, dann passt vielleicht das Wort "Opfer" besser?

    Nach meiner Beobachtung wird schon im ambitionierten Jugendbereich viel zu wenig Wert auf Belastungssteuerung, Pausen nach Verletzungen und Prävention gelegt. Und richtig intelligentes Vorgehen mit langfristigen Zielen ist für mich gerade im Frauenbereich in Deutschland nur selten erkennbar. Wie Selfmen schon schrieb, "weniger" ist oftmals "mehr"...

    Also gewöhnt Euch dran, kurze "Karrieren", wie die von Rebecca Roth, werden in Zukunft in Deutschland eher noch häufiger als seltener vorkommen.

    (In Wahrheit war ihre Karriere gar nicht kurz, sie hat 15 Jahre Handball gespielt :irony: )

    Die Stelle in Bensheim wurde überraschend schnell nachbesetzt. ;)

    Hatte außerdem schon gehört, dass AF zukünftig mit den Großen spielen und hochklassig Männer trainieren will. Bin gespannt, wie er da mit seinen Methoden ankommt und ob er auch dort welche zum Weinen bringt.

    Dann hätte Leverkusen alles richtig gemacht und kann sich auf die Meisterschaft in der Nordrheinliga konzentrieren. :lol:

    Der EHF wäre dann das das zweite gesetzte EL-Team pleite gegangen.

    Die Auswärtsfahrten in der EL, deren Quali man ja nicht mehr verhindern konnte, werden jedenfalls teuer. Sicher geht es nach Norwegen. Ein Trip nach Frankreich/Spanien ist auch drin. Paris ist ja nicht gerade günstig.


    Für was brauchen die eine Akademie?

    Die brauchen die Akademie für die Fehlentwicklung "Jugendzertifikat". - Das Zertifikat, das nachweist, dass man fähig ist, ganze Regionen ihrer Talente zu berauben. (das war jetzt sarkastisch und Off-Topic)

    Ich würde z b. gerne mal ein Interview mit Clara Woltering führen, schließlich war sie damals bei jedem Training und jedem Spiel dabei ....

    Capitano, du sitzt doch an der Quelle und brauchst Klicks 😉

    Ich fordere ein Interview mit Woltering über ihre Zeit mit Fuhr.

    Sie war schließlich IM Trainerteam...

    Zum Glück sitzen wir noch in einem Rechtsstaat...

    "IM Trainerteam", ist das sowas wie "IM Notar"? :/