Beiträge von juliscka

    Ihr stellt hier Ungarn so hoch... als ob das , das non plus ultra wäre... bei Olmpia haben sie aber noch nichts großes gerissen wenn mich nicht alles täuscht...

    Die erfolgreichen Jahrgänge sind 98/99, 00/01 und 02/03. Derzeit dürfte eher so 90-95 gefragt sein. Von den Jahrgängen, die erfolgreich waren, sind nur LA Marton, RR Klujber, RL Hafra und RM Vamos (2000) im Kader. Bei der EM waren RM Lakatos (anstatt Vamos), KM Tovizi, RL Kasczor (2000) und RA Faluvegi. 8 U23-Spielerinnen mit Olympia und/oder EM-Erfahrung. Alle Feldspieler-Positionen mind. einmal. Die wichtigsten RL und RM zweimal. 4 der Spielerinnen sind in der CL mit Györ/FTC und die anderen haben EL gespielt. Dazu noch KM Pasztor wechselt von FTC zum 3.) mit Länderspielen. LA Fodor spielt viel bei Györ. RM Pal wurde Torschützenkönigin. Nebenbei haben sie auch noch einige andere, die Mitte 20 sind und in der CL gut mitkommen wie TW Biro, RA Lukacs, LA Schatzl.

    Deren Zeit kommt m.E. Mitte des Jahrzehnts.

    Mal so zum Vergleich:

    LA Marton (21 Jahre): 4 Jahre CL, >30 LS
    RL Hafra (22 Jahre): 4 Jahre CL >60 LS
    RR Klujber (22 Jahre): 4 Jahre CL, (3 Jahre EL), >30 LS
    RM Vamos (20 Jahre): 2 Jahre EL, >20 LS
    RM Lakatos (22 Jahre): 3 Jahre EL, 15 LS

    Außer Bölk (98) hat der DHB da nicht wirklich was. Berger, Maidhof, Zschocke, Lott, Franz sind alle das Alter. Lakatos, Faluvegi, Kasczor und Fodor nicht zu gebrauchen, ist schon eine nette Situation.

    3 Neue im Vergleich zum Turnier.

    Zitat

    Sarah Hübner (Füchse Berlin), Marie Weiss (TuS Metzingen), Magdalena Probst, Giania Bianco, Matilda Ehlert (alle SG BBM Bietigheim), Merle Albers, Paula Trawczynski, Lyna Schwarz (alle Borussia Dortmund), Merja Wohlfeil, Nieke Kühne (beide TV Hannover-Badenstedt), Pia Terfloth, Viola Leuchtler (beide TSV Bayer 04 Leverkusen), Leoni Baßiner (Berliner TSC), Lotta Röpcke (HC Leipzig), Maja Schönefeld (Buxtehuder SV), Lieselotte Heinrich (Ikast Handbold), Ariane Pfundstein (SG Kappelwindeck/Steinbach), Vanessa Huth (HC Rödertal).

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    Reserve: Nele Vogel (TSV Bayer 04 Leverkusen), Mia König (Borussia Dortmund), Julika Birnkammer (TSV Schwabmünchen), Marlene Böttcher (HC Rödertal), Johanne Hobbensiefken, Sidney Bätz (beide Thüringer HC).

    Moin , inzwischen müssten alle Vereine die Spielansetzungen auch veröffentlicht haben... Auf der Buxtehuder Homepage ist es auf alle Fälle gemacht worden. Wieder interessante Begegnungen , gleich mit dem Nord-Niedersachsen Derby... Oldenburg - Buxtehude undam 2. Spieltag BSV - BSV lol...

    Bei HBF-Info findest mehr ...

    1. Spieltag ist eher NSU-BVB und Bietigheim-Blomberg interessant. 3.Spieltag THC - Metzingen. 4. Spieltag Blomberg - THC und Metzingen - NSU.

    Die Verfolger von Bietigheim wird man schnell einschätzen können. THC mit Bensheim, Leverkusen (auswärts), Metzingen, Blomberg (auswärts) und Bietigheim als Auftakt. Da bleibt keine Zeit zum Einspielen.

