Beiträge von DerMaily

    Wenn das so stimmt, was KT73 schreibt, hat die Klage wohl vor allem formale Gründe. Wenn ein A-Schein nicht ausreichen soll, dafür aber eine 5-Tages-Ausbildung, dann ist das tatsächlich schräg. Und dass ausgerechnet Leverkusen, das seit Jahren in der Jugendförderung weit vorne ist, das Zertifikat aus diesem Grund nicht bekommen hat, lässt sich wirklich nicht erklären. Ich teile Deine Ansicht, dass weiblicher Handballsport beim DHB faktisch eine untergeordnete Rolle spielt - damit wird man aber vielen Vereinen, die das sehr professionell betreiben, überhaupt nicht gerecht. Scheint dort aber keinen zu interessieren...

    In den Vergaberegeln (1657206540-RichtliniezurErteilungdesHBFJugendzertifikats.pdf (handball-bundesliga-frauen.de)) steht:

    "Die Trainer der A- und B-Jugend müssen mind. die B-Lizenz innehaben, gleiches gilt für den Trainer der 2. Mannschaft.
    Der Trainer der A- und/oder B-Jugend muss die vom DHB zertifizierte Ausbildung zum Nachwuchstrainer Leistungssport vorweisen können"


    Es ist also eine weitere Ausbildung erforderlich und kein Ersatz. Halte ich auch grundsätzlich für sinnvoll, dass eine Zusatzmodul für die Arbeit mit Jugendlichen gefordert wird, da hier doch auch andere Belange eine Rolle spielen, als im Erwachsenenbereich. Ob eine Woche dafür ausreicht, lasse ich mal dahin gestellt.

    Zum Beispiel wäre Blomberg doch prädestiniert von der Kompetenz und Lage.

    Zumal dort und auch in Buxte 1. Liga, dritte Liga und in Buxte durch die Luchse sogar zweite Liga möglich ist. Und das seit Jahren sicher.

    warum es Blomberg nicht ist, lässt sich, glaub ich, mit wenigen Fragen beantworten

    - Wo hat der DHB seinen Sitz ?

    - Wo hat der bei der Konzepterstellung amtierende Jugend-Bundestrainer gearbeitet ?

    Objektiv für Dortmund spricht ggf. noch die Lage zwischen Leverkusen und Blomberg.

    1. ich denke mal die Situation in Belgien ist nur bedingt vergleichbar.

    2. so wirklich erschließt sich mir das Konzept der Bundesstützpunkte nicht, wie soll das denn mit dem Spielrecht für den Heimverein praktisch funktionieren, wenn die ganze Woche kein gemeinsames Training stattgefunden hat ? Oder kann man sich dass eher als Lehrgangsmaßnahme vorstellen?

    auch das Verhältnis zu den DHB-Stützpunkten bleibt da vage. Viele Stützpunkte haben ja bereits heute ihre eigenen Internatsstrukturen und führen die Spielerinnen an die Bundesliga heran.

    Ich verstehe den Ärger über solche Situationen. Natürlich ist es nicht schön. Trotzdem habe ich den Eindruck das Blomberg sich aktuell mehr über sich selber ärgert, weil sie nicht die sicher geglaubten 2 Punkte geholt haben, und deshalb jetzt einen schuldigen suchen.

    ich glaub kaum, dass irgendwer - auch in der Situation - gegen BBM sicher zwei Punkte einplant

    ansonsten waren die beiden Schiedsrichter die schwächsten Akteure in der Halle, und in der Regelauslegung etwas einseitig, aber das ich auch kein neues Phänomen, das tendenziell für den Favoriten gepfiffen wird

    realistisch vorstellen, kann ich mir nur, dass der letzte Wurf erst nach der Schlusssirene im Tor war, wobei ich persönlich sagen würde, das Tor war noch regulär

    ansonsten könnte der Ball kurz zuvor am Zeitnehmertisch im aus gewesen sein, wobei ich nicht glaube, dass das als Protestgrund gilt

    mit etwas mehr Cleverness und Glück würde sich die Frage nicht stellen. Am Ende haben wirklich nur Kleinigkeiten gefehlt um die BBM auch zählbar zu ärgern....

