Beiträge von Fachfremder

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    Kenne ich auch, dass manche meinen etwas zu können, wozu sie nicht taugen. Das ist aber bei den von Spielball genannten Spielerinnen in Nürtingen nicht der Fall. Die wissen was sie können, nämlich 2. Liga, und wollen auch nicht mehr und ggfls. gehen die dann zurück in die 3. Liga oder BWOL, wo hier in der Gegend genug Plätze zur Verfügung stehen. Das mit den wenigen Plätzen sieht hier in der Gegend auch anders aus. Hier müssen die Vereine häufig alles nehmen, was vielleicht irgendwie für die Liga taugt, weil einfach in der Region nicht genug Spielerinnen zur Verfügung stehen, die für die Spielklasse taugen und dazu auch bereit sind. Hier wird einfach zu wenig Nachwuchs hervorgebracht, um die Anzahl der hochklassigen Vereine zu speisen und die Vereine selbst halten sich bei der Grundlagenarbeit teilweise doch arg zurück, um es vornehm auszudrücken.

    Die haben genau dieselben Probleme. Ende 2020 entlassen sie eine Welthandballerin, die einmal Professionalität, welche der Vorstand gewünscht hatte, in den Verein bringen sollte und dann wird sie deshalb entlassen.

    In Nürtingen hatten die Spielerinnen in der jüngeren Vergangenheit schon einmal eine Crowdfunding-Aktion gestartet, damit die nächste Saison überhaupt in der 2. Liga gespielt werden kann, d.h. sie haben erst einmal die eigene, wenn auch spärliche Bezahlung aufgetrieben. Wenn da der Wunsch nach mehr Professionalität gewesen sein sollte, müsste man auch die Mittel haben, um die Spielerinnen wie Profis zu behandeln. Dies ist aber teilweise nicht einmal in der Bundesliga möglich. Zudem ist es hier in Württemberg mit 4 Bundes- und 3 Zweitligisten ziemlich eng, daneben bestehen auch noch 5 Möglichkeiten in der 3. Liga zu spielen (Möglingen, Nellingen, Wolfschlugen, FA GP und Tussies 2). M.a.W. kann Nürtingen froh sein, überhaupt einen Kader für die 2. Liga zusammen zu kriegen. Da muss man wohl oder über akzeptieren, wenn die jungen Damen dem ausgeübten Beruf Vorrang einräumen.

    Ich gehe mal stark davon aus, dass Nico Kiener auch Lena Degenhart von den Tussies holen wird.
    Sie hat unter seiner Leitung in Nellingen stark gespielt und verkümmert derzeit bei den Tussies.

    Ich gehe davon aus, dass er noch einige in der Region verwurzelte Spielerinnen holen wird, was aus Göppinger Sicht vielleicht gar nicht so verkehrt sein dürfte, um eine gewisse Identifikation zu schaffen, nachdem man in der jüngeren Vergangenheit schon kaum deutsche Spielerinnen im Kader hatte. Wäre zumindest mal ein anderer Ansatz als die Kohle für ausländische Spieler auszugeben, welche die HBF nur als Durchlauferhitzer nutzen, um ins besser bezahlte Ausland zu wechseln.

    Wichtigste Frage ist aber dennoch: Spielt Scherer auch in der 2. Liga für Göppingen?

    Da ist von auszugehen, wobei ich jetzt auch nicht weiß, ob sie sich in Buxte zur Bundesligareife entwickelt hat, was sie aufgrund des Alters ja auch noch gar nicht unbedingt muss. Interessant ist allerdings, dass Kiener als ehemaliger Landestrainer beginnt, Spielerinnen zu holen, die er aus dieser Zeit kennt. Da muss sich Ex-Bundesligist Nellingen wahrscheinlich warm anziehen, denn die haben wohl zumindest zwei Kandidatinnen, die durchaus mit der Bundesliga liebäugeln und es möglicherweise auch schaffen können.

    Louisa Wolf wird uns vorzeitig verlassen und wird ab sofort für die FRISCH AUF Frauen Göppingen, unserem Ligakonkurrenten in der Handball Bundesliga Frauen, aktiv sein!

    Breiter wird der Neckarsulmer Kader damit aber nicht. Es sei denn, man bekommt in nächster Zeit noch Verstärkung?

    Wolf war ja vor ihrer Nellinger Zeit schon einmal bei der NSU und ist dann mit Morgant wieder zur NSU, wobei dies maßgeblich auf Initiative von Morgant beruht haben soll. Nach dessen Weggang und überstandener Verletzung hat sie dort aber kaum noch eine Rolle gespielt. Jetzt bekommt man sie von der Gehaltsliste und kann im Wege der Nachbarschaftshilfe FA helfen, damit die in der Liga bleiben und man eine kurze Auswärtsfahrt und zweimal ein Derby behält.

    "Fälle"? Blomberg war unter Fuhr jahrelang das Spielerkarussell der Liga! Mitunter verließ mehr als ein Dutzend Mädels den Verein zum Saisonwechsel. EDIT MODS - siehe Posting #59 Alexandra Uhlig, die vor vielen Jahren vom THC nach Blomberg wechselte, sich aber dort schon nach sehr kurzer Zeit wieder verabschiedete, hat mir mal ihr Leid geklagt ...

    Ein Satz durch Mods gelöscht - direkter Bezug, inkl. Begrifflichkeit aus editiertem Posting.

    Zudem werden dann keinesfalls 3 Spielerinnen aus Budapest zurückkommen.

    Dein Link geht aber gar nicht nach Metzingen sondern nach Nürtingen? Nach meinen Infos ist die Welthandballerin dort auch nicht mehr.

