Alles anzeigenBei Olympia war Alfred gelöst, voller Energie, mit Spaß an der Freude. Und so spielte auch sein Team, da gab es Spieler, die besser spielten als im Verein.
Bei der WM war das nicht mehr so.
Wie man im Nachhinein erfuhr, war Alfreds Vater gestorben.
Gestern sah das nicht anders aus.
In solchen Situationen bräuchte es jemanden, der das auffängt. Idealerweise der Co-Trainer.
Alfred hat ja so gut wie gar nicht auf den Spielverlauf reagiert.
Offensichtlich können zur Zeit nicht nur zentrale Spieler ihr volles Leistungsvermögen nicht abrufen oder fallen gar verletzungs- bzw. krankheitsbedingt aus, sondern auch ihr Trainer schwächelt bedenklich. Dabei käme es jetzt gerade auf Alfred an, dass er sichtbar Impulse setzt und Emotionen zeigt, um der Mannschaft zu helfen.
Warum das nicht so ist, kann ein Außenstehender sicher nicht beurteilen. Auch Spekulationen sollte man sich verkneifen. Es wird sehr wichtig sein, wie das morgige Spiel verlaufen wird. Wenn hier nicht von allen, selbstverständlich auch vom Trainer, eine Leistungssteigerung erfolgt, wird auch die zweite Auseinandersetzung mit den Österreichern eine Enttäuschung werden, selbst wenn das Resultat stimmen sollte. Wenn dann auch nicht sofort ein "Paukenschlag" zu erwarten ist, so müssen beim DHB die Alarmglocken angehen und ein Plan B ins Auge gefasst werden.