    Das GPG wird vom Stat. Bundesamt ausgewiesen, als Begründung steht dort:

    Der Gender Pay Gap beschreibt den Verdienstabstand pro Stunde zwischen Frauen und Männern. Die Ursachen hierfür können unterschiedlich aussehen: Frauen arbeiten beispielsweise in schlechter bezahlten Berufen oder erreichen seltener Führungspositionen als Männer. Einige Frauen erhalten auch dann von ihrem Arbeitgeber weniger, wenn Tätigkeit, Bildungsweg und Erwerbsbiografie vergleichbar mit denen der männlichen Kollegen sind. Dabei unterscheidet man zwischen dem bereinigten und dem unbereinigten Gender Pay Gap.

    Das Thema Verdienstungleichheit hat aber weitere Dimensionen: Frauen nehmen zum einen seltener am Erwerbsleben teil als Männer und arbeiten darüber hinaus häufiger in Teilzeit. Dies schmälert die finanziellen Möglichkeiten und verstärkt Verdienstungleichheit weiter.

    ich persönlich mag diese ideologische Diskussion nicht,

    Ursache des Paygaps ist ja nicht vorrangig die systematische Schlechterbezahlung bei gleicher Tätigkeit, sondern die Tatsache, dass Frauen tendenziell mehr in Teilzeit tätig sind und häufig eher niedrig bezahlte Tätigkeiten ausüben. Wir reden hier also m.E. eher von dem Wert bestimmter Arbeiten in der Gesellschaft als von einer bewussten Benachteiligung der Frau.

    Im Profisport hinkt der Vergleich m.E. noch mehr. Hier geht es letztens auch um den Stellwert einer Sportart und damit wieviel Geld man damit generieren kann. Ein Fußballer verdient mehr als ein Handballer, wird der Handballer deshalb benachteiligt. Ein Handballer bei einem Spitzenverein verdient i,d.R. mehr als bei einem Abstiegskandidaten. Und auf die Frauen bezogen, ich glaube nicht, dass die Gehälter in Bietigheim nur annähernd mit denen In Waiblingen vergleichbar sind.

    Equal-Pay ist eine nette Forderung. Jede(r) Spieler(in) soll genau 100.000 Euro im Jahr verdienen, aber aus wievielen Vereinen würde dann eine 1. Liga bestehen....ansosten hat das schon im real existieren Sozialismus nicht funktioniert...

    Bayer und Blomberg kegeln nicht ohne Grund regelmäßig den A-Jugendtitel aus. Früher hatte der HCL auch mitgemischt.

    Schade, dass der THC hier nicht mal dauerhaft Qualität reinbringt. Die Voraussetzungen mit Drittligamannschaft sind auch schon seit ein paar Jahren gegeben.

    ich hab ja sowohl die HCL als auch die THC A Jugend dieses Saison gesehen, waren beide nicht so schlecht und die ein oder andere Spielerin wird man sicherlich irgendwann in der Bundesliga sehen.

    beim TCH war - soweit ich mich erinnere - auch ein großer Teil noch B-Jugendliche

    toll war's nicht, aber gehe trotzdem nicht ganz mit

    in der ersten Halbzeit haben die Torhüterinnen keinen Ball gehalten, in Halbzeit zwei waren schon ein Paraden von M. Veith dabei. Z. Ludwig hat die Chance leider nicht nutzen können. Sah manchmal sehr "unglücklich" aus die Aktionen. Ich würde vielleicht doch mal eine dritte Torhüterin aus der A-Jgd. nominieren.

    Eine Nele Franz kann nicht bei 100 % sein. Ihr Spiel lebt von der Schnelligkeit, dass braucht nach den beiden Verletzungen noch Zeit. Dadurch muss Frey dann verstärkt im Angriff spielen, statt "nur" die Abwehr zu organisieren. Michalczik war gegen Oldenburg mitunter lustlos.

