Köster ist für die limitierte Dule-Rolle am falschen Zeitpunkt seiner Karriere. Der THW ist bei den Rechtshändern mit Ellefsen á Skipagøtu (21), Johansson (23), Wallinius (24) und Bilyk (26) auch jung genug besetzt.
Beiträge von brodie79
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Vor einem Jahr war das Finale noch das Viertelfinale bei der EM 22, was England 2:1 nach Verlängerung gewonnen hatte. Heute die Revanche. Spanien davor im Turnier in der Gruppe noch gegen Deutschland mit 2:0 verloren, heute Weltmeister.
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Bei Magdeburg hast du einen Gisli, der immer und immer wieder das 1:1 sucht, wie es auch Makuc macht. Natürlich auf etwas andere Art und Weise, aber sie gehen drauf. Wenn es bei Gisli nicht zum Durchbruch reicht, er gut auf die Finger bekommt, steht er auf, bekommt denn Ball und probiert es wieder. Und nie so, dass er kopflos wird, dass er den Überblick verliert. Er setzt auch weiter seine Nebenleute ein, weil er die Nerven behält.
Bei Makuc merkte man irgendwann, dass ihn die Magdeburger Deckung richtig richtig nervte. Die Schiris pfiffen nicht so, wie er sich das vorstellte und von da an wollte er nur noch selber spielen. Komplett stoppen kann man ihn nie, dafür ist er viel zu gut. Kommt er durch, ist der Ball sehr wahrscheinlich drin. Insofern hat er auch seine Tore gemacht, am Ende waren es 4/4 als Quote. Aber Cindric hatte neben zwei Toren noch 4 Assists, Makuc nur einen.
Ich glaube, und das ist natürlich nur mein persönlicher Glaube, dass Barcelona mit einem besserem Spielmacher auf der Position mehr rausgeholt hätte bzw. rausholen kann, weil die Qualität rundherum besser zur Geltung bekommen kommt. So wirkte Barcelona für mich in den Makuc-Phasen weniger wie eine Mannschaft.
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Makuc hatte mir beim Final 4 gegen Magdeburg nicht wirklich gefallen. Über das grundsätzliche Talent muss man nicht reden, aber er wirkte extrem unreif, war unglaublich viel mit Lamentieren beschäftigt und rieb sich dadurch sinnlos auf. Das war für mich eine große Schwachstelle bei Barca. Da fehlte mir jemand, der die guten Einzelteile wirklich zusammenbringt.
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Seifert hat immer erzählt, dass man überhaupt keine Technologie entwickeln müsste, weil man alles fertig einkaufen kann und schon letztes Jahr betriebsbereit wäre. Da muss er aber eine totale Fehleinschätzung gemacht haben, die weit über unterschätzen hinausgeht. Da ich nun selbst Softwareentwickler bin und weiß, wie lange man gerade an Anwendungen sitzt, die höchste Performance-Ansprüche habe, ist ein Jahr für neu entwickeln quasi nichts. Und Softwareentwicklung wird mit mehr Manpower immer schwieriger. Das hilft oft auch nichts, wenn man keine Zeit hat. Sei es wie es sei, hoffentlich läuft alles und es ist keine gute alte Bananensoftware.
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Basketball hab ich nie gesehen. Ich meine schon die Signs beim Baseball zwischen hitter und catcher.
Beim Baseball gibt der Catcher die Zeichen vor seinem Körper zwischen den Beinen an den Pitcher, der ihm gegenüber steht und ansieht. Für den Hitter ist das verdeckt, weil er mit dem Rücken zum Catcher steht.
Beim Basketball wird der Spielzug in der Regel über Handzeichen angezeigt oder Trikotzupfen, etc.
https://iliad.stanford.edu/images/posts/shih2021critical/image5.jpg
Beim Beachvolleyball z.B. gibt der blockende Spieler hinten dem Rücken in der Regel ein Zeichen an den im Feld verteidigenden Spieler, wie er blocken wird.
https://www.timeout-beachcamps.at/wp-content/uploads/2022/04/Blocking.jpg
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Quenstedt kann sich mitunter in Spiele reinarbeiten, wenn er lange genug Spielzeit bekommt. Beim THW hatte er auch mal Spiele mit guter Quote in der CL z.B., wo klar war, dass er durchspielen wird. Was er gar nicht konnte, war reinkommen, wenn es bei Landin nicht lief und dann mal direkt ein paar Bälle halten, um so ein Spiel nochmal zu drehen. Das hat Mrkva hingegen in der letzten Saison immer mal wieder geschafft. Gerade auch mit gehaltenen 7m ohne vorher gespielt zu haben. Ich bin mal gespannt, ob der Torhüter, der startet, dann auch länger drin bleibt oder ob man schnelle Wechsel sehen wird.