    Außerdem fehlt jetzt Fuchs (HC Erlangen), die mir beim B-Jugend-Final-Four sehr gut gefallen hat.

    Also Fuchs war erste Frankreich-Spiel noch dabei:

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    Deutschland: Sarah Hübner, Marie Weiss - Magdalena Probst (2), Merle Albers (3), Paula Trawczynki, Merja Wohlfeil, Gianina Bianco (3), Pia Terfloth (2), Matilda Ehlert (2), Nieke Kühne (8/4), Leonie Baßiner, Lisa Fuchs (1), Lotta Röpcke (1), Maja Schönefeld, Lieselotte Heinrich, Viola Leuchter (4).

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    Deutschland: Sarah Hübner, Marie Weiss - Lotta Röpcke, Nieke Kühne (6/2), Pia Terfloth (2), Paula Trawczynski (4), Magdalena Probst, Merja Wohlfeil (2), Maja Schönefeld, Matilda Ehlert (3/1), Gianina Bianco (2), Lieselotte Heinrich, Leoni Baßiner, Merle Albers (2), Viola Leuchter (4/1).

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    Deutschland: Sarah Hübner, Marie Weiss - Lotta Röpcke (2), Nieke Kühne (6/2), Pia Terfloth (2), Paula Trawczynski, Magdalena Probst (1), Merja Wohlfeil, Maja Schönefeld (1), Matilda Ehlert, Gianina Bianco (2), Lieselotte Heinrich, Leoni Baßiner, Merle Albers (1), Viola Leuchter (7/4).

    Hat jemand eine Ahnung, warum sämtliche Mädels von Blomberg (Krüger, Ruwe, Nöchel, früher stand auch Kryezlu auf der Liste) aus dem ursprünglichen Angebot aussortiert wurden (stehen auch nicht mehr im erweiterten Kader auf der DHB-Seite, was mich besonders bei Leni Ruwe wundert).

    Konkurrenz im Rückraum und im Tor scheint auch nicht ohne zu sein. Das Team stellt sich nicht von selbst auf wie die U19.

    Wen meinst Du? Ist doch überhaupt niemand aus Bietigheim dabei!


    Ich hatte auf die Ergebnisse des Turniers geschaut:

    Zitat

    Deutschland: Sarah Hübner, Marie Weiss - Lotta Röpcke (2), Nieke Kühne (6/2), Pia Terfloth (2), Paula Trawczynski, Magdalena Probst (1), Merja Wohlfeil, Maja Schönefeld (1), Matilda Ehlert, Gianina Bianco (2), Lieselotte Heinrich, Leoni Baßiner, Merle Albers (1), Viola Leuchter (7/4).

    Ehlert, Bianco und Probst saßen in der Rückrunde öfters auf der Bank in Bietigheim.

    Mit Kühne (RL) (starkes B-Final4-Finale), Röpcke (RM) und Leuchter (RR) (jede Menge Fahrkarten A-Jugend-Final4-Finale) sollte man einen brauchbaren Rückraum haben. Kühne/Leuchter sicherlich auch nicht zu klein.

    Wie gesagt: Wir werden sehen, was wird. Ich spreche nicht von einer Medaille. Die Hoffnung stirbt zuletzt ...
    Natürlich muss sich in der Ausbildung und in den Strukturen etwas ändern, wenn man längerfristig ganz vorn mitspielen will. Da sind wir völlig einer Meinung.

    Interessanter ist was die U17 ab 5.8. hinbekommt:

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    Sarah Hübner (Füchse Berlin), Zoe Krüger (HSG Blomberg-Lippe), Marie Weiss (TuS Metzingen), Leoni Baßiner (Berliner TSC), Paula Trawczynski (Borussia Dortmund), Merle Albers (Borussia Dortmund), Merja Wohlfeil (TV Hannover-Badenstedt), Marlene Böttcher (HC Rödertal), Leni Ruwe (HSG Blomberg-Lippe), Julia Balzer (Berliner TSC), Maja Schönefeld (Buxtehuder SV), Nieke Kühne (TV Hannover-Badenstedt), Lykka Lipka (Buxtehuder SV), Pia Terfloth (TSV Bayer 04 Leverkusen), Sabrina Tröster (TuS Metzingen), Lina Nöchel (HSG Blomberg-Lippe), Viola Leuchter (TSV Bayer 04 Leverkusen), Johanne Hobbensiefken (JSG Wilhelmshaven).