    41 Gegentore sind natürlich zu viel. Aber wie viele waren Tempogegenstöße nach verdaddelten Bällen. Im Gegenzug sind 31 Tore gegen Metzingen deutlich besser, als in den letzten Wochen.

    Bis auf die Heimniederlage gegen Oldenburg (wie auch letzte Saison) ist bisher ergebnistechnisch m. E. alles im Rahmen.


    So läuft alles auf ein Finale BBM - Oldenburg raus... wie ich es fast geahnt habe... Was für eine Auslosung. Damit dürfte Oldenburg auch wieder International spielen , wenn sie das wollen. Das kann ich mir schon vorstellen , weil es eine Erfahrung für alle Spielerinnen ist.

    ich persönlich sehe Oldenburg nicht als den großen Favoriten gegen die Flames an, für mich ein 50:50-Spiel

    Zustimmung zu folgenden Punkten: Jugendarbeit sicher mit dem Internat sehr engagiert, wenngleich es zumindest meiner Kenntnis nach aus der eigenen Jugendarbeit (unterhalb des Internats) in den letzten 10 Jahren niemand in die Bundesliga geschafft hat

    Das ist jetzt eine Frage der Definition.

    Nele Franz ist als C-Jugendliche nach Blomberg gewechselt. Der Einzug ins Internat erfolgte erst im Jahr danach (Auf dem Sprung in die Bundesliga | nw.de). Bei Ndidi Agwunedu war der Wechsel ins Internat auch erst später (HSG Blomberg-LippeHerzlich willkommen, Ndidi! - HSG Blomberg-Lippe (hsg-blomberg-lippe.de)). Ähnliche Beispiele ließen sich noch einige finden, wo die Spielerinnen aus der näheren Umgebung stammen.

    Insofern klassische Beispiele für den Jugendbereich, wo sich doch die besten Spieler/innen mit zunehmenden Alter auf immer weniger Vereine konzentrieren.
    Wann der Wechsel stattfindet hängt letztlich auch davon ab, wie weit der entsprechende Verein entfernt ist und welchen (zeitlichen) Aufwand - vor allem auch die Eltern - bereit sind zu investieren. Über den Internatsbetrieb reduziert sich dieser Aufwand.

    In das Internat wechseln Talente, aber keine fertigen Spielerinnen. Nach deiner Definition ist eine Spielerin aus dem Internat keine eigene Jugendarbeit. Wechselt die gleiche Spielerin in der B-Jugend zu einem Verein ohne Internat und pendelt, ist sie dann auf einmal eigene Jugendarbeit ? Mit dem Internat sinkt letztlich auch die Chance für die eigenen Talente (erhöhte Konkurrenz).

    Die Spieleinnen mit einer langen Jugendvereinsgeschichte sind, ich mag mich täuschen, häufig die Töchter von (bestes Beispiel: Emily Bölk) . Würde es Eintracht MInden noch geben, würde ein Mia Ziercke sicherlich auch dort eher Bundesliga spielen als in Blomberg mit der entsprechenden Jugendhistorie.

    Am Ende spielen viele Faktoren eine Rolle, welche Spielerinnen eines Jahrgangs es in die 1. Liga schaffen. Vielleicht hilft auch reine Stochastik. Es gibt rund 200 Erstligaspielerinnen (abzgl. Ausbildung im Ausland) Wie viele Mädchen eines Jahrgangs spielen Handball in wie vielen Vereinen ? Wie viele eines Jahrgangs schaffen es bis in die erste Liga. Bei einer angenommen Gleichverteilung der "talentierten" Spielerinnen in Deutschland (familiäre Vorbelastung herausgerechnet). Wie wahrscheinlich ist, dass eine Spielerin bei den Minis eines Bundesliga-Vereins anfängt, und dort dann 1. Liga spielt. Warten wir mal 4-5 Jahre, vielleicht erleben wir das dann auch (wieder) in Blomberg....

