Fan-Ärger nach dem SG-Spiel
Tumulte. Unschöne Szenen spielten sich nach dem Sieg der SG in Minden vor der Halle ab.
FLENSBURG/MINDEN. Es gab Ärger aber keiner will angefangen haben.
So stellt sich die Situation derzeit dar, nachdem die bekannten SG-Fans, die Ultras-Flensburg, einem Mindener Fan die Nase gebrochen haben sollen. Dabei soll zudem auch ein Zahn abgesplittert sein. Diese unrühmlichen Szenen haben sich nach der Bundesliga-Partie der SG Flensburg-Handewitt in Minden zugetragen. Aber der Reihe nach.
Bereits am Nachmittag prallten die Ultras mit dem Mindener Fanclub "Commando 1924" aneinander.
"Wir wollten vor dem Spiel in deren Stammkneipe ein Bier trinken. Die ließen uns nicht rein und behaupteten, es sei geschlossene Gesellschaft", so Sönke Petersen von den Ultras. Aus Frust nicht reinzudürfen, schmiss man ein bengalisches Feuer in Richtung Mindener Fans, "ohne jedoch dabei jemanden zu gefährden". Man entfernte sich und trank sein Bier woanders.
Von GWD-Seite war man auf mögliche Krawalle vorbereitet und hatte den Ordnungsdienst in der Halle entsprechend verstärkt. Auch vor der Halle zeigte die Polizei präsenz und war mit zwei Streifenwagen angerückt.
Keine Strafanzeige
"Aber alles blieb ruhig", so Ralf Steinmeyer von der Mindener Polizei. Auch nach dem Spiel sei man nicht gerufen wurden, bestätigte er gestern auf Anfrage von Flensborg Avis. "Es hat auch noch keine Strafanzeige wegen Körperverletzung gegeben", so Steinmeyer.
Dass es dennoch Ärger gab beschreibt Sönke Petersen wie folgt:
"Nach dem Spiel sind wir ganz normal aus der Halle raus und sind zu unserem Bus gegangen. Von da aus konnte man die GWD&-Fans sehen, die seitlich aus der Halle rausgingen. Als sie uns sahen haben sie angefangen lautstark zu provozieren. Erst da sind wir dann in deren Richtung gegangen", so Petersen. Als ein Bierbecher Richtung SG−Fans geworfen wurde, kam es zur Schlägerei. Man rühme sich nicht mit den Geschehnissen, stehe aber dazu.
"Unsere Fans haben uns bereits über die Vorfälle informiert. Am Montag werden wir uns mit dem Fall auseinandersetzen und mit dem Vorstand des Fan Clubs reden. Gewalt hat im Handball und ausserhalb des Spielfeldes nichts zu suchen", teilte SG-Manager Thorsten Storm gestern mit. "Sollten wir dies entdecken, sind wir gezwungen einzugreifen und werden entsprechende Massnahmen gegenüber diesen Personen treffen."
Auf die Frage, ob man in Zukunft versuchen werde, Provokationen und Ärger aus dem Weg zu gehen antwortete Sönke Petersen, dass man den Ärger nicht suche.
"Wir unterstützen die SG sicherlich sehr aggressiv, aber sowas wie in Minden ist natürlich Mist." Marc Peetz