Original von Jenny
Aus den Kieler Nachrichten vom 21.02.2005:
Jensen & Lövgren: Keilerei und Rote Karten ohne Folgen
Jagdszenen beim Nordderby: THW-Kapitän Stefan Lövgren konnte nur mühsam von seinen Mitspielern gebremst werden, Flensburgs Johnny Jensen machte sich nach Handgreiflichkeiten aus dem Staub. Was war geschehen? "Unser Tor war leer. Ich musste den Wurf vom Mittelkreis von Jensen verhindern, seine Reaktion aber kann ich verstehen, ich hätte vielleicht ähnlich gehandelt", erklärte Lövgren. Von Faustschlägen des Norwegers wollte er später nichts bemerkt haben. Jensen zeigte ebenfalls Verständnis. "Ich habe einen Schlag im Rücken verspürt, danach habe ich wohl ein bisschen zu hitzig reagiert." Man habe sich ausgesprochen und das Kriegsbeil begraben, erklärten beide. "Da bleibt nichts nach." Das Schiedsrichtergespann zog zweimal Rot. Für Lövgren wegen Schubsens, gegen Jensen wegen der Handgreiflichkeiten. Sperren haben beide nicht zu befürchten. "Das wird als Matchstrafe ohne Folgen bewertet", erklärte Lars Geipel. Einen Siebenmeter für Flensburg habe er in der Situation übrigens nicht geben können. "Das Spiel war noch nicht wieder angepfiffen." Ansonsten sehe die Regel dafür Siebenmeter vor. Das Derby werden die jungen Unparteiischen, die einen guten Eindruck hinterließen, nicht vergessen. "Das Aufregendste, was wir bisher beim Handball erlebt haben", so Geipel. "Gänsehautatmosphäre, einfach nur geil."
(Von Reimer Plöhn und Wolf Paarmann, aus den Kieler Nachrichten vom 21.02.2005)