    Mal schauen was 2.Liga-Erfahrung im Tor (Vogel braucht man garnicht?) und bei RM wert ist. Dazu 3 dabei, die bei Bietigeheim auf der Bank saßen. Diverse Spielerinnen aus dem A-Jugend-Final4 und B-Jugend-Final4. Über Größe der Rückraumspielerinnen und Wurf-Motivation gibt es nach den Final4s m.E. auch keine Bedenken. Mal schauen was das international wert ist und ob die Ungarn die nächsten beiden Jahrgänge haben. Oder ob auch mal was mittemäßiges aus der Akademie kommt.

    julischka: Unter deutschen Bedingungen kann man (wie fast überall auf der Welt, außer Ungarn) halt so eine Zentralisierung nicht durchführen.

    Völlige Pauschalisierung! Google mal "VC Olympia Berlin oder Dresden ..."

    Im Volleyball gibt es Landesstützpunkte Dresden usw. Die treten (im Jugendalter) als VC Olympia in der 2. Liga an. Die U20-Nationalteams traten dann (im ersten Senioren-Jahr) in U20-WM-Jahren als VC Olympia Berlin in der 1.Liga an.

    Wenn man will kann man viel erreichen.


    Woth (die 98) wechselt, wie bekannt, zum BVB. Sie hat leider in Mai eine schwere Verletzung erlitten (Kreuzbandriss), wird wohl nicht vor der WM einsetzbar werden.
    Wäre sie gesund, wäre sie definitiv in die U19-Auswahl gerufen worden (anstelle Besszer oder Mlinkó).

    Deswegen hatte ich das Video ja reingestellt, da Abwehrstärke (für Bundesliga-Niveau) nur ein Gerücht sein sollte. Mit 6-8 passt doch mit Kader. An 4 + 5, die RR spielten kommt sie offensiv sicher nicht vorbei. Erwischt hätte es Besszer, die bekam nicht mal in den beiden unwichtigen Spielen großartig Spielzeit. Dazu dürfte es kein Vorteil sein, wenn man nicht zur Akademie gehört.

    Alles richtig, was Du schreibst, aber bei Deutschland ist eben nicht nur 1 Spielerin, sondern das ganze Rückgrat durch die Verletzungen weggebrochen - darunter auch - am Tag vor der Abreise - die Abwehrchefin. Doch letztlich ist das alles Spekulation. Wir werden im nächsten Jahr sehen, was die Mannschaft in einer besseren Zusammensetzung und (hoffentlich!) mit einem geeigneteren Trainer leisten kann.

    Was soll sich großartig ändern?

    Im Tor spielen alle drei 2./3.Liga.

    Deine genannten Spielerinnen bekommen bestenfalls GarbageTime. Lakenmacher komplett verletzt. Gorb ein paar Monate.

    Rest größtenteils 2.Liga-Mittelmaß.

    Die Franzosen (Grandveau ist 2003er JG), Ungarn und Rumänen bekommen nennenswerte Spielanteile 1.Liga. Teilweise mit EL-Quali-Chance. Und haben auch schon 1-2 Jährchen 1.Liga gespielt. Den Vorsprung an individueller Ausbildung und Erfahrung kann man nicht mehr aufholen. Man braucht nicht auf die U20-WM schauen. Sondern muss sich überlegen wie man in Zukunft 18/19-jährige spielerisch und physisch auf gleichem Niveau wie Ungarn, Frankreich usw. hat.