    Tja diesen Punkt hätte man nicht verschenken müssen gegen Blomberg , zumindest haben sie nicht verloren... was für mich auch keine Überraschung gewesen wäre.. Irgendwie ist da der Wurm drin. Sie schaffen es nicht ihre Leistungen konstant abzurufen , sieht man besonders bei den 7m Würfen , die meistens verworfen werden...

    Das Spiel war m.E. ein Dejavu zum Oldenburg Spiel letzte Woche, Blomberg mit sehr großen Problem mit der sehr offensiven Deckung des BSV. Halbes Dutzend Bälle an den Pfosten und dazu noch diverse freie an Marie Andresen gescheitert. Diesmal passten zumindest Einsatz und Torhüterleistung bei der HSG. Normal war der Punkt am Ende schon weg. Aber das Unentschieden leistungsgerecht. Eine Kreuzbewegung nach der nächsten im BSV-Angriff ist m.E. auch eher ideenlos gewesen.

    Was mich zudem wirklich sehr interessiert ist deine Meinung zu der Frage: wieso ist der Verein nicht auf ehemalige Spielerinnen zugegangen ist, den Kontakt gesucht und dies öffentlich gemacht hat? Sollte eine Spielerin Leid erfahren haben, und dies hat der Verein in einem Pressestatment ja eingeräumt, so wäre doch eine persönliche Entschuldigung eines Vereinsvertreters oder ein Zugehen auf die Spielerinnen notwendig gewesen, oder?

    soweit ich mich an die diversen Presseartikel der letzten Monate erinnere, muss man da etwas differenzieren:

    - es gibt wenige namentlich bekannten Spielerinnen, teilweise/überwiegend haben diese Gespräche mit dem Verein abgelehnt

    - hinsichtlich der anonymen Aussagen im Spiegel, kann man sicherlich zu den ein oder anderen Aussagen über die Herkunft spekulieren, aber letztlich kann hier kein Kontakt aufgenommen werden

    - auch die Spielerinnen , die sich an die Anlaufstelle gewandt haben, sind nur dieser namentlich bekannt, auch hier keine persönliche Kontaktaufnahme möglich

    - es hat Gespräche mit ehemaligen Spielerinnen gegeben, hier gilt aber Verschwiegenheit

    Insofern bleibt es bei den allgemeinen vorbehaltlichen Entschuldigungen

    In der neuen handball-inside Ausgabe wird sich sehr kritisch mit der Rolle des Blomberger Beiratschef Jens Genge auseinandergesetztt. Dieser so der Tenor des Artikels sei mitverantwortlich für mangelhafte Aufarbeitung und fehlendes Eingreifen bei gravierendem und bekannten Fehlverhalten seiner leitenden Angestellten. Es ist fraglich, ob dieser in seiner Funktion der HBF nun erhalten bleiben sollte. Sies sollten ja auch die Vereine entscheiden, die durch die HBF repräsentiert werden. In Blomberg scheint es, wird sich in der desolaten Außendarstellung - so mein Eindruck- keinerlei Verbesserung ergeben. Eine Kommision zur öffentlichen Aufarbeitung ist weiterhin von Blomberger Seite nicht gebildet worden. Meiner Meinung nach skandalös!!

    ich kenne den Artikel nicht,

    aber nach dem was ich letztes Wochenende persönlich wahrgenommen habe, habe ich durchaus Zweifel , ob denn alles was so publiziert wurde, wirklich Tatsachen entspricht oder nicht doch mehr bewusst skandalisiert wird

    da es Persönlichkeitsrechte verletzten würde, werde ich mich nicht inhaltlich zur Wahrnehmung äußern.

    Ich war aus der Erinnerung heraus gerade etwas unsicher, ob die Klingenhalle denn die Anforderung mit den zwei Tribünen erfüllt. Aber nach den Fotos gibt es ja nun eine zweite. Wobei 3 Sitzreihen.... Aber wenn die HBL dort spielt wird es für die HBF wohl auch reichen....