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Mit Mrkva hatte der THW sogar einen zweiten Torhüter, der in der Lage war ein Spiel zu gewinnen, siehe dem Spiel in Hannover. Ein großer Unterschied zu den Jahren davor. Hätten sie einen Mrkva in der vorletzten Saison schon gehabt, wäre in Köln ggf. mehr möglich gewesen, wo Landin im Final 4 Halbfinale gegen Barca nur 6 Bälle hält. Für mich der größte Fehler in der Kaderplanung in den letzten Jahren.
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Ich teile Deine Analyse fast komplett, bis auf die Wahrnehmung, dass Sander im Mittelpunkt stehen wollte.
Den Eindruck hatte ich tatsächlich nie, ihm stand da mMn einfach sein eigener Ehrgeiz im Weg und das hat zu Situationen geführt, die Du hier anmerkst.
Ich habe da schon den Eindruck gehabt, dass er unbedingt der Spieler sein wollte, der das Spiel entscheidet. Dass der THW gewinnt wollte er immer. Ich hatte nicht den Eindruck, dass das für ihn jetzt untergeordnet oder zweitranging war, aber der THW-Sieg sollte schon maßgeblich durch ihn zustande gekommen sein. Diesen Anspruch und Ehrgeiz hab ich bei ihm immer gesehen. Vielleicht gibt es sogar viele Spieler, die so ticken. So von außen aus Teamsicht betrachtet ist es natürlich immer schöner, wenn man den Eindruck hat, dass der Mannschaftserfolg über dem individuellen steht. Das hatte man bei Sagosen manchmal nicht, wobei es sehr, sehr wahrscheinlich gar nicht der Fall war.
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Dem THW hat letzte Saison die Meisterschaft gebracht hat, dass sie über die Saison hinweg in vielen Spielen noch richtig viel Qualität von der Bank bringen konnten, die oft genug das Spiel entschieden oder gedreht hat. Kaum ein Spieler hat jedes Spiel richtig gut gespielt oder dominiert. Auch Sagosen konnte das nicht, sodass er eigentlich nie zum richtigen Mittelpunkt der Mannschaft geworden ist. Er reihte sich ein in eine Gruppe von sehr guten Spielern, die immer wieder Top-Spiele hatten, aber nicht konstant. Im Gegensatz zu anderen hatte man bei ihm aber immer das Gefühl, dass er unbedingt der Mittelpunkt sein wollte und zur Not sein Glück erzwingen wollte. Das hat dem THW in einigen Spielen auch richtig geschadet. Insofern fehlt mit ihm natürlich ein richtig guter Spieler, aber eben auch jemand, der mitunter nicht einsehen wollte, dass es an diesem Tag nicht läuft und er lieber für andere spielen sollte.
Sagosen fehlte im Abschluss oft die Präzision. Er konnte sich sehr häufig freie Wurfbahnen herausarbeiten, aber seine Würfe waren meist sehr hart, aber häufig nicht gut platziert. So ist er immer wieder in Torhüter gelaufen ist, die das Timing raushatten und die recht zentralen Würfe dann halten konnten. Da hätte ihm oft mehr Variabilität im Abschluss gut getan. Auch da war es dann das Motto immer weiter, statt mal was zu verändern.
Was aber so einen Spieler wertvoll macht, ist, dass er keine Angst hatte, Verantwortung zu übernehmen, wenn es darauf ankam. Immer alle Würfe perfekt rausspielen kann man nicht und manchmal muss einfach jemand ran, der sich einen schwierigen Wurf nimmt und daraus was machen kann. Das kann dem THW sicher fehlen, wobei man bei einer Reihe anderer THW-Spieler, wie z.B. einem Johansson auch nicht den Eindruck hat, dass es am notwendigen Selbstbewusstsein dafür mangelt.
