Beiträge von Linksaussen

    mit verlaub: die amis haben einen ziemlich hohen anteil von einwanderern wie z.B. puertoricanern, die eine ziemlich hohe geburtenrate haben. unter anderem auch deswegen, weil sie erzkatholisch und papstgläubig sind...


    noch was zur eigenverantwortung: alles schön und gut, aber man kann sich ja auch mal die herkunft der studierenden anschauen. von arbeiterkindern gehen 8 oder 9% zur uni. kinder von akademikern zu ca 70%. das liegt zum teil einfach an der akzeptanz und an mentalen einstellungen, aber zu einem großteil z.B. auch an dingen wie mangelndem bafög, von studiengebühren ganz zu schweigen. es ist nun mal leider nicht so, auch, wenn die fdp das gerne hätte, daß in deutschland alle mit gleichen chancen geboren werden und starten und es dann nur noch auf sie ankommt.

    DASS sie beim informationsdienst gegen rechtsextremismus überhaupt auftaucht, ist aber auch schon ein indiz.

    die junge freiheit bewegt sich bekanntermaßen geschickt am rechten rand entlang. immer so, daß man sie nicht in die rechtsextreme szene stecken kann.
    daß sowas jetzt hier zitiert wird.. meine güte.

    ton, steine, bertelsmann von HARTMUT EL KURDI
    Dazu gehören möchte man zwar immer noch nicht, aber fast ist man geneigt, das deutsche Volk zur Abwechslung mal ein wenig zu mögen, angesichts eines Wahlergebnisses, das immerhin dem modischen Neocon-Magazin Spiegel einen "Ton Steine Scherben"-Songtitel für das Cover ihrer Wahl-Sonderausgabe aufnötigt. Vor allem, weil der scheinbar Spiegel-traditionell dahingekalauerte Heftchen-Titel überraschenderweise einen tieferen Sinn hat, zumindest für den Scherben-Kenner. Selten funkelten die Anfangszeilen von "Keine Macht für niemand" in ihrer schlichten Weisheit so hell wie im Zusammenhang mit dieser Wahl: "Ich bin nicht frei, und ich kann nur wählen, welche Diebe mich bestehlen, welche Mörder mir befehlen."

    Aber der Spiegel ist nicht das einzige Propaganda-Organ, das zur Zeit "Ton Steine Scherben" zitiert. In dem grotesk besemmelten, unter anderem von Springer, Bauer, Burda, RTL und Bertelsmann finanzierten "Du bist Deutschland"-Spot schnarrt Oliver Kahn an einer Stelle "Du bist 82 Millionen" - und sofort fühlt sich jeder Scherben-Fan an die Zeile: "Wir sind 60 Millionen, wir sind nicht allein!" erinnert. Auch wenn wir es hier mit einem inhaltlichen Antagonismus zu tun haben. Das Scherben-Lied, aus dem der Satz stammt, heißt "Wir müssen hier raus" und formuliert deutlich, dem Siebziger-Zeitgeist entsprechend, dass eine gesellschaftliche Veränderung stattfinden muss, wenn die Lebensverhältnisse erträglicher werden sollen. Der Deutschland-Spot hingegen hat die Botschaft: "Du musst hier rein!", nämlich in die Volksgemeinschaft, und Du musst dich ändern, damit es Deutschland besser geht. Du musst positiv sein. Dann schaffst Du es. Und dabei ist es egal, ob Du eine Klofrau oder ein Millionenverdiener wie Kahn oder Jauch bist!

    Diese dialektische Umkehr-Variante der ansonsten von Konservativen gern polemisch kritisierten "Gleichmacherei" der Linken funktioniert folgendermaßen: Die Gesellschaft muss nicht etwa so gestaltet werden, dass jeder die gleichen Chancen bekommt, sondern es wird einfach behauptet, dass jeder das Gleiche erreichen kann, wenn er nur will. Und schon sind alle Menschen schamlos "gleich" gelogen.

    Zum Leistungsansporn sind in dem Spot neben der Klofrau und einigen anderen Alibi-Normalos vor allem prominente Bestverdiener zu sehen, von denen wir uns eine Scheibe abschneiden sollen. Solche Menschen stehen schließlich nicht vorm Arbeitsamt herum und jammern. Reiß dich zusammen, ist die Botschaft. Nicht der Staat ist schuld an deiner Misere, nicht die Perversion eines Wirtschaftssystems, in dem ein Unternehmen fette Gewinne macht und als Konsequenz ein paar tausend Arbeiter entlässt. Nee, Du Nöl-Lappen, Du bist selbst daran schuld. Und Du hast es in der Hand, dein Schicksal und das Schicksal des Landes zu bestimmen. In dem Du das tust, was dir die großen Medienkonzerne befehlen: Gut drauf sein!

    Zeitgleich zum Start der Kampagne hat übrigens der "BMG-Artist", der "Bertelsmann-Künstler" Daniel Küblböck eine Maxi-CD veröffentlicht, auf der er Rio Reisers Gassenhauer "König von Deutschland" singt. Und das ist wahrscheinlich auch noch Zufall.

    (taz)

    ich behaupte einfach mal: der merchandising-umsatz ist bei keinem bundesligisten so groß, daß der vermutlich vorhandene absatzunterschied zwischen einem deutschen und einem ausländischen spielertrikot sich mehr als marginal auf den marktwert auswirken würde. wir sind hier doch nicht im fußball, wo real madrid die transferausgaben für beckham allein über den trikotumsatz wieder reinbekommt.

    absolute zustimmung. werner hansch ist grausam. da wünscht man sich die nüchterne berichterstattung der 70er zurück.

    "netzer passt zu beckenbauer....... und beckenbauer zurück zu netzer......... der zu vogts....... vogts versucht henyckes anzuspielen, aber cruyff geht dazwischen. ein hochinteressantes spiel, meine damen und herren" (in leicht gelangweiltem reporterdeutsch zu lesen)