Aus der Diskussion um die Überflüssigkeit von Alfred oder nicht, halte ich mich raus. Meinetwegen kann´s auch ein anderer machen, da bin ich ganz wertfrei. Aber dass es nur an Alfred liegt, halte ich eben für nicht richtig.
Die Jungs spielen in ihren Clubs mit anderen Mitspielern zusammen. Nehm mal nur Fischer als Beispiel. Was spielt Knorr für Ka...-Pässe, wie soll Fischer da glänzen. Uscins konnte auch nur hinterherschauen, wie Knorrs Pass zu ihm ne Steilvorlage für´n Steal wurde. Köster rammelt vorne ins Stürmerfoul und hinten beim Versuch, nen Stürmerfoul zu ziehen, gibt´s 7m für die Schweiz. Nö, hlp, die Fehler, die sie gestern reihenweise ohne Bedrängnis gemacht haben, haben nun wirklich nix mit Alfred zu tun.
Das Dilemma im deutschen Handball mit hoffnungsvollen jungen Spielern ist leider sehr häufig, dass sie anfangs glänzen, aber dann kommt nach 1 - 2 Jahren eher der Stillstand, als die weitere Entwicklung hin bis in die Weltspitze.
Wer von unseren hoch gepriesenen Jungstars spielt, egal ob im Verein oder in der Nationalmannschaft, wirklich konstant auf hohem Niveau, und damit meine ich keine Weltklasse? Derzeit wohl bestenfalls der altgediente Andi Wolff. Aber auch der leider nicht immer.
Auch diejenigen Spieler, die bereits öfters in der Nationalmannschaft bewiesen haben, dass sie dort eine tragende Rolle spielen können, sind derzeit aus unterschiedlichen Gründen nicht in der entsprechenden körperlichen und/oder mentalen Verfassung. Exemplarisch fällt mir hier Mister Zuverlässig Johannes Golla ein, der in der Nationalmannschaft bereits anders glänzen konnte.
Die hoffnungsvollen Jungen müssen sich noch weiterentwickeln. Ob sie eines Tages konstant auf hohem Niveau spielen werden oder gar auf Weltklasseniveau, müss sich erst herausstellen. Dazu sollten sie erst einmal konstante Leistungen in ihrer jeweiligen Vereinsmannschaft bringen und sich bei Vereinen durchsetzen, die z.B. regelmäßig um die DM bzw. international mitspielen.
Während ein Vereinstrainer es sich erlauben kann, mangels Alternativen bis zum Ende eines Spiels an Spielern festzuhalten, die gelinde gesagt einen unglücklichen Starteinsatz haben, muss der Nationaltrainer dringend Wechsel vornehmen. Dies hat Alfred gemacht und es hat wenigstens zum Remis gereicht. Dies war sicher glücklich, aber nicht unverdient. Es zeigt eben auch, dass es in der Mannschaft Spielertypen gibt, die bis zum Schluss kämpfen und in Stresssituationen funktionieren.