Der größte Bremsklotz einer anderen Spielidee ist doch der Trainer.
Wenn man einen zumindest in der Abwehr hybriden LA wäre vielleicht Notdurfth einer.
Der Trainer braucht zu allererst Erfolg. Da fand ich es durchaus verständlich, im Angriff wieder verstärkt auf Dule zu setzen, zumal es ja in der Hinserie gut lief. Rückbesinnung auf Bekanntes und in der Vergangenheit Bewährtes. Sicherheit first, d.h. vor allem Risiko und damit TF reduzieren.
Da sie mit der Verpflichtung der Jungen nicht bereit waren, ihre Ansprüche (jedes Jahr um die DM und CL-Quali zu spielen) zurückzuschrauben, war auch nichts anderes möglich.
Erst seit dieser Saison redet der Trainer davon, dass seine jungen Spieler noch lernen müssten und noch nicht so weit seien, wie sie es wohl geglaubt hatten. Wenn er jetzt aber keinerlei Änderungen zulässt, dazu gehört auch wieder mehr Risiko eingehen und Fehler zuzulassen, welches bereits bei mehr Spieltempo unvermeidlich ist, würde man sich doch fragen, wo will er mit der Truppe hin?
Indem sich das Gesicht der Mannschaft Schritt für Schritt durch Ausscheiden und Neuverpflichtungen ändert, dürfte es dem Trainer auch leichter fallen, seine Mannschaft für Neuerungen zu begeistern. Bereits beim 7:6 hat Jicha auf die Frage, warum er das spielen lässt immer wieder betont, die Mannschaft würde es gerne spielen. Dies zeigt mir die Abhängigkeit des Trainer, dass seine Spieler ihm in seiner Spielìdee folgen. Oder sollte dies nur eine vorgeschobene Rhetorik sein?