    Rott ist 2004er-Jahrgang und hat mit der U19 eigentlich nichts zu tun. Und ob sie ihre U17-Leistung von 2019 gegen physische Top-Teams wie Frankreich oder Ungarn bestätigt hätte? In dem Alter merkt man zwei Jahre deutlich mehr. Dazu ganze 10 Torwürfe in der Bundesliga.

    Gorb, Lakenmacher und Cormann in einem Atemzug mit Grandveau zu nennen, ist schon weit hergeholt. Gorb war beim Vorbereitungs-Turnier offensiv auch nicht viel. Defensiv wäre sie eine klare Verstärkung gewesen. Als "Zugewinn" hätte sie die Conze-Tore ja erstmal überbieten müssen. Lakenmacher war auch 2019 nicht dabei. Da macht der Körper nicht mit und man wird sich kaum Hoffnung auf U20-WM machen müssen. Und was hat Corman bisher geleistet? Und zu den genannten Spielerinnen: Bei Schweden wurde die RR mit der 9 (zu unrecht) ins Allstar-Team gewählt. Aber in den wichtigen Spielen (z.B. Dänemark) war sie konstant da. Axner hat nette Statistiken. Die kommen oft von 10-15 guten Minuten, wo sie trifft wie sie will. Ansonsten sieht man sie längere Zeit nicht und defensiv kann man sie vergessen. Gorgila hat durchaus talentierte Mitspieler. 2x Außen. Die 17-jährige RL und die 2 CB haben die Bälle auch ordentlich verteilt. Ich denke, dass die ohne Gorgila aufblühen würden. Viele davon sind erst 17! Frankreich hat immerhin noch die Kreisläuferin. Dazu macht es der Ersatz von Grandveau auch nicht schlecht. Spielt beim gleichen Klub und bekam 21 Spiele - 596 min - 48/96 ( Grandveau 22 - 839 min - 84/132). Bei dem Klub spielen übrigens einige aus dem Team und bekommen Einsatzzeit. Tabellenmässig so wie Leverkusen und Buxtehude. Merkwürdig, dass in diesen "Talentschmieden" für JG 02/03 nicht wirklich Zeit übrig bleibt. Cormann doch keine Grandveau? Die genannten Teams wären ohne die Top-Leute schlechter. Aber bei weitem nicht so wie die Deutschen. Und die Ungarn wäre wahrscheinlich mit der Nr.3 oder 4 auf jeder Position noch eine Klasse besser. Nebenbei hat jedes Team Ausfälle. Ungarn hatte keine Linkshänderin im Rückraum.

    PS Bei der Nachnominierung von Rassau hätte man über die Final4-Leistung von Jörgens nachdenken können. Entweder wäre sie ein belebendes Element wie beim Final4 gewesen oder hätte die Bankdrückerin wie Rassau gemacht. Vom Speed hätte es auch gut zu Hampel gepasst.

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    Voller Kader, CL etc ist ja alles schön und gut, aber der BVB hatte die letzten 3-4 Jahre immer eine starke A-Jugend. Vielleicht nicht auf dem Niveau von Woth, das mag sein, aber ganz blind werden die auch nicht sein. Und wenn ich die eigene Jugend vor der Haustür nicht mal ab und an ins Training einbinde, wie sollen sie dann auf ein höheres Niveau kommen?! Nur zu sagen, die Jugend muss für ein bessere "Angebot" sorgen ist mir zu einfach. Kann ich mich nicht gerade in so einem Training auch mal anbieten?! Außerdem schafft das doch eine ganz andere Verbindung und Identifikation und schafft einen Anreiz für die jungen Spielerinnen, so Trainingseinheiten mit Weltmeisterinnen kann doch ein enormer Antrieb sein.
    Also für mich gehört das einfach mit dazu, wenn man das nicht macht, darf man sich auch nicht beschweren, dass die Jugend sich nicht entwickelt.

    Man muss im Training auch mithalten (Spiel-Niveau, Fitness) können. Im Liga-Alltag gegen Kreisläuferinnen von Györ/FTC dagegenhalten zu können, ist ja keine Selbstverständlichkeit. Die deutsche U19 hatte m.E. erhebliche körperliche Defizite im Vergleich zu Ungarn/Frankreich. In Ungarn wird in der Akademie sicherlich auf einem anderen Level trainiert.