Ich sehe beim THW eher die Frage in der Deckung. Gerade in der CL ist es dem THW so gut wie gar nicht gelungen hinten wirklich mal den Laden dicht zu halten. Gekommen ist jetzt keiner, der die Defensive besser macht. In der CL hat Landin die letzten beiden Jahre auch kaum mal ein Spiel für den THW gezogen in den entscheidenden Runden ohne dass er jetzt schlecht war. Besser im Tor ist man auf dem Papier auch nicht geworden. Insofern stellt sich mir schon die Frage, wie man sich dort verbessern kann. Das Spiel schien in der CL mitunter eine Nummer zu schnell für den THW.
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Die Trainer selbst machen das oft genug selbst. Jürgen Klopp hat sich z.B. sehr klar und häufig zum Thema Brexit geäußert. Pep wurde mit einer Geldstrafe belegt, weil er bei einem Spiel ein Symbol zur Unterstützung von inhaftierten katalanischen Politikern getragen hat, die seiner Meinung nach zu Unrecht in Haft waren. Er hat immer wieder eine klare Positionierung zur Unabhängig von Katalonien bezogen. Mourinho ist eigentlich öffentlich nur aufgefallen mit Äußerungen zum Ramadan, die eher harmlos waren.
Die englischen Vereine an sich machen ständig Aktionen, wo sie dann z.B. sowas machen:
https://www.thepinknews.com/wp-content/uploads/2021/11/GettyImages-1356009228-scaled.jpgIst natürlich reichlich besch..., wenn ein Verein mit Regenbogen aufläuft, während der Verein einem Emirat gehört, wo das verboten ist.
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Wenigstens hat man in Kiel mittlerweile begriffen, dass Konkurrenz das Geschäft belebt und Dominanz dauerhaft eher negativ für den Sport, die Liga und die Wertigkeit der eigenen Erfolge ist.
An was macht man das fest?
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Du brauchst im Fußball als Basis eine extrem geschlossene Mannschaftsleistung. Sowohl was die Bereitschaft angeht, sich untereinander zu helfen als auch die taktische Ausrichtung und Disziplin. Dazu braucht es das Selbstvertrauen daraus zu agieren und auch Risiken einzugehen. Das fällt dem Underdog logischerweise immer sehr viel leichter. Hast Du nichts zu verlieren, kannst du frei aufspielen. Im Fußball ist das ein riesiger Faktor. Es bringt auch nichts, wenn man mit dem Messer zwischen den Zähnen herumläuft und seine Energie ohne jegliche taktische Vorgabe und Disziplin vergeudet.
Der deutschen Mannschaft hat die Sicherheit im Spiel über weite Strecken gefehlt. Man hat definitiv gesehen, dass dort keine Mannschaft auf dem Feld steht, die wirklich an das glaubt, was sie spielen. Der Versuch eine taktische Ordnung zu finden, um die vermeintlich besten Spielerinnen irgendwie auf dem Feld zu vereinen, ist nicht aufgegangen. Etliche Spielerinnen war sehr beschäftigt mit dem, was sie spielen sollten, weil sie das sonst nicht spielen. Das hätte nur funktioniert, wenn dort sofort die Rädchen gegriffen hätten und das haben sie nicht. Zwischendrin hat man versucht sich die fehlende Sicherheit und Selbstverständnis (zumindest öffentlich) einzureden.Die erwähnten Südkoreanerinnen fahren im Übrigen extrem enttäuscht nach Hause, weil die Erwartungshaltung nach dem Finale beim Asien-Cup 2022 entsprechend groß war. Das Weiterkommen in der Gruppe war eigentlich gesetzt. Erst als das Ausscheiden nach den ersten beiden Spielen fast feststand, konnten sie mehr von dem abrufen, was sie eigentlich von sich erwartet hätten.
Gute Trainer schaffen es ihren Spielern die notwendige Sicherheit zu geben auf die unterschiedlichsten Weisen. Ein Pep z.B. erklärt seinen Spielern soviel über Taktik und Positionierung, dass sie glauben sie haben für alles eine fußballerische Lösung und so gewinnen sie an Sicherheit. Andere machen das eher über das Mentale, indem sie es die Spieler stark reden wie Klopp oder eine Wagenburgmentalität entwickeln wie Mourinho.
Schlussendlich gehen die meisten (Trainer) im Sport den Weg, dass sie den auserkorenen Weg durchziehen, bis jemand von außen Stopp sagt oder das Ende erreicht ist wie einen Ausscheiden aus dem Turnier. Sieht man auch im Handball genug, dass dort an Dingen festgehalten wird, die (aktuell) nicht funktionieren, in dem Glauben (oder Hoffnung), dass es doch noch wird. Manchmal bis zum bitteren Ende und manchmal funktioniert es dann doch irgendwann. Was wurde hier im Forum orakelt, dass der "Zwergenhandball" von Magdeburg nie für den ganz großen Wurf reichen würde, weil in der Abwehr zu klein und und und. Sah eine längere auch so aus, dass das so ist, aber mittlerweile kann man sich doch nicht beschweren.
