Das war aber am Anfang ganz schön eng,was solls,Hauptsache das Spiel gewonnen.Ohne Baumgartner,Baur,Zerbe und Bonath fehlten ja auch 4 RR-Spieler.....
Bericht von Christian Ciemalla (11.05.2005),handball-world.com
Einen Heimbonus konnte der Bundeskanzler, der im nur wenige Kilometer entfernten Mossenberg geboren wurde, nicht verbuchen. Vereinzelt Pfiffe erntete Gerhard Schröder, während Landrat Friedel Heuwinkel mit tosendem Applaus begrüßt wurde. Vom Heimvorteil schien auch der TBV Lemgo zunächst nicht profitieren zu können. Die personell geschwächten Gastgeber taten sich zunächst schwer, insbesondere in der Defensive, in der mit Zerbe, Baumgartner und Bonath gleich drei Säulen fehlten. So konnte Düsseldorf nicht nur das 1:0 von Daniel Stephan und das 2:1 von Florian Kehrmann ausgleichen, nach einem Gegenstoß konnte Runge den Aufsteiger sogar mit 3:2 in Führung bringen. Ein starker Jörg Zereike im Tor war in der Folge der Rückhalt und Grund dafür, dass der Gastgeber wieder die Führung übernehmen konnte. Doch Düsseldorf zeigte sich zunächst weiterhin gleichwertig und nach Treffern von Hegemann und Petersson fürhte die Gäste in der zehnten Spielminute wieder mit 7:6.
Per Siebenmeter erhöhte Hegemann sogar auf 8:6 und als Petersson das 9:6 für die HSG erzielte lag eine Überraschung in der Luft. Almantas Savonis im Tor der Düsseldorfer glänzte in dieser Phase mit einigen sehenswerten Paraden und dank konzentriert vorgetragener und abgeschlossener Siebenmeter konnte Düsseldorf seine Führung in der sechzehnten Spielminute sogar auf 11:6 ausbauen. Für Lemgo schien dies zunächst der Weckruf zu sein, mit vier Treffern in Folge stellte der Gastgeber den Anschluß wieder her, aber Düsseldorf zeigte sich weiterhin selbstbewußt und nach einem passgenauen Heber von Stefan Schröder nahm der Außenseiter eine 19:16-Führung mit in die Kabinen.
Neunzehn Gegentore in der ersten Halbzeit zwangen Volker Mudrow in der Halbzeit zu einer Umstellung, die am Ende spielentscheidend sein sollte. Die Gastgeber spielten in der zweiten Halbzeit eine 5:1-Abwehrvariante und mit dieser hatten die Düsseldorfer ihre Probleme, lediglich neun Tore gelangen dem Aufsteiger in der zweiten Halbzeit. Bereits in der 37. Spielminute gelang Lemgo, durch den in Abwehr und Angriff heute gleichermaßen stark aufspielenden Michael Binder, der Ausgleich zum 20:20 und nach vier Toren in Folge zum 27:23 war der TBV-Express nicht mehr aufzuhalten. Den Gästen aus Düsseldorf schwanden nun ein wenig die Kräfte, dennoch zeigte die Mannschaft von Nils Lehmann heute eine starke Leistung und bot den Zuschauern eine abwechslungsreiche Begegnung. Zu Punkten langte es in Lemgo allerdings nicht, der Gastgeber setzte sich am Ende verdient mit 35:30 durch.
TBV Lemgo - HSG Düsseldorf 35 : 30 (16:19)
TBV Lemgo:
Ramota, Zereike
Binder 8, Stephan 8/2, Kehrmann 6, Christophersen 4, Geirsson 3, Schwarzer 3, Max Ramota 2, Tempelmeier 1, Kausys, Kothe, Kropp
HSG Düsseldorf:
Savonis
Petersson 8, Hegemann 6/1, Heinrichs 6, Runge 3, Sieberger 3, Schröder 2, Hertzberg 2, Berblinger, Schneider, Sdunek, Schürmann, Maute, Wagner
Zuschauer: 3.767 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Schaller / Wutzler
Strafminuten: 4 / 4
Spielfilm:
2:1 (2.), 2:3 (5.), 6:5 (9.), 6:11 (15.), 10:11 (18.), 11:15 (22.), 13:16 (26.), 16:19 (HZ)
18:19 (34.), 20:20 (36.), 23:22 (41.), 27:23 (45.), 30:26 (49.), 32:28 (54.), 35:30 (EN)