    Profi-Training soll ja kein Dankeschön oder Alibi sein, sondern was bringen.

    Der Fehler passiert in der Ausblidung und hier muss man was ändern. Und nicht versuchen die derzeitige U19 nachträglich zu verbessern. Braucht man wirklich Teams wie Zwickau, Halle, Ketsch, Mainz? Oder könnte man da auch eine U19/20 spielen lassen? Was ist der Unterschied, ob die U19/20 4 Punkte hat oder Ketsch?

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    juliscka: Jetzt bringst du etwas durcheinander, ich meinte damit, dass es selbstverständlich sein sollte die einige talentierte Jugendspielerinnen, die ohnehin im Verein sind, in das Training zu integrieren. Es war eher schade, dass es letzte Saison nicht statt fand, schön, dass man es dieses Jahr wieder macht, wobei ich das eben auch so erwarte von einem Jugendnationaltrainer. Wenn die eigenen Talente nicht mal (zumindest gelegentlich) mittrainieren dürfen, wie sollen sie dann an das Niveau rangeführt werden. Und das ist vollkommen unabhängig ob ich eine junge Ungarin verpflichte oder nicht.

    Ich habe dich schon verstanden. Es gibt immer Angebot und Nachfrage. Nachfrage war letztes Jahr - dank großem Kader - gering und ist jetzt wieder höher. In beiden Jahren war/ist das Angebot bescheiden. Dieses Jahr bekommen sie eben durch die fehlende Breite wieder ihre Chance. Die Jugend muss eben für besseres Angebot sorgen, dann reicht es auch in Meisterschaftsjahren für Trainingszeit und Kader-Plätze. Solche Videos von Erstliga-Spielen gegen FTC/Györ etc. sind eben eine gute Bewerbungsunterlage. Dann kann man auch problemlos gegen Halle, Zwickau, Bad Wildungen verteidigen. Solche Optionen bräuchten die Deutschen auch.

    Woth scheint wohl das zu sein, was man als Trainer will. Kann als Rechtshänderin auf RR spielen. Muss während des Spiels öfters auf RM/RL. Verteidigt auch noch in der Mitte. Und scheint m.E. auch noch die Abwehr zu organisieren. Dazu eben 1 Jahr erste Liga und das mit 18. Perfekter Backup für alle Rückraum-Positionen. Und fürs Verteidigen gegen Bundesliga-Mittelmaß (und somit Entlastung für die Stammspielerinnen) sollte es reichen. Kosten dürfte gering sein. Dürfte in Ungarn vllt. die 6-8 im Rückraum sein.

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    Das mit der Jugend sollte kein Lob von mir sein, wie du es sagst, sollte das eigentlich absolut selbstverständlich sein, vor allem wenn man selber beim DHB im Jugendbereich tätig ist und gleichzeitig die Ausbildung junger Spielerinnen kritisiert.

    Jetzt schaust dir mal ein bisschen die Nr.98 in dem Spiel an:

    watch?v=LqiM3-3MQkU


    Dann weißt auch warum man vllt eher sowas anstatt einer deutschen U19-Spielerin als Backup holt. Als 18-jährige Rückraumspielerin im Liga-Alltag in der Mitte gegen Behnke zu verteidigen, ist halt was anderes als A-Jugend-Bundesliga/3.Liga. Offensiv als Rechtshänderin im RR neben den diversen Top-Spielerinnen der Ungarn natürlich nur Statist.

    Vieles liegt auch daran was ein Jugend-System hergibt.

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    Immerhin soll die eigene Jugend wieder mehr eingebunden werden.

    Weil der Kader auf einigen Positionen dünner ist. Corona ist eine Ausrede. Andere haben ja Jugendspieler eingebunden, damit sie Trainingsmöglichkeiten hatten.