    Weiß ich, dass mit der Leitung der Jugendakademie stand aber nur bei Nürtingen drin, sie ist aber wohl in erster Linie bei Metzingen und hatte "nebenbei" Nürtingen übernommen (sie ist auch schon bei Jugendspielen auf der Trainerbank aufgetaucht):

    https://www.gea.de/sport/tus-metz…id,6290205.html

    Grund für das vorzeitige Ende war wohl der Umstand, dass die Spielerinnen in großer Zahl noch regulären Berufen in Vollzeit nachgehen.

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    So jetzt wird es eng in Württemberg. Die Bundesligisten entdecken den Nachwuchs. FA Göppingen will hier mit Nico Kiener verstärkt tätig werden, nachdem man sich unter Knezevic wenig in der Nachwuchsförderung hervor getan hat:

    https://www.facebook.com/fafrauen/photo…?type=3&theater

    Neckarsulm liebäugelt sogar mit einem eigenen Sportinternat:

    https://www.stimme.de/sport/nsu-hand…t140001,4421260

    Und Metzingen hat eine Jugendakademie mit einer ehemaligen Welthandballerin als Leitung:

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    Das Problem dürfte sein, dass es in Württemberg gar nicht so viele Spielerinnen geben dürfte, die man an die Bundesliga heranführen kann ...

    Frisch Auf hat mit Nico Kiener einen neuen Trainer. Liganeuling, wenn ich nicht irre.

    Kiener ist eigentlich Verbandstrainer, hat aber auch schon mal kommissarisch Nellingen übernommen. Sein damaliger Assistent Rohr ist Lehrer in Göppingen. Der Handballverband Württemberg hat eine sehr innige Beziehung zu seinen Damen-Bundesligisten.

    Die Frisch Auf Frauen trennen sich von A. Knezevic.

    Die Frisch Auf Frauen trennen sich von A. Knezevic.

    Wow, hätte ich nicht für möglich gehalten, nachdem es eher so aussah, dass die FA-Frauen eine Beschäftigungsmaßnahme für Knezevic seien. Man muss ihm allerdings einräumen, dass er mit bescheidenen Mitteln in der Vergangenheit durchaus erfolgreich war. Attraktiver Handball war es aber leider nicht. Ob ein neuer Trainer dies rumreißen kann und wer es sein soll? So viele geeignete A-Lizenzinhaber laufen ja gar nicht rum. Pascal Morgant müsste ja frei sein, der hat ja zumindest eine Göppinger Vergangenheit, auch wenn er in Neckarsulm gescheitert ist.

    also aus der Ferne betrachte sind die FAG-Damen eine One-Man-Show von Aleksandar Knezevic.

    Nicht nur aus der Ferne. Problem ist aber wohl weniger, das ihm niemand unter die Arme greift, sondern eher, dass es keinen Geschäftsführer gibt, der den Trainer kontrolliert. M.a.W.: Was macht er als Geschäftsführer, wenn er als Trainer das Problem sein sollte? Und so viel Geld, dass man wirklich etwas reißen könnte, wird Teamviewer auch nicht zur Verfügung stellen. Da müsste man schon mit viel Geld winken, um Spielerinnen zu holen, die einen wenig attraktiven Handball spielen wollen. In letzter Zeit handelte es sich oft um Spielerinnen, die schon das Karriereende vor Augen hatten und sich bei Bundesligisten nicht durchsetzen konnten bzw. nur bedingt bundesligatauglich waren (Tinti, Welter, Ioneac). Zudem ist die Konkurrenz regional mit Bietigheim, Neckarsulm und Metzingen groß.

    zu dem was Fridulin geschrieben hat kommt noch ein völlig anderes Ausbildungskonzept dazu. 6:0 Abwehr ab der BJ, 1er Ball auch noch in der BJ. Zentralisierung des Sportes und dadurch auch Frühtrainings vor der Schule möglich, Athletikkonzepte ab der CJ und noch einiges mehr

    Da sind wir aber schon bei den Feinheiten! ich würde mir erst einmal das anschauen:

    https://www.dhb.de/de/redaktionsb…-spielergebnis/

    Wenn ich später eine vernünftige und spielfähige Spielerin ausbilden will, sollte die spätestens in der D-Jugend schon ein wenig wissen, worum es geht. Sämtliche jugendlichen Kaderspielerinnen, die ich kenne, haben als Mini E-Jugend, als E-Jugendliche D-Jugend und D-Jugendliche schon in der C-Jugend mitgespielt. Allerdings treffen gerade die technisch versierten Spielerinnen dann nicht selten auf brachiale Gewalt und Fouls, die bei der EM oder in der CL härter geahndet würden.

    Schaut man sich die Testmanuals des DHB an, wird immer noch stark auf Körperlichkeit und Größe geachtet. Mörk und Oftedal wären in D wahrscheinlich nicht als Rückraumspielerinnen gefördert worden, weil sie für das Schema zu klein gewesen wären.

    Hilfreich wäre es auch, wenn man Handball auch mehr als Mannschaftssport betrachtet. Bei uns in der Gegend, durfte man in den vergangenen Jahren ja den Länderpokal/Deutschland Cup vor Ort verfolgen. Es ist eklatant, wie da teilweise gespielt wird: Es gibt ein paar Spielerinnen, die alles dürfen, um sich zu präsentieren, der Rest läuft als Staffage mit. Bei den "Nachwuchsteams" der Bundesligisten in der Jugendbundesliga teilweise ähnliche Spielweise, das Spiel wird auf wenige Spielerinnen zugeschnitten, der Rest darf nur im Notfall werfen.