Was die Konsequenzen beim DFB angeht, ist die Frage, was man von der Bundestrainerin bei der Auswertung für Antworten bekommt. Nicht öffentlich, aber intern. Wie sieht sie im Nachhinein die Experimente mit Huth, etc. Nicht nur, was so bla bla Erkenntnisse angeht, wie hat nicht funktioniert, sondern auch auch Antworten darauf, warum es nicht funktioniert hat, was es für Alternativen gibt und warum. Kommen dort gute Ansätze, dann ist es Weitermachen absolut vertretbar. Immer gleich alle Rauswerfen ist auch nicht die Lösung, wenn es wirklich echte Bestrebungen gibt, aus Dingen, die nicht funktioniert haben, zu lernen.
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Magdeburg gewinnt die CL ohne den 2. RR Lipovina auf dem Bogen, obwohl einsatzfähig. Das sollte für Kielce kein Ausschlusskriterium sein.
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Steht Nenadic als Abgang schon fest oder bleibt er ggf.?
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Diese Angst sieht man aber bei extrem vielen Mannschaften, sei es im Herren- als auch im Damenbereich. Oft reicht eine Aktion, ein Ball, der reingeht, statt an den Pfosten und man sieht eine komplett andere Mannschaft. Genauso anders herum. Dass ist das, was den Fußball ausmacht. Die völlige Unberechenbarkeit und Unvorhersehbarkeit. In keiner anderen Mannschaftssportart schlägt ein Dritt- oder Viertligist einen Erstligisten. Im Fußball passiert das nahezu jedes Jahr.
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Man braucht halt Leute wie Neuer oder Messi, dass man was gewinnt. "Ich hab die Haare schön"-Gnabry oder Sane sind solche Leute halt nicht. Genausowenig wie Kimmich ..
Messi hatte bis vor kurzem den "Makel", dass er mit der Nationalmannschaft nichts gewinnen kann. 2021 hat er dann den ersten Titel mit der Nationalmannschaft bei der Copa gewonnen im sechsten Anlauf. Dann 2022 die WM im fünften Anlauf. Zwischenzeitlich war er schon zurückgetreten, u.a. wegen der enormen Kritik zuhause. Immer wieder wurde ihm vorgeworfen, er würde gerade in den wichtigen Spielen seines Landes versagen, bis er irgendwann die Nase voll hatte.
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Die angesprochenen Argentinier haben bei der WM ihr erstes Spiel mit 1:2 gegen Saudi-Arabien verloren. Im zweiten Spiel gegen Mexiko haben sie über 60 Minuten gar nichts hinbekommen, bevor dann Messi mit einer Einzelaktion das Ruder herumgerissen hat. Ohne die Aktion stehen die Chancen gut, dass sie nach der Vorrunde nach Hause fahren. So kamen sie dann besser rein, aber im schon im Achtelfinale zittern sie sich weiter. Da muss Australien eigentlich das 2:2 machen am Ende. Danach folgt ein Siege im Elfmeterschießen gegen Holland und später im Finale.
So im Nachhinein übertüncht der Erfolg dann immer die Leistungen. Das war 2014 beim deutschen WM-Sieg nicht anders. Da muss im Normalfall Argentinien das Finale bei deren Chancen locker gewinnen. Im Achtelfinale gegen Algerien und Viertelfinale gegen Frankreich scheidet da Deutschland ohne Neuer vermutlich schon aus, so überragend war er da. Man stelle sich vor eine seiner Rettungsaktionen gegen Algerien geht schief und dann ist dort Schluss. So feiert man heute die Weltmeister und deren Leistung, obwohl die 2014 nicht wirklich sehr gut waren. Aber Erfolg ist eben Erfolg.
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Im Fußball passieren aber mitunter auch Dinge für die es schwierig Erklärungen gibt. Der aktuelle Europameister der Herren mit Italien hat es z.B. nicht geschafft sich sowohl für die WM davor und als auch danach zu qualifizieren, obwohl Italien nun nicht gerade wie z.B. Griechenland bei deren EM-Titel ein totales "Wunder" ist und es wirklich genügend Plätze gibt.