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    auch mehr auf Ausländerinnen (auch im Jugendalter)

    Der BVB hat mit dem Holländer-Modell eine Erfolgsgeschichte. Die beiden jungen Spielerinnen kommen aus SWE und HUN. Schwedinnen gehen jung nach NOR/DEN. Und bei den Ungarn gibt es im Rückraum keinen Platz mehr. U19-EM-MVP muss zu Aufsteiger Vasas. Wo soll da Rückraumspielerin 6-8 hin? Sowohl in SWE als auch in HUN ist "international" oder Top-Team weit weg. Da hat der BVB eben was zu bieten. Und wenn es nicht reicht dann war es eine Erfahrung. Solche Spielerinnen sind eben mutiger als die deutschen U19-2.Liga/3.Liga-Spielerinnen.

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    Abwehrstark hat der BVB bei jeder der Rückraumspielerinnen immer geschrieben.

    Für die Offensive wurde die eher nicht geholt. Die machte die letzten 4-5 Jahre kaum Tore. Ich denke hinten (gegen schwächere Gegner) in der Bundesliga die Top-Spielerinnen entlasten und vorne ein Backup auf allen Positionen sein.

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    Wir wollen die Jugend und die Bundesliga-Mannschaft grundsätzlich wieder enger verzahnen, das ging in der vergangenen Saison aufgrund der Corona-Situation leider nicht - in diesem Jahr wollen wir aber wieder intensiv daran arbeiten", so Fuhr.

    Wenn keine Kohle für einen breiten Holländer-Kader da ist, dann kann der U19-NM-Trainer auch plötzlich auf die eigene Jugend setzen. 2 Spielerinnen während eine verkorksten U19-EM zu verpflichten, ist auch ein Zeichen wie die Prioritäten des Bundestrainers waren.

    1,65m RM für eine Spielerin, bei deren man Abwehrstärke und Ausbildung auf allen drei Rückraum-Positionen schätzt, klingt auch etwas merkwürdig.

    Man hat einen 2. Artikel eingestellt. Etwas selbstkritischer als "Gruppensieg und hinten war der Tank leer":

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    Dazu zählen aus Sicht des DHB-Trainers Punkte wie die individuelle Ausbildung, Athletik, Dynamik und Spielelemente.

    https://www.dhb.de/de/redaktionsb…stand-aufholen/


    Da lag ich doch nicht schlecht mit:

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    - Ausbildung
    - Physis/Härte/Athletik
    - Konkurrenzsituationen/Druck
    - Spielpraxis höchstes Niveau
    - Trainer bzw. generelle Einstellung (siehe keinen Ersatz dabei)

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    Was das Verleihen von Spielerinnen angeht sind wir auf einer Linie. Dieses Modell findet in Deutschland keinerlei Anwendung. Das sollte es wesentlich öfter geben.

    Aus meiner Sicht dient das Verleihen sowie (Ergänzungs)-Kader Györ/FTC in den beiden letzten Jugendjahren, einfach dazu, dass man nach Györ/FTC anstatt an die Verbands-Akademie geht. Man hat halt seinen 3-Jahresvertrag sicher. Auch wenn man floppt. Das entscheidende ist m.E., dass man zu Vereinen kommt, wo man eine realistische Konkurrenzsituation hat. Bringt man seine Leistung, dann bekommt man nennenswerte Spielanteile, bringt man sie nicht, dann wird es weniger. Situationen wie Bleckmann/Quist (Bankdrückerinnen mit GarbageTime) oder Keller (Wenig Konkurrenz in der 3.Liga) hat man nicht. Man hat eben Konkurrenzsituation, Druck und zum Teil sehr gute Liga-Gegner. Wer in der Liga gegen Györ spielt, der geht halt etwas entspannter zur einer U19-EM als eine Drittliga-Spielerin. Aus meiner Sicht müssten U19-Torhüterinnen in eine Konkurrenzsituation in der ersten Liga kommen und nicht zum Schulterklopfen in die 2.Liga/3.Liga gehen. Bei Buchholz und Halle bspw. sitzen sicher keine besseren auf der Bank.

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    Das mit den Akademien ist sicherlich ein sehr gutes Konzept. Lässt sich in Ungarn oder auch Holland aber leichter Umsetzen, wenn das Land vergleichbar groß ist wie Bayern bzw. BaWü. Da ist das Verlassen der Wohlfühlzone dann "einfacher. Wir bräuchten in Deutschland dann eben mehrere solcher Akademien und natürlich auch die entsprechenden Trainer dazu.

    Auch wieder eine Ausrede. Wer was erreichen will, der geht überall in D hin. Turnweltmeisterinnen gingen mit 12 vom Saarland nach Chemnitz. Das ist reiner Wille und Charaktersache.

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    Sportsoldatin stimmt, leider fehlen diese Spielerinnen dann gerne auch mal 4-6 Wochen mitten in der Saison, so auch bei Quist letzte Runde. Auch alles andere als ein ideales Konzept zur Förderung von Leistungssport (z.B. bei Teamsportarten).

    Es reicht aber finanziell um 1-2 Jahre bei kleineren Vereinen zu überleben. In Ungarn haben sie öfters eine Vertrag bei Györ oder FTC und werden verliehen. Farkas (Györ ==> DKKA) oder Borbilla (FTC ==> Vac). Vorteil hier ist m.E.. dass einige Vereine in Budapest und Umgebung liegen. Vertrag bei einem großen Verein. Spielen und studieren in Budapest und Umgebung.

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    Ich glaube eigentlich nicht, dass Vereine in Deutschland, gerade im Vergleich mit Ungarn oder Frankreich "zu viel Geld" haben.

    So wenig Geld hat die Top4 nicht. Fließt halt alles ins Ausland und kommt international wenig bei raus. Und wenn dann eine mal was kann, dann ist sie schnell weg. Und auch im hinteren Drittel kommt viel aus dem Ausland. Sowas gibt es in Ungarn wenig. Und für die 2.Liga (teilweise 3.Liga) Spielerinnen zu importieren, ist ein Witz. V.a. wenn dann die eigenen U19-Spielerinnen in Liga 3 müssen.

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    juliscka: Ich rede dabei weniger vom Gehalt der Spielerinnen, gerade im Jugendbereich wird das ja überschaubarer sein. Die staatlichen Förderungen beziehen sich ja auch auf Strukturen, Hallen etc. Bei uns spielen viele BL-Teams ja noch in Schulhallen, müssen sich die Hallenzeiten mit zig anderen Sportarten teilen (teilweise zu ungünstigen Zeiten), die Jugendtrainer fehlen (auch wegen Bezahlung). Was meiner Meinung nach fast überall fehlt sind Hauptamtliche Jugendkoordinatoren, die Vereine haben einfach kein Geld das mitzufinanzieren. Viele Bundesligisten machen das doch einfach mit "nebenher". Und das ist eben auch ein Geldfaktor. Wenn jeder Club z.B. 500.000 € alleine für Jugendarbeit bekommen würde (gerne auch daran gekoppelt), dann wären das ganz andere Bedingungen und solche Gelder gibt es in anderen Ländern-

    Die Kohle verteilt sich auf zuviele Einzelmaßnahmen. Die ganzen "Internate" erhalten ja auch Geld und haben Kosten. Man braucht ein System wie in Ungarn. Eine Akademie. Und dann können die Vereine auf eigene Kosten "Konkurrenz"-Produkte anbieten. FTC/Györ reden ja auch von ihrer Akademie. Dazu gibt es noch DKKA. Als "Konkurrenz" müssen die dann eben auch eine 2.Liga-Mannschaft bieten. Bedeutet, dass alle dieser 4 Angebote A-Jugend/Zweite-Liga (U20-Begrenzung) und B-Jugend/Dritte-Liga (U22-Begrenzung) anbieten müssen. Und Jugend sind dort viel mehr Spiele. Somit kommt man schnell auf 40 Spiele im Jahr. Ungarn ist ein System, dass mehr fordert (Konkurrenz, Umfang, Umzug) ... Nichts mit Wohlfühlzone.

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    Also hätte, wäre, wenn hilft auch nicht. Platz 8 ist Platz 8 und da braucht man auch nicht sagen, gegen diesen oder jenen hätte man auch verlieren können oder vielleicht auch nicht.

    War nur eine Feststellung in welcher Gruppe man war. In der Ungarn-Gruppe wäre man sieglos Letzter geworden.

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    Talent und Auftreten bin ich bei Dir. Das war in Deutschland aber schon immer so, wir agieren als Team oft gut, meistens mit guter Abwehr (teilweise auch bedingt durch Größenvorteile) aber haben eben ganz selten die Einzelkönner. Ideal ist natürlich ein starkes Team mit individuell starken Spielerinnen, so wie Ungarn - logisch.

    Ich finde, dass individuelle Stärken da sind. Aber eben schlecht ausgebildet. Conze ist 1,85m aber eine katastrophale Athletik. Hampel ist - falls Option A klappt - genauso flink und abschlussstark wie Grandveau. Nur kennt Grandveau auch Option B (Mitspieler einsetzen) und Option C (Foulen lassen) wenn Option A nicht klappt. Das kann sie jetzt im Erwachsenen-Bereich versuchen zu lernen. Die Torhüterinnen halte ich nicht für viel untalentierter als die Ungarin. Es fehlt an Erfahrung. Die Ungarin hat gegen Frankreich und Schweden die ersten 10 min nichts gehalten. Kam aber in beiden Spielen zurück. Keller hat im 2.Spiel die ersten 8 Würfe nicht gehalten. Rest des Spiels Bank und hält dann die nächsten beiden Spiele wieder nichts. Hier würde ich mal Konkurrenzsituation und Umgang mit Druck nennen. Plötzlich bist halt nicht mehr in der A-Jugend oder 3.Liga. Sondern hast eine gleichwertige Konkurrenz und nach 10 schlechten Minuten bist raus.

    Scheinbar keine weitere Spielerin (v.a. 3. TW in Corona-Quarantäne-Zeiten) mitzunehmen ist eigentlich unfassbar unprofessionell. Man gönnt sich etliche Trainingslager, einen CL-Coach und dann kann man nicht 1-2 Spielerinnen mehr mitnehmen?

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    Weise: Du sprichst ja gerne von der Wohlfühlzone, trifft bei Ihr glaube ich zu
    v. Perreira: Hat die Wohlfühlzone früh verlassen, wird aber nicht mal zu "Probelehrgängen" eingeladen. Weiß der Bundestrainer, dass es Sie gibt?
    Quist: Spielte damals glaube ich noch dritte Liga, sie auf Platz 18 zu setzen fand ich schon sehr gewagt. Talent hat Sie und nach zwei Jahren ist Sie immerhin jetzt in der BL etabliert. Den Sprung zur Nationalmannschaft kann Sie ja noch schaffen. Vor allem sollten man bei Ihr berücksichtigen, dass Sie damals 16 Jahre alt war, im Vergleich zu anderen die damals 19 waren. Die sind jetzt 22 und Sie 19. Sie kann bis 22 auch noch den Sprung in die CL schaffen.

    Entweder Wohlfühlzonen oder zu großes Ego. Quist und auch Bleckmann hätte ein Zwischenschritt gut getan. Quist ist m.W. auch Sportsoldatin (=Thema kein Geld vom Staat) und hätte somit sicher Geld für ein WG-Zimmer und Unterhalt bei einem kleineren Verein gehabt.

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    Insgesamt und das wolltest du vermutlich ausdrücken, macht der DHB zu wenig aus den Talenten. Da bin ich zu 100% deiner Meinung. Nur sage ich halt, fehlen dafür unter anderem die Strukturen. Und ich denke auch, dass der DHB den Frauenhandball weiterhin sehr stiefmütterlich behandelt. Bob Hanning ganz vorne weg, was das angeht.

    Es fehlt an Konzept und nicht an Talenten. Dazu haben die Vereine eher zu viel Geld. Zweitliga-Absteiger mit zwei ausl. Torhüterinnen und so weiter.